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Marktkapitalisierung: Mehr als nur schiere Größe

Zu den wichtigen Kennzahlen für eine Anlageentscheidung zählt die Marktkapitalisierung. Sie misst den Marktwert eines börsennotierten Unternehmens, indem die Anzahl seiner Aktien mit dem Aktienkurs multipliziert wird. Weil dieser Kurs schwankt, unterliegt auch die Marktkapitalisierung bzw. der Börsenwert ständigen Änderungen.

Dem Anleger vermittelt diese Kennzahl zur Unternehmensbewertung zunächst einen Eindruck von der Größe des Unternehmens. Je höher die Marktkapitalisierung, desto größer ist die Gesellschaft. Das erlaubt keine Aussage über die Kurschancen der Aktie, aber tendenziell über die Krisenfestigkeit des Unternehmens. Weiterhin steigt das Interesse der Investoren in der Regel mit der Höhe der Marktkapitalisierung. Dies erhöht wiederum die Liquidität der Aktie mit der Folge, dass der Anleger eine solche Aktie vergleichsweise schnell und kostengünstig wieder veräußern kann und der Kurs selbst bei umfangreichen Transaktionen relativ stabil bleibt.

Schließlich stellt die Marktkapitalisierung neben dem Börsenumsatz das wichtigste Kriterium für eine Indexzugehörigkeit dar. Die Aufnahme in einen Index steigert wiederum die Beachtung durch Investoren und damit die Liquidität des Wertpapiers.

Anleger sollten allerdings auf die Berechnung der Marktkapitalisierung achten, empfiehlt das Deutsche Aktieninstitut: Wichtig ist z.B., welche Aktiengattungen (Stamm- oder Vorzugsaktien) bei der Berechnung herangezogen werden und wem die berücksichtigten Aktien gehören. Nur der "Free Float“, also die nicht im Festbesitz von Großaktionären befindlichen Aktien, stehen nämlich für einen wirklich liquiden Börsenhandel tatsächlich zur Verfügung.


Börsenratgeber 06/2005
Deutsches Aktieninstitut Rubrik "Pressedienst"  bei  Finanztip.de  Keine Haftung
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