Handytarife im Vergleich

Mit unserem Tarifrechner zum passenden Handytarif

Das Wichtigste in Kürze

  • Handyverträge inklusive Gerät lohnen sich nur selten. Die Kosten sind am Ende meist niedriger, wenn Sie im Handel ein Smartphone kaufen und einen Handytarif separat abschließen. Einen passenden Handytarif finden Sie mit unserem Vergleichsrechner.
  • Unser Handyrechner basiert auf Daten des Dienstleisters Tariffuxx. Dabei filtern wir die Handytarife und geben redaktionelle Hinweise dazu.
  • Der Preis eines Handytarifs hängt von der Qualität des Mobilfunknetzes ab. Tendenziell von gut und teuer nach okay und billig: Telekom, Vodafone, Telefónica (E-Plus/O2).
  • Man unterscheidet Prepaid-Karten sowie Handytarife mit Laufzeit (meist 24 Monate) und ohne Laufzeit („postpaid“). Damit Sie flexibel bleiben, empfehlen wir tendenziell einen monatlich kündbaren Vertrag.
  • Wer regelmäßig mehr als etwa drei bis vier Stunden im Monat mit dem Handy telefoniert, für den lohnt sich ein Handytarif mit einer festen Grundgebühr (Allnet-Flat). Unser Handytarifrechner bietet eine entsprechende Einstellmöglichkeit.
  • Das durchschnittlich benötigte Datenvolumen auf dem Smartphone beträgt etwa 600 Megabyte. Normalnutzer sollten eine Datenflat mit mindestens 750 Megabyte wählen, um etwas Luft nach oben zu haben. Außer für sporadische Internetnutzer empfiehlt sich die schnelle Netztechnik LTE.

Wer in einen Handyladen spaziert, um einen Mobilfunktarif abzuschließen, zahlt am Ende wahrscheinlich drauf. Denn online sind Handytarife oft günstiger zu haben. Allerdings ist die Auswahl so groß, dass es schier unmöglich scheint, alle Tarife selbst zu vergleichen und den individuell günstigsten zu finden. Außerdem sind die Tarifdetails oft kompliziert. Um den Durchblick zu behalten, gibt es Vergleichsrechner im Internet, die in wenigen Sekunden tausende Mobiltarife durchstöbern.

Vergleichsrechner sollten verbraucherfreundlich sein

Wie wir aus mehreren Tests mit Nutzern wissen, können Vergleichsportale für Handytarife leicht überfordern. Wer mit einer Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten konfrontiert ist, trifft schnell die falsche Wahl. Deshalb hat Finanztip einen eigenen Vergleichsrechner für Handytarife entwickelt. Dabei haben wir konsequent darauf geachtet, dass Nutzer auch ohne Profiwissen zu einem guten Ergebnis gelangen.

Dabei nutzen wir die Tarifdaten eines Dienstleisters, der in unserem Vergleich gut abgeschnitten hat. Beachten Sie, dass es noch weitere geeignete Vergleichsrechner für Handytarife im Internet gibt. Wenn Sie möglichst viele Mobilfunktarife vergleichen wollen, kann es sich lohnen, mehrere Vergleichsportale zu nutzen.

In vier einfachen Schritten finden Sie mit unserem Rechner einen individuell passenden und günstigen Handytarif.

Der Finanztip-Handyrechner in vier Schritten

In vier einfachen Schritten kommen Sie mit dem Finanztip-Handyrechner zum passenden Mobilfunktarif.

Handynetz - Entscheiden Sie, ob Sie die Angebote in allen Mobilfunknetzen sehen wollen, oder ob Sie bestimmte Netze ausschließen wollen. In Städten sind meist alle drei Handynetze – Telekom (D1), Vodafone (D2) und Telefónica (O2/E-Plus) – gut ausgebaut. Auf dem Land kann das anders aussehen. Besonders Landbewohner, Autobahnpendler und Bahnfahrer sollten die Netzabdeckung prüfen. Aber auch für alle anderen lohnt es sich, die Netzqualität für Orte abzufragen, an denen sie sich häufig aufhalten, zumindest die eigene Wohnung und den Arbeitsplatz. Die Netzbetreiber bieten dazu detaillierte Karten an: Telekom, Vodafone, Telefónica.

Die regelmäßigen Netztests der Fachmedien „Chip“ und „Connect“ zeigen, dass die Deutsche Telekom im Durchschnitt das beste Netz hat, dicht gefolgt von Vodafone. Mit etwas Abstand landet das Mobilfunknetz von Telefónica (bekannteste Marken: O2 und E-Plus) auf dem dritten Platz. Die günstigsten Handytarife nutzen fast immer das O2-Netz. Sie sollten es also nur dann aus der Suche ausschließen, falls Sie damit an für Sie wichtigen Orten keinen Empfang hätten.

Gutes Netz oder günstiges Netz
Wollen Sie alle Netzanbieter berücksichtigen oder bestimmte ausschließen?
Telekom
gut, teuer
Vodafone
ganz gut, relativ günstig
O2 E-Plus
ok, günstig

Vertragsart und Vertragslaufzeit - Den meisten Verbrauchern empfehlen wir einen monatlich kündbaren Handytarif. Damit bleiben Sie flexibel: Falls sich etwa Ihr Bedarf an Telefonminuten oder Ihr Anspruch an die Netzqualität oder ans mobile Internet ändert, können Sie leicht wieder den Tarif wechseln. 

Wer seine Handynutzung genau kennt, kann auch einen Handytarif mit einer Laufzeit von 12 oder 24 Monaten abschließen. Tarife mit Vertragsbindung können ein bisschen günstiger sein als flexible Angebote. 

Prepaid-Karten sind so flexibel wie monatlich kündbare Handyverträge und ermöglichen darüber hinaus eine höhere Kontrolle über die Telefonkosten. Dadurch sind Prepaid-Tarife besonders für Kinder und vorsichtige Kunden geeignet. Ein möglicher Nachteil ist, dass manche Prepaid-Karten anders als Vertragstarife nicht überall im Ausland funktionieren.

Flexibel, günstig oder keine Vertragslaufzeit
Was ist Ihnen wichtiger?
flexibel
gute Kostenkontrolle
möglichst günstig

Telefonieren - Schauen Sie auf Ihre letzten Handyrechnungen, wie lange Sie telefoniert haben. Alternativ können Sie auch entsprechende Apps nutzen, die Ihr Telefonverhalten auswerten. Vieltelefonierer, die mehr als etwa drei, vier Stunden im Monat mit dem Handy telefonieren, sollten die Option „Allnet-Flat“ wählen. Handverlesene und redaktionell geprüfte Angebote finden Sie alternativ im Ratgeber Allnet-Flat

Zur Berechnung eines eventuellen Bonus für die Rufnummernmitnahme geht unser Rechner davon aus, dass Sie Ihre Handynummer behalten wollen und zum neuen Anbieter mitnehmen. 

Surfen - Der monatliche Bedarf für das Datenvolumen steht nicht auf allen Handyrechnungen. Es gibt aber Apps, die das Surfvolumen anzeigen; viele Mobil-Betriebssysteme bieten diese Funktion sogar ohne Zusatzsoftware. Unter Android 6 mit Samsung-Oberfläche finden Sie die Information beispielsweise unter Einstellungen - Datennutzung. iPhones mit iOS 10 zeigen das Datenvolumen eines längeren Zeitraums unter Einstellungen - mobiles Netz. Bei Smartphones mit Windows 10 Mobile steht die Zahl unter Einstellungen - Netzwerk und WLAN - Datennutzung. 

Das durchschnittliche Datenvolumen in Deutschland beträgt etwa 600 Megabyte. Intensivnutzer benötigen deutlich mehr: 1 oder 2 Gigabyte sollten es schon sein. Die schnelle Netztechnik LTE empfehlen wir allen, die mit dem Smartphone häufig surfen und herunterladen. Viele günstige LTE-Tarife ermöglichen unter Idealbedingungen einen Download von 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Das entspricht der dreifachen Geschwindigkeit eines Standard-DSL-Anschlusses. Teurere 4G-Tarife sind bis zu 150, 300 oder noch mehr Mbit/s schnell. Ein hohes Upload-Tempo von 5 oder 10 Mbit/s ist wichtig, wenn Sie häufig große Dateien in die Cloud hochladen, zum Beispiel selbst gedrehte Videos. Wer aber nur sporadisch das mobile Internet nutzt, kommt auch ohne LTE aus und kann somit noch etwas sparen. 

Sonderfall Datenautomatik
Eine Besonderheit ist die sogenannte Datenautomatik mancher – vor allem günstiger – Handytarife. Ein solcher Mechanismus bucht automatisch kostenpflichtiges Datenvolumen nach, sobald der Nutzer sein Kontingent verbraucht hat. Meistens werden bis zu dreimal 2 Euro fällig für je 100 MB. Handytarife mit Datenautomatik eignen sich, wenn Sie Ihr Surfverhalten gut abschätzen können. Oder wenn das enthaltene Datenvolumen so großzügig ist, dass Sie nicht Gefahr laufen, es zu überschreiten. Deshalb berücksichtigt unser Handytarifrechner nur abschaltbare Datenautomatiken oder solche, deren Volumengrenze mindestens 1 Gigabyte über dem angegebenen Surfvolumen liegt. 

Oft ist die Datenautomatik fester Tarifbestandteil. Manchmal lässt sie sich aber auch abschalten. Dann verhält sich der Tarif wie eine normale Datenflat: Das Surftempo sinkt nach Verbrauch des enthaltenen Datenvolumens drastisch auf 16, 32 oder 64 Kilobit pro Sekunde (kbit/s), sodass der Kunde die Internetverbindung kaum noch nutzen kann. 

Ob eine Datenautomatik vorhanden ist und welcher Art sie ist, darüber informiert unser Handyrechner in der Spalte „Kommentare der Finanztip-Redaktion“.

Handytarife, die jeder versteht

Der Finanztip-Mobilfunkrechner bezieht seine Daten vom Dienstleister Tariffuxx. Dieser hat in unserem letzten Vergleich gut abgeschnitten und wurde zusammen mit Verivox und handytarife.de eine Finanztip-Empfehlung. Die Tarifdaten filtert unser Rechner nach den Finanztip-Kriterien. So sortieren wir beispielsweise Handytarife mit überzogenen SMS-Preisen aus. Außerdem ergänzen wir die Tarifdaten um redaktionelle Kommentare, um auf Besonderheiten hinzuweisen. Dazu zählt etwa eine ansteigende Grundgebühr, über die Sie sich im Klaren sein sollten.

Neben der Grundgebühr sollten Sie auf den Anschlusspreis achten, der zu Beginn des Vertrags einmalig anfällt. In manchen Fällen können Sie einmalige Kosten zurückholen, zum Beispiel mit einer SMS mit einem bestimmten Text oder in der App des Mobilfunkanbieters.

Unser Handyrechner beschränkt sich derzeit auf Angebote ohne zusätzlich hinzuzubuchende Optionen. Das heißt, Sie können einfach einen Handytarif abschließen, der Ihre Anforderungen erfüllt, ohne weitere Schritte unternehmen zu müssen. Für die Zukunft schließen wir einen Profi-Modus nicht aus, der auch Tarife mit Zusatzoptionen anzeigt, zu denen beispielsweise „Wie ich will“ von Congstar gehört.

Handy kaufen

Die meisten günstigen Handytarife enthalten nur eine Sim-Karte, ein Smartphone müssen Sie selbst kaufen. Wie sich in einer Finanztip-Studie gezeigt hat, ist die getrennte Anschaffung von Handytarif und Smartphone meistens finanziell vorteilhaft. Wir empfehlen einen Preisvergleich, um den günstigsten Händler zu finden, zum Beispiel für ein iPhone von Apple, ein Samsung Galaxy oder etwa ein Handy von Huawei.

Community
Die letzten Beiträge zu dieser Diskussion:
Das ist von Rechner zu Rechner unterschiedlich und liegt daran, dass diese Anbieter keine Provision zahlen. Manche Rechner blenden die Tarife dann aus. Die von uns empfohlenen Tarifrechner zeigen aber ...
5. Juli 2016 zum Beitrag
Was mich wundert ist, dass Anbieter wie Lidl und Aldi im Vergleichsrechner-Ergebnis nicht auftauchen.
5. Juli 2016 zum Beitrag
Erfahrungen mit Handytarifrechnern
Haben Sie Erfahrungen mit Handytarifrechnern gemacht? Wie große war die Ersparnis des neuen Tarifs gegenüber dem alten? Wie fanden Sie die Bedienung?
4. Juni 2015 zum Beitrag
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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.