Krankenkassenvergleich

So findest Du die passende Krankenkasse

Julia Rieder 19. Januar 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind weitestgehend gleich.
  • Unterschiede gibt es beim Service, den Zusatzleistungen und beim Beitrag. Auch im Umgang mit ihren Kunden unterscheiden sich die Kassen. Etwa dann, wenn sie unkompliziert Leistungen bewilligen. Oder eben nicht.
  • 2021 haben viele Krankenkassen ihren Beitrag erhöht. Bist Du betroffen, kannst Du noch bis Ende Januar sonderkündigen.
So gehst Du vor
  • Entscheide Dich für die Krankenkasse, die Dir mit Blick auf Service, freiwillige Zusatzleistungen und Beitrag am meisten zusagt.
  • In unserem Krankenkassenvergleich im Januar 2021 haben wir 30 Leistungen untersucht. Insgesamt am besten abgeschnitten haben IKK Classic, HEK, SBK und BKK24. 
  • Ist Dir ein einzelner Bereich wie Service oder Vorsorge besonders wichtig? Dann kannst Du mit unserer sortierbaren Tabelle herausfinden, welche Kasse darin punkten konnte. Die Tabelle zeigt auch, welchen Beitrag die Kassen 2021 verlangen.
  • Die günstigste Kasse in Deinem Bundesland findest Du in unserer Liste.

Für Millionen von Versicherten wird die Krankenkasse 2021 teurer. Viele große Kassen, darunter die TK, Barmer und einige AOKs, haben zum Jahreswechsel deutlich die Beiträge erhöht. Das musst Du aber nicht hinnehmen. Falls Du mit dem Service, den freiwilligen Zusatzleistungen oder der Höhe des Beitrags Deiner Kasse unzufrieden bist, kannst Du wechseln. Wer dabei clever vorgeht, kann mitunter einen dreistelligen Betrag pro Jahr sparen und sich außerdem die Kasse mit den individuell passenden Leistungen aussuchen.

Wann lohnt sich ein Kassenwechsel?

Wenn Du unzufrieden bist mit Deiner bisherigen gesetzlichen Krankenkasse, solltest Du Dich nach einem neuen Anbieter umschauen – etwa mithilfe unseres Kassenvergleichs. Grundsätzlich kann jeder Versicherte seine Krankenkasse wechseln. Gesetzliche Krankenversicherungen dürfen niemanden ablehnen. Erhöht Deine Kasse den Zusatzbeitrag, hast Du zudem ein Sonderkündigungsrecht.

Grundsätzlich gibt es drei Gründe, die Kasse zu wechseln:

Du findest Deine bisherige Kasse zu teuer

Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegt bei 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Dazu kommt je nach Krankenkasse ein Zusatzbeitrag. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt 2021 bei 1,3 Prozent. Einige Kassen verlangen mehr, andere hingegen sind deutlich günstiger. Die Höhe der Zusatzbeiträge aller Kassen findest Du in einer Liste des GKV-Spitzenverbands.

Seit 2019 zahlen Arbeitnehmer und Rentner nur noch die Hälfte des Zusatzbeitrags. Die andere Hälfte übernimmt der Arbeitgeber beziehungsweise die gesetzliche Rentenversicherung. Dadurch lohnt es sich nicht unbedingt, die Kasse nur des Geldes wegen zu wechseln.

Ein Beispiel: Du bist angestellt, verdienst 2.000 Euro brutto im Monat und wechselst von einer Kasse mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag (1,3 Prozent im Jahr 2021) zur günstigsten bundesweiten Kasse. Dann zahlst Du rund 109 Euro weniger im Jahr. Angestellte mit einem Monatsbrutto von 4.837,50 Euro (Beitragsbemessungsgrenze für 2021) oder mehr zahlen jährlich knapp 264 Euro weniger. Die tatsächliche Ersparnis fällt allerdings geringer aus. Denn wer Krankenkassenbeiträge spart, muss mehr Steuern zahlen.

Wenn Dir der Beitrag besonders wichtig ist, kannst Du Dir mit unserer Liste der günstigsten Kassen je Bundesland einen neuen Versicherer suchen.

Du möchtest Zusatzleistungen, die zu Dir passen

Finanziell mehr rausholen kannst Du auch, indem Du Dir eine Krankenkasse mit Zusatzleistungen aussuchst, die für Dich interessant sind. Impfungen für eine Fernreise in die Tropen können schnell einige Hundert Euro kosten. Zahlt die Kasse dann auch noch die Zahnreinigung, die Du jedes Jahr in Anspruch nimmst und gibt 100 Euro zu dem Sportkurs dazu, den Du ohnehin bald machen wolltest, kann sich das richtig lohnen. Das gilt natürlich nur, wenn Du die Zusatzleistungen auch wirklich nutzt.

Allerdings ist das Angebot nicht in Stein gemeißelt. Eine Kasse kann Zusatzleistungen jederzeit streichen. Ein Sonderkündigungsrecht gibt es dann nicht. Ein solches hast Du nur, wenn die Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht.

Du bist unzufrieden mit Service und Leistungsbereitschaft Deiner Kasse

Wie gut eine Krankenkasse tatsächlich ist, zeigt sich oft erst im Ernstfall. Bekommst Du kompetente Auskünfte von der Kasse? Musst Du lange kämpfen, bevor Dir die Versicherung eine Kur oder einen passenden Rollstuhl bewilligt? Viele Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind zwar gesetzlich festgelegt, die Kasse muss sie aber erst genehmigen. Wie schnell eine Kasse den Antrag auf eine Reha oder eine Psychotherapie bearbeitet und wie häufig sie solche Leistungen überhaupt bewilligt, kann sich je nach Anbieter deutlich unterscheiden.

Die Unabhängige Patientenberatung hat in den vergangenen Jahren mehrfach bemängelt, Kassen würden nicht immer ausreichend begründen, warum sie Leistungsanträge ablehnen und irreführende Schreiben zu Widersprüchen von Versicherten verschicken. 

Leider lässt sich nur schwer vergleichen, wie Kassen mit ihren Kunden umgehen. Zwar sammeln verschiedene Behörden und Ministerien Zahlen zu Beschwerden und Widersprüchen. Diese werden jedoch nicht für einzelne Kassen veröffentlicht. Aus diesem Grund haben wir die Krankenkassen für unseren Vergleich nicht nur nach Service und Zusatzleistungen gefragt, sondern ihnen auch 26 Fragen zu Leistungsverhalten und Transparenz gestellt, etwa zu Widerspruchszahlen, Sozialgerichtsverfahren gegen Versicherte und der Bewilligung von Leistungsanträgen. Außerdem haben wir überprüft, ob sie solche Informationen auf ihrer Website öffentlich zugänglich machen und Versicherte dort über deren Widerspruchsrecht informieren.

Das ernüchternde Ergebnis: Von 14 teilnehmenden Krankenkassen haben nur sieben unsere Fragen zu diesem Themenkomplex ausführlich beantwortet. Fünf Kassen wollten überhaupt nicht an unserem Vergleich teilnehmen – deutlich mehr als in den Vorjahren.

Unser Tipp: Erkundige Dich im Kollegen- und Bekanntenkreis, bevor Du Dich für eine Krankenkasse entscheidest. Vielleicht kannst Du von den Erfahrungen anderer profitieren. Und wenn die Kasse eine Leistung ablehnt, lass Dich nicht entmutigen. Wie Du wirksam gegen Deine Krankenkasse vorgehst, erklären wir in unserem Blog.

Welche Leistungen bieten die gesetzlichen Krankenkassen?

Der Umfang der medizinischen Versorgung ist bei den Krankenkassen gesetzlich vorgegeben und daher bei allen Anbietern weitestgehend gleich. Die Versicherung deckt sämtliche lebenswichtigen medizinischen Bereiche ab.

Nur in drei Bereichen sind die gesetzlichen Krankenversicherungen freier: Wie sie ihren Service ausgestalten, beim Umfang der Zusatzleistungen wie Reiseimpfungen oder Homöopathie und bei der Höhe des Zusatzbeitrags.

Diese Bereiche haben wir für unseren Test untersucht 

Für unseren Krankenkassenvergleich haben wir die freiwilligen Leistungen in folgenden Bereichen verglichen:

Service - Wie gut der Service einer Krankenversicherung wirklich ist, zeigt sich meist erst im Krankheitsfall. Doch es gibt ein paar harte Fakten, die wenigstens auf den Umfang des Serviceangebots schließen lassen. So gibt es Kassen mit ausgedehntem Filialnetz, andere setzen auf Digitalisierung und ermöglichen es Kunden, Dokumente über eine App einzureichen oder abzurufen. Weitere freiwillige Services der Kassen sind zum Beispiel eine medizinische Telefonberatung rund um die Uhr oder Hilfe bei der Vermittlung von Facharztterminen.

Vorsorge - Viele Vorsorgeuntersuchungen wie das Hautkrebs-Screening werden eigentlich erst ab einem gewissen Alter bezahlt. Einige Kassen erstatten sie jedoch schon früher. Außerdem zahlen viele gesetzliche Krankenversicherungen ganz oder teilweise die für bestimmte Länder notwendigen Reiseimpfungen. Auch Kurse für Sport oder Stressabbau gehören zum Programm vieler Kassen, ebenso wie ein Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung.

Familie - Für Schwangere und Familien haben viele Kassen Zusatzleistungen. Diese reichen von Zuschüssen für die teure künstliche Befruchtung über Hebammenrufbereitschaft bis zu zusätzlichen Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche.

Alternative Medizin - Dass eine Kasse homöopathische Behandlungen unterstützt, ist fast schon die Regel. Meist müssen die aber durch einen zugelassenen Arzt erfolgen. Andere Naturheilverfahren werden eher selten gefördert. Für osteopathische Behandlungen übernehmen einige Kassen einen Teil der Kosten. Wie viel sie erstatten, variiert jedoch deutlich.

Transparenz - Krankenkassen unterscheiden sich deutlich darin, wie häufig und problemlos sie Leistungen wie Kuren oder Rollatoren bewilligen oder wie schnell sie Anträge bearbeiten. Das zeigen Studien, etwa die des IGES Instituts. Öffentliche Statistiken dazu, welche Kasse wie gut abschneidet, gibt es jedoch nicht. Wir haben uns deshalb angeschaut, ob Kassen solche Informationen veröffentlichen und wie umfassend sie Versicherte auf ihrer Website über deren Widerspruchsrecht bei abgelehnten Leistungen informieren. 

In diesen Punkten unterscheiden sich Krankenkassen außerdem

Neben den Aspekten, die wir für unseren Krankenkassenvergleich betrachten, gibt es weitere Bereiche, in denen sich Krankenkassen unterscheiden.

Wahltarife - Die meisten Kassen bieten Wahltarife an, in denen Versicherte entweder Beitragsrückerstattungen oder spezielle Leistungen erhalten können. Diese Tarife haben meist eine Mindestlaufzeit von einem bis drei Jahren. Abgesehen vom Krankengeld gilt aber auch bei diesen Tarifen ein Sonderkündigungsrecht, falls die Beiträge steigen.

Bonusprogramme - Von vielen Kassen bekommen Mitglieder einen Bonus, wenn sie bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Voraussetzungen können ganz unterschiedlich sein: Oft belohnen Versicherungen Nichtraucher und regelmäßige Schutzimpfungen, andere setzen ihren Schwerpunkt auf Sport.

Die Spanne der Boni bewegt sich von 10 Euro pro Anforderung bis hin zu mehreren Hundert Euro für eine ganze Reihe von Maßnahmen. Manche Krankenkassen loben den Bonus auch in Form von Sachprämien oder Zuschüssen zu medizinischen Leistungen aus. Meist gibt es ein Bonusheft, in das der Arzt entsprechende Bestätigungen eintragen muss. Das schickst Du dann an die Kasse.

Hilfsmittel - Viele Kassen erstatten bei bestimmten Erkrankungen oder für bestimmte Gruppen zusätzliche Leistungen. Dazu zählen beispielsweise die Übernahme von Kosten für spezielle Blutzuckermesssysteme oder Anzüge für Kinder mit Neurodermitis, die das Kratzen verhindern sollen.

Falls Dir ganz bestimmte Leistungen wichtig sind, solltest Du gezielt bei den Krankenkassen danach fragen und Dir vor einem Wechsel schriftlich bestätigen lassen, dass die Kasse die Kosten übernimmt.

Du suchst eine leistungsstarke Krankenkasse?

So lief unser Krankenkassenvergleich 2021 ab
14 Krankenkassen

Wir haben 14 leistungsstarke, bundesweit zugängliche Kassen untersucht.

30 Kriterien

Verglichen haben wir Serviceangebot, Zusatzleistungen und Transparenz.

4 Empfehlungen

IKK Classic, HEK, SBK und BKK24 schnitten am besten ab.

Diese Kassen lagen im Finanztip-Vergleich vorn

Finanztip hat im Januar 2021 die Leistungen von 14 leistungsstarken Krankenkassen verglichen. Wir haben bundesweit geöffnete Kassen untersucht, die sich durch ein breites Angebot an Zusatzleistungen auszeichnen. Wie wir beim Vergleich genau vorgegangen sind, erfährst Du am Ende dieses Artikels.

Neben den bundesweiten Krankenkassen gibt es auch Anbieter, die nur regional begrenzt aktiv sind. Als gesetzlich Versicherter darfst Du in jede Kasse eintreten, die in dem Bundesland geöffnet ist, in dem Du entweder wohnst oder arbeitest. In Deiner Region kann es daher unter den BKKs, IKKs und AOKs Krankenkassen geben, die mit unseren Empfehlungen mithalten können. Bei Interesse solltest Du die Leistungen dieser Kassen mit unseren Empfehlungen vergleichen.

Willst Du dagegen vor allem sparen, dann kannst Du in unserer Liste nach der günstigsten Kasse in Deinem Bundesland suchen.

Für unseren Krankenkassenvergleich 2021 haben wir das Angebot verschiedener Kassen anhand von 30 Merkmalen aus den Bereichen Service, Familienleistungen, Vorsorge, alternative Heilmethoden und Transparenz bewertet. Wir empfehlen IKK ClassicHEK, SBK und BKK24. Diese vier Kassen boten über alle Kategorien hinweg ein umfassendes Leistungsspektrum. 

Die Viactiv erzielte ebenfalls eine starke Gesamtwertung, allerdings verlangt sie anders als die vier empfohlenen Kassen einen überdurchschnittlich hohen Beitrag (16,2 Prozent) und gehörte in keinem Teilbereich außer Transparenz zu den stärksten Kassen in unserer Untersuchung. Deshalb gehört die Viactiv nicht zu unseren Empfehlungen.

Ist Dir ein einzelner Bereich wie Service oder Vorsorge besonders wichtig, kannst Du mit unserer sortierbaren Tabelle herausfinden, welche Kassen darin besonders gut waren.

Diese Kassen haben am besten abgeschnitten

In unserem Vergleich erzielte die IKK Classic wie bereits im Vorjahr das beste Gesamtergebnis. Sie bot über alle von uns untersuchten Bereiche hinweg ein breites Leistungsspektrum und beantwortete alle unsere Fragen zu Widerspruchszahlen und Leistungsablehnungen. Ihr Beitrag entspricht mit 15,9 Prozent dem Durchschnitt für das Jahr 2021. Einzelheiten zum Leistungsangebot findest Du in unserem Artikel zur IKK Classic.

IKK Classic
Bestes Ergebnis im Krankenkassenvergleich
  • erreichte 78 % in unserem Leistungsvergleich
  • starke Zusatzleistungen besonders bei Schwangerschaft, für Kinder und Sport
  • 15,9 % Beitragssatz
  • weniger stark bei zusätzlicher Krebsfrüherkennung

Die Hanseatische Krankenkasse, kurz HEK, landete in unserem Vergleich auf dem zweiten Platz. Sie zeigte in unserer Untersuchung ein umfassendes Leistungsangebot, mit einer Stärke im Bereich Vorsorge. Daten zu unseren Fragen rund um Widersprüche, Sozialgerichtsverfahren und Leistungsablehnungen wollte uns die HEK hingegen nicht zur Verfügung stellen. Ihr Beitragssatz liegt bei 15,9 Prozent. Details zum Leistungsangebot findest Du in unserem Artikel zur Hanseatischen Krankenkasse.

HEK
Zweiter Platz im Krankenkassenvergleich
  • erreichte 73 % in unserem Leistungsvergleich
  • starke Zusatzleistungen besonders bei Krebsfrüherkennung, Impfungen und für Kinder
  • 15,9 % Beitragssatz
  • weniger stark bei Schwangerschaftsvorsorge
  • veröffentlicht keine Zahlen zu Widersprüchen oder Leistungsablehnungen

Die Siemens-Betriebskrankenkasse, kurz SBK, gehört in diesem Jahr erstmals zu unseren Empfehlungen. Sie schnitt besonders in den Bereichen Service und Transparenz sehr gut ab. Bei den Leistungen rund um Schwangerschaft und Kinder waren hingegen andere Kassen stärker. Die SBK verlangt einen Gesamtbeitrag von 15,9 Prozent. Einen Überblick über die untersuchten Zusatzleistungen bietet unser Artikel zur SBK.

SBK
Stark bei Service und Transparenz
  • erreichte 71 % in unserem Leistungsvergleich
  • sehr gute Ergebnisse im Bereich Service und Transparenz
  • 15,9 % Beitragssatz
  • weniger stark bei Zusatzleistungen für Schwangere und Kinder sowie alternativer Medizin

Die BKK24 ist mit 15,6 Prozent Beitrag die günstigste Kasse unter unseren Empfehlungen. Sie ist außerdem interessant für Menschen, die Wert auf alternative Heilmethoden legen. In diesem Bereich gehörte die BKK24 zu den Spitzenreitern. Unsere Fragen zu Leistungsablehnungen, Widersprüchen und Gerichtsprozessen gegen Versicherte beantwortete die BKK24 umfangreich. Mehr zu den Zusatzleistungen dieser Kasse liest Du im Detailartikel zur BKK24.

BKK24
Günstige Kasse mit Stärken bei Alternativmedizin
  • erreichte 70 % in unserem Leistungsvergleich
  • starke Zusatzleistungen bei alternativen Heilmethoden und Sport
  • 15,6 % Beitragssatz
  • weniger stark bei zusätzlicher Krebsfrüherkennung
Nur beim Anbieter abschließbar

Welche Krankenkasse passt am besten zu Dir?

Mit IKK Classic, HEK, SBK und BKK24 empfehlen wir Krankenkassen mit einem breiten Leistungsspektrum über alle 30 Kriterien unseres Tests hinweg. In einzelnen Bereichen haben aber andere Kassen ähnlich gut oder sogar besser abgeschnitten.

Die Details unseres Vergleichs zeigt die untenstehende Tabelle. Die Krankenkassen haben wir absteigend nach der Gesamtwertung sortiert. Sind Dir bestimmte Themen wie Vorsorge oder alternative Heilmethoden besonders wichtig, kannst Du die Sortierfunktion der Tabelle nutzen, um die Kassen ganz oben zu sehen, die in einem bestimmten Bereich am besten abgeschnitten haben. Wenn Du beispielsweise im Tabellenkopf zweimal auf das Dreiecksymbol neben „Familie“ klickst, erscheint die Kasse mit der besten Wertung in dieser Kategorie ganz oben. Möchtest Du hingegen die günstigste Kasse in unserem Vergleich ganz oben sehen, klickst Du zweimal auf das Symbol neben „Beitrag“.

Ergebnisse des Krankenkassenvergleichs 2021 in Prozent

Kasse GesamtBeitragServiceFamilieVorsorge

Alternative

Medizin

Transparenz
IKK Classic7815,907485748675
HEK7315,9081678275 25
Viactiv7216,207972636491
SBK7115,9097356657100
BKK247015,6074676710050
BKK VBU6815,9041907210050
Energie BKK6716,065780678250
Pronova BKK6716,107763685750
HKK6514,99705081930
BKK Firmus6215,04596781570
TK6115,8010037488225
Barmer5516,10975844290
Big Direkt5515,90 675362570
Salus BKK5316,05694269290

Werte gerundet
Quelle: Finanztip-Erhebung (Stand: 21. Januar 2021)

Die günstigste Kasse je Bundesland

Sparfüchse, denen es nur auf den Beitrag ankommt, können auch zur günstigsten regionalen Kasse wechseln. Versicherte dürfen in jede Kasse eintreten, die in dem Bundesland geöffnet ist, in dem sie entweder wohnen oder arbeiten.

Die HKK bleibt zum Jahresbeginn 2021 die günstigste bundesweit geöffnete Kasse. Ihre Mitglieder zahlen 14,99 Prozent vom Brutto. Günstiger weg kommst Du nur in Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Dort verlangt die regionale BKK Euregio 14,95 Prozent Beitrag. Ähnlich niedrig ist der Beitrag bei der BKK Pfaff aus Rheinland-Pfalz.

Die günstigsten Krankenkassen 2021 nach Bundesland

BundeslandKasseBeitrag 2021
Baden-WürttembergHKK14,99 %
BayernHKK14,99 %
BerlinHKK14,99 %
BrandenburgHKK14,99 %
BremenHKK14,99 %
HamburgBKK Euregio14,95 %
HessenHKK14,99 %
Mecklenburg-VorpommernHKK14,99 %
NiedersachsenHKK14,99 %
Nordrhein-WestfalenBKK Euregio14,95 %
Rheinland-PfalzHKK14,99 %
 BKK Pfaff15 %
SaarlandHKK14,99 %
SachsenHKK14,99 %
Sachsen-AnhaltHKK14,99 %
Schleswig-HolsteinHKK14,99 %
ThüringenHKK14,99 %

Quelle: Auskunft der Anbieter (Stand: 21. Dezember 2020)

Wie funktioniert ab 2021 der Krankenkassenwechsel?

Eine gesetzliche Krankenkasse darf niemanden ablehnen. Du kannst also auch im Alter oder wenn Du krank bist, die Kasse wechseln. In solchen Fällen gilt aber zu beachten: Für sogenannte Hilfsmittel wie Krücken oder Windelhosen hat jede Krankenkasse einen eigenen Vertrag mit den Herstellern ausgehandelt. Solltest Du die Kasse wechseln, kann es daher sein, dass Du Deine gewohnten Hilfsmittel nicht mehr beziehen kannst, sondern die eines anderen Herstellers nehmen musst.

Ansonsten ist der Wechsel in eine andere Krankenkasse unkompliziert und wird 2021 sogar noch einfacher. Seit Jahresbeginn musst Du Dich nur noch bei der Kasse Deiner Wahl anmelden. Die neue Kasse übernimmt dann für Dich die Kündigung bei Deinem alten Anbieter und übermittelt Deinem Arbeitgeber elektronisch eine Mitgliedschaftsbescheinigung.

Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende. An die Entscheidung für eine Kasse bist Du ab dem 1. Januar 2021 in der Regel zwölf Monate gebunden, danach kannst Du erneut kündigen. Erhöht Deine Kasse den Zusatzbeitrag, hast Du ein Sonderkündigungsrecht. Deine Sonderkündigung muss spätestens bis zum Ende des Monats bei der Versicherung eingehen, in dem diese das erste Mal den neuen Zusatzbeitrag erhebt. Gib auf dem Mitgliedsantrag bei der neuen Kasse unbedingt an, dass Du wegen einer Beitragserhöhung sonderkündigen möchtest. Auch bei einer Beitragserhöhung gilt die reguläre Kündigungsfrist von zwei Monaten. Das bedeutet, wenn Du bis Ende Januar kündigst, bist Du ab 1. April Mitglied in der neuen Kasse. Solange musst Du jedoch den höheren Zusatzbeitrag zahlen.

Alles was Du zum Krankenkassenwechsel wissen musst, erklären wir Dir im Ratgeber Krankenkasse kündigen. Dort erfährst Du auch, was Du beachten solltest, wenn Du den Arbeitgeber wechselst, und wann Du ganz ohne Kündigung einer neuen Kasse beitreten kannst.

So haben wir getestet

Vergleich gesetzliche Krankenkassen 2021

Im Januar 2021 haben wir Krankenkassen untersucht, die bundesweit zugänglich sind. Für die Vorauswahl nutzten wir die Leistungsübersicht der Krankenkassen, die die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 10/2020) zusammengestellt hat. Es kamen nur Krankenkassen in die engere Auswahl, die mindestens 14 der Kriterien von Finanztest voll erfüllten.

Damit gehörten alle 19 Kassen in unserer Grundauswahl zu den sehr leistungsstarken, bundesweit geöffneten Krankenkassen.

Bewertet haben wir die Krankenkassen anhand von 30 Merkmalen aus den Bereichen Service, Familie, Vorsorge, alternative Medizin und Transparenz. Wir empfehlen die Kassen mit einem Gesamtergebnis über 70 Prozent. Die Viactiv schaffte es trotz einer Gesamtwertung von 72 Prozent nicht in den Kreis der Empfehlungen, da sie einen überdurchschnittlich hohen Zusatzbeitrag verlangt und dieser aus unserer Sicht nicht durch besonders umfangreiche Zusatzleistungen aufgewogen wurde. Weitere Details zu unserem Vorgehen findest Du im Artikel zum Test der gesetzlichen Krankenkassen.

Empfehlungen aus dem Ratgeber

Autor
Julia Rieder

19. Januar 2021


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Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

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