DB Sparpreis

So findest Du günstige Bahntickets

Max Mergenbaum
Finanztip-Experte für Reise
13. Mai 2022
Das Wichtigste in Kürze
  • Je früher Du buchst, desto günstiger sind Fahrkarten tendenziell. Die Deutsche Bahn unterscheidet verschiedene Ticketarten.
  • Die günstigen sogenannten Sparpreise und Super-Sparpreise lassen sich ab sechs Monate vor Reisebeginn buchen. Anders als bei den teureren Flexpreis-Tickets musst Du dann aber eine festgelegte Verbindung nutzen.
  • Alle weiteren Vor- und Nachteile der einzelnen Ticket-Kategorien erklären wir Dir in diesem Ratgeber.
So gehst Du vor
  • Am einfachsten findest Du günstige Tickets mit der Bestpreissuche der Bahn.
  • Buche so früh wie möglich, idealerweise einen Monat im Voraus. Wenn Du flexibel bist, nutze die günstigen Reisetage Mittwoch und Samstag.
  • Für regelmäßige Bahnfahrer mit planbaren Fahrten lohnt sich die Bahncard 25. Mit ihr erhältst Du einen Nachlass von 25 Prozent auf den Flex- und die Sparpreise.
  • Die Bahncard 50 rechnet sich vor allem für Reisende, die häufig spontan fahren und sich keine Gedanken über Sparpreise machen wollen.
  • Nutze das Portal Checkmybus, um die Preise von Fernbus und Bahn zu vergleichen.

Trotz der billigen Fernbus-Konkurrenz fahren viele lieber mit der Bahn. Die Fahrzeiten sind kürzer, die Plätze komfortabler, und auf langen Fahrten kann man sich die Beine vertreten oder im Bordrestaurant essen. Doch das Preissystem der Bahn ist komplex. Keine Angst: Wir zeigen Dir, wie Du im Tarifdschungel durchblickst und an günstigste Fahrkarten kommst.

Was unterscheidet die Bahn-Sparpreise?

Neben dem Flexticket oder Normalpreis bietet die Bahn besonders günstige Tickets an. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten: Super-Sparpreise bekommst Du ab rund 18 Euro. Allerdings kannst Du diese Tickets weder umtauschen noch stornieren. Normale Sparpreis-Tickets gibt es ab rund 22 Euro. Sie enthalten ein City-Ticket, mit dem Du am Reisetag in 130 Städten kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel zum Bahnhof und zu Deinem Zielort nutzen kannst. Mit beiden Spartickets kannst Du übrigens auch den Nahverkehr (RB, RE, IRE oder S-Bahn) nutzen, wenn Du die entsprechenden Start- und Zielbahnhöfe bei der Buchung angibst.

Allerdings bringen Sparpreis-Tickets zwei wesentliche Einschränkungen mit sich:

  1. So musst Du Dich auf eine bestimmte Verbindung festlegen. Spontan einen anderen Zug zu nehmen, ist nicht erlaubt. Einzige Ausnahme: Wenn die Bahn allerdings verspätet ist und Du deshalb den Anschluss verpasst, ist die Zugbindung aufgehoben. Falls eine Verspätung von mindestens 20 Minuten angekündigt wurde, kannst Du einen anderen Zug zu Deinem Ziel nehmen. Du kannst dann auch in höherwertige Züge wie den ICE einsteigen, selbst wenn Du eigentlich nur einen IC gebucht hattest. Mehr Infos findest Du in unserem Ratgeber zum Thema Fahrgastrechte bei der Bahn.
  2. Außerdem sind Umtausch und Erstattung eines Sparpreis-Tickets eingeschränkt: Dafür wird bis zum Tag vor der Abfahrt eine Gebühr von 10 Euro fällig. Den verbleibenden Betrag erhältst Du lediglich als Reisegutschein. Am Tag der Abreise ist keine Stornierung mehr möglich. Für Fahrkarten zum Super-Sparpreis sind Umtausch und Erstattung sogar ausgeschlossen.

Fahrscheine zum Flexpreis kannst Du dagegen bis einen Tag vor Abfahrt kostenlos umtauschen oder zurückgeben. Sogar am Tag der Abreise ist ein Umtausch oder eine Erstattung noch möglich; allerdings gegen eine Gebühr von 19 Euro im Fernverkehr. Im Nahverkehr musst Du am Tag der Reise 17,50 Euro an Stornogebühren zahlen.

Ob Super-Sparpreis, Sparpreis oder Flexpreis: Wenn Du in der 1. Klasse reist, ist eine Sitzplatz-Reservierung bereits im Preis enthalten. Für die 2. Klasse musst Du dagegen 4 Euro extra bezahlen, um Dir einen Sitzplatz zu sichern.

Was viele Bahnreisende nicht wissen: Es gibt noch eine weitere flexible Reiseoption. Mit dem Flexpreis Plus steht es Dir frei, auch einen Tag vor oder zwei Tage nach dem gebuchten Reisetag in eine beliebige Zugverbindung der Deutschen Bahn steigen. Falls Du doch nicht fahren möchtest, kannst Du das Ticket bis zwei Tage nach dem gebuchten Reisetag kostenlos stornieren. Nach dem Stichtag ist die Stornierung dann nur noch gegen eine Gebühr von 19 Euro möglich. Eine Sitzplatz-Reservierung ist in diesem Ticketmodell übrigens immer inklusive – auch für die 2. Klasse.

Sofortstornierung immer möglich

Unabhängig von Deinem Tarif kannst Du auf bahn.de oder in der Bahn-App gebuchte Tickets innerhalb von 12 Stunden nach der Buchung kostenlos stornieren. Im Anschluss erhältst Du den kompletten Zahlungsbetrag zurück.

Ticketmodelle der Bahn im Vergleich

 Super-SparpreisSparpreisFlexpreisFlexpreis-Plus
Zugbindungjajaneinnein
Storno-Option1neinja, bis 1. Tag vor
Abreise für 10 €
ja, bis 1. Tag vor
Abreise kostenlos,
am Reisetag 19 €
Ja, bis 2 Tage nach gebuchtem Reisetag kostenlos, danach 19 €
City-Ticketneinjajaja
Sitzplatz inklusiveneinjajaja
Preisab 17,90 €ab 21,50 €abhängig von Strecke und Datum

1 Erstattung erfolgt in Form eines Bahngutscheins
Quelle: Bahn.de (Stand: 15. Februar 2022)

Für junge Bahnreisende unter 27 Jahren hat die Bahn eine eigene Sparpreiskategorie eingeführt: die (Super-)Sparpreise Young. Diese haben dieselben Konditionen wie die regulären Sparpreise, sind aber etwas günstiger. So gibt es den Super-Sparpreis Young für die 2. Klasse bereits ab rund 13 Euro, mit dem Sparpreis Young bist Du ab knapp 17 Euro aufwärts unterwegs.

 Super-Sparpreis YoungSparpreis Young
Zugbindungjaja
Storno-Option1neinja, bis 1 Tag vor Abreise für 10 €
City-Ticketneinja
Sitzplatz2. Klasse 4 €, 1. Klasse inklusive
Preisab 12,90 €ab 16,50 €

1 Erstattung erfolgt in Form eines Bahngutscheins
Quelle: Bahn.de (Stand: 15. Februar 2022)

Wann gibt es die günstigen Sparpeise der Bahn?

Falls Du Deine Reisepläne bereits lange im Voraus machst, solltest Du früh mit der Suche nach günstigen Bahnverbindungen beginnen. 180 Tage, also sechs Monate im Voraus, schaltet die Bahn (Super-)Sparpreise frei.

Das Kontingent dieser Spartickets ist begrenzt. Es ist aber keineswegs so, dass nur Frühbucher günstiger wegkommen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat für seinen Bahntest 2019/2020 untersucht, wie sich die Sparpreise verändern, je näher der angestrebte Reisetag rückt. Die überraschende Erkenntnis: Auch einen Tag vor dem Abreisetermin sind für die Mehrheit der Bahnfahrten noch günstige Tickets erhältlich. Es scheint, als stelle die Deutsche Bahn immer wieder neue Sparpreis-Tickets in ihr Buchungssystem ein. Laut der Erhebung des VCD ist ein Monat vor Abfahrt der ideale Zeitpunkt, um ein günstiges Bahnticket zu buchen.

Einen Nachteil haben Kurzentschlossene aber doch: Die Rabatte auf den Flexpreis, also auf Tickets ohne Zugbindung, sinken mit der Zeit. Laut der Untersuchung des VDC liegt der Rabatt zwei Wochen vor Abreise durchschnittlich noch bei über 50 Prozent – einen Tag vor der Reise bekommst Du dagegen im Schnitt nur noch 33 Prozent Nachlass.

Die Stichprobe umfasste 30 Verbindungen im deutschen Fernverkehr, insgesamt wertete der VCD über tausend Fahrpreise aus.

Die Untersuchung zeigte außerdem, an welchen Wochentagen die Deutsche Bahn besonders viele Sparpreise anbietet. Die finanziell besten Reisetage sind demnach Mittwoch und Samstag. Mittwochs sind im Schnitt auch die Rabatte auf Flexpreis-Tickets am höchsten. Die wenigsten Sparpreise lassen sich dagegen an Freitagen und Sonntagen finden – also den Tagen, an welchen laut VCD deutlich mehr Menschen den Fernverkehr nutzen. Auch der Preisnachlass auf Flextickets fällt dann geringer aus.

Welche Spartricks solltest Du noch kennen?

Auch bei Bahntickets gibt es ein paar Kniffe, mit denen Du Dir die Suche etwas leichter machen oder bei der Buchung etwas Geld sparen kannst.

Nutze die Bestpreissuche

Früher konntest Du auf der Bahnwebsite mit dem Sparpreisfinder nach günstigen Tickets suchen. Mittlerweile hat die Bestpreis-Suche den Sparpreisfinder abgelöst. Dazu gibst Du in der Suchmaske auf bahn.de oder in Deiner Bahn-App wie gehabt Deine Wunschstrecke ein. In der Ergebnisliste auf der Website setzt Du dann oben über den Verbindungen ein Häkchen bei „Unsere Bestpreise anzeigen“. In der App wischst Du stattdessen einen Regler nach rechts.

Geschwindigkeit ist nicht alles

Wenn Du auf bahn.de oder in der Bahn-App nach Zugtickets suchst, ist in der Regel die Option „Schnellste Verbindungen anzeigen“ aktiviert. Mit einem Klick auf das Häkchen kannst Du dafür sorgen, dass Dir auch IC und EC-Verbindungen auf Deiner Wunschstrecke angezeigt werden. Mit etwas Glück kannst Du dort einen günstigen Fahrpreis ergattern, ohne allzu oft umsteigen und länger unterwegs sein zu müssen. 

Schaue auch nach Sparpreisen für die 1. Klasse

Du möchtest günstig in der 2. Klasse Zug fahren, findest aber keine Sparpreise mehr? Dann schaue, ob es noch Sparpreise für die 1. Klasse gibt. Häufig bist Du damit günstiger unterwegs als mit dem Flexpreis in der 2. Klasse. Zudem ist die Sitzplatzreservierung inklusive. Denk daran, dass Du Dich verbindlich auf eine Zugverbindung festlegen musst.

Nutze die zusätzlichen Rabatte der Bahncards

Wenn Du eine Bahncard besitzt, kannst Du ihren Rabatt mit den (Super-)Sparpreisen kombinieren. Sowohl mit der Bahncard 25 als auch mit der Bahncard 50 kannst Du zusätzlich auf den Sparpreis noch einmal 25 Prozent Nachlass bekommen. Ob und wann sich das für Dich lohnt, liest Du in unserem Ratgeber zum Thema Bahncard.

Nutze die 2-Faktor Autentifizierung für Dein DB-Konto

Bei der 2-Faktor-Authentifizierung musst Du bei der Anmeldung zusätzlich zu Deinem Passwort ein weiteres Sicherheitsmittel, wie zum Beispiel einen SMS-Code eingeben. Das ist zwar etwas nervig, aber sinnvoll: In der Vergangenheit hat es immer wieder Fälle gegeben, in denen sich Kriminelle Zugang zu Bahn-Kundenkontos verschafften, Tickets von Kunden stornierten und weiterverkauften. 

Die Deutsche Bahn empfiehlt zwar die 2-Faktor Authentifizierung zu nutzen, bislang ist das Verfahren aber nicht voreingestellt. Um es zu aktivieren, melde Dich in Deinem Bahnbenutzerkonto an und klicke in Deiner Profilübersicht auf "Login & Sicherheit". Aktiviere dort die zusätzliche Sicherheitsabfrage.

  • Bahncard 25 gewährt Rabatt auf Flex- und Sparpreise und lohnt sich bereits ab wenigen Fahrten im Jahr
  • Bahncard 50 rechnet sich, wenn Du oft spontan in den Zug steigst
  • mit Bahncard 50 gibt es 50 Prozent auf Flex- und 25 Prozent Rabatt auf Sparpreise
  • Bahncard 100 macht nur Sinn, wenn Du täglich mit der Bahn fährst

Sammle Bahn-Bonuspunkte

Wenn Du öfter mit der Deutschen Bahn unterwegs bist, solltest Du Dich kostenlos beim Bahnbonus-Programm anmelden. Du erhältst eine Bahnbonuscard mit eigener Nummer, die Du bei jedem Ticketkauf angeben musst, um die sogenannten Prämienpunkte zu sammeln. 

Da ein Prämienpunkt etwa einem ausgegebenen Euro entspricht, musst Du schon einige Bahnfahrten unternehmen, bis Du einige der interessanten Angebote einlösen kannst. Aber: Die Prämienpunkte sind drei Jahre gültig. Wenn Du pro Jahr etwa 167 Euro für Bahntickets ausgibst, hast Du innerhalb von drei Jahren 500 Bonuspunkte gesammelt und kannst Dir zum Beispiel ein Upgrade in die 1. Klasse oder einen Genussgutschein im Wert von 10 Euro für Speisen im Bordbistro gönnen. Für 1.000 Prämienpunkte gibt es eine Freifahrt in der 2. Klasse. 

Die Statuspunkte, die Du ebenfalls beim Fahrkartenkauf sammelst, kannst Du dagegen getrost ignorieren. Den Bahncomfort-Status mit freiem Zugang zu den DB-Lounges und eigenem Sitzplatzbereich in Fernverkehrszügen erreichst Du erst, wenn Du innerhalb eines Jahres 2.000 Euro bei der Bahn lässt. Das ist nur für echte Vielfahrer realisierbar.

Mit dem ÖPNV unterwegs? City-Ticket mitnehmen

Wenn Du kein ÖPNV-Abo hast, aber öffentliche Verkehrsmittel neben Deiner Bahnreise nutzt, kann es sinnvoll sein, den Sparpreis statt den Super-Sparpreis zu wählen. Denn ab einer Fahrt von mehr als 100 Kilometern ist im Spar- und Flextarif das City-Ticket inklusive. Damit kannst Du kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel zu Deinem Startbahnhof und von Deinem Zielbahnhof nutzen. Das lohnt sich vor allem, wenn der Preisunterschied zwischen Super- und Spartarif nicht groß ist. 

Du brauchst nicht unbedingt eine Sitzplatzreservierung

Nur Fahrscheine für die 1. Klasse enthalten eine Sitzplatzreservierung. In der 2. Klasse kostet ein vorgebuchter Sitzplatz 4 Euro pro Person extra. Mithilfe der Auslastungsanzeige kannst Du für jede Verbindung prüfen, ob sich das lohnt. Falls absehbar ist, dass der Zug nicht voll wird, kannst Du auf das Geld für eine Reservierung verzichten und so für Hin- und Rückfahrt zusammen 8 Euro sparen. Sollte die Verbindung dann kurzfristig doch ausgelastet sein, kannst Du eine Reservierung extra dazubuchen.

Was viele nicht wissen: In Fernverkehrszügen gibt es einen Extra-Sitzbereich für Bahncomfort-Kunden. Dieser befindet sich meist in der Nähe der Bordgastronomie. Strenggenommen sind diese Plätze Bahn-Vielfahrern vorbehalten, die im Jahr mindestens 2.000 Euro für Tickets und Bahncards ausgeben. Aber solange es dort freie Sitzplätze gibt, kannst Du auch dort sitzen. Deinen Platz musst Du erst räumen, wenn Dich ein Fahrgast mit Bahncomfort-Status dazu auffordert.

Sitzplatzreservierungen gelten grundsätzlich nur bis zu 15 Minuten nach Abfahrt des Zuges. Nach Ablauf der Frist kannst Du Dich auch auf ehemals reservierte Plätze setzen.

Als Familie sparen

Falls Du mit der Verwandtschaft unterwegs bist: Eine Familienreservierung für Sitzplätze bis zu fünf Personen, davon mindestens ein Kind, kostet 8 Euro.

Übrigens: Deine Kinder und Enkel bis 14 Jahre können gratis mitfahren, bis sechs Jahre sogar ganz ohne Fahrkarte. Kinder von sechs bis 14 Jahren musst Du bei der Buchung mitangeben beziehungsweise sie am Schalter auf der Fahrkarte eintragen lassen. Falls Deine Kinder alleine reisen, erhalten sie einen Rabatt von 50 Prozent auf den regulären Preis.

Schone Dein Datenvolumen im ICE

Der Zugang zum W-Lan ist bei der Deutschen Bahn sowohl in der 1. als auch in der 2. Klasse kostenlos. Surfen ist in allen ICEs der Deutschen Bahn möglich, zum Teil auch in Intercity-Zügen. Nach und nach sollen alle Fernverkehrszüge über W-Lan verfügen. Du musst also nicht unbedingt Dein Handy-Datenvolumen verwenden.

Wie funktioniert Rail and Fly?

Bei Rail and Fly oder Zug zum Flug – Tickets kombinierst Du ein Zugticket der Deutschen Bahn zu einem beliebigen Flughafen in Deutschland mit einem Angebot einer Fluggesellschaft oder eines Reiseveranstalters. Dafür muss die Airline oder der Veranstalter eine Kooperation mit der Deutschen Bahn haben. Manchmal lässt sich das Ticket auch noch nachträglich zum Flug dazu buchen. Nimm hierfür Kontakt mit dem Service der Fluggesellschaft oder des Reiseveranstalters auf. 

Die Preise können sich je nach Angebot unterscheiden. Bei Reiseveranstaltern ist ein Ticket für die 2. Wagenklasse häufig kostenlos, bei Airlines werden oft zwischen 20 und 30 Euro fällig. Gegen Aufpreis ist auch ein Upgrade auf die 1. Klasse möglich.

Das Rail and Fly Ticket ist sowohl am Tag vor Deinem Abflug als auch am Reisetag selbst gültig. Das gleiche gilt, wenn Du ein Ticket für den Rückflug gebucht hast. Du kannst es auch noch einen Tag nach Deiner Ankunft einlösen. Außerdem kannst Du in alle Züge der Deutschen Bahn einsteigen, ohne an eine bestimmte Verbindung gebunden zu sein. Eine Sitzplatzreservierung ist daher nicht inklusive. Falls Dein Flughafen nicht von der Deutschen Bahn angefahren wird, darfst Du auch öffentliche Verkehrsmittel verwenden.

Ab 72 Stunden vor Abflug kannst Du Dein Rail and Fly Ticket online abrufen und Dich einchecken. Dazu brauchst Du eine Buchungsreferenz, zum Beispiel Deine Flugnummer. Bei der Kontrolle im Zug solltest Du neben der Fahrkarte auch Deine Bordkarte bereithalten, sofern beides nicht ohnehin zusammen als ein Fahrschein ausgegeben wurde.

Falls sich Deine Reisepläne ändern, kannst Du das Kombi-Ticket vor Abflug stornieren. Die Fristen unterscheiden sich, je nachdem ob Du bei einem Reiseanbieter oder einer Fluggesellschaft ein Rail and Fly Ticket gekauft hast.

Wichtig: Stelle sicher, dass Du rechtzeitig vor Abflug am Flughafen bist. Verpasst Du wegen einer Zugverspätung Deinen Flug, bleibst Du als individuell reisende Person auf den Kosten sitzen. Pauschalreisende haben nur Ansprüche gegen den Reiseveranstalter, wenn sie auch ohne die Verzögerung mit ausreichend Zeitpuffer am Flughafen angekommen wären. Mehr Infos findest Du in unserem Ratgeber Fahrgastrechte Bahn.

Was sind die Alternativen zur Bahn?

Besonders im Fernverkehr genießt die Deutsche Bahn weiterhin quasi eine Monopolstellung. Immerhin konnten Wettbewerber 2019 erstmals ihre Marktanteile ausbauen: Konkurrent Flixtrain fährt 40 Ziele in ganz Deutschland an. Die Züge verfügen über keine 1. Klasse. Tickets kannst Du bis 30 Tage vorher kostenlos stornieren, danach können Gebühren anfallen. Wie bei der Bahn erhältst Du den Restbetrag als Gutschein ausgezahlt. Meist bist Du länger unterwegs als mit den Zügen der Deutschen Bahn. Die Preise können sich dagegen sehen lassen. Wenn Du einen Monat im Voraus buchst, kommst Du für knapp 10 Euro von Berlin nach Köln und für rund 14 Euro von München nach Berlin.

In Nordrhein-Westfalen legt der Thalys einige Stopps ein, unter anderem in Aachen, Dortmund, Düsseldorf und Köln. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) halten ebenfalls in einigen deutschen Städten, waren in unseren Stichproben aber nicht günstiger als die Deutsche Bahn.

Im Vergleich zur Bahn bist Du mit Fernbussen günstiger unterwegs. In diesem Markt hat Flixbus die stärkste Stellung inne. Weitere Anbieter sind Eurolines, Blablabus, Regiojet und Pinkbus. Nutze ein Vergleichsportal, um die Preise und Fahrtzeiten von Fernbus und Bahn auf Deiner Strecke zu vergleichen. In unserem letzten Vergleich im Dezember 2021 haben wir sechs Portale für Fernbus- und Bahnverbindungen untersucht. 

Das Portal Checkmybus lag in der Gesamtwertung deutlich vorne und ist daher unsere Empfehlung für den Preisvergleich zwischen Fernbus und Bahn. Mehr Infos findest Du in unserem Ratgeber zum Thema Fernbus.

Checkmybus
Preisvergleich für Fernbus und Bahn
  • findet günstige und schnelle Verbindungen bei Bus und Bahn
  • findet auch Bahn-Sparpreise
  • gute Filtereinstellungen ermöglichen schnelle Übersicht
  • auch als App verfügbar
  • keine Bahncard-Rabatte einstellbar
Nur beim Anbieter abschließbar

Darüber hinaus kannst Du nach Mitfahrgelegenheiten suchen oder mit Freunden oder Kollegen Fahrgemeinschaften bilden. Falls Du gerne selbst am Steuer sitzt, kannst Du natürlich auch schauen, ob es gerade ein günstiges Angebot für einen Mietwagen gibt.

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