Roller- Mofa- und Mopedversicherung

Preiswerte Police, die sich unkompliziert abschließen lässt

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Motorroller darf nur mit einer Haftpflichtversicherung auf die Straße.
  • Für neuere Modelle kann sich auch eine Teilkasko lohnen.
  • Roller, Mofas und Mopeds mit einem Hubraum bis 50 Kubikzentimeter (ccm) benötigen eine günstige Rollerversicherung. Für schnellere motorisierte Zweiräder brauchen Sie eine Motorradversicherung.
  • Eine Rollerversicherung bekommen Sie problemlos bei fast jeder Versicherung.
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Sie sind günstig in der Anschaffung und verleihen dem Fahrer ein Gefühl von Freiheit: Roller, Mofas und Mopeds sind der ideale Sommerbegleiter. Gerade bei jungen Leuten oder Großstädtern sind die wendigen Flitzer mit einem maximalen Hubraum von 50 ccm sehr beliebt. Man darf sie mit einem Rollerführerschein oder dem „normalen“ Pkw-Führerschein der Klasse B fahren. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 45 Kilometern pro Stunde. Für schnellere Roller ab 51 ccm wird ein Motorradführerschein (mindestens Klasse A1) und eine Motorradversicherung benötigt.

Achtung

Nur mit Versicherung

Auch schnelle E-Bikes, sogenannte S-Pedelecs, brauchen ein Versicherungskennzeichen, wenn sie durch den Motor mehr als 25 km/h erreichen. Quads und Segways dürfen ebenfalls nicht ohne in den Straßenverkehr.

Haftpflicht ist ein Muss

Genauso wie ein Auto müssen auch Kleinkrafträder haftpflichtversichert sein, um im Straßenverkehr gefahren werden zu dürfen. Als Ergänzung bieten alle Versicherer eine Teilkasko an, um den kleinen Flitzer gegen Diebstahl und Schäden abzusichern. Falls Sie einen neuen Roller haben, sollten Sie eine Teilkaskoversicherung in Erwägung ziehen. Einige Anbieter verzichten auch auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit: Sie zahlen zum Beispiel auch dann, wenn das Gefährt nachts an der Straße steht und geklaut wird. 

Der Weg zur Rollerversicherung

Eine Rollerversicherung ist unkompliziert abzuschließen. Sie wählen einen Versicherer aus, der Sie vom Preis-Leistungs-Verhältnis her überzeugt. Wir empfehlen eine Versicherungssumme von 50 oder 100 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Mit dieser Summe sind Sie auch gegen gravierende Schäden abgesichert, die möglicherweise durch einen schweren Unfall mit Verletzten entstehen können.

Die Versicherung braucht die sogenannte Betriebserlaubnis vom Hersteller des Rollers oder Mofas. Dieses Papier ist auf die Maschine ausgestellt und beinhaltet die Fahrgestellnummer sowie das Baujahr. Anhand dieser Informationen stellt Ihnen der Versicherer eine Police aus. Meist kann der Fahrer auch gleich das Nummernschild mitnehmen, das gleichzeitig als Versicherungsnachweis dient.

Haben Sie die Rollerversicherung online abgeschlossen, schickt die Versicherung das Nummernschild normalerweise innerhalb weniger Tage per Post. Um mehr müssen Sie sich nicht kümmern. Kfz-Steuer und Hauptuntersuchung (HU) fallen bei Kleinkrafträdern weg, ebenso die Anmeldung bei der Zulassungsstelle. Fahren darf jeder, der im Versicherungsschein als Fahrer eingetragen ist. Jedoch wird die Police teurer, umso mehr Fahrer Sie eintragen lassen.

Achtung

Vorsicht beim Pimpen

Sollte ein Fahrzeug getunt sein und dadurch die eingetragene Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h überschreiten, erlischt der Versicherungsschutz.

Beachten Sie, dass eine Versicherung für Kleinkrafträder eine Ablaufversicherung ist. Sie gilt immer vom 1. März bis zum 28. beziehungsweise 29. Februar des Folgejahres und erlischt automatisch. Jedes Jahr braucht das Mofa oder der Roller daher eine neue Police. Dies hat den Vorteil, dass ein Wechsel der Versicherung problemlos möglich ist. Schließen Sie die Versicherung unterjährig ab, werden die Beiträge entsprechend anteilig berechnet. Um den Versicherungsschutz für jedes Jahr einfach nachzuweisen, haben die Kennzeichen von Kleinkrafträdern jedes Jahr eine andere Farbe: Ab März 2017 ist es schwarz.

Was kostet eine Rollerversicherung?

Da die Versicherung für Mofa und Co. inklusive Teilkasko normalerweise weniger als 70 Euro im Jahr kostet, lässt sich daran nicht so viel sparen wie bei einer Motorradversicherung. Aber ein schneller Online-Vergleich bei dem von uns empfohlenen Vergleichsportal verbraucherforum-info.de kann dennoch etliche Euro bringen. Fahrer, die jünger als 23 Jahre sind, zahlen je nach Versicherer teilweise doppelt so viel wie über 23-Jährige. Die meisten großen Vergleichsportale wie Check24.de und Co. bieten gar keine Rollerversicherungen an.

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Mehr zur Motorrad-Versicherung in unserem Ratgeber

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Durch Vergleich sparen

  • Nutzen Sie Vergleichsportale.
  • Achten Sie bei der Kasko-Versicherung auf wichtige Merkmale wie grobe Fahrlässigkeit.
  • Auch für Mofas, Mopeds und Roller lohnt sich ein Vergleich.

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Empfohlene Anbieter:

  • verbraucherforum-info.de
  • Nafi-Auto

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Anika Schulz

ehemalige freie Finanztip-Redakteurin

Anika Schulz ist ausgebildete Journalistin. Sie arbeitete bereits beim Peoplemagazin InTouch und bei verschiedenen Publikationen aus der BILD-Gruppe. Ihr Volontariat schloss sie erfolgreich beim Berliner Kurier ab. Für Finanztip schrieb sie bis zum 1. Juli 2016 im Bereich Versicherungen.

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.