Startkapital - Podcast #3

Eine Arbeit in Deutschland finden. Teil 1

Startkapital

1. Wie Du in Deutschland eine Arbeit findest

  • Geh auf make-it-in-germany.com, um herauszufinden, welche Regeln für Dich gelten, wenn Du in Deutschland arbeiten möchtest, und welche Möglichkeiten Du hast.
  • Wenn Du schon einen ausländischen Abschluss hast, kannst Du ihn anerkennen lassen.
  • Wenn Dein Beruf zu den reglementierten Beschäftigungen gehört, z.B. Arzt, Erzieher oder Architekt, dann musst Du ihn sogar anerkennen lassen. Das kannst Du hier machen.
  • Nach Jobs speziell für Ausländer kannst Du auf make-it-in-germany.com suchen. Ansonsten kannst Du auch hier nachschauen:

     - Bundesagentur für Arbeit

     - Stepstone

     - Indeed

     - Monster

     - LinkedIn

     - Xing

  • Für Deine Bewerbung brauchst Du einen Lebenslauf (CV) (Beispiel für einen Lebenslauf)  und meistens auch ein Motivationsschreiben. Ein Beispiel dafür findest Du hier.
  • In Deutschland gibt es befristete und unbefristete Arbeitsverträge. Wenn Du 2 Jahre lang einen befristeten Vertrag ohne Sachgrund gehabt hast, kannst Du im Normalfall mit einem unbefristeten Arbeits­vertrag rechnen.

2. Welche Typen von Aufenthaltstiteln gibt es?

1. Visum (befristet)

  • Für Studium und Arbeit in Deutschland wird ein nationales Visum bei einer deutschen Auslandsvertretung (Botschaft, Konsulat) beantragt.
  • Nach der Ankunft in Deutschland wird das nationale Visum meist in eine Aufenthaltserlaubnis umgewandelt.

2. Aufenthaltserlaubnis (befristet)

Die Aufenthaltserlaubnis wird von der Ausländerbehörde für folgende Zwecke erteilt:

  • Aufenthalt zum Zweck der Ausbildung (Studium)
  • Aufenthalt zum Zweck der Erwerbstätigkeit (Arbeit)
  • Aufenthalt aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen
  • Aufenthalt aus familiären Gründen

3. Blaue Karte EU (befristet)

  • Wenn Du einen Hochschul-Abschluss hast, kannst Du (unter bestimmten Voraussetzungen) zum Arbeiten in Deutschland eine Blaue Karte EU bekommen.
  • Die Blaue Karte EU hilft Hochqualifizierten aus dem Nicht-EU-Ausland, nach Deutschland zu kommen.
  • Die Blaue Karte EU hat mehrere Vorteile verglichen mit einer Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit/Beschäftigung. Du kannst damit zum Beispiel schneller ein unbefristetes Aufenthaltsrecht bekommen.

4. Niederlassungserlaubnis (unbefristet)

  • Mit der Niederlassungserlaubnis wird Dir ein unbefristeter Aufenthalt in Deutschland ermöglicht.
  • Du kannst damit außerdem bis zu 90 Tage in einem anderen EU-Mitgliedstaat leben.

5. Erlaubnis zum Daueraufenthalt (unbefristet)

Mit der Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU kannst Du auch in einem anderen Staat der EU dauerhaft leben.

3. Welche Unterlagen musst Du bei der Bewerbung vorlegen?

  • Anschreiben für Deine Bewerbung (hier kannst Du unser kostenloses Musteranschreiben für Deine Bewerbung runterladen),
  • Lebenslauf mit Bewerbungsfoto,
  • Arbeitszeugnisse und Referenzen,
  • Zeugniskopien Deiner Abschlüsse (z. B. Schulzeugnis, Diplome, Ausbildungszeugnis),
  • Zertifikate über Weiterbildungen, Qualifikationen.

4. Nützliche Links

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5. Begriffe, die wichtig für das Thema sind und die Du nachschlagen kannst

Das Gehalt ist eine festgelegte Summe, die Du jeden Monat bekommst, unabhängig von der Anzahl der Arbeitstage oder von der tatsächlich erbrachten Leistung. Das Gehalt hat jeden Monat die gleiche Höhe.

Der Lohn hängt von der geleisteten Arbeit ab. Beim Stundenlohn ist z. B. wichtig, wie viele Stunden pro Monat Du gearbeitet hast. Die Höhe des Lohns kann jeden Monat variieren.

Das Honorar – Bezahlung für einzelne Leistungen, insbesondere bei freien Berufen (Designer, Autoren, Anwälte, Ärzte, Steuerberater usw).

Die Gage – Bezahlung der Einzelleistung eines Künstlers, z. B. bei einem Musiker für ein Konzert.

 die Aufenthaltserlaubnis / der Aufenthaltstitel

der Hochschulabschluss

anerkennen

die Arbeitsplatzsuche

der reglementierte und nicht reglementierte Beruf

die Stellenausschreibung

die Stelle

die Bundesagentur für Arbeit

das Bruttogehalt

das Nettogehalt

der Arbeitgeber

der Arbeitnehmer

die Lohnabrechnung

der gesetzliche Mindestlohn

die Bewerbung

die Initiativbewerbung

sich bewerben

das Motivationsschreiben

der Lebenslauf

das Zeugnis

die Arbeitserfahrung

das Arbeitsangebot/das Jobangebot

der befristete und unbefristete Vertrag

das Sachgrund

der Urlaub

der Sonderurlaub

der Mutterschutz

das Sabbatjahr

die Kündigung

kündigen

Damit Du nichts verpasst, und auch nichts aufschreiben musst, wenn du zuhörst, haben wir die wichtigsten Begriffe und Links in den Shownotes und in unserem Finanztip-PDF gesammelt.

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29. März 2022