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Einführung in die Geldanlage mit Hedge-Fonds

Der Begriff Hedgefonds ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl verschiedener Anlagestrategien, aber in der Regel irreführend, weil heute nicht mehr das Ziel der Absicherung (Hedgeing) im Vordergrund steht. Viel mehr ist das heutige Ziel eines Hedge-Fonds eine positive Rendite – unabhängig von der Entwicklung der Kapitalmärkte zu erzielen.

Der Begriff Hedge-Fonds wird im Allgemeinen mit hohem Risiko, Leerverkäufen und im Extremfall auch mit Totalverlust in Verbindung gebracht. Dieses Negativ-Image tragen die Hedge-Fonds allerdings häufig auch zu Unrecht. Denn es gibt viele Hedge-Fonds-Strategien, deren Spektrum von risikoavers mit geringen Risiken für den Anleger bis äußerst spekulativ reicht. Das Verlustrisiko von Hedge-Fonds ist stark abhängig von der gewählten Hedge-Fonds-Strategie. So sagt die Renditeangabe allein noch nichts über die Qualität eines Hedge-Fonds aus. Die verschiedenen Strategien werden erst vergleichbar, wenn die Rendite mit dem Risiko, also der Volatilität, ins Verhältnis gesetzt wird.

Viele Hedge-Fonds mussten in der Finanzkrise lassen. Ihr Kapital ist stark geschmolzen und Hedgefonds-Pleitenhäuften sich. Diese Hedgefonds hatten sehr stark auf Kredit spekuliert. Wer ein Vielfaches der eigenen Vermögensanlage auf Kredit finanziert, hat ein Riesenproblem, wenn die Kurse mit hoher Geschwindigkeit in die falsche Richtung drehen oder wenn die Kredite vorzeitig zurückgezahlt werden müssen. Das in Hedgefonds investierte Kapital ist folglich drastisch gesunken. Niemand weiß, ob und wie Hedgefonds in der Zukunft überhaupt noch mit so hohen Kredithebeln agieren können.

Und im Zusammenhang mit dem Beginn der Finanzkrise im Jahre 2007 bleibt vielen Anlegern in Erinnerung: Am 17. Juli 2007 hat die Investmentbank Bear Stearns den Zusammenbruch von 2 Hedgefonds bekanntgegeben. Als medienwirksamer Beginn der Finanzkrise gilt daher teilweise die Bekanntgabe der Insolvenz von 2 Hedgefonds durch die Investmentbank Bear Stearns.

Hedge-Fonds orientieren sich nicht an Vergleichsindizes oder Benchmarks und erzielen somit auch keine dazu relativ zu sehende Rendite, sondern sie zielen auf eine positive und risikoeffiziente Wertentwicklung in jedem Marktfeld ab. Hedge-Fonds unterscheiden sich von traditionellen Investmentfonds im Wesentlichen durch 3 Kriterien:

  Kredite Vergleichen


Die Verwendung verschiedenster Anlageinstrumente und Hilfsmittel zur Zielerreichung (Derivate), die Möglichkeit des Leerverkaufs (Short-Selling) sowie die Erzielung einer Hebelwirkung durch Fremdfinanzierung (Leverage). Dadurch haben Hedge-Fonds höhere Freiheitsgrade: Der Hedge-Fonds-Manager kann in Anleihen, Aktien, Rohstoffe, Devisen, Optionen oder Futures investieren und mittels Einsatz dieser Finanzinstrumente sowohl von steigenden als auch von fallenden Märkten profitieren. Durch die vielfältigen Möglichkeiten dieses breit gefächerten Anlagespektrums können Hedge-Fonds weitgehend unabhängig von Aktien-Märkten agieren und koppeln sich insoweit ab vom Auf und Ab der Kapitalmärkte.

Hedge-Fonds eignen sich für Anleger, die ihr Anlagerisiko über eine weitere Anlageklasse streuen wollen und damit in ihrem Gesamtdepot ein ausgeprägtes Risiko-Ertrags-Profil anstreben. Hedge-Fonds haben das Ziel, unabhängig von den Kursschwankungen an den Aktien- und Rentenmärkten eine konstante und dauerhaft positive Rendite zu erzielen. Chancen und Risiken sind damit deutlich höher als bei anderen üblichen Geldanlagen.

Für die Auswahl der passenden Hedge-Fonds-Strategie ist das individuelle Profil des Anlegers und seine aktuelle Vermögenssituation entscheidend. Während Single-Hedge-Fonds meist nur eine Strategie verfolgen, investieren Dach-Hedge-Fonds in verschiedene Hedge-Fonds. Durch geschickte Auswahl der Ziel-Hedge-Fonds kann der Dach-Hedge-Fonds-Manager das Risiko entscheidend reduzieren, dabei aber viele Chancen wahrnehmen, die die Märkte bieten.

Durch die breite Streuung des Dach-Fonds-Vermögens kann der Anleger mit einem Produkt von zahlreichen Hedge-Fonds-Strategien profitieren. Analog zur Vorgehensweise einzelner Fondsmanager bei Ihrer Markt- und Positionsauswahl werden mehrere Ziel-Hedge-Fonds für die anteilige Verwaltung des Fondskapitals derart ausgewählt und zusammengefügt, dass die Schwankungen ihrer Handelsergebnisse möglichst geringe Ähnlichkeit zueinander aufweisen, wodurch das Risiko für den Anleger weiter reduziert wird. Intelligent zusammengefügt kann der Dach-Hedge-Fonds-Manager das Ertragspotential unterschiedlichen Handelsansätze und Strategien bei ganz unterschiedlichen Marktbedingungen nutzen und die Wertschwankungen dadurch noch einmal reduzieren. Die Kerhseite der Medaille: Die Gebühren und Abschlussprovisionen für derartige Hedgefonds sind recht hoch.

Hedge-Fonds sind weder Teufelszeug noch der sichere Renditebringer. Sie stellen eine eigene Anlageklasse dar, die unabhängig von den Börsen- und Kapitalmärkten positive Erträge generieren können. In keinem Falle aber sollte man sein gesamtes Vermögen in Hedge-Fonds stecken, sondern je nach individueller Risikobereitschaft und Depotstruktur nur 10 bis 15% beimischen.

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