3D-Secure: SecureCode oder Verified by Visa

Sicherer online einkaufen

Das Wichtigste in Kürze

  • Das 3D-Secure-Verfahren erhöht die Sicherheit beim Bezahlen mit der Kreditkarte im Internet.
  • Die Kunden hinterlegen bei ihrem Kreditkartenanbieter ein Passwort, das bei Online-Einkäufen abgefragt wird. Zudem gibt es dynamische Möglichkeiten über TAN oder Smartphone-App.
  • Diebe können so nicht mehr allein mit gestohlenen Kreditkarten-Daten wie Nummer und Prüfziffer auf Shoppingtour im Internet gehen, sie benötigen zudem die 3D-Secure-Daten.
  • Visa und Mastercard bieten das 3D-Secure-Verfahren unter den Namen Verified by Visa beziehungsweise Mastercard Securecode an.
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Berichte über gestohlene Kreditkarten-Daten sowie Datenschutz-Löcher bei großen Dienstleistern sind keine Seltenheit. So tauschten deutsche Banken Anfang 2016 Tausende Kreditkarten aus. Es gab Hinweise, dass die Karteninformationen durch ein Datenleck bei einem Dienstleister ausspioniert wurden.

Damit die Diebe nicht ohne Weiteres mit den gestohlenen Daten auf Einkaufstour gehen können, haben die Kreditkarten-Unternehmen das 3D-Secure-Verfahren entwickelt. Es soll das Bezahlen mit der Kreditkarte im Internet sicherer machen. Mastercard nennt das Verfahren Mastercard Securecode, bei Visa heißt es Verified by Visa.

So funktioniert das 3D-Secure-Verfahren

Entweder der Kunde registriert sich für 3D-Secure beim ersten Bezahlen in einem Online-Shop, der das Verfahren nutzt. Oder er erledigt das zuvor. Das Registrieren erfolgt über die kartenausgebende Bank. Dabei werden persönliche Daten erfragt. Welche das sind, hängt von der Bank ab. Es kann sich zum Beispiel um den Geburtstag des Kunden handeln oder aber um einen Code, den die Bank schickt.

Bei einigen Banken hinterlegen Karteninhaber eine persönliche Mitteilung sowie ein gesondertes Passwort. Wenn sie im Internet einkaufen, werden sie während des Bezahlvorgangs von der Website des Händlers auf die Seite des Kreditkarten-Anbieters geleitet. Dort geben sie ihr Passwort ein und bestätigen damit die Rechtmäßigkeit der Bezahlung. Damit die Kunden erkennen, ob sie mit dem Server der Bank kommunizieren, wird ihnen ihre persönliche Mitteilung angezeigt. Andere Banken senden bei jedem Einkauf eine neue TAN an das Handy der Kunden oder lassen sie den Einkauf über eine App mit PIN-Eingabe bestätigen.

Einen 100-prozentigen Schutz bietet allerdings auch das 3D-Secure-Verfahren nicht. Wenn jemand das 3D-Secure-Passwort und die Kreditkarten-Daten kennt, kann er ohne das Wissen des Kunden im Internet auf Shoppingtour gehen. Es ist auch denkbar, dass jemand die persönlichen Daten und Kreditkarten-Details kennt. Dann könnte er sich selbst für das 3D-Secure-Verfahren registrieren, ohne dass der Karteninhaber das erfährt.

Zudem setzen nicht alle Händler das Verfahren ein oder sie nutzen es nicht bei jedem Bezahlvorgang. Also sollten auch Verbraucher, die ihre Kreditkarte registriert haben, die Kontobewegungen im Auge behalten.

Tipp

Kreditkarte schützen

Wie Sie sich vor Missbrauch schützen und wie Sie Ihre Kreditkarte sperren lassen können, lesen Sie in unserem Artikel zum Thema Kreditkarten-Betrug.

Vor- und Nachteile des Verfahrens

Das 3D-Secure-Verfahren erhöht die Sicherheit beim Einkaufen im Internet. Für Kriminelle wird es schwieriger, Daten zu missbrauchen. Kunden hinterlegen jedoch teilweise noch ein statisches Passwort, das prinzipiell leichter ausgespäht werden kann als ein Passwort, das beispielsweise per SMS auf das Handy geschickt wird. Einige Banken setzen bei 3D-Secure auf solche dynamischen Passwörter.

Insgesamt überwiegen aber die Vorteile des Verfahrens. In der Anfangszeit des Verfahrens galt noch eine Klausel, wonach Kunden Geld nicht zurückfordern konnten, wenn die Ware mit dem 3D-Secure-Verfahren bezahlt wurde. Die Kreditwirtschaft hat das inzwischen geändert, und die meisten Banken stellen sicher, dass Kunden bei Bezahlung mit 3D-Secure nicht schlechter dastehen als bei regulärer Kartenzahlung. Falls Kunden daran Zweifel haben, sollten sie bei ihrer Bank nach deren Haftungsbedingungen fragen.

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Mehr dazu im Ratgeber Kreditkarten

Josefine Lietzau
Finanztip-Expertin für Bankprodukte

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Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

Manuel Kayl war bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Er hat am 31. August 2016 Finanztip verlassen.

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.