Riester-Rente - Riesterförderung - Riestervertrag - Zulage       Finanztip.de

Riester-Rente: Tipps - Förderung - Einleitung

Dieser "Ratgeber Riester-Rente" ist (per Stand Juni 2010) überarbeitet worden. Die jeweiligen Inhalte und Tipps aus Checkliste, Leitfaden und Anleitung zur Riester-Rente sind aus dem Inhaltsverzeichnis (Navigationsspalte links) abrufbar.

Der Begriff "Riester-Rente" steht als Synonym für die Teilprivatisierung der Altersrente und Einstieg in die private Altersvorsorge. Mit den "Riester-Bestimmungen" ist der Generationenvertrag der Altersrente in Teilen aufgekündigt worden. Bisher sind rund 14 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen worden. Kein Wunder, denn die staatliche Privatvorsorge stellt seit dem Jahr 2002 die zweite Säule der Alterssicherung dar. Nach einer Mitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sind im ersten Quartal 2010 rund 377.000 neue Riester-Verträge abgeschlossen worden. "Riester-fähig" und damit förderbar mit staatlichen Zulagen und Steuervorteilen sind alle Vorsorgeangebote, die den Prüfstempel der "Zertifizierungsstelle für Altersvorsorgeprodukte" tragen.

Lassen Sie sich kostenlos das für Sie optimale Angebot ermitteln:

Service von Rententips.de:
Produkt:
Wunsch-Anlagebetrag: € im Monat
Anrede:
Vorname:
Name:
Telefon:
Geburtsdatum: ..(tt.mm.jjjj)
Strasse und Nr.:
Plz:
Ort:
Berufsgruppe:
Ihre Email:
Ihre Mitteilung:(Kein Pflichtfeld)
Ich stimme dem Datenschutz zu.
  Ihre Daten werden mit einer SSL gesicherten Verbindung übertragen.


Das Riester-Sparen ist generell mit einer Rentenversicherung, einem Fondssparplan und einem Banksparplan möglich. Die Riester-Rente lohnt sich wegen der Kinderzulagen insbesondere für Familien mit Kindern. Aber auch Alleinstehende profitieren von der Riesterförderung. Beispiel: Ein Single zahlt 2.100 Euro in einen Riestervertrag ein und bekommt bei einem Grenzsteuersatz von 30% (630 Euro) über die Einkommenssteuererklärung Anlage Vorsorgeaufwand zurück. Die Riesterförderung beträgt hier dann knapp 30%.

Die Riesterrente ist keine Zwangsrente; die Teilnahme ist freiwillig. Damit möglichst viele mitmachen, gibt es staatliche Zulagen (Grundzulage, Kinderzulage) und für Besserverdienende ggf. Steuervergünstigungen. Während klassische Versicherungsverträge sehr lange unverändert laufen, müssen die "Riester-Verträge" z.B. wegen Änderungen im Familienstand (Kinderzulage) angepasst werden.

Während am Anfang nur sehr wenige Riesterverträge abgeschlossen wurden, hat die Nachfrage nach Riester-Verträgen nun deutlich zugenommen. Vielen Bürgern war die Bedingungen der Riester-Rente zunächst zu kompliziert und die Zulagen in den ersten Jahren nicht attraktiv genug. So wurden in den ersten Jahren der Riester-Rente vorwiegend andere Vorsorge-Versicherungen abgeschlossen. Die Verbraucher wurden und werden teilweise auch noch hierin von Versicherungsberatern bestärkt, die gern andere Produkte empfehlen, weil die Provision bei Riester-Produkten für die Abschlussvertreter deutlich geringer ist als für andere Vorsorgeverträge.

Seit Januar 2008 sind bei ausreichendem Eigenbeitrag die höchsten Zulagen innerhalb der Riester-Vorsorge abrufbar. Die Vorteile und die Attraktivität der Riesterrente ist jetzt vielen Bürgern bewusst geworden. Nach einer Analyse der Deutschen Rentenversicherung bestehen zum Jahresende 2009 bereits über 12 Millionen zulagefähige Riesterverträge.

Riester-Vertrag neben oder statt "normaler" Rentenversicherung
Wegen der Fördergelder ist ein Riester-Vertrag grundsätzlich jedem zu empfehlen, der förderberechtigt ist. Die attraktiven Kinderzulagen begünstigen insbesondere Familien. Statt einen Riestervertrag zu überzahlen, sollte stattdessen der Abschluss einer "normalen" privaten Rentenversicherung geprüft werden. Insbesondere Alleinstehende und Besserverdienende fahren mit einer normalen Privatrente besonders gut. Weiterführende Seiten:
Übersicht Riester zur klassischen Rentenversicherung
Unverbindliches Angebot zur privaten Rente einholen
Vergleichsrechner private Rentenversicherung.

Allerdings kann nur der gut informierte Verbraucher - zumindest grob - erkennen, was für ihn wohl geeigneter sei. Informiert zu sein, ist hier äußerst wichtig. Wegen der langen Laufzeit können die Unterschiede mehrere Tausend Euro ausmachen. Als grobe Faustformel gilt: Riesterprodukte sind wegen der Zulagen insbesondere sinnvoll für Klein- und Normalverdiener. Je mehr Kinder desto höher sind die Riester-Zulagen. Je länger die Laufzeit bis zur Auszahlung, um so besser. Besserverdienende müssen berücksichtigen, dass die zukünftigen Auszahlungen der Riester-Produkte voll zu besteuern sind, während die Zahlungen aus der privaten klassischen Rentenversicherung nur mit dem Ertragsanteil besteuert wrden.

Beispiel in Euro: versicherungspflichtiges Ehepaar, zwei Kinder* für das Jahr 2010:
Brutto Beitrag Grundzulage Kinderzulage Sparleistung St-Ersparnis Förderung
€ / Jahr € / Jahr € / Jahr € / Jahr € / Jahr € / Jahr  
30.000
522 308 370 1.200 - 56%
50.000 1.322 308 370 2.000 - 34%
100.000 1.422 308 370 2.100 106 37%
*   die zwei Kinder sind vor dem 1.1.2008 zur Welt gekommen. Kinder, die nach dem 1. Januar 2008 geboren wurden und auf die ein Anspruch auf Kindergeld besteht, werden mit einer Kinderzulage von 300 Euro pro Kind begünstigt.

Finanztip.de   Keine Gewähr für Richtigkeit

ThemenSuche + Recherche