Kfz-Versicherung von VW, Audi, Toyota etc.

Teure Policen für neue Autos

Das Wichtigste in Kürze

  • Ganz selten sind die Angebote aus dem Autohaus oder die herstellereigene Autoversicherung wirklich die bessere Wahl.
  • Die Angebote für Kfz-Versicherungen aus dem Autohaus sind oft übertrieben umfangreich in den Leistungen. Sie empfehlen sich nur bei Leasing und Finanzierung – wenn überhaupt.
  • Die Versicherungen der Autohersteller erfüllen unsere Anforderungen an gute Tarife, kosten aber deutlich mehr als andere empfehlenswerte Angebote.
  • Auf Vergleichsportalen oder bei Direktversicherern können Sie sich Ihren Versicherungsschutz individuell und günstiger zusammenstellen.

So gehen Sie vor

  • Lassen Sie sich vom Hersteller oder vom Autohaus zur Kfz-Versicherung beraten und ein Angebot geben. Achten Sie auf die Zahlungsweise und Selbstbeteiligungen im Schadensfall.
  • Machen Sie immer zwei Vergleiche. Nutzen Sie dafür mindestens ein Vergleichsportal. Auch der Vergleich mit dem Preis eines Direktversicherers kann sinnvoll sein.
  • Wir empfehlen die Vergleichsportale Check24 und Verivox. Nicht ganz so gut, aber immer noch empfehlenswert ist autoversicherung.de.
  • Die günstigen Direktversicherer, die nicht auf den Portalen vertreten sind und bei denen sich der Vergleich auch lohnt, sind vor allem Hannoversche Direkt und Huk24.

Die Zahl der jährlichen Neuzulassungen von Autos ist in Deutschland seit 2013 um eine halbe Million gestiegen. Versicherer lieben es, Neuwagen zu versichern. Die Besitzer hegen und pflegen ihre Neuanschaffung, und die Wagen haben noch Garantie und Gewährleistung. Die Konzerne versichern also wenig Risiko für vergleichsweise viel Geld. Den Wettbewerb um diese guten Risiken überlassen die Versicherer schon lange nicht mehr dem Zufall. Zusammen mit den Autobauern haben sie eigene Versicherungen gegründet.

Kooperationen zwischen Autobauern und Versicherungen hat es schon immer gegeben. Einige Hersteller sind jetzt ein Stück weitergegangen und haben eigene Versicherungen gegründet. Hinter den Tarifen von VW und seinen Tochtergesellschaften Audi, Skoda und Seat steht die Allianz. Mercedes und Porsche arbeiten mit HDI zusammen, die Autoversicherungen von Volvo und Opel laufen über die Allianz, hinter Toyota steht der europäische Ableger eines namhaften asiatischen Versicherers.

Während der Wettbewerb der „normalen“ Autoversicherungen hauptsächlich über den Preis ausgetragen wird, setzen die Versicherer bei den Versicherungspaketen vom Autohaus dagegen voll auf Leistung – zulasten des Preises. Daher stellt sich die Frage: Wie viel Versicherung braucht Ihr neues Auto wirklich?

Versicherungsschutz für das neue Auto direkt aus dem Autohaus

Das Autohaus setzt die Neuwagen perfekt in Szene, damit Sie in Kauflaune geraten. Ist das der richtige Ort für den Abschluss einer Kfz-Versicherung?

Autohäuser bieten für bestimmte Modelle besondere Versicherungen an – diese heißen Cover, Stückratenversicherung oder Fixpreis-Angebote. Im Vergleich zum Kaufpreis des Autos wirken sie wie Peanuts. Und es klingt so einfach: ein monatlicher Pauschalpreis ganz ohne individuelle Berechnung. Der Preis ist über die Vertragslaufzeit fest. Rechnen Sie die Monatspauschale auf jeden Fall aufs Jahr hoch, vielleicht sogar auf die Vertragslaufzeit gesamt. Dieses Geld ist auf jeden Fall ausgegeben.

Audi

Der Ingolstädter Autobauer richtet sein Angebot „Audi all in one“ an Fahrer ab 23 Jahren mit mindestens Schadenfreiheitsklasse (SF) 1 für bestimmte Modelle. Der Preis pro Monat beginnt bei einem Audi A1 und einer Jahresfahrstrecke von bis zu 12.500 Kilometern bei knapp 50 Euro. Dieser Beitrag steigt je Kilometer- und Fahrzeugklasse um mindestens 10 Euro monatlich. Fahren Sie mit Ihrem Audi Q3 bis zu 50.000 Kilometer im Jahr, zahlen Sie bereits 140 Euro im Monat. Die Selbstbeteiligung beträgt für die Teilkasko 150 Euro und für die Vollkasko 500 Euro. Während der Vertragslaufzeit stuft der Versicherer auch den Schadenfreiheitsrabatt weiter. Das bedeutet andersherum aber auch: Sie haben hier keine Möglichkeit, Ihren Schadenfreiheitsrabatt (SF-Klasse) während der Laufzeit bei einem Unfall zu schonen. Wird der Rabatt außerdem durch Schäden so stark belastet, dass er auf die Klasse 0 oder schlechter zurückfällt, gilt auch das pauschale Versicherungsangebot nicht mehr.

BMW

Der Münchner Autohersteller bietet für seine Marke Mini Pauschallösungen („Mini Smile“) ab 30 Euro im Monat an, das ist modellabhängig. Im Schadenfall zahlen Sie in der Vollkasko allerdings immer 1.000 Euro selbst.

Kunden von BMW haben die Wahl, wie umfangreich ihre Autoversicherung ausfallen soll. Eine Besonderheit ist die „Assistanceleistung“, die weit über eine herkömmliche Kaskoversicherung hinausgeht – und kostet.

Mercedes

Die Pauschallösung von Mercedes heißt Stückratenversicherung. Haben Sie mindestens die SF 2, zahlen Sie Im besten Fall knapp 80 Euro monatlich. Sie müssen allerdings wie bei Audi Ihren Schadenfreiheitsrabatt auf jeden Fall einbringen. Anders als bei der Konkurrenz aus Ingolstadt bleibt Ihnen der Fixpreis bis zum Ende der Laufzeit sicher erhalten. Abhängig vom Alter des Fahrers beträgt die Selbstbeteiligung in der Vollkasko hohe 1.000 oder sogar 2.000 Euro, in der Teilkasko durchgehend 500 Euro.

Renault, Nissan, Honda

Verti (früher: Directline) bietet für einige Modelle der Hersteller Renault, Nissan und Honda eine Fixpreis-Versicherung an. Diese kostet zwischen rund 20 und 50 Euro im Monat, die Selbstbeteiligung beträgt 500 Euro für die Voll- und 150 Euro für die Teilkasko.

Seat

Die spanische Marke aus dem VW-Konzern bietet mit „Seat4All“ Nachlässe auf die Versicherungsprämien an, wenn das Auto über die Seat Bank finanziert ist. Der Nachlass beträgt 30 Prozent, wenn der Fahrer mindestens 23 Jahre alt ist und ein schadenfreies Jahr vorweisen kann. Dieses Angebot gilt im November 2017 für die Modelle Mii, Ibiza, Leon und Leon Cupra. Fahrer unter 22 Jahren profitieren von diesem Angebot nur, sofern sie einen Ibiza kaufen. Der Nachlass gilt lediglich für die ersten beiden Jahre des Vertrages, danach gilt der Standard-Tarif.

Sie können – außer bei Mercedes und Audi – bei diesen Versicherungen festlegen, ob Sie Ihren Schadenfreiheitsrabatt in den Vertrag einbringen. Das müssen Sie aber bereits zu Beginn des Vertrages tun. Haben Sie ihre SF-Klasse eingebracht, läuft sie im Hintergrund mit und Sie sammeln im besten Fall weitere schadenfreie Jahre. Aber der Rabatt wird eben auch durch Schäden während der Laufzeit belastet. Einen ruhenden Rabatt können Sie wiederaufleben lassen. Dabei ist die Verfallsgrenze von mindestens sieben Jahren Standard, einige Anbieter sind kulanter.

Versicherungsschutz über die herstellereigene Autoversicherung

Nicht für jedes Modell bieten die Hersteller spezielle Versicherungspakete an. Dafür steht die herstellereigene Autoversicherung auch anderen Fahrzeugen offen. Die Beitragsrechner von VW und seinen Tochtergesellschaften berechnen Allianz-Tarife, die Rechner von Mercedes und Porsche enthalten HDI-Tarife. Bei der Berechnung in all diesen Beitragsrechnern sind nur wenige Eingaben erforderlich. Noch weniger Aufwand haben Sie bei Volvo und Toyota, hier rechnet Ihnen der Verkäufer die Versicherungsprämie aus. Anhand der gestellten Fragen können Sie abschätzen, von welchen Faktoren die Höhe der Prämie abhängt. Der Direktversicherer Verti bietet auch einen variablen Tarif für Kunden von Renault, Nissan und Honda.

Wann lohnen sich die Angebote der Hersteller?

Ganz selten sind die Angebote aus dem Autohaus oder die herstellereigene Autoversicherung wirklich die bessere Wahl. Das haben wir herausgefunden, indem wir die Preise beim Autohaus abgefragt und dann mit dem günstigsten Tarif auf einem Versicherungsportal verglichen haben.

Das Ergebnis: Nur für geleaste oder finanzierte Fahrzeuge können sich die Tarife aus dem Autohaus im Einzelfall lohnen, sofern der Versicherer nicht zu unverschämt abkassiert. Der Vorteil ist, dass Sie damit auf Nummer sicher gehen, bei Vertragsende das Fahrzeug stressfrei wieder loszuwerden. Zwar ist grundsätzlich nichts auszusetzen an freien Werkstätten oder an Ersatzteilen von unabhängigen Herstellern. Aber das Autohaus sieht das vielleicht anders – und sitzt im Zweifel am längeren Hebel. Nicht jeder hat die Energie für einen Streit mit dem Autohaus.

Auch die Angebote von Volvo und Toyota haben wir mit dem Makler-Tool Nafi-Auto überprüft. Volvo hat für drei der Profile einen Rabatt von 30 Prozent („Schwedenrabatt“) angeboten. Dieser Nachlass ist ordentlich, gilt aber nur für die ersten beiden Versicherungsjahre. Stellt man auf den Vergleichsportalen ähnlich übertriebene Leistungen ein, wie sie Volvo anbietet, kommen auch auf den Portalen Tarife heraus, die teuer sind. Besser ist es, die Versicherungsleistungen mit Bedacht zu wählen. Dann sind die Prämien deutlich niedriger.

Obwohl die Autoversicherungen der Hersteller umfangreiche und teils unnötige Leistungen enthalten, sind grundlegend wichtige Bestandteile nicht unbedingt dabei. So ist uns aufgefallen, dass Sie mit einer Versicherung vom Hersteller oft keine Wahl haben, in welcher Werkstatt Sie Ihren Wagen nach einem Kaskoschaden reparieren lassen – Sie werden auf das Werkstattnetz der Hersteller verwiesen. Problematisch ist auch, dass der Grundversicherungsschutz nicht in allen Fällen die Mallorca-Police umfasst, die in unseren Augen ein Mindestkriterium einer guten Autoversicherung ist. Oft müssen Sie Zusatzbausteine dazubuchen und bezahlen. Bei VW müssen Sie sogar eine Kaskoversicherung haben und darin den Zusatz „Kasko mobil“ abschließen, damit Ihnen die Versicherungssummen auf deutschem Niveau zur Verfügung stehen, wenn Sie einen Unfall im Ausland verschulden.

Alternativen zu den Policen vom Hersteller oder aus dem Autohaus

Sie können auch Ihre eigene Versicherung für Ihr neues Auto nehmen oder sich auf einem Portal eine suchen, die gute Qualität bietet und günstig ist.

Auf den Portalen müssen Sie ein bisschen Zeit einplanen, um alle Eingaben zu erledigen, die vorgesehen sind. Das lohnt sich. Im Durchschnitt ist der auf dem Portal gefundene günstigste Preis 27 Prozent niedriger als die Preise der herstellereigenen Versicherer. Im Einzelfall können die Unterschiede noch größer ausfallen und bis zu mehreren Hundert Euro betragen.

So können Sie sich Ihren Versicherungsschutz zusammenstellen, wie Sie ihn benötigen. Selbst die so stark beworbene Assistanceleistung lässt sich auf Portalen zumindest annähernd „nachbauen“. Die Möglichkeiten auf den Portalen sind vielfältig und die guten Angebote erfüllen unsere Mindestkriterien.

Unser Rat: Wählen Sie tendenziell kein Angebot aus dem Autohaus, sondern einen anderen Anbieter.

Weitere Tipps zum Vergleich im Ratgeber Kfz-Versicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherung

Tarife im Internet vergleichen

  • Vergleichen Sie Kfz-Tarife im Internet.
  • Achten Sie darauf, ob die Mallorca-Police bereits im Preis enthalten ist.
  • Die Deckungssumme sollte ausreichend hoch sein.

» Zum Ratgeber

Empfohlene Vergleichsportale und Anbieter:

Was müssen Sie beim Abschluss der Versicherung beachten?

Sobald Sie sich für eine Versicherung entschieden haben, lassen Sie sich eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) geben. Mit dieser Nummern-Buchstaben-Kombination können Sie das Fahrzeug zulassen. Entweder nutzen Sie den Zulassungsservice des Autohauses – der kostet extra und nicht wenig. Oder Sie gehen selbst zur Zulassungsstelle. Das kostet neben den eher geringen Anmeldegebühren hauptsächlich Zeit. Bei vielen Zulassungsstellen können Sie online einen Termin reservieren, das verringert den Wartefrust.

Stellen Sie sicher, dass der Kaskoversicherungsschutz sofort ab Zulassung gilt. Das ist nicht die Regel. Lassen Sie dazu im System Ihres Versicherers einen entsprechenden Hinweis eintragen.

Was bieten die Versicherungen der Hersteller konkret?

Die Versicherungen der Hersteller sind trotz aller Hochglanzwerbung ganz normale Autoversicherungen. Sie werben mit verschiedenen Tarifbausteinen, die nicht in jedem Fall sinnvoll sind:

Tipp

Wartungspauschale lohnt selten

Eine Wartungspauschale ist kein Baustein der Versicherung, wird aber auch oft in einem Aufwasch angeboten. Die lohnt sich selten. So umfangreich und teuer ist eine Wartung nicht. Die können Sie gut selbst und auf einen Schlag zahlen.

Garantieverlängerung

Die vom Hersteller gewährte Garantie für Neuwagen beträgt zwei Jahre. In dieser Zeit müssen Sie nicht für alle Reparaturen die Kosten tragen. Der Hersteller erklärt über eine Aufzählung, für welche Reparaturen er eintritt, das sind selten alle. Auch knüpft er die Übernahme der Reparaturkosten daran, dass Sie die Wartungsintervalle einhalten. Selbst wenn Sie das versäumt haben, werden Sie nicht automatisch zur Kasse gebeten – nur wenn der Ausfall der Wartung auf Ihre Kappe geht und das Versäumnis einen Einfluss auf den Schaden hat.

Die Garantie greift außerdem nur innerhalb des Werkstattnetzes des Herstellers und bei Verwendung von Originalteilen.

Eine Verlängerung der Herstellergarantie hat Sinn, wenn die zusätzliche Zeit mindestens zwei Jahre beträgt und Sie sich an die Wartungsintervalle halten. Außerdem kommt es darauf an, welche Leistungen in der Garantie vereinbart werden – große Reparaturen auf Grund von Verschleiß oder speziellen und meist teuren Einzelteilen fallen selten unter die Garantie.

Verlängerung Kaufpreisentschädigung/Kaufpreisschutz

Die meisten Verträge enthalten eine Kaufpreisentschädigung für sechs Monate. Das heißt, in dieser Zeit erhalten Sie den vollen Kaufpreis erstattet und nicht den oft deutlich geringeren Wiederbeschaffungswert. Diese Option können Sie bei einigen Anbietern auf bis zu 60 Monate verlängern. Ein vorhandener Restwert wird immer vom Erstattungsbetrag abgezogen.

Wir empfehlen Tarife mit mindestens zwölf Monaten Entschädigung zum Kauf- oder Neupreis. Wie das den Preis beeinflusst, haben wir in einer Finanztip-Studie zusammengetragen.

So viel kostet die Kaufpreisentschädigung

Hersteller Kaufpreis in Euro Dauer Kaufpreisentschädigung maximal in Monaten Monatliche Kosten in Euro Gesamtkosten mindestens in Euro
Mercedes ./. 48 ab 11 (*) ab 523
VW UP! 1.0 9.975 12 4 52
    24 6 141
    60 10 623
VW Passat Variant 27.875 12 12 145
    24 16 394
    60 29 1.742
Audi A1 1.0 TFSI 16.250 12 4 51
    24 6 138
    60 17 1.016
Audi A4 Avant Benziner ab 33.700 12 15 175
    24 20 477
    60 35 2.107
Skoda Citigo 1.0 MPI 9.770 12 4 51
    24 6 138
    60 10 611
Skoda Octavia Combi ab 18.150 12 8 94
    24 11 257
    60 19 1.135
Seat Mii 1.0 8.990 12 4 47
    24 5 127
    60 9 562
Seat Alhambra 1.4 TSI 30.435 12 13 158
    24 18 431
    60 32 1.903

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 14. November 2017), Beträge auf volle Euro gerundet

(*) Angabe des Herstellers

Werkstattersatzwagen oder Nutzungsausfall

Die Gelegenheiten, zu denen sich Ihr neues Fahrzeug in der Werkstatt befinden wird, können Sie an einer Hand abzählen. Ungewiss ist, ob Sie jemals einen Kaskoschaden haben werden. Genau dafür aber würden Sie die Leistung des Werkstattersatzwagens oder Nutzungsausfalls bekommen. Dieses Geld können Sie also besser sparen oder anders ausgeben.

Ratenschutzversicherung

Bei der Ratenschutzversicherung handelt es sich um eine klassische Restschuldversicherung. Prüfen Sie genau, wann und unter welchen Bedingungen die Versicherung für welche Zeit zahlen wird. Es kommt dabei auf Ihre persönliche Situation an – grundsätzlich raten wir davon ab.

GAP-Deckung/Kasko-Differenzdeckung

Wird Ihr Auto gestohlen oder bei einem Unfall so stark beschädigt, dass eine Reparatur wirtschaftlich nicht lohnt (Totalschaden), kommt es bei Leasingfahrzeugen meistens zu einer Abrechnung des Vertrages. Häufig wird ein Restwert vereinbart, den der Kunde zu garantieren hat. Den muss er also zahlen, wenn er einen Totalschaden hat. Der Restwert kann Einfluss auf die Höhe der monatlichen Raten für die Laufzeit haben – diese können Sie niedriger ansetzen, wenn der Restbetrag dafür umso höher ist. Sie müssen am Ende tiefer in die Tasche greifen, um den Vertrag abzulösen. Damit ähnelt das einer hohen Schlussrate bei Krediten. Die Leistung aus dem GAP-Schutz wird zusätzlich zum Wiederbeschaffungswert oder Kaufpreis gezahlt. Ist die Lücke zum Restwert allerdings höher als 20 Prozent des festgelegten Fahrzeugneuwertes, müssen Sie diese Differenz aus der erhaltenen Entschädigung abgeben.

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So haben wir untersucht

Analyse der Autoversicherungen vom Hersteller 2017

Die Untersuchung fand von September bis November 2017 statt. Zunächst haben wir ermittelt, welche Autohersteller den Markt prägen. Das Kraftfahrtbundesamt misst die Marktanteile der Automarken an der Anzahl der Pkw-Neuzulassungen. Unsere Abfrage mit Stand August 2017 ergab, dass folgende Unternehmen die wesentlichen Marktteilnehmer sind: VW mit 17,2 Prozent, Mercedes mit 10,5 Prozent, Audi mit 7,6 Prozent, BMW mit 7,4 Prozent, Opel mit 7,3 Prozent, Ford mit 6,5 Prozent, Skoda mit 5,8 Prozent, Seat und Renault mit jeweils 3,5 Prozent und Toyota 2,4 Prozent. Außerdem haben wir noch Porsche und Volvo in unsere Grundgesamtheit aufgenommen. Deren Marktanteil liegt aber jeweils unter 2 Prozent. Alle Hersteller bieten Versicherungen an.

Wir haben sechs Profile erstellt.

Profil 1 = Familie mit Fahranfänger kauft einen Neuwagen der Mittelklasse mit mittlerer Leistung.

Profil 2 = Junger Fahrer kauft ein leistungsfähiges Fahrzeug älterer Baureihe (5 Jahre alt).

Profil 3 = Junges Paar kauft typischen Dienstwagen, ein Jahr alt mit solider Leistung und als Diesel.

Profil 4 = Rentner kauft ein großes leistungsstarkes Auto aus eingestellter Serie.

Profil 5 = Familie mit mehr als zwei Kindern kauft ein Auto mit viel Platz als Diesel (Van, Bus).

Profil 6 = Familie mit zwei Kindern kauft einen zwei Jahre alten Kombi.

Für diese Profile haben wir die Versicherungsprämien ermittelt. Im Falle der Hersteller des VW-Konzerns (VW, Audi, Skoda, Seat) haben wir die Beitragsrechner genutzt, die jeweils auf deren Webseiten zu finden waren. Auch Mercedes und Porsche bieten einen Onlinerechner an.

Die Allianz hat außerdem Kooperationen mit BMW und Ford. Für beide Hersteller haben wir direkt den Tarifrechner der Allianz verwendet, der auf den jeweiligen Seiten verlinkt ist.

Die anderen Autobauer haben keine Beitragsrechner, also haben wir sie um Preisauskünfte gebeten. Volvo und Toyota haben uns geantwortet und zu unseren Profilen Prämien und weitere Informationen geschickt. Opel hat keine Prämien genannt.

Außerdem haben wir direkt in Autohäusern nachgefragt. Wir waren bei VW, Mercedes und BMW/Mini.

Unsere Ergebnisse:

Es bestehen Leistungsunterschiede zwischen den modellabhängigen Pauschalangeboten der Hersteller, den Angeboten der herstellereigenen Versicherer und den Angeboten von unabhängigen Versicherern. Das erschwert die Vergleichbarkeit.

Unsere Muss-Optionen haben wir im Ratgeber zur Kfz-Versicherung beschrieben und stellen somit Mindestanforderungen an die Versicherungen, die wir Ihnen empfehlen. Diese erfüllen alle Versicherungen, wenn auch über Zusatzbausteine.

Der Eingabeaufwand bei den Beitragsrechnern der herstellereigenen Versicherer ist deutlich geringer als bei Nafi-Auto. Damit fehlen Ihnen Gelegenheiten, den Preis individuell zu beeinflussen. Andererseits laufen Sie weniger Gefahr, nachträglich Vertragsstrafen zu kassieren, falls Ihr Auto doch mal von einem anderen als einem namentlich benannten Fahrer gefahren wurde oder einige Zeit nicht in der Garage stehen kann.

 

 

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Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Silke Kursawe

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Silke Kursawe ist bei Finanztip Expertin für Versicherungen. Sie ist Versicherungsbetriebswirtin und hat einen Master im Versicherungsrecht. Silke verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Branche und im Bereich der Sach- und Haftpflichtversicherungen. Außerdem absolvierte sie erfolgreich ein Studium der Wirtschaftspädagogik in Göttingen.