Test Handytarif-Vergleiche

Mit diesen Tarifrechnern surfen und telefonieren Sie billiger

Das Wichtigste in Kürze

  • Handytarif-Rechner vergleichen eine Vielzahl an Mobilfunktarifen und finden im Idealfall das für den jeweiligen Nutzer günstigste Angebot.
  • Wir haben 23 Tarifrechner Ende 2015 unter die Lupe genommen. Am besten abgeschnitten haben Verivox, Tariffuxx und handytarife.de.
  • Die genannten Vergleichsrechner lieferten im Test häufig den günstigsten Tarif und lassen sich leicht nach den persönlichen Vorlieben einstellen.
  • Auch clever-telefonieren.de fand viele günstige Tarife. Allerdings war es nicht möglich, die gewünschte Internetgeschwindigkeit (Mbit/s) vorzugeben.

So gehen Sie vor

  • Geben Sie Ihr Profil am besten auf mehreren Vergleichsseiten ein, um die Chance auf den besten Tarif zu erhöhen und exklusive Rabatte zu entdecken. Das dauert jeweils nur wenige Minuten.
  • Falls Sie nur einen Rechner nutzen wollen, bietet sich Tariffuxx an, wenn Sie eine einfache Bedienung wünschen, oder Verivox für die meisten Einstellmöglichkeiten. Handytarife.de bietet einen Kompromiss aus Einfachheit und Optionen.
  • Es ist meist günstiger, einen Vertrag ohne Gerät abzuschließen und das Handy separat zu kaufen (Apple iPhone, Samsung Galaxy S billig kaufen).
  • Wenn Sie nicht selbst nach einem Handytarif suchen wollen – wir haben günstige Tarife ohne Fallstricke herausgesucht: LTE, Allnet-Flat, Prepaid Card.
  • Tipp: Sollen wir Sie zu aktuellen Handytarif-Empfehlungen sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

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Überraschendes förderte der Finanztip-Test von 19 Preisvergleichsrechnern für Handytarife im Frühjahr 2015 zutage: Die großen Verlierer waren seinerzeit die Marktführer Check24 und Verivox. Deutlich bessere Ergebnisse lieferten damals weniger bekannte Portale wie Tariffuxx und Teltarif. Ende 2015 haben wir erneut Handytarifrechner unter die Lupe genommen. Es hat sich gezeigt: Die Platzhirsche Check24 und Verivox haben nachgebessert und bislang fehlende Funktionen eingebaut. Doch nur einer der beiden hat es geschafft, Finanztip-Empfehlung für die Suche nach einem Handytarif zu werden.

Tarife für sechs Musterkunden abgefragt

Auf den untersuchten Vergleichsportalen haben wir an einem Stichtag die günstigsten Tarife für sechs Musterkunden abgefragt, vom Wenignutzer bis zum Vieltelefonierer mit dem Handy. Die Profile haben wir gegenüber dem vergangenen Test weiterentwickelt, unter anderem, um die nachlassende Bedeutung der SMS zu berücksichtigen.

Getestete Nutzerprofile

    Minuten   SMS   Datenvolumen (MB)   LTE zwingend
Wenignutzer   30   10   200   nein
Normalnutzer   120   15   500   nein
Nutzer eines klassischen Handys   120   30   0   nein
Vieltelefonierer   360   30   300   nein
Normalnutzer ohne Festnetz   300   15   5.000   ja
Internet-Fan (mit Festnetz)   120   10   2.000   ja

Für die Musterkunden haben wir einerseits nach Tarifen in den gut ausgebauten Netzen der Telekom und von Vodafone (D-Netze) gesucht, andererseits nach den tendenziell günstigeren Angeboten im Netz von Telefónica (O2/E-Plus). Im letzten Test hatte sich gezeigt, dass die Vertragslaufzeit von Tarifen im Telefónica-Netz kaum mehr eine Rolle für die Kosten spielt. Entsprechend haben wir im aktuellen Test grundsätzlich einen flexiblen Vertrag gewählt, an den der Kunde höchstens einen Monat gebunden ist.

Meist ist es sinnvoll, Handyverträge mit langer Laufzeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu beenden, zum Beispiel über einen Kündigungsdienst.

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Daniel Pöhler
von Finanztip, Experte für Mobilität & Medien

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In den D-Netzen haben wir hingegen zusätzlich auch Zweijahresverträge abgefragt, um zu prüfen, ob sich in diesen Netzen womöglich die lange Bindung für Kunden noch lohnt. Insgesamt haben wir 162 Angebote geprüft.

Verivox, Tariffuxx und handytarife.de sind die besten Tarifrechner

Im vergangenen Test haben wir kritisiert, dass Nutzer des Handytarifrechners von Verivox nur sehr grobe Einstellungen vornehmen konnten – es gab keine Möglichkeit, die Anzahl der Gesprächsminuten einzugeben. Inzwischen hat Verivox nachgebessert und findet im aktuellen Vergleich prompt die meisten günstigen Handytarife. Für mehr als ein Drittel (39 Prozent) der Abfragen erkannte Verivox das preiswerteste Angebot. Und wenn der Tarifrechner es nicht fand, war der Preis im Durchschnitt nah dran am besten Angebot. Besonders stark war Verivox bei D-Netz-Tarifen: In mehr als jedem zweiten Fall (58 Prozent) wies Verivox hierbei die besten Konditionen aus.

Außer Verivox konnten auch Tariffuxx und handytarife.de im aktuellen Test überzeugen. Tariffuxx lieferte fast ebenso häufig das beste Angebot wie Verivox. Handytarife.de fand zwar etwas seltener den preiswertesten Tarif, nannte aber im Durchschnitt ebenfalls Angebote, die sehr nah an den besten Preis herankamen.

Ergebnisse der besten Tarifrechner im Test

    Ergebnisse gefunden (von 18)   günstigste Tarife (von 18)   durchschnittliche Abweichung vom besten Preis
Verivox   16   7   15 %
Tariffuxx   17   6   17 %
handytarife.de   16   4   16 %
             
zum Vergleich:            
smartchecker.de   16   2   65 %
tarifhai.de   16   0   54 %

Quelle: Finanztip-Testabfragen am 18. November 2015

Neben guten Ergebnissen bei der Tarifabfrage überzeugten uns die drei Vergleichsrechner auch mit hervorragender Nutzerfreundlichkeit. Tariffuxx beschränkt sich dabei auf die wichtigsten Funktionen, zum Beispiel die Wahl einer kurzen Laufzeit und LTE. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt und ist einfach zu bedienen. Somit sind vor allem Einsteiger bei Tariffuxx gut aufgehoben. Handytarife.de und Verivox bieten hingegen deutlich mehr Einstellmöglichkeiten, beispielsweise Tarifoptionen für Auslandstelefonie. Beide Portale schaffen es trotz der Fülle an Funktionen, übersichtlich zu bleiben. Handytarife.de verlangt allerdings mehrere Schritte, um zur Angebotsübersicht zu gelangen, was die Tarifabfrage etwas in die Länge ziehen kann.

Verivox
Vergleichsportal mit Handytarifrechner

  • findet häufig den günstigsten Tarif
  • viele Einstellmöglichkeiten
  • einfache Bedienung
  • die meisten Tarife sind über die Seite abschließbar

Tariffuxx
Handytarifrechner

  • findet häufig den günstigsten Tarif
  • ausreichende Einstellmöglichkeiten
  • sehr einfache Bedienung
  • die meisten Tarife sind über die Seite abschließbar
  • auf zahlreichen Websites eingebunden, zum Beispiel auf mobiflip.de
  • manche Websites, die Tariffuxx einbinden, verbergen einige Tarife

handytarife.de
Online-Handy-Magazin mit Tarifrechner

  • findet häufig den günstigsten Tarif
  • viele Einstellmöglichkeiten
  • die meisten Tarife sind über die Seite abschließbar
  • akzeptable Bedienung

Es kommt übrigens vor, dass ein und derselbe Tarif bei den verschiedenen Vergleichsrechnern unterschiedlich viel kostet. Das liegt daran, dass die Portale manchmal exklusive Rabatte mit den Mobilfunkanbietern aushandeln. Die gibt es dann nur auf der jeweiligen Vergleichsseite. Daher kann es sich lohnen, die Tarife auf mehreren Portalen abzufragen. Das dauert jeweils nur wenige Minuten.

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Diese Vergleichsrechner verfehlten das Ziel

Eine gute Ergänzung zu Verivox hätte Teltarif sein können. Der Tarifrechner des Onlinemagazins für Telekommunikation fand in unserem Test häufiger günstige Angebote im E-Netz als alle anderen getesteten Vergleichsportale. Wenn Teltarif allerdings daneben lag, dann deutlich daneben. Die durchschnittliche Abweichung vom günstigsten Preis war mehr als doppelt so hoch wie bei Verivox, Tariffuxx und handytarife.de. Deshalb können wir Teltarif derzeit nicht empfehlen.

Im Prinzip erzielte auch das alteingesessene Portal clever-telefonieren.de ordentliche Ergebnisse. Es fand 5 von 18 Mal den preisgünstigsten Tarif und war in den anderen Fällen kaum teurer als das beste Angebot. Doch die Vergleichsseite hat einen Nachteil, den wir als so gravierend einstufen, dass clever-telefonieren.de derzeit keine Finanztip-Empfehlung sein kann: Es gibt keine Möglichkeit, gezielt nach LTE-Tarifen zu suchen, auch keine gesonderte Kennzeichnung von LTE-Tarifen. Außerdem ist es nicht möglich, wenigstens die Internet-Geschwindigkeit einzustellen. Das ist nicht mehr zeitgemäß, da schnelles Internet auf dem Smartphone für viele eine wichtige Funktion ist – für manche gar die wichtigste.

Auch für den Marktführer unter den Vergleichsseiten, Check24, können wir trotz funktionaler Verbesserungen gegenüber dem vergangenen Test derzeit keine Empfehlung für die Handytarifsuche aussprechen. Der Tarifrechner ermittelte zu unserem Testzeitpunkt in fast der Hälfte der Fälle den monatlichen Effektivpreis falsch. So präsentierte Check24 für den „8-Cent-Tarif“ von Bigsim einen monatlichen Effektivpreis von 0,56 Euro im Fall der Abfrage, die ein klassischer Handynutzer machen würde.

Rechenfehler von Check24 am Stichtag

Tatsächlich kostete der Tarif bei diesen Angaben 13,60 Euro im Monat. Die Anschlussgebühr hinzugerechnet und abzüglich der Rabatte kommt man auf effektiv 12,56 Euro für eine Nutzungsdauer von zwei Jahren. Kunden, die auf die Zahlen von Check24 an dieser Stelle vertraut hätten, würden bei den ersten Rechnungen wohl eine böse Überraschung erleben. Wegen dieses Fehlers zum Testzeitpunkt konnten wir Check24 dieses Mal nicht weiter berücksichtigen. 

Wie ein Unternehmenssprecher zu Finanztip sagte, handelt es sich um ein technisches Problem, das so schnell wie möglich behoben werden soll. In einer kleine Stichprobe Anfang Dezember trat der Rechenfehler schon nicht mehr auf. Offenbar hat Check24 bereits nachgebessert. Daher werden wir die Vergleichsseite beim nächsten Test wieder einbeziehen.

Tarifrechner mit Potenzial, die aktuell keine Empfehlung sind

  Ergebnisse gefunden (von 18) günstigste Tarife (von 18) durchschnittliche Abweichung vom besten Preis
clever-telefonieren.de 12 5 12 %
Teltarif 17 4 42 %
Check24 16 163 %¹

¹ Rechenfehler von Check24 am Stichtag und dadurch Ausgabe nicht optimaler Tarife 
Quelle: Finanztip-Testabfragen am 18. November 2015

Den passenden Tarif finden

Um den passenden Handytarif zu finden, schauen Sie sich Ihre drei neuesten Telefonrechnungen an. Wie viele Minuten telefonieren Sie im Schnitt? Wie viele SMS verschicken Sie? Wie intensiv nutzen Sie das mobile Internet? Diese drei Fragen sollten Sie beantworten, bevor Sie mit einem Vergleichsrechner auf Tarifsuche gehen. Notfalls können Sie sich an unseren Testprofilen orientieren.

Außerdem wichtig ist die Wahl des Mobilfunknetzes. Wenn es Ihnen vor allem auf den Preis ankommt, berücksichtigen Sie Tarife in allen Netzen. 

Falls Funklöcher für Sie das Schlimmste sind und Sie bereit sind, für eine bessere Netzabdeckung im Zweifel mehr zu bezahlen, dann wählen Sie einen Tarif im guten Vodafone-Netz oder im hervorragenden Netz der Deutschen Telekom. Internet-Fans sollten außerdem darauf achten, dass der Wunsch-Tarif den schnellen Mobilfunkstandard LTE enthält. Weitere Details zur Netzwahl lesen Sie in unserem Ratgeber.

Gehen Sie für die Tarifabfrage auf Verivox, Tariffuxx und handytarife.de. Telefonieren Sie meist mehr als 300 Minuten, dann können Sie stattdessen eine von uns empfohlene Allnet-Flat wählen.

Verivox und Tariffuxx ergänzen sich gut
Die Tarifabfrage auf mehreren Plattformen geht schnell. Falls Sie dennoch eine Abkürzung nehmen wollen, können Sie das in bestimmten Fällen tun. Sofern Sie schon wissen, dass Sie einen Tarif im D-Netz wünschen, können Sie Verivox und Tariffuxx kombinieren. Wollen Sie ein günstiges Angebot im E-Netz, geben Sie Ihr Wunschprofil hingegen auf handytarife.de ein.

So haben wir getestet

Test Handytarif-Vergleichsrechner 2015/2016
Um die Testkandidaten zu identifizieren, haben wir bei Google nach „Handytarife vergleichen“ gesucht und die Ergebnisse bis einschließlich der zehnten Seite geprüft. Ausgeschlossen haben wir offensichtlich extrem nutzerunfreundliche Websites, reine Einbindungen eines anderen Tarifrechners sowie Vergleichsseiten, auf denen Nutzer die Laufzeit nicht auf maximal einen Monat beschränken können. Eine weitere Voraussetzung war, dass das Tool Anfangskosten und Rabatte in einen Effektivpreis umrechnen kann. Auf den Vergleichsportalen haben wir am Stichtag 18. November 2015 die günstigsten Tarife für sechs Musterkunden abgefragt. Für die Musterkunden haben wir einerseits D-Netz-Angebote gesucht, andererseits Tarife im Netz von Telefónica. In den D-Netzen haben wir neben flexiblen Angeboten zusätzlich auch Zweijahresverträge abgefragt. Insgesamt haben wir 162 Angebote ausgewertet.

Community

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.

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