Wechsel der Krankenkasse

Kündigung der GKV

Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder darf seine gesetzliche Krankenkasse wechseln.
  • Der Wechsel ist unkompliziert und risikolos.
  • Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende.
  • Wenn Ihre Kasse einen Zusatzbeitrag einführt oder erhöht, können Sie außerordentlich kündigen. In einem Wahltarif gelten gesonderte Fristen.
  • Die umfassendsten Leistungen zu einem guten Preis bietet die HEK. Preisbewussten empfehlen wir die HKK, die gute Zusatzleistungen trotz niedrigem Beitrag anbietet.
  • Durchweg gute Leistungen gibt es bei der Energie-BKK. BKK24 und TK haben unterschiedliche Stärken.
  • Sparfüchse suchen sich in unserer Liste die günstigste Kasse in ihrem Bundesland.
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Die gesetzliche Krankenkasse zu wechseln, kann sinnvoll sein. Denn die Kassen nehmen unterschiedlich hohe Zusatzbeiträge und bieten abweichende Zusatzleistungen. Wie Sie die für Sie am besten geeignete Kasse finden, erfahren Sie in einem anderen Ratgeber.

Hier berechnen Sie, wie viel Sie durch einen Kassenwechsel sparen

Achtung: Ein Teil der Beitragsersparnis wird durch höhere Steuern wieder aufgefressen. Unterm Strich fällt die Ersparnis also geringer aus.

Wie Sie Ihre Krankenkasse wechseln können

Der Wechsel zu einer anderen gesetzlichen Krankenversicherung ist unkompliziert und mit zwei Schreiben erledigt. Sie kündigen der alten Krankenkasse und melden sich bei der neuen an. Die Kündigung ist aber erst komplett, wenn der alten Kasse die Mitgliedsbescheinigung der neuen Kasse vorliegt – noch innerhalb der Kündigungsfrist.

Kündigungsfrist - Die reguläre Kündigungsfrist in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt zwei volle Monate zum Monatsende. Das bedeutet: Wer beispielsweise bis zum 31. Januar seiner alten Kasse das Kündigungsschreiben geschickt hat, kann sich ab dem 1. April bei einer neuen Kasse versichern. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt bei allen Krankenkassen 18 Monate. Erst danach können Sie mit einer regulären Kündigung zu einer neuen Versicherung wechseln. Wahltarife haben eigene Mindestlaufzeiten. Wer einen solchen gewählt hat, ist möglicherweise länger an seine Kasse gebunden.

Sonderkündigungsrecht - Führt die Kasse einen Zusatzbeitrag ein oder erhöht sie den bisherigen Zusatzbeitrag, haben Versicherte ein Sonderkündigungsrecht, sogar wenn die Mindestversicherungszeit von 18 Monaten noch nicht erfüllt ist. Auch mit Sonderkündigungsrecht gilt eine Kündigungsfrist von zwei Monaten – in der neuen Krankenkasse können Sie also erst zwei Monate nach Kündigung Mitglied werden.

Das Kündigungsschreiben muss spätestens bis zum Ende des Monats bei der Versicherung eingehen, in dem diese das erste Mal den neuen Zusatzbeitrag erhebt. Die meisten Versicherungen ändern ihren Zusatzbeitrag zum Jahreswechsel. Bevor die Krankenkasse den höheren Beitrag erhebt, muss sie Sie auf Ihr Kündigungsrecht hinweisen. Kommt die Benachrichtigung der Krankenkasse zu spät beim Versicherte an, verlängert sich die Frist des Sonderkündigungsrechts (§ 175 Abs. 4 SGB V) und der Versicherte kann rückwirkend kündigen.

Auch wenn Sie in einem Wahltarif versichert sind, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Nur den Krankengeld-Wahltarif können Sie erst mit Ablauf der Mindestlaufzeit kündigen.

Kündigungsschreiben - Nutzen Sie zum Kündigen unser Musterschreiben, das auch per Fax versendet werden kann. Wer das Sonderkündigungsrecht nutzt, sollte sich im Schreiben auf den erhöhten Zusatzbeitrag beziehen: „Aufgrund des von Ihnen erhobenen Zusatzbeitrags mache ich von meinem Sonderkündigungsrecht nach § 175 Abs. 4 Satz 5 des SGB V Gebrauch.“

Mitgliedsantrag - Um Mitglied einer neuen Krankenkasse zu werden, genügt es, den Mitgliedsantrag der Versicherung auszufüllen. Normalerweise sind diese online verfügbar. Dafür benötigen Sie Ihre Sozialversicherungsnummer und die Anschrift Ihres Arbeitgebers, damit die Kasse ihn über Ihren Wechsel informieren kann. Für mitversicherte Familienangehörige oder Selbstständige gibt es zusätzliche Antragsformulare. Die Anträge können Sie oft online ausfüllen oder auch faxen. Die alte Kasse ist verpflichtet, innerhalb von 14 Tagen eine Kündigungsbestätigung auszustellen (Paragraf 175 Absatz 4 SGB V). Diese schicken Sie entweder direkt mit den Antragsunterlagen mit oder reichen Sie vor Beginn der Mitgliedschaft in der neuen Kasse nach. Erst dann ist der Kassenwechsel abgeschlossen.

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Daniel Pöhler
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Krankenkassenvergleich pro Bundesland

Sparfüchse, denen es nur auf den Beitrag ankommt, können auch zur günstigsten regionalen Kasse wechseln. Versicherte dürfen in jede Kasse eintreten, die in dem Bundesland geöffnet ist, in dem sie entweder wohnen oder arbeiten. 2017 ist das erste Jahr, in dem ausnahmslos alle Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben. Preislich besonders attraktiv sind die Metzinger BKK in Baden-Württemberg und die AOK Sachsen-Anhalt, die beide 14,9 Prozent Beitrag verlangen. Mit 15 Prozent erhebt die BKK Pfaff in Rheinland-Pfalz nur wenig mehr. Die meisten anderen Kassen beginnen erst bei etwa 15,2 Prozent Gesamtbeitrag.

Die günstigsten Krankenkassen 2017 nach Bundesland

Bundesland Kasse Gesamtbeitrag 2017
Baden-Württemberg Metzinger BKK 14,9%
Bayern HKK 15,19 %
  BKK Akzo Nobel Bayern 15,2 %
  BKK firmus 15,2%
  IKK gesund plus 15,2%
Berlin HKK 15,19 %
  BKK firmus 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2%
Brandenburg HKK 15,19 %
  BKK firmus 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2 %
Bremen HKK 15,19 %
  BKK firmus 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2 %
Hamburg HKK 15,19 %
  BKK firmus 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2 %
Hessen HKK 15,19 %
  BKK firmus 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2 %
Mecklenb.-Vorpommern HKK 15,19 %
  BKK firmus 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2 %
Niedersachsen HKK 15,19 %
  BKK firmus 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2 %
Nordrhein-Westfalen HKK 15,19 %
  BKK firmus 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2 %
Rheinland-Pfalz BKK Pfaff 15 %
Saarland HKK 15,19 %
  BKK firmus 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2 %
Sachsen HKK 15,19 %
  AOK Plus 15,2 %
  BKK firmus 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2 %
Sachsen-Anhalt AOK Sachsen-Anhalt 14,9 %
Schleswig-Holstein HKK 15,19 %
  BKK firmus 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2 %
Thüringen HKK 15,19 %
  AOK plus 15,2 %
  BKK firmus 15,2 %
  BKK Mem 15,2 %
  IKK gesund plus 15,2 %

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 2. Januar 2017)

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.