Girokonto von N26

App auf dem Smartphone statt Gang in die Filiale

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit N26 (ehemals Number26) nutzen Kunden ihr Girokonto über eine Smartphone-App.
  • Das Besondere an N26 sind die vielen Wege, auf denen der Kunde bezahlen, Geld abheben und überweisen kann.
  • Der Anbieter verlangt keine Gebühren für Konto und Karten. Geld abzuheben, ist allerdings nur drei bis fünf Mal pro Monat kostenlos. Danach werden jedes Mal 2 Euro fällig.
  • Kunden benötigen für Überweisungen keine Kontodaten der Empfänger.
  • Jeweils zehn zurückliegende Transaktionen der Kreditkarte lassen sich mit dem Smartphone auslesen.
  • Im Juni 2016 machten viele Menschen in den sozialen Medien ihrem Ärger über das junge Unternehmen Luft, nachdem es Hunderte Konten gekündigt hatte.
  • Seit Juli 2016, als das Unternehmen sich von Number26 in N26 umbenannte, hat es eine eigene Banklizenz.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie rund um das Thema Girokonto immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Wer braucht noch Filialen, dachten sich Direktbanken vor einigen Jahren. Das Fintech-Unternehmen N26 (zuvor Number26) geht noch ein Stück weiter: Wer braucht noch schnödes Online-Banking mit dem Computer? Ein Konto als App auf dem Smartphone tut es doch auch. Mit der App lässt sich nicht nur das gesamte Online-Banking erledigen, egal ob die Kunden Geld überweisen oder abheben wollen. In der App können Kunden zudem viele unterschiedliche Überweisungswege wählen.

Ein Konto nur für Smartphone-Besitzer

Wer ein Girokonto bei N26 eröffnen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und in einem der Länder leben, in denen N26 tätig ist, zum Beispiel in Deutschland. Eine weitere Voraussetzung ist eher ungewöhnlich: Die Kunden benötigen ein kompatibles Smartphone. Zwar können sie das Konto auch ohne Handy nutzen, die Funktionen sind jedoch eingeschränkt. So ist das Smartphone nötig, um die Anmeldung bei N26 zu beenden oder um Überweisungen und Daueraufträge zu bestätigen. Wer sich für das Konto interessiert, sollte daher zunächst kontrollieren, ob die App überhaupt auf dem eigenen Handy funktioniert.

Das Smartphone dient als sogenanntes Authentifizierungsinstrument, N26 nutzt dazu Hardware-Merkmale des Gerätes. App-Banking-Kunden müssen es deshalb sicher aufbewahren und vor dem Zugriff Dritter schützen. Falls das Smartphone verloren geht oder gestohlen wird, müssen die Kunden dies N26 melden.

Ist das Handy kaputt oder abhandengekommen, können die Kunden ihr Konto erst einmal nicht mehr nutzen. Bevor sie sich auf einem neuen Gerät einloggen können, muss das alte Smartphone vom Konto getrennt werden – „entknüpft“ werden, wie das bei N26 heißt. Denn aus Sicherheitsgründen lässt sich nur ein Smartphone mit dem Konto verbinden. Als zusätzliche Absicherung dient das Passwort für die App und die PIN für Überweisungen. Finanztip empfiehlt Verbrauchern zudem, auch ihr Handy insgesamt mit einer PIN abzusichern.

So funktioniert die App
Ausgehende Zahlungen bestätigen die Kunden über Push-TAN. Das Push-TAN-Verfahren kommt grundsätzlich ohne weitere Geräte aus und richtet sich an Verbraucher, die ihre Bankgeschäfte über Smartphones und Tablets erledigen wollen. Dabei laufen Online-Banking und TAN-Verfahren auf dem Gerät getrennt ab.

Sicherheitsforscher haben 2015 das Push-TAN-Verfahren der Sparkassen gehackt, ihnen ist das jedoch nur unter Laborbedingungen gelungen. N26 hat auf Anfrage im Februar 2016 keine Angaben zur Sicherheit des eigenen Systems gemacht.

In jedem Fall gilt: Schützen Sie Ihr Smartphone vor unbefugtem Zugriff, egal ob Sie es für das N26-Konto oder das mTAN-Verfahren anderer Banken verwenden. Der IT-Branchenverband Bitkom rät, die Sicherheit auf dem Smartphone genauso ernst zu nehmen wie auf dem PC.

Eine weitere Besonderheit ist das „Echtzeit-Banking“: Die Kunden erhalten zu allen Ausgaben und Transaktionen Push-Benachrichtigungen. Das gilt für Überweisungen, aber auch für das Bezahlen mit Kreditkarte oder Geldabheben mit der Maestro-Karte. Wer das nicht will, kann diese Nachrichten abschalten.

Die App weist den Transaktionen Kategorien zu, zum Beispiel „Bar & Restaurants“. Nutzer können ihre Ausgaben dadurch über Statistiken schnell analysieren.

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Keine Kosten für Karten, aber für häufiges Abheben

N26 verlangt weder eine Gebühr für die Kontoführung noch für die dazugehörige Maestro-Karte oder Mastercard. Auch fallen keine Kosten an, wenn Kunden mit den Karten bezahlen, egal in welcher Währung. Bei Fremdwährungen nutzt N26 den Mastercard-Wechselkurs.

Anders sieht es beim Geldabheben am Automaten aus: Mit der Maestro-Karte kostet das immer 2 Euro. Mit der Mastercard kann kostenlos Geld abgehoben werden – allerdings nur dreimal im Monat, das ist seltener als einmal pro Woche. Jede weitere Abhebung kostet ebenfalls 2 Euro. Zwei Gruppen von Nutzern kommen mit der Mastercard fünfmal im Monat kostenlos an Geld: Personen unter 26 Jahren und Kunden, die das N26-Girokonto als Hauptkonto nutzen. Falls die kostenlosen Abhebungen nicht reichen, können Nutzer zwar bei bestimmten Einzelhändlern über „Cash26“ Geld abheben. Dann allerdings sind sie an deren jeweilige Öffnungszeiten gebunden.

Die Begrenzung der kostenlosen Abhebungen gilt nicht für das Ausland. N26 hat dafür Regeln im Rahmen einer „fair-use policy“ festgelegt. Diese veröffentlichte das Unternehmen im Juli 2016, nachdem es Hunderten Kunden zunächst ohne Erklärung gekündigt hatte. Die Regeln gelten seit dem 7. September 2016. 

N26 verlangt eine Fremdwährungsgebühr von 1,7 Prozent der abgehobenen Summe, falls Kunden Geld in einer anderen Währung als Euro abheben. Außerdem fallen bei einige Automatenbetreiber zusätzliche Gebühren an, für die N26 nicht aufkommt. Laut der Bank ist dies etwa in Nordamerika sowie Südostasien häufig der Fall. Aber auch einige Sparkassen in Deutschland erheben Gebühren, wenn fremde Kunden mit einer Mastercard bei ihnen Geld abheben. Das können durchaus um die 10 Euro sein. Automaten in Deutschland zeigen diese Gebühr in aller Regel an.

Das Unternehmen hat die Funktionen des Kontos seit dem Start erweitert: Inzwischen gibt es auch einen Dispokredit mit einem effektiven Jahreszins von 9,2 Prozent (der offiziell angegebene Dispozins beträgt 8,9 Prozent). Ob Kunden einen Dispo erhalten und wie hoch der Disporahmen ist, hängt ab von der Schufa-Bewertung der Kunden, dem monatlich eingehenden Gehalt und anderen regelmäßigen Geldeingängen.

Verbraucher beantragen den Dispo in der App und erhalten laut N26 sofort Rückmeldung. Sie können den Dispo kündigen und innerhalb des gewährten Rahmens senken oder erhöhen. Jede Anfrage wird vorübergehend bei der der Schufa gespeichert.

Viele Wege, um Geld zu überweisen

Die PIN zum Überweisen legen N26-Kunden selber fest. Die Zahlenkombination brauchen sie auch, wenn sie über das Handy mit den Kontaktdaten des Empfängers, zum Beispiel der E-Mail-Adresse, Geld überweisen (Moneybeam), mit dem Smartphone Geld abheben (Cash26) oder Daueraufträge anlegen.

Kunden nutzen die sogenannten Moneybeams zum Überweisen, falls sie die Kontodaten des Empfängers nicht haben. Sie senden das Geld über die im Smartphone gespeicherten Kontaktdaten. Ist der Empfänger N26-Kunde, geht das Geld direkt auf seinem Konto ein, er kann es sofort mit den Geldkarten verwenden. Es dauert jedoch bis zu zwei Tagen, bis sich das Geld zum Überweisen nutzen lässt. Auch bei Moneybeams handelt es sich am Ende um Sepa-Überweisungen, die innerhalb eines Bankarbeitstages auf dem Konto eingehen sollen. Laut N26 können aufgrund der Buchungszeiten der Banken aus einem Bankarbeitstag aber zwei Werktage werden.

Nichtkunden erhalten einen „Offline-Moneybeam“: Sie bekommen eine SMS oder eine E-Mail mit einem Link, über den sie ihre Kontonummer angeben. Danach gelangt das Geld innerhalb von zwei Bankarbeitstagen auf ihr Konto. Die Adressaten müssen innerhalb von sieben Tagen auf die Nachricht reagieren, sonst storniert N26 die Überweisung, und das Geld landet wieder auf dem Konto des Absenders.

Empfänger von Offline-Moneybeams könnten solche Nachrichten allerdings für Spam oder Phishing halten, insbesondere falls sie keine N26-Kunden sind. Deshalb sollten Absender den Empfängern immer Bescheid geben.

N26 arbeitet für Überweisungen in fremder Währung mit dem britischem Fintech Transferwise zusammen. Das soll schneller gehen und preiswerter sein als bei normalen Banken.

Kunden nutzen beim Erstellen von ausgehenden Zahlungen immer die PIN. Zudem erhalten sie eine Push-TAN, die sie bestätigen müssen. Die TAN geht nur auf dem mit dem Konto verknüpften Smartphone ein.

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Bargeld abheben per Smartphone

Die Kunden können nicht nur an Automaten Geld abheben. Über „Cash26“ ist dies auch an den Kassen verschiedener Supermärkte und Einzelhändler in Deutschland möglich, darunter Rewe, Penny und Budni. Das funktioniert komplett über das Smartphone.

Die Nutzer generieren über Handy und PIN einen Barcode, der an den Kassen eingelesen wird. Dazu muss das Smartphone jedoch online sein. Das Geld geht direkt vom Konto ab. Die Verbraucher können den Code löschen, falls sie ihn doch nicht brauchen. Machen sie das nicht, können sie 24 Stunden lang nicht auf das Guthaben zugreifen. Danach wird es automatisch wieder dem Konto gutgeschrieben. Wer das Geld braucht, zum Beispiel für die Miete, sollte also ans Löschen denken.

Wenn Kunden Geld in Supermärkten und bei Einzelhändlern einzahlen, können sie darauf sofort mit der Karte zugreifen. Allerdings dauert es auch bei Cash26 ein bis zwei Tage, bis das Geld für Überweisungen oder Lastschriften bereitsteht. Wie beim Überweisen müssen die Kunden eine Push-TAN bestätigen. Seit dem 3. Mai 2016 verlangt N26 zudem Gebühren, falls Kunden mehr als 100 Euro im Monat einzahlen. Die Gebühr beträgt 1,5 Prozent der eingezahlten Summe.

Manchmal funktionieren die Karten nicht

Bei den Karten handelt es sich um eine Debit-Karte von Mastercard und eine Maestro-Karte. Bei beiden Karten geht das Geld beim Verwenden also sofort vom Konto ab. Die PINs für die beiden Karten können die Kunden selbst festlegen, sie können mit dem Überweisungscode übereinstimmen – sollten sie aber nicht.

Die Maestro-Karte ist nicht an das deutsche Girocard-System angeschlossen. Das bedeutet für Verbraucher, dass sie beim Bezahlen darauf achten müssen, dass das Maestro-Logo auf der Kasse zu sehen ist. Denn obwohl immer mehr Händler Maestro akzeptieren, geht der Handelsverband Deutschland davon aus, das es weniger Akzeptanzstellen gibt als für die Girocard. N26 setzt auf Maestro, um die Push-Benachrichtigungen und damit das Echtzeit-Banking zu ermöglichen

In Frankreich, Irland und einigen anderen Ländern gibt es Lesegeräte an Kassen, die die PIN der Karten vom Chip auslesen. Bei den Number26-Karten ist die PIN jedoch online im Mastercard-Netzwerk hinterlegt. Deshalb können Kunden in einigen Ländern nicht sofort mit den Karten bezahlen. Sie müssen in solchen Fällen zunächst Geld an einem Automaten abheben. Dieser liest die PIN online und schreibt sie auf den Chip. Falls Kunden die PIN ändern, müssen sie das Ganze beim nächsten Auslandsaufenthalt wiederholen.

N26-Kunden können über die App die Karten sperren und Karteneinstellungen verändern. So lassen sich zum Beispiel Auslandszahlungen, Onlinezahlungen und Bargeld-Abhebungen aktivieren und deaktivieren oder Limits ändern.

Bei der Kreditkarte handelt es sich um eine NFC-Karte (Near Field Communication), Kunden können mit ihr also kontaktlos zahlen. Allerdings ist der Chip so eingestellt, dass Daten zu den letzten zehn Transaktionen mit einem Smartphone und einer passenden App ausgelesen werden können. Zu den Daten gehören die Kreditkartennummer, das Ablaufdatum der Karte und die Transaktionsdaten. Nicht gespeichert werden persönliche Angaben wie Name, Geburtsdatum und Adresse des Karteninhabers, Händlerinformationen und die Kartenprüfziffer. Laut N26 ist es nicht möglich, mit den Daten eine funktionierende Kartenkopie herzustellen.

Grenzen bei Überweisungen, Bargeld und Kontobewegungen

  Moneybeams Cash26 Geldkarten
Number26-Kunde als Empfänger bis 1.000 € am Tag    
Nichtkunden als Empfänger bis 100 € am Tag    
Einzahlung & Auszahlung   999 € (300 € beim Auszahlen pro Transaktion)  
Abheben ¹     bis 2.500 € am Tag
Bezahlen ¹ (Geschäft & Internet)     bis zu 5.000 € am Tag

¹ Insgesamt sind Abheben und Bezahlen auf 20.000 Euro im Monat beschränkt.
Quelle: Website des Anbieters (Stand: 14. September 2017) 

Mehr als 25.000 Euro am Tag dürfen auf dem Konto nicht eingehen, bei größeren Summen teilt Number26 das Einzahlen über mehrere Tage auf. Das Unternehmen nannte auf Anfrage im Februar 2016 keine Gründe für diese Einschränkung.

Auch die Anzahl der Rücklastschriften ist begrenzt. Wer darüber hinaus Lastschriften zurückbuchen möchte, muss sich an den Kundendienst wenden.

N26 Flex-Konto mit Kontoführungsgebühr

N26 startete mit dem kostenlosen Girokonto. Inzwischen hat der Anbieter weitere Modelle im Programm, zum Beispiel das Flex-Konto. Mit diesem Girokonto richtet sich N26 an Kunden, welche die Bonitätsanforderungen von N26 für das Standard-Girokonto nicht erfüllen. Diese können das N26-Flex-Konto mit einer Kontoführungsgebühr von 6 Euro im Monat abschließen. Zusätzlich müssen die Kunden beim Geldabheben an Automaten oder bei Cash26-Einzelhändlern 2 Euro zahlen. Die Maestro-Karte und die Kreditkarte von Mastercard sind auch beim Flex-Konto dabei. Unter denselben Konditionen bietet N26 auch das Basiskonto an.

N26 Black – Konto mit Gebühren und Versicherungsschutz

Das Flex-Konto ist jedoch nicht das einzige Girokonto, bei dem N26 Gebühren verlangt. Das ist auch bei dem im Herbst 2016 neu eingeführten N26 Black der Fall. Die Kontoführungsgebühren dort betragen 5,90 Euro im Monat. Bei der dazugehörigen Mastercard fallen zumindest die Fremdwährungsgebühren beim Abheben weg. Zum Konto gehört auch ein Versicherungspaket, das etwa bei Flugverspätungen, Gepäckdiebstahl oder Unfällen im Ausland greift. Allerdings ist der größte Teil der Versicherungen überflüssig, teilweise fällt ein hoher Selbstbehalt an. Wirklich wichtig ist nur die Auslandsreisekrankenversicherung. Die bekommen Sie jedoch preiswerter direkt beim Versicherer.

Hunderte Konten gekündigt

Anfang Juni 2016 sorgte N26 in den sozialen Medien für Unruhe. Kunden des Start-ups berichteten bei Facebook und Twitter, dass das Unternehmen ihre Konten ohne Angaben von Gründen gekündigt habe.

Insgesamt handelte es sich um Hunderte von Kündigungen. Auf Nachfrage von Finanztip erklärte N26, dass es keinen gemeinsamen Grund gebe und es sich vielmehr um verschiedene Einzelfälle handele, die zu den Kündigungen geführt hätten. Das Unternehmen wollte zunächst keine näheren Gründe nennen.

Ein paar Tage später änderte sich die Situation: In einer Stellungnahme erklärte N26, „ungewöhnliches Nutzerverhalten“ sei einer der Gründe gewesen. Die Kunden mit den gekündigten Konten hoben laut N26 nämlich häufig Geld ab, und zwar „im Durchschnitt rund 15 Abhebungen pro Monat, teilweise auch über 30, über mehrere Monate hinweg“. Diese Kunden hätten das Konto sonst wenig genutzt.

Nr26 erläuterte, dass die Abhebungen für das Unternehmen sehr teuer seien, zwischen 1,50 und 2 Euro je Vorgang. In der Annahme eines bestimmten Nutzerverhaltens übernehme das Unternehmen die Kosten.

Gegenüber "Welt Online" sprach N26 schließlich von 500 Kündigungen. Bei über 160.000 Kunden sei das ein Anteil von 0,3 Prozent.

Nach dieser Entwicklung entschloss sich Finanztip, das N26-Konto nicht mehr als Girokonto zu empfehlen: Mit den Kündigungen zeigt das Unternehmen, dass es für das kostenlose Abheben faktisch eine Obergrenze gibt. Darauf wurden die Kontoinhaber aber nicht hingewiesen. Das kostenlose Konto wird also nur Kunden mit einem erwünschten Nutzerprofil gewährt. Das widerspricht dem Grundgedanken unserer Auswahl von Girokonten, dass sie bedingungslos kostenlos sein sollen.

Unsere Einschätzung hat sich auch nicht geändert, nachdem N26 am 7. Juli 2016 seine „fair-use policy“, also Regeln der angemessenen Nutzung, veröffentlichte und mit ihr die Einschränkungen beim Abheben offiziell machte.

Nach einer ordentlichen Konto-Kündigung haben Sie zwei Monate Zeit, um ein neues Konto zu finden. So lang ist die Kündigungsfrist.

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Porträt N26: Fintech mit Banklizenz

N26 hat seit dem 21. Juli 2016 eine eigene Banklizenz. Im Zuge dieser Veränderung bekam die Bank den Namen N26. Zuvor hieß der Anbieter noch Number26. Die Kunden zogen ab Ende Oktober 2016 vom früherem Partner Wirecard zur N26 Bank um. 

Die Kundeneinlagen sind über die deutsche Einlagensicherung geschützt. Die drei großen Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch bewerten das Unternehmen nicht. Da es sich um ein unverzinstes Girokonto handelt, sollten Kunden sowieso nicht allzu viel Geld darauf liegen lassen und es lieber in ein gut verzinstes Tagesgeldkonto stecken. 

N26 ist außer in Deutschland noch in 16 anderen Ländern verfügbar, zum Beispiel in Frankreich und Griechenland. Seit dem 26. Juli 2016 können Kunden über N26 Invest auch Geld anlegen. Dafür arbeitet das Fintech mit dem Robo-Advisor Vaamo zusammen.

Im Januar 2017 startete N26 zudem mit der Vergabe von Krediten; seit Mai 2017 können Kunden Geld über eine Zusammenarbeit mit Weltsparen fest anlegen. Seit Sommer 2017 arbeitet N26 bei Krediten auch mit Auxmoney zusammen. Über die Kreditplattform erhalten weitere Kundengruppen von N26 Kredite: Studenten, Selbstständige und Freiberufler. Durch die Zusammenarbeit mit dem Insurtech Clark können N26-Kunden ihre Versicherungsverträge über die N26-App verwalten.

Mehr dazu im Ratgeber Girokonto

Josefine Lietzau
von Finanztip,
Expertin für Bankprodukte

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Artikel verfasst von

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.