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Investmentfonds:  Fondsdatenbank - Fonds - Fonds-Ratgeber     bei Finanztip.de

Absolute Return-Fonds

Bei der Wahl von Investmentfonds stellt sich dem Anleger die Bandbreite von sehr spezifischen Anlagen bis zu sehr breit gestreuten flexiblen Investmentanlagen. Ein wesentlicher Grundgedanke von Investmentfonds ist die breite Streuung in Wertpapiere und in andere Anlageklassen.

Alle Investments in andere Fonds, die innerhalb eines Investmentfonds getätigt werden, unterliegen nicht der Abgeltungsteuer. Aus diesem Grund werden Dachfonds als Allzweckwaffe der Investmentbranche propagiert. Ein Dachfonds-Modell erlaubt die jederzeitige Umschichtung in Fonds unterschiedlicher Anlageklassen. Das Investment kann nach Ländern, Themen und anderen Anlageklassen schnell und flexibel geändert werden.

Würde der Sparer diese Umschichtungen in der Vermögensanlage selbst vornehmen, so würde entweder ein Verlust oder - ab 2009 - ein steuerpflichtiger Gewinn realisiert werden. Dachfonds, Mischfonds, Themenfonds und Absolute-Return-Konzepte rücken daher stärker bei der Wahl des Investmentfonds in den Vordergrund.

Total-Return-Funds - Absolute Return-Fonds
Das Bestreben - sich vom Wettbewerb abzusetzen - hat zur Wortschöpfung der "Absolute Return-Fonds" geführt. Darunter sind Investmentfonds zu verstehen, die unabhängig von der Marktlage versuchen, einen positiven Ertrag für ihre Anleger zu erzielen. Im Prinzip versucht dies eigentlich jeder Investmentfonds. Das besondere Unterscheidungsmerkmal ist hier der zulässige Wechsel in der Anlagepolitik. Eine branchenweit gültige Definition des Begriffs "Absolute-Return-Fonds" fehlt allerdings bisher. Der Begriff "Absolute Return" kann von Laien auch schnell falsch als "Garantie" interpretiert werden. Keinesfalls ist eine Garantie auf das eingesetzte Kapital gegeben.

Es sollte nicht nur darum gehen, einem Mischfonds ein anderes Etikett aufzukleben. Denn wenn Absolute Return auf einem Fondsprospekt draufsteht, heißt dies noch lange nicht, dass Absolute Return auch wirklich gegeben ist. Die Maßnahmen, wie die gesetzten Ertragsziele unabhängig von der Marktentwicklung erreicht werden sollen, variieren auch stark. Absicherungsinstrumente, Derivate und schneller Wechsel zwischen den Anlageklassen sind unterschiedlich gewichtet.

Total- oder Absolute-Return-Fonds folgen keinem bestimmten Markttrend. Es fehlt daher an einem Vergleichsmaßstab, um die Fondsqualität mit anderen Fonds zu vergleichen. Das einzige Prüfkriterium ist die erreichte Rendite. Der jeweilige Fonds kann daran messen werden, ob die eigenen Ziele auch erreicht wurden.

Das Timing bei Absolute Return
Gerade bei Hedge-Fonds und Absolute-Return-Fonds ist das Timing besonders wichtig. Eine derartige Fondskonstruktion, die gerade in der jüngsten Vergangenheit eine sehr gute Wertentwicklung aufweist, kann den Anleger zu einem ungünstigen Einstiegszeitpunkt fehlleiten. Worauf ist die gute Performance zurückzuführen? Wird der Total-Return-Funds wegen der guten Wertentwicklung jetzt versuchen, Risiken für den Rest des Geschäftsjahres zu vermeiden und dafür risikoarm zu investieren? Insbesondere in einem Bullenmarkt hält die Wertentwicklung der Absolute-Return-Modelle nicht mit.

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Hohe Verwaltungskosten bei Absolute-Return-Fonds
Wie bei den meisten Dachfonds und Mischfonds sind die Fondsgebühren bei Fondsmodellen nach dem Absolute-Return-Konzept recht hoch. Für den Anleger sind sie wegen der flexiblen Anlagepolitik auch relativ intransparent. Neben den Managementgebühren für die Fondsverwaltung spricht auch die fehlende Kennzeichnung dieser Fondskategorie eher gegen eine Empfehlung für dieses Investmentprodukt. So nutzen Fondsgesellschaften den Begriff "Total Return oder Absolute Return" vorwiegend werblich.

Fazit: Echte Absolute-Return-Fonds verfolgen eine Anlagepolitik, die früher Hedgefonds vorbehalten waren. Chance und Risiko sind abhängig vom vorgegebenen Ertragsziel unterschiedlich ausgeprägt. Das Investment in derartige Fonds sollte begrenzt bleiben. Sie eignen sich nur insoweit für eine Depotbeimischung, weil sie relativ unabhängig von der Entwicklung am Aktienmarkt oder Rentenmarkt ihr Ertragsziel verfolgen. Der Investor sollte daher - wenn überhaupt - nur einen "überschaubaren" Teil seines Vermögens in diese Fondskategorie investieren.

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