Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

So finden Sie die passende gesetzliche Krankenkasse

Julia Rieder Stand: 22. August 2019
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind bei allen Krankenkassen weitestgehend gleich.
  • Unterschiede gibt es jedoch beim Service, bei der Bewilligung von Leistungen und beim Zusatzbeitrag, den die Kasse verlangt.
  • Jede Krankenkasse kann außerdem Zusatzleistungen anbieten, etwa bei der Vorsorge oder alternativen Heilmethoden.
So gehen Sie vor
  • Achten Sie bei der Wahl der Krankenkasse auf Zusatzleistungen, Service und den Beitrag achten.
  • In unserem Krankenkassenvergleich im Januar 2019 bot die HEK die umfassendsten Zusatzleistungen. Die TK schnitt ebenfalls sehr gut ab und verlangt einen günstigen Beitrag.
  • Die BKK VBU war stark bei alternativen Heilmethoden und Vorsorge, ist jedoch recht teuer. Ebenfalls gute Zusatzleistungen mit einer besonderen Stärke im Bereich Familie fanden wir bei der Bahn BKK.
  • Die BKK24 punktete bei Serviceangeboten und alternativen Heilmethoden.
  • Ist Ihnen vor allem ein niedriger Beitrag wichtig, findet Sie in unserer Liste die günstigste Kasse in Ihrem Bundesland.

Das Jahr 2019 begann mit guten Nachrichten für gesetzlich Krankenversicherte. Seit Januar zahlen Arbeitnehmer und Rentner nur noch die Hälfte des Zusatzbeitrags. Die andere Hälfte übernimmt der Arbeitgeber oder die gesetzliche Rentenversicherung. Ein Großteil der Versicherten spart also, ganz ohne etwas zu tun. Doch es geht noch mehr: Wer die unterschiedlichen Zusatzleistungen und -beiträge clever für sich nutzt, kann mitunter einen dreistelligen Betrag pro Jahr sparen und sich außerdem die Kasse mit den individuell passenden Leistungen aussuchen.

Welche Leistungen bieten die gesetzlichen Krankenkassen?

Ein richtiger Fehlgriff ist bei den gesetzlichen Krankenversicherungen kaum möglich. Denn was die Kassen zahlen müssen, ist größtenteils vom Staat vorgegeben – das sind die sogenannten Regelleistungen. Die medizinische Versorgung ist daher bei allen Anbietern weitestgehend gleich und deckt sämtliche lebenswichtigen medizinischen Bereiche ab.

Nur in drei Bereichen sind die Krankenkassen freier: Beim Umfang der Zusatzleistungen wie Reiseimpfungen oder Homöopathie, darin, wie sie den Service ausgestalten, und bei der Höhe des Zusatzbeitrags. Für den Service haben beispielsweise einige Kassen ein ausgedehntes Netz an Geschäftsstellen, während andere eher auf digitale Erreichbarkeit per E-Mail, Chat oder Video setzen. Auch die Qualität des Services kann variieren: Bekommen Versicherte beispielsweise kompetente Auskünfte oder müssen sie lange kämpfen, bevor Leistungen wie Kuren oder Hilfsmittel bewilligt werden? Wie eine Kasse mit ihren Kunden umgeht, zeigt sich oft erst im Einzelfall und lässt sich schwer flächendeckend vergleichen.

Bei der Wahl einer Krankenkasse sollten Sie auf passende Zusatzleistungen und den richtigen Umfang an Service achten – möglichst zu einem guten Preis. Seien Sie sich jedoch bewusst, dass das Angebot nicht in Stein gemeißelt ist. Die Kasse kann jederzeit Leistungen streichen. Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie dann nicht. Dieses gilt nur, falls die Krankenkassen den Zusatzbeitrag erhöhen.

Auf diese Leistungen sollten Sie achten

Service - Wie gut der Service einer Krankenversicherung wirklich ist, beweist sich meist erst im Krankheitsfall. Doch es gibt ein paar harte Fakten, die wenigstens auf den Umfang des Serviceangebots schließen lassen. So gibt es Kassen mit ausgedehntem Filialnetz, andere bieten Online-Beratung per Chat an. Wieder andere bieten medizinische Telefonberatung rund um die Uhr und Unterstützung bei der Organisation einer ärztlichen Zweitmeinung oder Hilfe bei der Vermittlung von Facharztterminen.

Vorsorge - Einige Vorsorgeuntersuchungen wie das Hautkrebsscreening werden eigentlich erst ab einem gewissen Alter bezahlt; einige Kassen erstatten sie jedoch schon früher. Außerdem zahlen viele Versicherungen ganz oder teilweise die für bestimmte Länder notwendigen Reiseimpfungen.

Eine kostenlose Auslandsreisekrankenversicherung dürfen die Kassen dagegen nicht mehr anbieten. Diese sollten Sie in jedem Fall separat abschließen.

Auch Kurse für Sport oder Stressabbau gehören zum Programm vieler Kassen. Zudem übernehmen einige Anbieter ganz oder teilweise die professionelle Zahnreinigung, die ansonsten zwischen 70 und 120 Euro kostet.

Familienleistungen - Für Schwangere und Familien haben viele Kassen Zusatzleistungen. Diese reichen von Zuschüssen für teure künstliche Befruchtungen über Hebammenrufbereitschaft bis zu zusätzlichen Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche.

Alternative Medizin - Dass eine Kasse homöopathische Behandlungen unterstützt, ist fast schon die Regel. Meist muss die Therapie aber durch einen zugelassenen Arzt erfolgen. Andere Naturheilverfahren werden eher selten gefördert. Für osteopathische Behandlungen übernehmen einige Kassen immerhin einen Teil der Kosten. Wie viel sie erstatten, variiert jedoch deutlich.

Wahltarife - Die meisten Kassen bieten Wahltarife an, in denen Versicherte entweder Beitragsrückerstattungen oder spezielle Leistungen erhalten können. Diese Tarife haben meist eine Mindestlaufzeit von einem bis drei Jahren. Abgesehen vom Krankengeld gilt aber auch bei diesen Tarifen ein Sonderkündigungsrecht, falls die Beiträge steigen.

Bonusprogramme - Die meisten Kassen zahlen ihren Mitgliedern einen Bonus, wenn diese bestimmte Anforderungen erfüllen. Das können ganz unterschiedliche sein: Viele Versicherungen belohnen Nichtraucher und regelmäßige Schutzimpfungen, andere setzen ihren Schwerpunkt auf Sport.

Die Spanne der Boni bewegt sich von 10 Euro pro Anforderung bis hin zu mehreren Hundert Euro für eine ganze Reihe von Maßnahmen. Manche Krankenkassen loben den Bonus auch in Form von Sachprämien oder Zuschüssen zu medizinischen Leistungen aus. Meist gibt es ein Bonusheft, in das der Arzt entsprechende Bestätigungen eintragen muss und das Sie dann an Ihre Kasse schicken.

Außerdem erstatten viele Kassen bei bestimmten Erkrankungen oder für bestimmte Gruppen zusätzliche Leistungen. Dazu zählt beispielsweise die Übernahme von Kosten für spezielle Blutzuckermesssysteme oder Anzüge für Kinder mit Neurodermitis, die das Kratzen verhindern sollen. Falls Ihnen ganz bestimmte Leistungen wichtig sind, sollten Sie gezielt bei den Krankenkassen danach fragen und sich vor einem Wechsel schriftlich bestätigen lassen, dass der Anbieter die Kosten übernimmt.

Wie viel lässt sich sparen?

Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegt bei 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Dazu kommt je nach Krankenkasse ein Zusatzbeitrag zwischen 0,3 und 2,5 Prozent des Einkommens. Die Höhe der Zusatzbeiträge aller Kassen finden Sie in einer Liste des GKV-Spitzenverbands.

Arbeitnehmer und Rentner zahlen seit Januar 2019 jeweils nur noch die Hälfte des Zusatzbeitrags. Die andere Hälfte übernimmt der Arbeitgeber beziehungsweise die gesetzliche Rentenversicherung. Dadurch zahlen viele weniger für die Krankenversicherung.

Allerdings sinkt damit auch das Sparpotenzial durch einen Krankenkassenwechsel, denn Angestellte und Arbeitgeber teilen sich die Beitragsersparnis. Das sollten Sie beachten, falls Sie aus reinen Preiserwägungen die Kasse wechseln möchten.

Verlangt Ihre Kasse mehr als den durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent (Stand 2019), können Sie durch einen Wechsel dennoch sparen. Ab einem Einkommen von 4.537,50 Euro brutto im Monat (Beitragsbemessungsgrenze) sparen Angestellte bis zu 139 Euro pro Jahr im Vergleich zum Durchschnittsbeitrag, wenn sie zur günstigsten bundesweiten Kasse wechseln. Bei 2.000 Euro Monatsbrutto sind es hingegen nur 61 Euro.

Achtung: Die tatsächliche Ersparnis fällt noch etwas geringer aus. Denn wer Krankenkassenbeiträge spart, muss mehr Steuern zahlen.

Der gesamte Arbeitnehmeranteil mit Zusatzbeitrag wird bei Angestellten direkt vom Bruttogehalt abgezogen. Bezieher von Arbeitslosengeld I und II müssen keinen Zusatzbeitrag zahlen. Bei Rentnern, deren Beitrag die gesetzliche Rentenversicherung zahlt, gilt der neue Zusatzbeitrag erst ab März. Sie erhalten dadurch mitunter erst später die Mitteilung über eine neue Beitragshöhe.

Welche Krankenkassen empfiehlt Finanztip?

Wer mit den Leistungen oder dem Preis seiner bisherigen gesetzlichen Krankenversicherung unzufrieden ist, sollte sich nach einem neuen Anbieter umschauen und die Leistungen von Krankenkassen vergleichen. Grundsätzlich kann jeder Versicherte seine Krankenkasse nach mindestens 18 Monaten Mitgliedschaft wechseln. Gesetzliche Krankenversicherungen dürfen niemanden ablehnen. Erhöht eine Kasse den Zusatzbeitrag, gilt ein Sonderkündigungsrecht.

Bei den Kassen entspricht der Preis nicht unbedingt der Leistung. Auch günstige Kassen können interessante Zusatzleistungen anbieten. Überlegen Sie sich daher vor einem Wechsel, welche Zusatzleistungen Ihnen wichtig sind und vergleichen Sie die Angebote. Wir empfehlen bundesweite Kassen, die sich durch ein breites Angebot an Zusatzleistungen auszeichnen.

Regional kann es unter den BKKs, IKKs und AOKs Krankenkassen geben, die durchaus mit unseren Empfehlungen mithalten können. Bei Interesse sollten Sie die Leistungen dieser Kassen mit unseren Empfehlungen vergleichen. Wer dagegen vor allem sparen will, kann in unserer Liste nach der günstigsten Kasse in seinem Bundesland suchen.

Wir haben in unserem Krankenkassenvergleich im Januar 2019 die Zusatzleistungen verschiedener Kassen untersucht und ihre Angebote in den Bereichen Service, Familienleistungen, Vorsorge und alternative Heilmethoden bewertet. Am besten abgeschnitten haben HEK, TK, BKK VBU, Bahn-BKK und BKK24. Wie wir vorgegangen sind, erfahren Sie am Ende dieses Artikels.

Umfassende Leistungen 

Wie auch in den vergangenen Jahren erreichte die HEK (Hanseatische Krankenkasse) in unserer Untersuchung im Januar 2019 die beste Wertung - wenn auch knapp. Die HEK hat im Vergleich zum Vorjahr die Erstattung in einigen Bereichen gekürzt, bot in unserem Test jedoch noch immer den größten Leistungsumfang und zeigte in keinem Bereich besondere Schwächen. Mit einem Gesamtbeitrag von 15,6 Prozent liegt sie leicht über dem durchschnittlichen Beitrag von 2019. Einzelheiten zum Leistungsangebot lesen Sie in unserem Artikel zur Hanseatischen Krankenkasse.

HEK
Krankenkasse mit breiten Zusatzleistungen
  • erreichte 74 % in unserem Leistungsvergleich
  • starke Zusatzleistungen in allen Bereichen
  • 15,6 % Beitragssatz

Gutes Serviceangebot und günstiger Beitrag

Die Techniker Krankenkasse (TK), die größte deutsche Krankenkasse, belegte in unserem Leistungsvergleich den zweiten Platz. Sie verlangt einen Gesamtbeitrag von 15,3 Prozent und ist damit die günstigste unserer Empfehlungen. Besonders stark schnitt die TK beim Serviceangebot ab, sowohl was das Filialnetz angeht, als auch beim Beratungsangebot über andere Kanäle. Bei den Familienleistungen gehörte sie hingegen nicht zum Spitzenfeld unserer Untersuchung. Eine detaillierte Übersicht über die Zusatzleistungen finden Sie in unserem Artikel zur Techniker Krankenkasse.

TK
Krankenkasse mit breiten Zusatzleistungen
  • erreichte 74 % in unserem Leistungsvergleich
  • viele gute Zusatzleistungen
  • günstiger Beitragssatz von 15,3 %
  • schwächer bei zusätzlichen Familienleistungen
Nur beim Anbieter abschließbar

Alternative Medizin und Vorsorge

Auch die BKK VBU zeigte in unserem Vergleich ein gutes Leistungspaket. Sie ist mit einem Beitrag von 15,9 Prozent die teuerste unserer Empfehlungen und besonders interessant für Menschen, die Wert auf alternative Heilmethoden und Vorsorge legen. Beim Serviceangebot konnte sie hingegen weniger punkten. Die Zusatzleistungen im Einzelnen sind in unserem Artikel zur BKK Verkehrsbau-Union dargestellt.

BKK VBU
Krankenkasse mit breiten Zusatzleistungen
  • erreichte 72 % in unserem Leistungsvergleich
  • starke Zusatzleistungen bei alternativer Medizin und Vorsorge
  • eher hoher Beitragssatz von 15,9 %
  • schwächer beim Serviceangebot

Umfassende Zusatzleistungen für Familien

Die Bahn-BKK schnitt von allen verglichenen Kassen im Bereich Familie am besten ab und bot umfangreiche Leistungen zu alternativer Medizin. Mit einem Gesamtbeitrag von 15,8 Prozent liegt sie deutlich über dem Durchschnitt. Bei den zusätzlichen Vorsorgeleistungen wie professionelle Zahnreinigung oder sportmedizinische Untersuchungen waren andere Kassen stärker. Alle untersuchten Zusatzleistungen im Detail finden Sie in unserem Artikel zur Bahn-BKK.

Bahn-BKK
Krankenkasse mit breiten Zusatzleistungen
  • erreichte 72 % in unserem Leistungsvergleich
  • starke Zusatzleistungen für Familien und alternative Medizin
  • 15,8 % Beitragssatz
  • schwächer bei zusätzlicher Vorsorge
Nur beim Anbieter abschließbar

Service und alternative Heilmethoden

Die BKK24 gehörte in unserem Krankenkassenvergleich zu den Spitzenreitern bei den Erstattungen für alternative Medizin. Sie punktete auch beim Serviceangebot. In den Bereichen Familie und Vorsorge schnitten hingegen andere Kassen besser ab. Die BKK24 verlangt einen Gesamtbeitrag von 15,6 Prozent. Einen Überblick über alle untersuchten Zusatzleistungen bekommen Sie im Artikel zur BKK24.

BKK24
Krankenkasse mit breiten Zusatzleistungen
  • erreichte 72 % in unserem Leistungsvergleich
  • starke Zusatzleistungen bei alternativen Heilmethoden und Service
  • 15,6 % Beitragssatz
  • schwächer bei Familienleistungen und zusätzlicher Vorsorge

Die günstigste Kasse je Bundesland

Sparfüchse, denen es nur auf den Beitrag ankommt, können auch zur günstigsten regionalen Kasse wechseln. Versicherte dürfen in jede Kasse eintreten, die in dem Bundesland geöffnet ist, in dem sie entweder wohnen oder arbeiten.

Preislich besonders attraktiv ist die AOK Sachsen-Anhalt mit 14,9 Prozent Beitrag. Ebenfalls günstig ist die BKK Euregio, die von Mitgliedern in Hamburg und Nordrhein-Westfalen 14,95 Prozent Beitrag verlangt. In allen anderen Bundesländern ist die HKK mit 14,99 Prozent Gesamtbeitrag die günstigste Kasse.

Die günstigsten Krankenkassen 2019 nach Bundesland

BundeslandKasseGesamtbeitrag 2019
Baden-WürttembergHKK14,99 %
BayernHKK14,99 %
BerlinHKK14,99 %
BrandenburgHKK14,99 %
BremenHKK14,99 %
HamburgBKK Euregio14,95 %
HessenHKK14,99 %
Mecklenburg-VorpommernHKK14,99 %
NiedersachsenHKK14,99 %
Nordrhein-WestfalenBKK Euregio14,95 %
Rheinland-PfalzHKK14,99 %
 BKK Pfaff15 %
SaarlandHKK14,99 %
SachsenHKK14,99 %
Sachsen-AnhaltAOK Sachsen-Anhalt14,9 %
Schleswig-HolsteinHKK14,99 %
ThüringenHKK14,99 %

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 7. Januar 2019)

Wie wechseln Sie Ihre Krankenkasse?

Eine gesetzliche Krankenkasse darf niemanden ablehnen. Sie können also auch im Alter oder wenn Sie krank sind, die Kasse wechseln. In solchen Fällen gilt aber zu beachten: Für sogenannte Hilfsmittel wie Krücken oder Windelhosen hat jede Krankenkasse einen eigenen Vertrag mit den Herstellern ausgehandelt. Sollten Sie die Kasse wechseln, kann es daher sein, dass Sie Ihre gewohnten Hilfsmittel nicht mehr beziehen können, sondern die eines anderen Herstellers nehmen müssen.

Ansonsten ist der Wechsel in eine andere Krankenkasse einfach: Die Kündigungsfrist zwei Monate zum Monatsende. An Ihre Entscheidung für eine Kasse sind Sie in der Regel 18 Monate lang gebunden, danach können Sie erneut kündigen. Erhöht Ihre Kasse den Zusatzbeitrag, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Ein Musterschreiben für die Kündigung finden Sie im Ratgeber Krankenkasse kündigen. Dort lesen Sie auch, was Sie bei einem Wechsel des Arbeitgebers in Bezug auf die Krankenkasse beachten sollten.

So haben wir getestet

Vergleich gesetzliche Krankenkassen 2019

Im Januar 2019 haben wir Krankenkassen untersucht, die bundesweit zugänglich sind. Für die Vorauswahl nutzten wir die Leistungsübersicht der Krankenkassen, die die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 7/2018) zusammengestellt hat. Es kamen nur Krankenkassen in die engere Auswahl, die mindestens zwölf der Kriterien von Finanztest voll erfüllten. Damit gehören alle Kassen in unserer Grundauswahl zu den sehr leistungsstarken, bundesweit geöffneten Krankenkassen.

Anhand von 22 Merkmalen haben wir die Zusatzleistungen der Krankenkassen untersucht. Die Merkmale fallen in die Bereiche Service, Familie, Vorsorge und alternative Medizin. Wir empfehlen die Kassen mit den besten Leistungen.

Das Vergleichsergebnis der stärksten Krankenkassen

KrankenkasseGesamtwertungGesamtbeitrag
HEK74 %15,6 %
TK74 %15,3 %
BKK VBU72 %15,9 %
Bahn-BKK72 %15,8 %
BKK2472 %15,7 %
Viactiv70 %15,8 % ab 1. April 2019
Energie-BKK66 %15,7 %
HKK64 %14,99 %
BKK Verbundplus63 %15,1 %
Pronova BKK61 %15,8 %
Big direkt gesund59 %15,6 %
BKK Firmus58 %15,04 %
Novitas BKK47 %15,94 %

Werte gerundet
Quelle: Finanztip-Auswertung (Stand: 4. Februar 2019)

Die Mhplus Betriebskrankenkasse und die IKK gesund plus wollten nicht an unserem Vergleich teilnehmen. Weitere Details zu unserem Vorgehen finden Sie im Artikel Test gesetzlicher Krankenkassen.

Nach Abschluss unserer Untersuchung haben wir die Information erhalten, dass die HEK ab dem 1. April 2019 nur noch im Rahmen des Bonusprogramms einen Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung zahlt. Wir haben unsere Wertung in diesem Punkt sowie das Gesamtergebnis entsprechend angepasst.

Empfehlungen aus dem Ratgeber

Autor
Julia Rieder

Stand: 22. August 2019


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