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Was ist ein "Indexer?"
Der Begriff "Indexer" wird hier gebraucht, um einen indexorientierten Anlegertyp zu kennzeichnen, der sein Geldanlageverhalten zumindest bezüglich Wertpapiere vornehmlich oder ausschließlich an den Grundprinzipien des passiven Wertpapiermanagement mit Indizes ausrichtet. Vom "reinen Indexer" wird der "Teil-Indexer" abgegrenzt. Der "Teil-Indexer" nutzt das passive Wertpapiermanagement mit Indizes in Kombination mit anderen Anlagealternativen wie festverzinsliche Wertpapiere, Immobilieneigentum oder zum Beispiel Lebens- oder Rentenversicherungen. Der "reine Indexer" investiert auch im Hinblick auf die eigene Altersvorsorge ausschließlich in Indexing-Produkte.
Wie funktioniert das?
Durch das Investment in Indexanlagen und hier vornehmlich in Exchange Traded Funds (ETFs) oder in Indexfonds wird langfristig eine höhere Rendite erzielt als durch das Investment in einzelne Märkte oder sogar in Einzeltitel. Statt der Anlage in einzelne Aktien oder ausgewählte aktiv gemanagte Investmentfonds wird das für die Wertpapieranlage eingesetzte Kapital für den Erwerb von Index-Produkten eingesetzt. Dabei hat der Anleger nach der Modernen Portfoliotheorie zu beachten:
Dieser Leitfaden zu "Exchange Traded Funds" basiert auf den Grundprinzipien der Modernen Portfoliotheorie. Ein Anleger, der sich intensiv mit "Exchange Traded Funds" beschäftigen will, sollte sich bereits mit der Portfoliostrategie vertraut gemacht haben. Die einzelnen Bausteine dieser Theorie werden im Leitfaden auch näher erläutert bzw. es wird hierzu an passender Stelle auf weiterführende Inhalte verlinkt. Ein ganz wichtiger Punkt ist dabei, das eigene Risikoprofil richtig einzuschätzen. Aufbauend auf dem eigenen Risikoprofil kann der Anleger die optimale Anlagestrategie nach persönlichen Rendite-Risiko-Gesichtspunkten im Sinne der Portfolio-Theorie von Markowitz ermitteln, so dass die passive Wertpapieranlage - sofern gewünscht - leicht in die eigene Vermögensstrategie eingebunden werden kann.
Anhänger der Modernen Portfoliotheorie neigen manchmal dazu, reine "Indexer" zu werden und andere Anlagevorstellungen als suboptimal zu verwerfen. Da es auch bei der Kapitalanlage nicht nur schwarz oder weiß gibt, sollte ein Anleger vor einer Anlageentscheidung die Motive seiner Geldanlage in den Vordergrund stellen. Ob er dann hinsichtlich seiner gesamten Kapitalanlage zum reinen Indexer mutiert, bleibt ihm überlassen. Der überwiegende Teil der Anhänger des passiven Wertpapiermanagement sind "Teil-Indexer", die nicht ihr gesamtes Vermögen, sondern nur einen Teil davon in Index-Produkte investieren.
Es spricht insbesondere für jüngere Menschen aktuell viel für das passive Investment in Indexanlagen. Der unabhängige Blick für andere Formen der Kapitalanlage sollte jedoch erhalten bleiben. So spricht zum Beispiel nichts gegen eine Kombination "Eigentumswohnung, Tagesgeld, Rentenversicherung" einerseits während die Anlage in Wertpapieren andererseits ausschließlich nach den Prinzipien des Indexing erfolgt.
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