Heizkosten sparen

Mit wenig Aufwand die Heizkosten senken

Ines Rutschmann 29. Oktober 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Allein fürs Heizen zahlen deutsche Verbraucher im Schnitt jedes Jahr mehr als 900 Euro.
  • Ab 2021 kann es für Dich noch teurer werden: Heizt Du mit Erdgas oder Heizöl, musst Du zusätzlich den CO2-Preis zahlen.
  • Aber Du kannst Deine Heizkosten senken – als Mieter und als Eigentümer. Mehrere Hundert Euro Ersparnis im Jahr sind drin.
So gehst Du vor
  • Heizkosten kannst Du sparen, indem Du im Winter richtig lüftest und die Heizung optimal einstellst.
  • Auch im Sommer kannst Du etwas tun: Entstaube die Heizkörper oder Deine Stromspeicherheizung. Lass Deinen Kessel warten oder die Gastherme reinigen.
  • Als Hauseigentümer kannst Du erneuerbare Energien nutzen – mit Solar- oder Umweltwärme brauchst Du weniger Brennstoff.
  • Lebst Du im eigenen Haus, verringern sich Deine Heizkosten am stärksten durch eine energetische Sanierung. Fördermittel vom Staat helfen, die Investition zu stemmen. Alternativ kannst Du die Kosten von der Steuer absetzen.

Damit Deine Wohnung warm ist und heißes Wasser aus dem Hahn kommt, gibst Du in der Regel mehr Geld aus als für Strom. Rund 906 Euro sind es nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums 2018 im Schnitt gewesen. Wohl gemerkt in einem Jahr, in dem die am stärksten genutzten Brennstoffe zum Heizen – Erdgas und Heizöl – günstig waren. Willst Du Heizkosten sparen, kannst Du den Gasanbieter wechseln und Preise auf Heizölportalen vergleichen. Du kannst aber auch mit ein paar Kniffen Deinen Wärmebedarf verringern, ohne frieren zu müssen.

Wie viel kannst Du beim Heizen sparen?

Wenn Du wissen willst, wie stark Du Deine Heizkosten senken kannst, hilft ein Vergleich mit den Kosten ähnlicher Wohnungen. Einfach geht das mit dem Online-Tool Heizcheck, das die gemeinnützige Beratungsgesellschaft CO2online bereitstellt: Du gibst Deinen Energieverbrauch an und CO2online vergleicht diesen mit dem von Leuten in Deiner Stadt oder Region, die in gleich großen Wohnungen in ähnlich alten Häusern leben.

Du erfährst auch, wie stark Du Deinen Verbrauch verringern kannst.

Zum Heizcheck

Finanztip hat in der Vergangenheit bereits mit CO2online kooperiert und unterstützt aktuell ein Forschungsprojekt zur Heizkostenabrechnung.

Alternativ bietet sich ein kostenloser Basis-Check einer Verbraucherzentrale an. Dazu kommt ein Berater zu Dir in die Wohnung, prüft Deinen Energieverbrauch und gibt Ratschläge, wie Du weniger verbrauchst. Dies dauert etwa eine Stunde. Du kannst auch eine Niederlassung einer Verbraucherzentrale aufsuchen und Dich dort beraten lassen, nachdem Du einen Termin vereinbart hast. Auch eine solche stationäre Beratung ist kostenlos.

Einen ersten Anhaltspunkt zur eigenen Einschätzung liefern auch die durchschnittlichen Wärmekosten, die ein Haushalt in Deutschland pro Jahr aufwendet:

Gibst Du mehr als 10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche pro Jahr fürs Heizen aus, kannst Du in der Regel Hundert Euro und mehr jedes Jahr sparen – mit vielen kleinen oder auch einer großen Maßnahme.

Wann sind Deine Heizkosten erhöht?

Wie hoch Dein Wärmeverbrauch ist, hängt in erster Linie davon ab, wie energieeffizient Dein Wohnhaus ist. In einem Niedrigenergiehaus beträgt der Wärmebedarf pro Quadratmeter bis zu 70 Kilowattstunden im Jahr. Maximal 15 Kilowattstunden sind es in einem Passivhaus. Das Potenzial, den Energieverbrauch zu verringern, ist in solchen Häusern ohnehin klein.

Im Schnitt liegt der Verbrauch aber bundesweit bei rund 130 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Es können auch mehr als 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter sein. Das bedeutet: Mieter als auch Hausbesitzer zahlen in schlecht gedämmten Häusern durchaus fünfmal mehr fürs Heizen als jene in energieeffizienten Häusern.

Die Heizungsart ist ein zweiter entscheidender Faktor für Deine Heizkosten.

Wie die Grafik zeigt, sind die Heizkosten am niedrigsten, wenn Du mit Holzpellets heizt. In energieeffizienten Gebäuden liegen die Kosten bei 5 bis 6 Euro pro Quadratmeter, im Schnitt bei 8 Euro pro Quadratmeter, besagt der aktuelle Heizspiegel.

Strom ist dagegen seit vielen Jahren der teuerste „Brennstoff“: Wer eine Nachtspeicherheizung betreibt, hat die höchsten Kosten pro Quadratmeter Wohnfläche. Hast Du eine Wärmepumpe, kommst Du günstiger weg – schließlich nutzt diese auch die Wärme aus dem Boden oder aus der Luft, die kostenlos zur Verfügung stehen. Bei rund 11 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegen die Kosten.

Fernwärme zählt ebenfalls zu den teuren Heizarten. Rund 13 Euro pro Quadratmeter kostete Verbraucher 2019 die Wärmelieferung. Günstig war es dagegen, mit Gas zu heizen – bei 10 Euro pro Quadratmeter lagen die Kosten im Schnitt. Mit 12 Euro war Heizöl etwas teurer, aber immer noch günstiger als Fernwärme. Dass Gas und Heizöl vergleichsweise preiswert sind, liegt auch daran, dass die Brennstoffe bislang weniger stark mit Steuern und anderen Kosten belastet sind als Strom. Ab 2021 fällt auf Heizöl und Erdgas der CO2-Preis an, der die Brennstoffe verteuert. Auch auf Fernwärme kann der CO2-Preis erhoben werden, wenn der Lieferant dazu Kohle, Gas oder Öl verbrennt.

Ein dritter wichtiger Faktor ist schließlich, ob Du allein in einem Haus wohnst oder mit anderen Parteien zusammen. Beheizt Du Dein Eigenheim allein, kannst Du nicht vom Heizverhalten anderer profitieren. In der Regel liegen daher die Heizkosten in Mehrfamilienhäusern niedriger als in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Grundsätzlich gilt: Je größer das Wohnhaus, desto geringer ist der Energieverbrauch pro Quadratmeter und desto geringer sind die Heizkosten. Rund 5 Prozent mehr pro Quadratmeter zahlen Verbraucher in Wohnhäusern mit bis zu 250 Quadratmetern Fläche als Verbraucher in Häusern mit bis zu 500 Quadratmetern Wohnfläche. Wer in einem Haus mit mehr als 1.000 Quadratmetern wohnt, zahlt rund 10 Prozent weniger als jemand in einem Ein- oder Zweifamilienhaus.

Es hat aber auch einen Vorteil, wenn Dich Deine Heizung allein versorgt – entweder in einem Einfamilienhaus oder wenn in Deiner Wohnung eine Gasetagenheizung installiert ist. Hast Du direkten Zugriff auf die Heizung, entlastet das Deinen Geldbeutel in dem Maße, wie Du sparsamer heizt.

In einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung spiegelt sich ein gesunkener Wärmeverbrauch dagegen nur partiell auf der Heizkostenabrechnung wider, die Du einmal im Jahr erhältst. Denn Du zahlst nur einen Teil der Kosten aufgrund Deines Verbrauchs, den anderen Teil aufgrund der Größe Deiner Wohnung. Nichtsdestotrotz können die meisten Haushalte Heizkosten sparen – allein indem sie richtig heizen und lüften.

Heizkosten senken durch richtiges Heizen und Lüften

Egal, ob Du zur Miete oder im Eigenheim wohnst, ob Du Gas, Heizöl oder Pellets verfeuerst oder ob Du Fernwärme beziehst: Ein paar Dinge kann jeder tun, um die Heizkosten niedrig zu halten.

1. Richtig lüften

Fenster zu kippen, mag praktisch sein, wenn Pflanzen auf dem Fensterbrett das Öffnen erschweren. Effektiv und kostensparend lüften kannst Du so im Winter aber nicht. Das gelingt nur, wenn Du das Fenster vollständig öffnest – für wenige Minuten. Bei diesem Stoßlüften kommt viel frische Luft in den Raum, aber es entweicht nur kurz Wärme. Das ist anders, wenn Du ein Fenster für 30 Minuten oder noch länger kippst.

Der beste Zeitpunkt zum Stoßlüften ist nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen. Wenn Du Deine Heizung in den Nachtstunden herunterdrehst, sind die Räume ohnehin kühler. Je geringer der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen ist, desto weniger Wärmeenergie entweicht beim Lüften.

Auch im Bad solltest Du das Fenster für wenige Minuten ganz öffnen, wenn Wasserdampf nach dem Duschen oder Baden entweichen soll. Dabei geht es darum, dass ein Teil der Feuchtigkeit nach draußen zieht und nicht zu Schimmel führt. Kippst Du stattdessen das Fenster, dauert es deutlich länger, bis die Feuchtigkeit abgezogen ist. Dann hast Du aber auch wieder viel Wärme verloren.

Sobald die Heizperiode zu Ende ist, kannst Du Deine Fenster so viel und so lange kippen, wie Du willst. Deine Heizkosten belastet das dann nicht.

2. Richtig heizen

Damit die Heizkörper effektiv Wärme abstrahlen können, dürfen sie nicht verdeckt sein. Vorhänge sollten nicht über Heizkörper fallen, Möbel mindestens 20 Zentimeter Abstand zum Heizkörper haben. Ideal sind 50 Zentimeter.

Du solltest regelmäßig Deine Heizkörper entlüften, damit sie effizient Wärme abstrahlen. Du kannst die Ventile nicht öffnen? Im Baumarkt gibt es für wenige Euro entsprechende Schlüssel. Eventuell musst Du dann Wasser in Deiner Heizungsanlage nachfüllen.

Auch außerhalb der Heizsaison kannst Du etwas tun – indem Du die Heizung sauber hältst. Hat sich Staub im Heizkörper angesammelt, solltest Du ihn mit einer dafür vorgesehenen Bürste entfernen – der Dreck verringert die Leistung des Heizgeräts. Auch die Luft im Raum ist reiner, wenn der Heizkörper sauber ist.

Wenn Du eine Gastherme oder eine Nachtspeicherheizung in der Wohnung hast, empfiehlt sich eine Reinigung. Dann kann sie effizient arbeiten. Bei der Gastherme musst Du dafür einen Fachmann bestellen. Einen Nachtspeicherofen kannst Du in der Regel selbst reinigen – am besten mit einem Staubsauger. Öffnen solltest Du das Gerät aber nicht.

Befolgst Du bereits die erwähnten Ratschläge, geht es noch darum, dass die Heizkörper so stark heizen, wie Du es brauchst. Das gelingt mit elektronischen Heizkörperthermostaten. Du kannst einstellen, welche Temperatur Du in einem Raum bei Tag und bei Nacht haben willst. Ist diese jeweils erreicht, schaltet der Heizkörper herunter. Sinkt die Temperatur im Raum unter Deinen Wunschwert, dreht er wieder auf.

Die Thermostate berücksichtigen dabei automatisch andere Wärmequellen, die Deine Wohnung erwärmen – etwa die Sonne, die einen ganzen Nachmittag in ein Zimmer scheint, oder den Ofen in der Küche, in dem ein Kuchen bäckt. So heizt Du sparsam, ohne Deinen Komfort einschränken zu müssen. Solche programmierbaren Thermostate kannst Du im Baumarkt kaufen und gegen die am Heizkörper vorhandenen in der Regel austauschen.

Unsinnig ist es in durchschnittlich und wenig energieeffizienten Häusern dagegen, wenn Du die Heizung abdrehst, weil Du ein paar Stunden nicht zuhause bist. Dann kühlt die Wohnung aus und Du musst nach Deiner Rückkehr sehr stark heizen, damit es wieder warm ist. Wenn Du sparsam heizen willst, solltest Du gleichmäßig und nicht auf hoher Stufe heizen.

3. Die richtige Temperatur wählen

Bei welcher Temperatur Du Dich am wohlsten fühlst, weißt Du selbst am besten. Möglicherweise reicht es auch, wenn Du die Temperatur ein halbes Grad tiefer einstellst. Schließlich ist Deine Ersparnis umso größer, je weniger Du heizt. Einen Anhaltspunkt, welche Temperatur in einer Wohnung angemessen ist, liefert eine Richtlinie für Arbeitsstätten (ASR 6):

  • 20 Grad sollten in einem Raum sein, in dem Menschen überwiegend sitzen.
  • 19 Grad sollen es sein, wenn Du Dich ein wenig im Raum bewegst oder stehst.
  • 17 Grad sind genug, wenn Du Dich viel bewegst.

Aber: Was im Büro angemessen ist, muss nicht Deine Wohlfühltemperatur sein. Am wohlsten fühlen sich die meisten Menschen bei 21 bis 23 Grad im Winter (nach Norm EN 15251). Der Mittelwert von 22 Grad gilt dabei als Komforttemperatur. Menschen, die selbst viel Wärme abstrahlen, sind aber auch zufrieden, wenn es nur 19 oder 20 Grad in der Wohnung sind.

4. Lecks abdichten

Viel Wärme entweicht in der Regel durch Wohnungstüren und Fenster, auch wenn diese geschlossen sind. Über Nacht solltest Du in der Heizsaison daher an den Fenstern Rollos herunterlassen und die Vorhänge schließen.

Kannst Du direkt mit den Fingern spüren, dass es einen Luftzug unter den Fenstern und Türen gibt, solltest Du die Fugen am Fenster und den Spalt zwischen Wohnungstür und Boden abdichten. Dazu gibt es für Fenster Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen im Baumarkt; für Türen sogenannte Zugluftstopper.

Wie sparst Du Energie beim Warmwasser?

Für Warmwasser wendest Du in der Regel deutlich weniger Energie auf als zum Heizen der Wohnung. Dennoch lässt sich auch dort effizient heizen. Großes Einsparpotenzial hast Du, wenn Du einen Sparduschkopf an der Brause montierst.

Wenn Du duschst statt badest, brauchst Du in der Regel weniger Wasser und damit auch weniger Energie. Mit einem Durchflussbegrenzer am Wasserhahn von Waschbecken und Spüle verringerst Du Deinen Warmwasserverbrauch und damit auch Deine Energiekosten.

Heizt Du das Wasser über eine Gastherme, kannst Du in der Regel auch die Temperatur für das heiße Wasser einstellen. 45 Grad reichen. Für eine höhere Temperatur verbrennt die Therme natürlich auch mehr Gas.

Ist bei Dir noch ein Durchlauferhitzer installiert, solltest Du schnell nach einer alternativen Heizanlage suchen. Durchlauferhitzer belasten zwar nicht die Heizkosten, dafür aber die Stromrechnung – sie gehören zu den Stromfressern. Wie Du Stromfresser in der Wohnung identifizierst, erklären wir im Ratgeber Strom sparen.

Wie lassen sich Heizkosten im Eigenheim senken?

Die Heizkosten in einem Einfamilienhaus liegen im Schnitt höher als in einem Mehrfamilienhaus. Kein Wunder: Schließlich beheizt Du allein das Haus. Kein Nachbar über, unter oder neben Dir hilft mit, die Wände warmzuhalten. Dafür hast Du mehr Handhabe, sparsam zu heizen – durch kleine oder größere Änderungen an der Heizanlage oder beim Energieeinkauf.

Brennstoff günstig kaufen

Heizt Du mit Öl, empfiehlt es sich, die Preise für Heizöl auf den entsprechenden Portalen zu vergleichen und dann zu kaufen, wenn die Angebote günstig sind. Die Heizölpreise variieren innerhalb eines Jahres um etwa 30 Prozent.

Mehr dazu im Ratgeber Ölheizung betreiben und Heizöl kaufen

  • Über eine Portalabfrage erhältst Du günstige Angebote für Heizöl.
  • Unsere Anbieter-Empfehlung: Heizoel24, Esyoil
  • Ab 2026 darfst Du eine neue Ölheizung nur noch unter bestimmten Bedingungen installieren. Ein Standardkessel ist nach 30 Jahren auszubauen.

Zum Ratgeber

Ab 2026 darfst Du eine neue Ölheizung nur noch unter bestimmten Bedingungen installieren. Einen bestehenden Kessel kannst Du auch nicht endlos betreiben: Standardkessel sind nach 30 Jahren auszubauen – es sei denn, Dein Haus hat maximal zwei Wohnungen und Du lebst selbst darin. Wenn Dir der Ausbau nicht zuzumuten ist, kann Dich die zuständige Behörde in Deiner Region von der Ausbaupflicht entbinden, wenn Du einen entsprechenden Antrag stellst.

Beziehst Du Erdgas über das öffentliche Gasnetz – auch als Mieter in einer Wohnung mit Gasetagenheizung – lohnt es sich, ab und zu die Angebote anderer Gasversorger zu prüfen. Befindest Du Dich noch in der Grundversorgung, solltest Du schnellstmöglich einen anderen Vertrag abschließen – die Grundtarife sind im Schnitt die teuersten. Rund 14 bis 20 Prozent zahlst Du sogar weniger, wenn Du vom Grundversorger zu einem anderen Gasanbieter wechselst. Nutze für einen Preisvergleich gern unseren Finanztip-Gasrechner.

Die Ergebnisliste unseres Vergleichsrechners enthält Werbelinks zu Gastarifen von Check24 und Verivox. Alle Empfehlungen erfolgen redaktionell unabhängig und erfüllen unsere strengen Finanztip-Kriterien.

Wie lautet Deine Postleitzahl?
Bitte gib Deine Postleitzahl an
Kennst Du Deinen Gasverbrauch im Jahr?
Wie hoch ist Dein jährlicher Verbrauch?
Bitte geben Sie Ihren Gasverbrauch an
Wie oft willst Du Deinen Tarif wechseln?
Möchtest Du nur Ökogas-Tarife sehen?
Optional: Was zahlst Du aktuell?

Der Finanztip-Gasrechner basiert auf Daten der CHECK24 Vergleichsportal Energie GmbH sowie der Verivox GmbH. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass Du ein verbraucherfreundliches Ergebnis nach Finanztip-Kriterien bekommst. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Für Daten der CHECK24 Vergleichsportal Energie GmbH: © 2020 CHECK24.de

Für Daten der Verivox GmbH: © Verivox GmbH – www.verivox.de – alle Angaben ohne Gewähr (Stand: 2020). Das Angebot darf nur für den privaten Gebrauch genutzt werden. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung des Angebots oder der auf diesen Seiten angezeigten Informationen – ganz oder auszugsweise, gleich in welcher Form – und jede Form der kommerziellen Verwendung ist nicht ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der Verivox GmbH zulässig.

Willst Du den Vertrag über Verivox oder Check24 abschließen, leiten die Portale den Vertragswechsel ein. Der Abschluss kommt in der Regel erst zustande, wenn Dich der gewählte Versorger anschreibt und den Vertrag bestätigt. Ab dann bleiben 14 Tage Zeit, den Vertrag zu widerrufen.

Nutzt Du Holzpellets? Es gibt auch für diesen Brennstoff Vergleichsportale im Internet, über die Du Preise einfach vergleichen und Nachschub bestellen kannst. Die Preise für Holzpellets schwanken im Vergleich zu Heizöl deutlich weniger.

Mehr dazu im Ratgeber Holzpellets

  • Über eine Portalabfrage erhältst Du günstige Angebote für Holzpellets
  • Wir empfehlen das Portal Heizpellets24.de
  • Mit Holzpellets heizt Du günstiger und umweltfreundlicher als mit Erdgas und Heizöl
  • Du zahlst 2021 und 2022 keinen CO2-Preis auf Holzpellets und andere Biomassebrennstoffe

Zum Ratgeber

Ist bei Dir eine Stromspeicherheizung oder eine Wärmepumpe installiert, dann solltest Du einen Heizstromtarif abschließen. Diese sind deutlich günstiger als Verträge für Haushaltsstrom. Erforderlich ist aber zumeist, dass ein zweiter Stromzähler installiert ist, der nur den Heizstrom misst.

Hast Du bereits einen solchen Tarif, lohnt sich auch in diesem Fall, Angebote von anderen Versorgern abzurufen und mit den Preisen in Deinem Vertrag zu vergleichen. Wie das geht und worauf Du achten solltest, erfährst Du in unserem Ratgeber Elektroheizung.

Mehr dazu in den Ratgebern zu Speicherheizung und Wärmepumpe

Für Speicherheizungen und Wärmepumpen gibt es spezielle Heizstrom-Tarife.
 

Beziehst Du Fernwärme, kannst Du den Versorger nicht wechseln. Aber es gibt trotzdem Potenzial, die Kosten pro Kilowattstunde Fernwärme zu senken – indem Du Deine Anschlussleistung an das Fernwärmenetz prüfen lässt. Ist diese zu hoch gewählt, kannst Du darum bitten, dass der Energieversorger die Leistung anpasst. Genaueres erfährst Du in unserem Ratgeber Fernwärme.

Lebst Du in einem Mehrfamilienhaus mit Fernwärmeanschluss, kann auch für dieses die Anschlussleistung geprüft und angepasst werden. Auffordern muss den Versorger aber stets der Hauseigentümer. In einem Mietshaus ist das Dein Vermieter. Gehört Dir eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, muss die Eigentümergemeinschaft tätig werden.

Wenig Brennstoff einsetzen müssen

1. Kleine Maßnahmen für eine effiziente Heizung

Eine Heizung arbeitet nie verlustfrei. Aber Du kannst die Energieverluste verringern. Das fängt bei den Rohren an, die die Wärme durchs Haus leiten. Sind diese nicht gut gedämmt, kannst Du das erledigen. Im Baumarkt gibt es dazu Rohrisolierung.

Deinen Heizkessel solltest Du regelmäßig warten und reinigen lassen. Besitzt Du eine Stromspeicherheizung, kannst Du diese auch selbst mit dem Staubsauger von Dreck und Staub befreien. Darüber hinaus gelten im Eigenheim die gleichen Grundsätze wie in einer Mietwohnung. Wie Du im Winter richtig heizt und lüftest, erfährst Du weiter oben.

2. Größere Maßnahmen an der Heizung: Heizungstausch und grüne Energie

Betreibst Du eine Zentralheizung mit Heizöl, Erdgas, Flüssiggas oder Biomasse, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Anlage so zu modernisieren, dass Du weniger Brennstoff verfeuern musst. Damit sich die Wärme gleichmäßig im Haus verteilt und somit der Heizkessel wiederum effizient feuern kann, empfiehlt sich ein hydraulischer Abgleich. Heizfachleute, Energieberater oder Schornsteinfeger können den Abgleich vornehmen. Diese können dazu regelbare Ventile und Pumpen an der Anlage einbauen. Bis zu 30 Prozent der Kosten übernimmt der Staat im Rahmen des Programms „Heizungsoptimierung“. Du stellst den Antrag auf Förderung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Über dasselbe Förderprogramm kannst Du auch die Investitionskosten in eine neue Umwälzpumpe abfedern. Die Umwälzpumpe hält den Wasserkreislauf in Gang: Warmes Wasser geht in die Heizkörper, abgekühltes Wasser kommt zurück zum Kessel. Eine moderne Pumpe braucht weniger Strom und entlastet so vor allem Deine Stromrechnung.

Tiefer in die Tasche musst Du greifen, wenn Du den Heizkessel tauschen willst. Die Ausgaben hast Du aber in der Regel nach zehn bis zwölf Jahren wieder hereingeholt, wenn Du noch keinen Brennwertkessel besitzt, sondern mit einem Niedertemperaturkessel oder sogar noch einem Standard-Heizkessel (oder Konstant-Temperaturkessel) feuerst. Nach Angaben des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks sind in Deutschland noch rund 3,5 Millionen Standard-Heizkessel für Heizöl und 1,6 Millionen für Erdgas in Betrieb. Spätestens 30 Jahre nach Einbau ist ein Standardkessel außer Betrieb zu nehmen (§ 73 GEG), es sei denn, Du lebst im eigenen Ein- oder Zweifamilienhaus. Andernfalls drohen hohe Bußgelder.

Ein Brennwertkessel arbeitet deutlich effizienter als ein Standardheizkessel oder ein Niedertemperaturkessel, denn er gewinnt aus dem Abgas einen Teil der Wärme zurück. 60 bis 80 Grad ist das Abgas noch heiß, wenn es in den Schornstein wandert. Bei Niedertemperaturkesseln beträgt die Temperatur noch 120 bis 160 Grad. Ein Brennwertkessel benötigt so in der Regel 10 bis 15 Prozent weniger Brennstoff, um ein Haus zu erwärmen. Die Kosten für einen neuen Kessel liegen bei mehreren Tausend Euro. Hinzu kommen Kosten für die Montage, den Warmwasserspeicher und mehr. Über die KfW-Bank gibt es günstige Kredite, verbunden mit einem Tilgungszuschuss.

Noch sparsamer heizen lässt sich, wenn Du Energie nutzt, die kostenlos zur Verfügung steht: Sonnenwärme, Abwärme oder Erdwärme. Eine solarthermische Anlage lässt sich dabei mit einer Gas-, Pellet- oder Ölheizung kombinieren.

Möchtest Du Erdwärme oder Abwärme nutzen, brauchst Du eine Wärmepumpe. Ein energieeffizientes Wohnhaus kann die Wärmepumpe auch allein beheizen. Einen weniger gut gedämmten Altbau sollte sie aus Kostengründen so nicht allein warmhalten, sondern nur im Verbund mit einer zweiten Heizanlage.

Willst Du Deine Heizung mindestens teilweise auf erneuerbare Energien umstellen, gibt es Fördermittel des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa): Die Zuschüsse sind nicht an einen Kredit gekoppelt, sondern lediglich daran, dass Du in eine solarthermische Anlage oder einen Biomasse-Heizkessel wie etwa für Holzpellets oder eine Wärmepumpe investierst.

3. Größere Maßnahmen am Haus: Wände dämmen, neue Fenster, effizient lüften

Am stärksten kannst Du Deine Heizkosten senken, wenn Du Dein Wohnhaus energetisch sanierst.

Scheust Du Aufwand und Kosten, kannst Du auch mit vergleichsweise geringen Investitionen hohe Einsparungen erreichen – etwa mit der Einblasdämmung. Dabei werden Dämmstoffe in Hohlräume im Mauerwerk eingebracht. Am effektivsten geht das bei Gebäuden, deren Außenwände aus zwei Mauern bestehen (zweischaliges Mauerwerk). Aber auch die Wärmeverluste über Keller und Dachstuhl kannst Du mittels Einblasdämmung verringern, indem Du unter dem Fußboden des Erdgeschosses oder in die Decke unter dem Dach Dämmmaterial einblasen lässt. Die Einblasdämmung ist an Außenwänden innerhalb eines Tages vorgenommen. Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe kostet die Maßnahme rund 3.000 bis 4.000 Euro und spart in mehr als 40 Jahre alten unsanierten Altbauten rund 9.000 Kilowattstunden Wärme pro Jahr ein. Nach sechs bis sieben Jahren solltest Du die Ausgaben wieder drin haben, wenn Du das Förderprogramm 430 der KfW-Bank nutzt.

Die KfW-Bank bietet neben dem Programm 430 weitere zinsgünstige Förderprogramme mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 30.000 Euro, wenn Du nur einzelne Maßnahmen zur energetischen Sanierung vornehmen oder Dein Haus energetisch komplett umkrempeln willst: Für den Einbau neuer Fenster, die Dämmung von Wänden und Dächern, für effiziente Heizungs- und Lüftungsanlagen. Nicht nur die Baumaßnahmen fördert die Bank, sondern auch die Beratung, Planung und Messungen vor Beginn einer Maßnahme. Welches Programm das richtige für Dich ist, kann Dir ein Energieeffizienz-Experte sagen.

Alternativ kannst Du die Kosten für eine energetische Sanierung über drei Jahre von der Steuer absetzen, wenn Du selbst in Deinem Haus lebst. Die Fördermittel der KfW kannst Du dann aber nicht nutzen.

KfW
Förderprogramme
  • Förderkredite für Kauf und Bau von selbstgenutzen Immobilien
  • Darlehen je nach Programm bis maximal 100.000 Euro
  • meist günstigere Zinssätze als marktüblich
  • besonders günstige Konditionen für Niedrigenergiehäuser

Wo finden Hauseigentümer Beratung?

Ob Deine Heizung optimal eingestellt ist, prüfen Energieberater der Verbraucherzentralen beim sogenannten Heiz-Check. Dazu ermittelt der Experte die Kennwerte Deiner Heizanlage über einen Zeitraum von 24 Stunden und teilt Dir nach Auswertung der Messdaten mit, wie effizient die Anlage arbeitet und wie Du sie kostensparender betreiben kannst. Der Heiz-Check kostet 30 Euro. Einkommensschwache Verbraucher zahlen nichts.

Möchtest Du wissen, ob Dein Haus eher mehr oder eher wenig Wärme benötigt, kannst Du es einem Gebäude-Check unterziehen. Energieberater der Verbraucherzentralen besuchen Dich dazu zuhause und prüfen unter anderem Deinen Heizenergiebedarf und erklären, wie Du Energie und Kosten sparen kannst. Auch der Gebäude-Check kostet in der Regel 30 Euro.

Interessierst Du Dich für eine energieeffiziente Sanierung Deines Hauses, kannst Du 60 Prozent der Beratungskosten über ein staatliches Förderprogramm finanzieren. Den Förderantrag stellst Du beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Autor
Ines Rutschmann

29. Oktober 2020


* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.