Berufliche Nutzung

PC, Notebook und Tablet von der Steuer absetzen

Das Wichtigste in Kürze

  • Computer, Notebook und Tablet gehören zu den typischen Arbeitsmitteln vieler Arbeitnehmer.
  • Ausgaben für Arbeitsmittel sind Werbungskosten und mindern Ihre Steuerlast.
  • Wenn Sie das Gerät zu Hause beruflich und privat nutzen, können Sie Ihre Anschaffungskosten und laufende Betriebskosten in Höhe des beruflichen Nutzungsanteils von der Steuer absetzen.
  • Die berufliche Nutzung müssen Sie dem Finanzamt belegen oder glaubhaft machen können.
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Viele Arbeitnehmer sind heute immer und überall erreichbar. In manchen Firmen gehört es fast schon zum guten Ton, auch von zu Hause aus E-Mails zu beantworten. Lehrer zum Beispiel arbeiten viele Stunden von daheim aus. PC, Notebook und Tablet, die Sie für Ihre berufliche Tätigkeit einsetzen, gelten als Arbeitsmittel. Das Geld, das Sie für Arbeitsmittel ausgeben, können Sie – zumindest anteilig – als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

Die gesetzliche Regelung finden Sie in § 9 EStG.

Nutzen Sie Ihren Rechner beruflich?

Tipp

Hierhin in der Steuererklärung: Anlage N, Seite 2, Zeile 41

Einen Computer, den Sie sich privat angeschafft und in Ihrer privaten Wohnung aufgestellt haben, kann ein Arbeitsmittel sein. Damit Sie ein Arbeitsmittel vollständig als Werbungskosten von der Steuer absetzen können, müssen Sie es überwiegend für berufliche Zwecke nutzen. Und dafür legt das Finanzamt die Messlatte hoch: Nur wenn die berufliche Nutzung 90 Prozent beträgt, können Sie Ihren Computer komplett von der Steuer absetzen. Die Kosten eines gemischt genutzten PCs müssen Sie in einen beruflichen und einen privaten Nutzungsanteil splitten.

Tipp

Falls Sie am Arbeitsplatz Ihren eigenen PC nutzen, können Sie Ihre Aufwendungen vollständig von der Steuer absetzen. In solchen – zugegebenermaßen seltenen – Fällen geht der Fiskus nicht von einer privaten Nutzung aus.

Welche Kosten werden wie berücksichtigt?

Wenn das einzelne Gerät netto nicht mehr als 410 Euro gekostet hat, können Sie den gesamten Anschaffungspreis sofort und in voller Höhe steuerlich absetzen. Eine Abschreibung über mehrere Jahre ist dann nicht notwendig. Maßgebend ist der Nettobetrag ohne Umsatzsteuer, der Brutto-Rechnungsbetrag darf sich also höchstens auf 487,90 Euro belaufen bei 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Tipp

Vergessen Sie nicht, auch Ihre Fahrtkosten zum Kauf von PC, Notebook oder Tablet als Werbungskosten abzusetzen. Sind Sie zum Elektronikmarkt gefahren, um einen neuen Computer zu kaufen, führt das zu einer Steuerersparnis.

Neben Ihren Anschaffungskosten können Sie auch Reparatur-, Reinigungs- und Wartungskosten steuermindernd ansetzen.

Sofort absetzen oder abschreiben?

Sollte Ihnen das Finanzamt die mindestens 90-prozentige Nutzung für berufliche Zwecke nicht abnehmen, können Sie zumindest einen anteiligen Kostenabzug durchsetzen. Sie können Ihre Kosten dann entsprechend der beruflichen und privaten Nutzung aufteilen.

50:50-Anteil - Kaum ein Steuerzahler wird den beruflichen Nutzungsanteil seines Computers ganz genau nachweisen können. Deshalb hat sich ein 50:50-Anteil etabliert. Falls Sie nicht genau belegen können, wie hoch der berufliche Anteil bei Ihnen ausfällt, erkennt das Finanzamt 50 Prozent Ihrer Kosten an. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie den Rechner wirklich beruflich nutzen – und zwar in einem nicht unwesentlichen Umfang. Das wiederum müssen Sie nachweisen oder zumindest glaubhaft machen können.

PC-Fahrtenbuch - Um dem Finanzamt von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen, können Sie sich die Mühe machen, eine Art „PC-Fahrtenbuch“ zu führen. Zwingen kann Sie dazu aber niemand. Falls Sie sich dafür entscheiden, müssen Sie Ihre PC-Nutzung im Einzelnen dokumentieren. Sie legen dann eine Liste an, aus der jeweils Datum, Uhrzeit, Dauer und Zweck der Nutzung hervorgehen. Weil das einen hohen Aufwand bedeutet, sollte eine lückenlose Dokumentation über einen Zeitraum von drei Monaten ausreichen, wie es auch bei den Telefonkosten erlaubt ist.

Schätzung - Alternativ können Sie auch schätzen, wie hoch Ihr beruflicher Nutzungsanteil ist. Sollten Sie sich für diese Variante entscheiden, ist es sinnvoll, dem Finanzamt zu beschreiben, was Sie genau beruflich machen. So helfen Sie den Beamten, sich vorzustellen, welche Arbeiten Sie zu Hause am Rechner erledigen. Listen Sie am besten alles auf, was mit Ihrem Beruf zusammenhängt, und wofür Sie nur zu Hause Zeit und Gelegenheit haben: zum Beispiel Fort- oder Weiterbildung, Umschulung, Bewerbungen und Erstellung von Präsentationen. Als Belege bieten sich auch Arbeitsproben an, sofern Sie nicht Geheimnisträger sind.

Für eine berufliche Nutzung spricht es auch, wenn Ihr Arbeitgeber den Kauf Ihres Rechners bezuschusst hat.

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Tipp

Ihr Arbeitgeber kann Ihnen PC, Notebook, Tablet und Smartphone steuerfrei überlassen. Vielleicht ist das eine Option bei der nächsten Gehaltverhandlung? Einen Steuervorteil haben Sie sogar, wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber das Gerät schenkt oder Sie einen Teil dazuzahlen: Er kann die Lohnsteuer dann pauschal mit 25 Prozent erheben.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Sabine Himmelberg

freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Redaktionsarbeit im Steuerrecht zurück. Als spezialisierte Fachjournalistin deckt Sabine Himmelberg ein breites inhaltliches Spektrum für Publikationen namhafter Fachverlage ab. Nach ihrem Magisterabschluss an der Universität zu Köln trat sie in die Redaktion des Deubner Verlags ein, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt und der WEKA-Gruppe angehört. Sie leitete dort drei Jahre lang die Redaktion Steuern.