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Aktienrückkauf: Eine Alternative zur Dividende

Fast jede börsennotierte Aktiengesellschaft lässt sich von ihren Aktionären auf der Hauptversammlung die Genehmigung zum Aktienrückkauf geben. Was steckt dahinter? Ist dies nicht genau das Gegenteil der Funktion, die die Aktie hat, nämlich Unternehmen mit Eigenkapital zu versorgen?

Diese Fragen sind berechtigt. Genauso berechtigt kann ein Aktienrückkauf sein, erläutert das Deutsche Aktieninstitut. Es gibt Situationen, in denen ein Unternehmen über mehr liquide Mittel verfügt, als es aktuell benötigt. Wenn kein dringender Investitionsbedarf besteht, stellt sich die Frage nach der optimalen Verwendung dieser Liquidität im Interesse der Aktionäre.

Wenig sinnvoll ist es zumeist, dass das Unternehmen die Mittel selbst am Kapitalmarkt anlegt. Der Aktionär hat die Aktie wegen des operativen Geschäftes gekauft und nicht, damit sie sein Geld anderswo investiert, das könnte er selbst. Weiterhin kommt die Schuldentilgung in Frage. Ist die Eigenkapitalquote aber schon sehr hoch, kann das Unternehmen das Geld auch den Aktionären zurückzahlen.

Dabei besteht die Wahl zwischen einer erhöhten Dividendenzahlung und einem Aktienrückkauf. Bei der Dividende wird für jede Aktie der gleiche Betrag ausgezahlt. Für manche Anleger ist dies steuerlich günstig, für andere ungünstig. Wer sein Geld wieder anlegen möchte, muss zusätzliche Gebühren zahlen. Beim Aktienrückkauf hingegen werden nur die Anleger die Aktie verkaufen, die sich von ihr trennen wollen. Wegen der erhöhten Nachfrage steigt der Kurs, und alle Aktionäre haben einen Nutzen von der Rückkaufaktion.


Börsenratgeber 07/2005
Deutsches Aktieninstitut Rubrik "Pressedienst"  bei  Finanztip.de  Keine Haftung
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