Zinspilot

Ein-Konto-Lösung für Festgelder in Europa

Das Wichtigste in Kürze

  • Zinspilot ist eine Zinsplattform, mit der Anleger in Deutschland Tagesgeld- und Festgeldangebote bei Banken im europäischen Ausland nutzen können. Da viele Banken in Deutschland inzwischen kaum noch Zinsen zahlen, lohnt sich der Blick auf diese Angebote.
  • Ein Teil der Zinspilot-Partnerbanken liegt allerdings in Ländern, deren Wirtschaftskraft Rating-Agenturen als sehr viel schlechter einschätzen als jene Deutschlands. Es ist nach unserer Einschätzung nicht gesichert, dass die Einlagensicherung dort in jedem Fall funktioniert.
  • Finanztip empfiehlt nur Banken aus Ländern mit guten Rating. Die Rating-Agenturen müssen die Bank selbst darüber hinaus als investitionswürdig einschätzen. Dies ist der Kern der Finanztip-Stabilitätskriterien.
  • Bietet eine stabile Bank darüber hinaus gute Zinsen, wird sie eine Finanztip-Empfehlung. Bei Zinspilot empfehlen wir zurzeit zwei Angebote von Close Brothers*.
  • Weitere Angebote sicherer Banken finden Sie in unseren Ratgebern Tagesgeld und Festgeld.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zu aktuellen Festgeld-Empfehlungen immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Das Zinsniveau in Deutschland ist auf Rekordtief – Sparer müssen weiter gehen als zur Hausbank um die Ecke, um Zinsen aufs Tagesgeld und Festgeld zu erhalten, die über der Inflationsrate liegen. Und da es attraktive Zinssätze oft nur für kurze Zeit gibt, bedeutet das auch, dass Kunden ihre Sparkonten öfter wechseln müssen, um stets die besten Angebote zu finden.

An diesem Punkt knüpfen Zinsplattformen wie Zinspilot an. Das Unternehmen bietet seinen Kunden Anlagemöglichkeiten bei verschiedenen Banken aus Deutschland und anderen EU-Ländern an. Der Anbieter setzt dabei vor allem darauf, den Anlageprozess zu erleichtern: Zinspilot ermöglicht seinen Kunden die Anlage von Tages- und Festgeld, ohne dass sie bei den Anlagebanken selbst ein Konto eröffnen müssen. Für den Anlageprozess bei den unterschiedlichen Banken genügt es also, einmalig über Zinspilot ein Konto zu eröffnen und sich zu legitimieren. Andere Zinsplattformen sind etwa Weltsparen und Savedo.

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1. Wie viel möchten Sie anlegen?
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Finanztip: Die gesetzliche Einlagensicherung gilt nur für Beträge bis 100.000 Euro. Verteilen Sie den gewählten Betrag besser auf mehrere Banken.

Finanztip: Bitte wählen Sie einen Anlagebetrag zwischen 500 € und 500.000 €

2. Wie lange möchten Sie anlegen?

So funktioniert Zinspilot

Zinspilot arbeitet mit zwei Partnerbanken zusammen, bei denen Sie zunächst ein Verrechnungskonto einrichten müssen. Neukunden erhalten dieses Konto bei der Sutor Bank, manche Bestandskunden haben es bei der BIW Bank für Investments und Wertpapiere. Um das Konto zu eröffnen, müssen Sie sich über das  Postident-Verfahren legitimieren.

Sobald das Konto eingerichtet ist, können Sie auswählen, bei welchem Tages- oder Festgeldanbieter Sie Ihr Geld deponieren möchten. Dabei legt die Partnerbank das Geld treuhänderisch für Sie bei der jeweiligen Anlagebank an. Das bedeutet, dass Sie keine weiteren Konten bei anderen Banken eröffnen müssen.

Es gelten aber immer die Konditionen und auch die Einlagensicherung der Bank, bei der das Geld letztlich angelegt ist. Ein Beispiel: Sie haben Ihr Basiskonto bei der Sutor Bank und entscheiden sich für ein Festgeld für die Dauer von sechs Monaten bei der Austrian Anadi Bank. Sie erhalten dann die Zinsen, die Ihnen die Austrian Anadi Bank bietet. Ihre Einlagen sind über den Sicherungsfonds aus dem Land abgesichert, aus dem diese Bank ihre Banklizenz besitzt – in diesem Fall über den österreichischen Einlagensicherungsfonds.

Sollte die Partnerbank oder Zinspilot in eine finanzielle Schieflage geraten, hat das zunächst keine finanziellen Folgen, sofern Ihr Geld nur bei einer Anlagebank liegt und diese nicht auch pleitegeht. Haben Sie Geld auf dem Konto bei der Partnerbank geparkt, sind Ihre Einlagen im Fall einer Pleite über den deutschen Einlagensicherungsfonds gesichert, dem sowohl die BIW Bank als auch die Sutor Bank angehören.

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Das Angebot von Zinspilot ist für Kunden kostenlos. Das Unternehmen will sich langfristig über Gebühren finanzieren, die es von den Anlagebanken erhält. Diese Banken sparen sich dadurch Kosten für Marketing, Kontenführung und Kundenservice. Vorerst stammt das Geld für den Aufbau und das Wachstum von Zinspilot aber vor allem aus mehreren Finanzierungsrunden, die das Start-up-Unternehmen in den vergangenen Jahren erfolgreich abgeschlossen hat.

Diese Angebote hat Zinspilot im Programm

Unter den Zinspilot-Banken entsprachen zunächst nur die Festgeld-Angebote der Creditplus Bank den Finanztip-Kriterien für sichere Banken. Für diese Bank hat Zinspilot allerdings zurzeit keine aktuellen Angebote mehr. Eine empfehlenswerte Anlage ist allerdings das zweijährige und dreijährige Festgeld von Close Brothers.

Übersicht: Angebote von Zinspilot

Zinspilot vermittelt:                      
Bank Einlagensicherung           Monate        
      6   12   18   24   36
Alpha Bank Rumänien   0,7 %   1,33 %   1,25   1,33 %    
Atom Bank Großbritannien   0,75 %   0,85 %       0,85 %   0,85 %
Austrian Anadi Bank Österreich   0,66 %   0,76 %       0,81 %   1,01 %
CBL Bank Lettland       0,6 %   0,9 %   1 %   1,15 %
Close Brothers Großbritannien       0,5 %   1 %   1,06 %   1,11 %
CreditPlus Bank Deutschland   0,4 %   0,45%       0,5 %   0,6 %
Fimbank Malta       0,45%   0,45 %   0,45 %   0,45 %
Oney Frankreich   0,9 %   0,8 %            
Rietumu     0,6 %   0,9 %   1,0 %   1,2%   1,35 %

Banken, die die Finanztip-Stabilitätskriterien erfüllen, sind gefettet. Wir nennen maximal fünf Laufzeiten bis zu 36 Monaten.
Quellen: Websites der Anbieter (Stand Zinsen: 06. November 2017)

Sicherheit bei der den Zinspilot-Banken
Wir empfehlen Ihnen grundsätzlich nur Banken, die unsere Stabilitätskriterien erfüllen. Das bedeutet: Die Banken müssen von den großen Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch als solide bewertet werden und aus einem Land stammen, das wirtschaftlich stark genug ist, um im Notfall für die Einlagen der Sparer selbst einzustehen. Drei der Zinspilot-Banken erfüllen diese Vorgaben: Die Creditplus Bank, die Hanseatic Bank und Close Brothers. Bei der Austrian Anadi Bank und der Fimbank ist dies nicht der Fall.

So sicher sind den Zinspilot-Banken

Bank   Land   Rating der Bank   Rating des Landes       Finanztip-Kriterien erfüllt
Alpha Bank   Rumänien   kein Rating   BBB- (S&P, Fitch), Moody's: Baa3       nein
Atom Bank   Großbritannien   kein Rating   AA (S&P, Fitch), Moody's: Aa1       nein
Austrian Anadi Bank   Österreich   kein Rating   AA+ (S&P, Fitch), Moody's: Aa1       nein
Close Brothers   Großbritannien   A (Fitch), AA (Moody's)   AA (S&P, Fitch), Moody's: Aa1       ja
Creditplus Bank   Deutschland   A¹ (Moody's, Fitch), BBB¹ (S&P)   AAA (S&P, Fitch), Moody's: Aaa       ja
Fimbank   Malta   BB- (Fitch)   A (Fitch), A- (S&P), Moody’s: A3       nein
Hanseatic Bank   Deutschland   A¹ (S&P, Moody's, Fitch)   AAA (S&P, Fitch), Moody's: Aaa       ja
Rietumu Bank   Lettland   kein Rating   A- (S&P, Fitch), Moody's: A3       nein

¹Rating der Konzernmutter
Quellen: S&P, Moody’s, Fitch (Stand: 6. Februar 2017)

Die Alpha Bank Romania unterliegt der rumänischen Einlagensicherung. Diese bewerten die Ratingagenturen wesentlich schlechter als etwa die deutsche oder französische. Das bedeutet: Die Ratingagenturen halten es für deutlich wahrscheinlicher, dass es zu Zahlungsausfällen kommen kann. 

Die Creditplus Bank besitzt dagegen eine deutsche Banklizenz und ist Mitglied im deutschen Einlagensicherungsfonds. Sie gehört zu 100 Prozent zur französischen Bankengruppe Crédit Agricole. Deren Bonität bewerten die Agenturen als solide. Allerdings nimmt Zinspilot für die Creditplus zurzeit keine neuen Anlagegelder entgegen.

Für die Hanseatic Bank ziehen wir das Rating der Mutter Société Générale heran. Ebenfalls auf das Rating der Mutter schauen wir bei der Close Brothers Limited, einer Tochtergesellschaft der britischen Close Brothers Group.

Bei Close Brothers ist das Geld über die britische Einlagensicherung geschützt. Das führt zu der Besonderheit, dass der Anleger sein Guthaben im Entschädigungsfall in britischen Pfund zurückerhält. Außerdem entspricht die britische Absicherungsgrenze von 85.000 Pfund aufgrund der Schwankungen beim Wechselkurs von Euro und Pfund meist nicht genau den 100.000 Euro, die die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland vorschreibt. Damit der angelegte Betrag vollständig von der Einlagensicherung geschützt ist, hat Zinspilot deshalb die Höchstsumme für eine Anlage bei Close Brothers auf 85.000 Euro begrenzt.

Die Austrian Anadi Bank ist manchem Verbraucher noch unter anderem Namen bekannt: Dabei handelt es sich um den österreichischen Teil der früheren Hypo Alpe Adria. Die skandalumwitterte Bank kam während der Finanzkrise 2008 in finanzielle Schwierigkeiten und wurde schließlich im Dezember 2009 verstaatlicht. 2013 übernahm der britisch-indische Geschäftsmann Sanjeev Kanoria das österreichische Filialnetz der Bank und führt es seitdem unter dem Namen Austrian Anadi Bank.

Close Brothers (über Zinspilot)

  • Zinssatz von 1,06 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von 24 Monaten
  • erfüllt alle Finanztip-Stabilitätskriterien
  • Maximaler Anlagebetrag: 85.000 Euro
  • automatische Wiederanlage

Close Brothers (über Zinspilot)

  • Zinssatz von 1,11 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von 36 Monaten
  • erfüllt alle Finanztip-Stabilitätskriterien
  • Maximaler Anlagebetrag: 85.000 Euro
  • automatische Wiederanlage

Fazit

Zinspilot punktet zurzeit mit zwei lukrativen Angeboten einer soliden Bank. Allerdings hat die Plattform daneben auch Banken im Programm, die hinsichtlich der Einlagensicherung und der Bonität der Bank nicht den Finanztip-Stabilitätskriterien entsprechen. Anleger sollten also nicht nur auf die Zinsen schauen, sondern vor allem auf die Sicherheit der Bank achten.

Die britische Close-Brothers-Bank erfüllt unsere Stabilitätskriterien: Das zweijährige und das dreijährige Festgeld verzinsen sich so gut, dass wir es für diese Laufzeiten empfehlen. 

Eine Aufstellung aller Banken, die gleichzeitig die Finanztip-Stabilitätskriterien erfüllen und gute Zinsen zahlen, finden Sie in unserem Ratgeber Festgeld.

Mehr dazu im Ratgeber Festgeld

Dirk Eilinghoff
von Finanztip,
Experte für Geldanlage

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  • Festgeld bietet mehr Zinsen als Tagesgeld.
  • Zinsen sind höher bei unsicheren Banken.
  • Die Anlage ist nicht flexibel verfügbar.
  • Teilen Sie Ihr Geld auf mehrere Banken auf.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.

Dirk Eilinghoff

Finanztip-Experte für Bankprodukte

Als Teamleiter Bankprodukte ist Dirk Eilinghoff bei Finanztip für die Themen Geldanlage und Altersvorsorge zuständig. Erfahrungen in diesem Bereich bringt er mit aus seiner Arbeit als selbstständiger Finanz- und Honorarberater. In früheren Jahren leitete der studierte Historiker und Diplom-Kaufmann gemeinnützige Projekte bei der Bertelsmann Stiftung und der Körber-Stiftung.