Prepaid-Kreditkarte

Kreditkarten für Kinder oder bei schlechter Schufa

Josefine Lietzau
Finanztip-Expertin für Bank und Kredit
19. Mai 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Prepaid-Kreditkarten kannst Du beim Bezahlen oder Geldabheben so nutzen wie normale Kreditkarten – wenn Du Guthaben auf dem Kartenkonto hast.
  • Doch Vorsicht: Bei Prepaid-Kreditkarten gibt es viele Angebote mit hohen Gebühren und versteckten Kosten.
  • Eine Prepaid-Kreditkarte kann eine gute Wahl für Dich sein, wenn Du jünger als 18 Jahre bist oder ein unsicheres Einkommen hast. Für diese beiden Situationen haben wir gute Karten gefunden.
  • Bei Hotel- und Mietwagenbuchungen werden Prepaid-Karten jedoch nicht immer akzeptiert.
Die besten Angebote
  • Wenn Du noch minderjährig bist: DKB Visa zum Cash U18-Girokonto.
  • Wenn es bei Deiner Schufa eher schlecht aussieht: Paypack Visa auf Guthabenbasis, Nuri Visa, Vivid Money Visa, Insha Visa.

Kreditkarten sind praktische Begleiter im Alltag, beim Online-Shopping zum Beispiel, aber auch auf Reisen. Doch nicht jeder, der eine Kreditkarte möchte, bekommt sie auch. Wenn zum Beispiel der Kartenanbieter mit den Daten, die Auskunfteien wie die Schufa über Dich abgespeichert haben, nicht zufrieden ist, stellt er Dir keine Karte aus. Auch bei Minderjährigen winken Kartenunternehmen oft ab. Für beide Gruppen können Prepaid-Kreditkarten eine Lösung sein.

Sind Prepaid-Kreditkarten für Dich sinnvoll?

Prepaid-Kreditkaten sind eigentlich keine „richtigen“ Kreditkarten, denn Du bekommst kein Geld von der Bank als Kredit. Im Unterschied zur klassischen Kreditkarte kannst Du die Karten nur mit einem Guthaben nutzen, das Du vorher aufgeladen hast. Das schützt Dich davor, Schulden zu machen – und die Banken davor, Geld zu verlieren.

Trotzdem: Auf der Karte steht erst einmal „Visa“ oder „Mastercard“, und Du kannst sie beim Bezahlen und Geldabheben in vielen Fällen genauso einsetzen wie jede andere Kreditkarte dieser Unternehmen auch. Du kannst beispielsweise im Internet einkaufen, Flüge buchen oder im Ausland shoppen gehen. Welche Unterschiede es gibt, erzählen wir Dir in diesem Ratgeber.

Prepaid-Karten eignen sich insbesondere für Menschen, die kein regelmäßiges oder ausreichend hohes Einkommen haben. Da Du die Karte immer im „Plus“ führst, bekommst Du sie bei vielen Anbietern ohne Schufa-Abfrage.

Eine weitere wichtige Zielgruppe für Prepaid-Kreditkarten sind Minderjährige. Sie dürfen vom Gesetz her keine Schulden machen. Wenn Du also unter 18 bist und eine Kreditkarte benötigst, weil Du etwa ein Auslandsjahr einlegen möchtest, ist eine Prepaid-Kreditkarte womöglich eine gute Wahl.

Aber: Bei unserem aktuellen Test haben wir festgestellt, dass es zurzeit nur wenige günstige Prepaid-Karten gibt, die wir für empfehlenswert halten. Deshalb haben wir den Test erweitert und auch andere Anbieter zugelassen, die Kreditkarten an Minderjährige und Menschen mit schlechterer Schufa-Bewertung ausgeben. Unsere Empfehlungen findest Du im Ratgeber.

Unterschiede zu normalen Kreditkarten

Einschränkungen - Bei Kreditkarten schränken die Anbieter in der Regel ein, wieviel Geld Du an einem Tag ausgeben oder abheben kannst. Bei Prepaid-Karten sind diese Grenzen oft um einiges niedriger als bei normalen Karten.

Komplizierte Gebühren - Neben den gewohnten Gebühren für das Bezahlen oder Geldabheben verlangen einige Anbieter weitere Gebühren, mit denen Du nicht immer rechnen wirst – zum Beispiel für das Aufladen der Karte oder wenn Du die Karte nicht nutzt.

Keine Flexibilität - Prepaid-Karten sind reine Guthabenkarten; ohne Vorauszahlung funktionieren sie nicht. Das ermöglicht zwar mehr Kostenkontrolle, macht den Einsatz der Karte jedoch unflexibel. Denn ohne Kredit kannst Du sie nicht nutzen, wenn auf Deinem Kreditkartenkonto Ebbe herrscht. Außerdem musst Du immer Geld von Deinem Girokonto auf die Prepaid-Karte laden, bevor Du damit bezahlen kannst. Bei einigen Karten kann die Aufladesumme begrenzt sein.

Probleme beim Hinterlegen einer Kaution - Bei der Buchung von Hotels oder Mietwagen kann es zu Problemen kommen, weil Kreditkarten dabei oft als Sicherheit verwendet werden. Das bedeutet: Das Hotel oder die Mietwagenfirma blockt vorab einen bestimmten Betrag, zum Beispiel für den Zimmerpreis oder den Preis für den Mietwagen plus der Kaution.

Das funktioniert bei Prepaid-Karten nicht, deshalb nehmen viele Hotels und Mietwagenfirmen diese Karten gar nicht erst an – egal wieviel Guthaben auf der Karte ist. Frag am besten nach, bevor Du ein Hotel oder einen Mietwagen buchst. Dieses Problem gibt es auch bei Debit-Karten, also Karten, bei denen zeitnah das Geld vom angebundenen Girokonto abgebucht wird.

Vorsicht bei Anrufen - Solltest Du einen Anruf erhalten, bei dem es um die Verlängerung Deiner Kreditkarte geht: Sei vorsichtig! Dahinter stecken oft unseriöse Anbieter, die versuchen, Dir eine andere Karte zu hohen Kosten zu verkaufen.

Wir empfehlen Dir, nur auf eine Prepaid-Karte zurückzugreifen, falls Du keine Standard-Kreditkarte bekommst. Ansonsten fährst Du mit einer kostenlose Kreditkarte besser.

Was kosten Prepaid-Kreditkarten?

Prepaid-Karten sind mit oder ohne feste Jahresgebühr erhältlich; zusätzlich erheben manche Anbieter im ersten Jahr eine Ausgabegebühr. Neben diesen offensichtlichen Kosten gibt es allerdings eine Vielzahl weiterer, oft versteckter Kosten. Dadurch lassen sich die Angebote nur schwer miteinander vergleichen. Außerdem sind die Karten oft auch teurer als normale Kreditkarten.

Bargeldgebühr - Die Bargeldgebühr wird erhoben, wenn Du im In- oder Ausland Bargeld an Geld­au­to­ma­ten oder Schaltern abhebst. Bei einigen Prepaid-Karten fällt sie recht hoch aus, es kann also sinnvoller sein, mit der Karte zu zahlen statt mit Bargeld.

Fremd­wäh­rungs­ge­bühr - Diese Gebühr kann beim Bezahlen oder Geldabheben in anderen Währungen als dem Euro anfallen. Sie wird meistens als Prozentsatz des fälligen Betrags berechnet.

Gebühren beim Bezahlen - Es kann passieren, dass selbst beim Bezahlen in Deutschland Kosten entstehen.

Aufladegebühr - Prepaid-Karten musst Du vor der Nutzung mit Geld aufladen. Nicht immer ist dies kostenlos. Der Preis kann unterschiedlich hoch sein und hängt davon ab, auf welchem Weg Du das Geld auflädst. In den meisten Fällen kannst Du das Geld einfach auf das Kartenkonto überweisen. Es gibt aber auch Anbieter, die noch andere Möglichkeiten zulassen, zum Beispiel das Einzahlen über Dienste wie Klarna und Neteller oder das Aufladen der Karte über Bitcoins.

Inaktivitätsgebühr - Wenn Du Deine Karte nicht oft genug einsetzt, verlangen einige Anbieter dafür Gebühren.

Welche Karten sind für Minderjährige geeignet?

Finanztip hat sich verschiedene Prepaid-Kreditkarten angesehen. Durch die unterschiedlichen Gebühren ist es für Verbraucher schwer, die Karten zu vergleichen. Deshalb haben wir anhand von Musterkunden-Profilen die jährlichen Kosten verschiedener Karten berechnet. Details zu den Profilen erläutern wir am Ende des Artikels.

Bei unseren minderjährigen Musterkunden gehen wir davon aus, dass sie viel außerhalb von Deutschland unterwegs sind – sie benötigen die Karte zum Beispiel für ein Auslandsjahr. Innerhalb von Deutschland genügt für sie die Girocard.

Deshalb fielen bei diesen Karten hohe Kosten für das Abheben in einer fremden Währung an. Das sind dann meist kleine Summen, zum Beispiel, um das Mittagessen zu bezahlen oder den Eintritt ins Kino.

Für unsere Empfehlung hieß das: Die Prepaid-Karten waren sehr teuer, da insbesondere diese Gebühren hoch waren. Deshalb empfehlen wir für diese Kundenprofile keine Prepaid-Karte.

DKB – Visa zum Cash U18

Die DKB bietet zum Jugendkonto Cash U18 eine Charge-Kreditkarte von Visa an. Mit einer solchen Karte bekommst Du normalerweise einen Kredit von der Bank, bei der Karte für Minderjährige fällt dieser jedoch weg.

Konto und Karte sind kostenlos. Es fallen keine Fremd­wäh­rungs­ge­bühren an, wenn Du in einer anderen Währung als Euro bezahlst oder Geld abhebst. Außerdem ist das Geldabheben weltweit kostenlos.

Minderjährige bekommen das Konto nur, wenn ein gesetzlicher Vertreter – zum Beispiel ein Elternteil – ein Girokonto bei der DKB hat. Das Alter der Kinder spielt dabei zunächst keine Rolle. Sobald Du 18 Jahre alt geworden bist, giltst Du für ein Jahr als Aktiv-Kunde. Die Konditionen bleiben dadurch zunächst unverändert. Erst nach der Übergangsphase von einem Jahr müssen dann regelmäßig 700 Euro auf Deinem Konto eingehen, um die Konditionen zu erhalten. Finanztip empfiehlt das Girokonto der DKB für alle Kunden.

DKB
DKB Cash U18
  • keine Jahresgebühr für Konto und Karte
  • ab Geburt des Kindes erhältlich
  • weltweit kostenlos abheben
  • keine Fremd­wäh­rungs­ge­bühr beim Bezahlen oder Abheben in einer anderen Währung
  • ein gesetzlicher Vertreter muss ein DKB-Girokonto haben

Welche Karten passen bei schlechterer Schufa?

Unser Musterkunde mit schlechterer Schufa nutzt seine Karte insbesondere, um online zu bezahlen. Das Abheben in einer anderen Währung als Euro ist für ihn weniger wichtig.
Entscheidend war vielmehr: Die Anbieter überprüfen die Bonität nicht bei Auskunfteien.

Das ist aber längst nicht bei allen Prepaid-Karten der Fall. Außerdem verzichten nicht nur Anbieter von Prepaid-Karten auf eine Schufa-Prüfung. Dies kann auch bei Debit-Karten passieren, also bei Karten, bei denen das Geld direkt vom dazugehörigen Girokonto abgebucht wird. Wenn solche Karten schufafrei sind, gehört zum Konto in der Regel kein Dispo. Deshalb gehen die Anbieter – genau wie bei Prepaid-Karten – auch kein Risiko ein.

In unserem Test waren deshalb nicht nur Prepaid-Karten interessant, sondern auch Debit-Karten. Und wieder stellten wir fest: Andere Kartentypen schlagen sich oft besser als Prepaid-Karten. Nur eine davon war empfehlenswert.

Payback – Visa auf Guthabenbasis

Die Prepaid-Karte von Payback kostet 29 Euro im Jahr. Mit dieser Karte kannst Du in der Eurozone kostenlos Geld abheben, bei anderen Währungen fallen sowohl beim Bezahlen als auch beim Abheben 1,75 Prozent Gebühren an.

Guthaben kannst Du per Überweisung auf das Kartenkonto laden. Gebühren verlangt Payback dafür nicht. Die Karte ist nicht an ein Girokonto angebunden.

Wichtig für Dich: Beim Bezahlen sammelt Payback Daten zu Dir. Wenn Du deshalb Datenschutzbedenken hast, wähle eine andere Karte.

Payback
Visa auf Guthabenbasis
  • kostenloses Abheben in der Eurozone
  • 29 Euro jährlich als Grundgebühr
  • Daten werden durch Payback gesammelt
  • mögliche Probleme bei Hotels und Mietwagen
Nur beim Anbieter abschließbar

Neben der Prepaid-Karte empfehlen wir Dir auch einige Debit-Karten. Sie kommen von relativ jungen Anbietern, die Deine Bonität nicht über Auskunfteien prüfen.

Nuri – Visa Debit

Nuri (früher: Bitwala) bietet Dir zum kostenlosen Girokonto auch eine Visa Debit an, für die Du nichts bezahlst. Auch für das Abheben verlangt der Anbieter keine Gebühren, egal in welcher Währung. Die Fremd­wäh­rungs­ge­bühr entfällt auch beim Bezahlen. Beim Banking liegt der Fokus auf der App, Du kannst Deine Bankgeschäfte aber auch über den Browser erledigen. Eine eigene Banklizenz hat Nuri nicht, dafür arbeitet der Anbieter mit der Solarisbank zusammen. So ist Dein Guthaben über die Deutsche Einlagensicherung geschützt.

Der Fokus bei Nuri liegt eigentlich auf dem Handeln mit Kryptowährungen. Wir empfehlen Kryptowährungen jedoch nicht als Geldanlage und haben diese Funktion deshalb auch nicht genauer untersucht.

Du musst vielleicht beim Videoident länger warten, da sich zurzeit viele Menschen für Bitcoins interessieren.

Nuri (früher: Bitwala)
Kombination von Girokonto mit Visa-Karte
  • keine Jahresgebühr
  • weltweit kostenlos Bargeld abheben
  • weltweit kostenlos bezahlen
  • mögliche Probleme bei Hotels und Mietwagen
  • starker Fokus auf dem Handel mit Kryptowährung

Vivid Money – Visa Debit

Auch bei Vivid Money bekommst Du zum Konto eine Debit-Karte. Für beides verlangt der Anbieter keine Grundgebühr.

Beim Geldabheben sieht dies anders aus: Du kannst pro Monat bis 200 Euro kostenlos abheben, danach bezahlst Du jedes Mal 3 Prozent der Abhebesumme als Gebühr. Du kannst außerdem nur Summen über 50 Euro abheben.

Bankgeschäfte kannst Du nur über eine App auf dem Smartphone abwickeln. Wie Nuri nutzt auch Vivid Money die Banklizenz der Solarisbank.

Vivid Money
Kombination von Girokonto mit Visa-Karte
  • keine Jahresgebühr
  • weltweit kostenlos bezahlen
  • mögliche Probleme bei Hotels und Mietwagen
  • nur maximal 200 Euro pro Monat kostenlos abheben
  • Konto-App notwendig

Insha – Visa Debit

Bei Insha ist sowohl Konto als auch Karte kostenlos. Du brauchst die Insha-App für Deine Bankgeschäfte.

Mit der Visa Debit kannst Du dreimal im Monat kostenlos in Deutschland Geld abheben, danach zahlst Du 2 Euro pro Abhebung. In der weiteren Eurozone gelten die Freiabhebungen nicht. Wenn Du in einer anderen Währung Geld abheben willst, fallen bei Summen unter 200 Euro 1,75 Euro an, bis 300 Euro sind es 3 Euro, darüber 5 Euro. Die Fremd­wäh­rungs­ge­bühr beim Bezahlen beträgt 1,2 Prozent.

Insha ist eine Marke der türkischen Albaraka Turk Participation Bank, die Banklizenz für Deutschland kommt von der Solarisbank.

Insha
Kombination von Girokonto mit Visa-Karte
  • keine Jahresgebühr
  • mögliche Probleme bei Hotels und Mietwagen
  • eingeschränktes kostenloses Abheben
  • 1,2 Prozent Fremd­wäh­rungs­ge­bühr beim Bezahlen
  • Konto-App notwendig
Nur beim Anbieter abschließbar

Alternative: Basiskonto - Wer von der Schufa schlecht bewertet wird, kann auch auf anderen Wegen an eine Kreditkarte kommen. Denn Banken müssen jedem, der sich legal in der Europäischen Union aufhält, ein sogenanntes Basiskonto mit grundlegenden Funktionen anbieten. In der Regel wird es auf Guthabenbasis geführt. Bei manchen dieser Konten ist eine Prepaid- oder Debit-Karte dabei.

Die Banken überprüfen bei diesen Konten zwar die Schufa-Daten, ablehnen dürfen sie die Kunden deshalb jedoch nicht. Die Kosten für ein Basiskonto können relativ hoch ausfallen. Zudem können die Banken die Kunden ablehnen, falls sie schon ein anderes Girokonto haben. Basiskonten sind deshalb und aufgrund der eingeschränkten Funktionen nur in Einzelfällen eine Alternative. Grundsätzlich solltest Du zunächst versuchen, ein kostenloses Girokonto zu bekommen und eine preiswerte Kreditkarte dazu.

Was ist bei Kreditkarten allgemein wichtig?

Bezahle immer in lokaler Währung - Wenn Du außerhalb der Eurozone unterwegs bist, kannst Du beim Bezahlen und Abheben häufig entscheiden, in welcher Währung Du abrechnen willst. Wähle immer die lokale Währung. Denn falls Du „in Euro“ auswählst, bekommst Du in der Regel einen schlechten Wechselkurs. Entscheidest Du Dich für die lokale Währung, wird der Betrag oft über einen im Internet einsehbaren Wechselkurs des Kreditkartenunternehmens umgerechnet, der meist deutlich günstiger ist.

Kontaktlos bezahlen - Mit vielen Bankkarten kannst Du inzwischen kontaktlos zahlen, indem Du die Karte einfach an das Kassenterminal hältst. Ob das mit Deiner Karte geht oder nicht, hängt nicht vom Kartentyp ab, sondern von Deiner Bank.

Mobiles bezahlen - Beim mobilen Bezahlen mit dem Smartphone werden die Kartendaten verschlüsselt in den dafür nötigen Apps hinterlegt. Das Ganze klappt mit allen Kartentypen. Das besondere bei Prepaid- und Debit-Karten: Es gibt Angebote, bei denen Du nur eine virtuelle Karte erhältst, für die Du aber wie gewohnt Geld auf ein Kartenkonto laden musst, das zur App gehört.

So haben wir getestet

Test Prepaid-Kreditkarten Oktober bis Dezember 2020

Für unseren Test haben wir Prepaid-Karten und andere Kreditkarten analysiert, die für die Zielgruppen verfügbar waren. Dafür haben wir uns die Angebote angesehen, die bei Google mit den Keywords „Kreditkarte ohne Schufa“ und „Prepaid Kreditkarten“ auf den vorderen Plätzen lagen oder in Vergleichsportalen gelistet waren. Da wir uns gleichzeitig auch kostenlose Kreditkarten angeschaut haben, haben wir alle passenden Karten aus diesem Test auch für diese Untersuchung eingesetzt. Dabei kamen insgesamt 55 Karten zusammen.

Die Karten mussten bestimmte Kriterien erfüllen, um in unsere Auswahl aufgenommen zu werden:

  • für Minderjährige zugänglich und/oder die Bonität wird nicht über Auskunfteien geprüft
  • Prepaid- oder Debit-Karten, die überregional angeboten werden
  • Karten mit gestrichenem Kreditrahmen
  • bei Streitigkeiten mit dem Anbieter greift deutsches Recht
  • online abschließbar
  • Geldabheben ist möglich

Dadurch sind zum Beispiel P-Konten ausgeschlossen und auch virtuelle Karten.

Bei den verbliebenen Karten (neun Karten für Minderjährige, 13 Karten bei schlechter Schufa) haben wir über Profile die jährlichen Kosten berechnet. Dabei unterscheiden sich unsere Musterkunden-Profile:

Bei dem Profil für Minderjährige gehen wir davon aus, dass das Kind die Karte vor allem für ein Auslandsjahr benötigt. Entsprechend bilden die Abhebungen im Ausland den Schwerpunkt.

Bei Verbrauchern, die trotz niedrigem oder schwankendem Einkommen eine Kreditkarte benötigen, dürfte diese hingegen eher zum Bezahlen im Internet eingesetzt werden. Da es bei diesen Karten oft unterschiedliche Gebühren im ersten und den folgenden Jahren gibt, haben wir diesbezüglich zwei Profile unterschieden.

Stellten wir während des Prozesses fest, dass die Karten einem der Kriterien nicht entsprechen, haben wir sie herausgenommen.

 Profil Schufa 1Profil Schufa 2Profil Minderjährige
Anzahl Jahre Benutzung131

 

Geldabheben Inland Anzahl p.a.

 

12120

 

Geldabheben Inland Summe

 

1001000

 

Geldabheben Ausland Anzahl (in €) p.a.

 

442

 

Geldabheben Ausland Summe (in €)

 

10010050

 

Geldabheben Ausland Anzahl (nicht in €) p.a.

 

0024

 

Geldabheben Ausland Summe (nicht in €)

 

0050

 

Bezahlen in Fremdwährung Anzahl p.a.

 

1152

 

Bezahlen in Fremdwährung Summe

 

808025
Aufladung p.a.121212
Summe Aufladung150150250

Im Ergebnis empfehlen wir Minderjährigen das Angebot der DKB. Das nächste Angebot, das unseren Kriterien entsprach, war wesentlich teurer und deshalb nicht empfehlenswert.

Für Menschen, die eine Kreditkarte ohne Schufa-Abfrage suchen, empfehlen wir als Prepaid-Karte die Visa-Karte von Payback. Bei den Debit-Karten sind die Angebote von Nuri, Vivid Money und Insha unsere Empfehlungen.

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