Heizkosten sparen

Mit wenig Aufwand die Heizkosten senken

Ines Rutschmann Stand: 12. November 2019
Das Wichtigste in Kürze
  • Fürs Heizen geben Verbraucher in Deutschland im Schnitt 924 Euro im Jahr aus.
  • Ihre Heizkosten senken können Sie als Mieter wie als Hauseigentümer, ohne dass Sie Ihren Komfort einschränken müssen. 
  • Durch viele verschiedene Maßnahmen können Sie mehrere Hundert Euro im Jahr sparen.
  • Wie hoch Ihre Heizkosten pro Quadratmeter sind, hängt vor allem davon ab, wie gut Ihr Wohnhaus gedämmt ist, mit welchem Brennstoff Sie heizen und wie groß Ihre Wohnfläche ist.
  • Die Bundesregierung plant, fossile Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl ab 2021 mit einem CO2-Preis zu belasten. Das Heizen mit diesen Brennstoffen, aber auch mit Fernwärme wird dann teurer. Sparsam zu heizen, lohnt sich damit auf lange Sicht immer stärker.
So gehen Sie vor
  • Heizkosten sparen Sie, indem Sie im Winter richtig lüften und die Heizung optimal einstellen. Dies ist mit wenig Aufwand getan.
  • Auch im Sommer können Sie etwas tun: Entstauben Sie Ihre Heizkörper oder Stromspeicherheizung. Lassen Sie Ihren Kessel oder Ihre Gastherme vom Fachmann reinigen.
  • Als Hauseigentümer sollten Sie einen modernen Heizkessel einbauen lassen. Ein sogenannter Brennwertkessel arbeitet 10 bis 15 Prozent effizienter. Oder Sie rüsten auf erneuerbare Energien um – mit Solar- oder Umweltwärme brauchen Sie weniger Brennstoff.
  • Gehört Ihnen ein Eigenheim, verringern Sie Ihre Wärmekosten am stärksten durch eine energetische Sanierung. Diese ist teuer, aber es gibt Fördermittel vom Staat.
  • Abgesehen davon können Sie sparen, indem Sie den Strom- oder Gasanbieter wechseln, die Anschlussleistung für Fernwärme prüfen lassen oder die Heizölpreise im Auge behalten.

Zum Gasrechner

Damit Ihre Wohnung warm ist und heißes Wasser aus dem Hahn kommt, geben Sie in der Regel mehr Geld aus als für Strom. Rund 924 Euro sind es nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums 2017 im Schnitt gewesen. Wohl gemerkt in einem Jahr, in dem die am stärksten genutzten Brennstoffe zum Heizen – Heizöl und Erdgas – günstig waren. Wollen Sie Heizkosten sparen, können Sie den Gasanbieter wechseln und Preise auf Heizölportalen vergleichen. Sie können aber auch mit ein paar Kniffen Ihren Wärmeverbrauch verringern, ohne frieren zu müssen.

Wie stark können Sie an der Heizung sparen?

Wollen Sie wissen, wie stark Sie Ihre Heizkosten senken können, müssen Sie erst einmal IhreKosten denen in vergleichbaren Wohnungen gegenüberstellen. Das gelingt mit dem Heizcheck. Diesen bietet die gemeinnützige Beratungsgesellschaft CO2online auf ihrer Internetseite an. Ihren angegebenen Energieverbrauch vergleicht CO2online mit dem von Verbrauchern, die in gleich großen Wohnungen in ähnlich alten Häusern in Ihrer Stadt oder Region leben. Zusätzlich erfahren Sie, wie stark Sie Ihren Verbrauch noch verringern können. 

Ob Ihre Heizkosten hoch oder niedrig sind, erfahren Sie über den Heizcheck.

Zum Heizcheck

Alternativ bietet sich ein kostenloser Basis-Check einer Verbraucherzentrale an. Dazu kommt ein Berater zu Ihnen in die Wohnung, prüft Ihren Energieverbrauch und gibt Ihnen Ratschläge, wie Sie weniger verbrauchen. Dies dauert etwa eine Stunde. Sie können aber auch eine Niederlassung einer Verbraucherzentrale aufsuchen und sich dort beraten lassen, nachdem Sie einen Termin vereinbart haben. Auch eine solche stationäre Beratung ist kostenlos.

Einen ersten Anhaltspunkt zur eigenen Einschätzung liefern auch die durchschnittlichen Wärmekosten, die ein Haushalt in Deutschland pro Jahr aufwendet:

Geben Sie auch annäherend 1.000 Euro (oder sogar mehr) pro Jahr fürs Heizen aus, können Sie in der Regel mehrere Hundert Euro in jedem Jahr sparen – mit vielen kleinen oder auch einer großen Maßnahme.

Wann sind Ihre Heizkosten erhöht?

Wie hoch Ihr Wärmeverbrauch ist, hängt in erster Linie davon ab, wie energieeffizient Ihr Wohnhaus ist. In einem Niedrigenergiehaus beträgt der Wärmebedarf pro Quadratmeter bis zu 70 Kilowattstunden im Jahr. Maximal 15 Kilowattstunden sind es in einem Passivhaus. Das Potenzial, den Energieverbrauch zu verringern, ist in solchen Häusern ohnehin klein.

Im Schnitt liegt der Verbrauch aber bundesweit bei rund 130 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Es können auch mehr als 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter sein. Das bedeutet: Verbraucher in schlecht gedämmten Häusern zahlen durchaus fünfmal mehr fürs Heizen. 

Die Heizungsart ist ein zweiter entscheidender Faktor für Ihre Heizkosten. Strom ist seit vielen Jahren der teuerste Brennstoff: Wer eine Nachtspeicherheizung betreibt, hat die höchsten Kosten pro Quadratmeter Wohnfläche. Wer eine Wärmepumpe nutzt, kommt günstiger weg – je nachdem, wie warm das Medium ist, das der Umwelt entnommen und mit Strom auf ein höheres Niveau gehoben wird. Wer in einem energieeffizienten Haus lebt, kann mit einer Wärmepumpe sogar am günstigsten heizen. Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung belaufen sich die Kosten laut Heizspiegel 2019 im Schnitt auf 685 Euro.

Fernwärme zählt ebenfalls zu den teuren Heizarten. Rund 12 bis 13 Euro pro Quadratmeter kostete Verbraucher 2018 die Wärmelieferung laut Heizspiegel 2019. Günstig war es dagegen, mit Gas zu heizen – bei 10 bis 11 Euro pro Quadratmeter lagen die Kosten in der Regel. Teurer war 2018 Heizöl, aber immer noch günstiger als Fernwärme. Dass Gas und Heizöl vergleichsweise preiswert sind, liegt auch daran, dass die Brennstoffe bislang weniger stark mit Steuern und anderen Kosten belastet sind als Strom. Die Bundesregierung will ab 2021 einen CO2-Preis auf Heizöl und Erdgas einführen.

Ein dritter wichtiger Faktor ist schließlich, ob Sie allein in einem Haus wohnen oder mit anderen Parteien zusammen. Heizen Sie Ihr Eigenheim allein, können Sie nicht vom Heizverhalten anderer profitieren. So müssen Sie in der Regel stärker heizen als Verbraucher in einem Mehrfamilienhaus. 

Grundsätzlich gilt: Je größer das Wohnhaus, desto geringer ist der Energieverbrauch pro Quadratmeter und desto geringer sind die Heizkosten. Rund 5 Prozent mehr zahlen Verbraucher in Wohnhäusern mit bis zu 250 Quadratmetern Fläche als Verbraucher in Häusern mit bis zu 500 Quadratmetern Wohnfläche. Wer in einem Haus mit mehr als 1.000 Quadratmetern wohnt, zahlt rund 10 Prozent weniger als jemand in einem Ein- oder Zweifamilienhaus. Das geht ebenfalls aus dem Heizspiegel hervor.

Es hat aber auch einen Vorteil, wenn Ihre Heizung Sie allein versorgt – entweder in einem Einfamilienhaus oder wenn in Ihrer Wohnung eine Gasetagenheizung installiert ist. Denn haben Sie direkten Zugriff auf die Heizung, entlastet das Ihren Geldbeutel in dem Maße, wie Sie sparsamer heizen.

In einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung spiegelt sich ein gesunkener Wärmeverbrauch dagegen nur teilweise auf der Heizkostenabrechnung, die Sie einmal im Jahr erhalten. Denn einen Teil der Kosten zahlen Sie aufgrund Ihres Verbrauchs, den anderen Teil aufgrund der Größe Ihrer Wohnung. Nichtsdestotrotz können die meisten Haushalte Heizkosten sparen – allein indem sie richtig heizen und lüften.

Heizkosten sparen mit richtigem Lüften und Heizen

Egal, ob Sie zur Miete oder im Eigenheim wohnen, ob Sie Gas oder Heizöl verfeuern oder ob Sie Fernwärme beziehen: Ein paar Dinge kann jeder tun, um die Heizkosten niedrig zu halten. 

1. Richtig lüften

Fenster zu kippen, mag praktisch sein, wenn Pflanzen auf dem Fensterbrett das Öffnen erschweren. Effektiv und kostensparend lüften können Sie so im Winter aber nicht. Das gelingt nur, wenn Sie das Fenster vollständig öffnen – für wenige Minuten. Bei diesem Stoßlüften kommt viel frische Luft in den Raum, aber es entweicht nur kurz Wärme. Das ist anders, wenn Sie ein Fenster für 30 Minuten oder noch länger kippen.

Der beste Zeitpunkt zum Stoßlüften ist nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen. Wenn Sie Ihre Heizung in den Nachtstunden herunterdrehen, sind Ihre Räume ohnehin kühler. Je geringer der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen ist, desto weniger Wärmeenergie entweicht beim Lüften.

Auch im Bad sollten Sie das Fenster für wenige Minuten ganz öffnen, wenn Wasserdampf nach dem Duschen oder Baden entweichen soll. Dabei geht es darum, dass ein Teil der Feuchtigkeit nach draußen zieht und nicht etwa zu Schimmel führt. Kippen Sie stattdessen das Fenster, dauert es deutlich länger, bis die Feuchtigkeit abgezogen ist. Dann haben Sie aber auch wieder viel Wärme verloren.

Sobald die Heizperiode zu Ende ist, können Sie Ihre Fenster so viel und so lange kippen, wie Sie wollen. Ihre Heizkosten belastet das dann nicht. 

2. Richtig heizen

Damit die Heizkörper effektiv Wärme abstrahlen können, dürfen sie nicht verdeckt sein. Vorhänge sollten nicht über Heizkörper fallen, Möbel mindestens 20 Zentimeter Abstand zum Heizkörper haben. Ideal sind 50 Zentimeter.

Entlüften Sie regelmäßig Ihre Heizkörper, damit sie effizient Wärme abstrahlen. Sie können die Ventile nicht öffnen? Im Baumarkt gibt es für wenige Euro entsprechende Schlüssel. Eventuell müssen Sie dann Wasser in Ihrer Heizungsanlage nachfüllen. 

Auch außerhalb der Heizsaison können Sie etwas für Ihre Heizung tun – indem Sie sie sauber halten. Hat sich Staub im Heizkörper angesammelt, sollten Sie ihn mit einer dafür vorgesehenen Bürste entfernen – der Dreck verringert die Leistung des Heizgeräts. Auch die Luft im Raum ist reiner, wenn der Heizkörper sauber ist.

Wenn Sie eine Gastherme oder eine Nachtspeicherheizung in der Wohnung haben, empfiehlt es sich, auch diese sauber zu halten. Dann kann sie effizient arbeiten. Bei der Gastherme müssen Sie einen Fachmann für die Reinigung bestellen. Einen Nachtspeicherofen können Sie in der Regel selbst reinigen – am besten mit einem Staubsauger. Öffnen sollten Sie das Gerät aber nicht.

Befolgen Sie bereits die erwähnten Ratschläge, geht es noch darum, dass die Heizkörper so stark heizen, wie Sie es brauchen. Das gelingt mit elektronischen Heizkörperthermostaten. Sie können einstellen, welche Temperatur Sie in einem Raum bei Tag und bei Nacht haben wollen. Ist diese jeweils erreicht, schaltet der Heizkörper herunter. Sinkt die Temperatur im Raum unter Ihren Wunschwert, dreht er wieder auf.

Die Thermostate berücksichtigen dabei automatisch andere Wärmequellen, die Ihre Wohnung erwärmen – etwa die Sonne, die einen ganzen Nachmittag in ein Zimmer scheint, oder den Ofen in der Küche, in dem ein Kuchen bäckt. So heizen Sie sparsam, ohne Ihren Komfort einschränken zu müssen. Solche programmierbaren Thermostate können Sie im Baumarkt kaufen und gegen die am Heizkörper vorhandenen in der Regel austauschen.

Unsinnig ist es in durchschnittlich und wenig energieeffizienten Häusern dagegen, wenn Sie die Heizung abdrehen, weil Sie ein paar Stunden nicht zu Hause sind. Dann kühlt Ihre Wohnung aus und Sie müssen nach Ihrer Rückkehr sehr stark heizen, damit es wieder warm ist. Wenn Sie sparsam heizen wollen, sollten Sie gleichmäßig und nicht auf hoher Stufe heizen.

3. Die richtige Temperatur wählen

Bei welcher Temperatur Sie sich am wohlsten fühlen, wissen Sie selbst am besten. Möglicherweise reicht es auch, wenn Sie die Temperatur ein halbes Grad tiefer einstellen. Denn je weniger Sie heizen, desto größer ist Ihre Ersparnis. Einen Anhaltspunkt, welche Temperatur in einer Wohnung angemessen ist, liefert eine Richtlinie für Arbeitsstätten (ASR 6):

  • 20 Grad sollten in einem Raum sein, in dem Menschen überwiegend sitzen.
  • 19 Grad sollen es sein, wenn Sie sich ein wenig im Raum bewegen oder stehen.
  • 17 Grad sind genug, wenn Sie sich viel bewegen.

Aber: Was im Büro angemessen ist, muss nicht Ihre Wohlfühltemperatur sein. Denn diese hängt davon ab, wie viel Wärme Sie selbst abstrahlen. Am wohlsten fühlen sich die meisten Menschen bei 21 bis 23 Grad im Winter (nach Norm EN 15251). Der Mittelwert von 22 Grad gilt dabei als Komforttemperatur. Menschen, die selbst viel Wärme abstrahlen, sind aber auch noch zufrieden, wenn es nur 19 oder 20 Grad in der Wohnung sind.

4. Lecks abdichten

Viel Wärme entweicht in der Regel durch Wohnungstüren und Fenster, auch wenn diese geschlossen sind. Über Nacht empfiehlt es sich in der Heizsaison daher, an den Fenstern Rollos herunterzulassen und Vorhänge zu schließen.

Können Sie direkt mit den Fingern spüren, dass es einen Luftzug unter den Fenstern und Türen gibt, sollten Sie die Fugen am Fenster und den Spalt zwischen Wohnungstür und Boden abdichten. Dazu gibt es für Fenster Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen im Baumarkt; für Türen sogenannte Zugluftstopper.

Wie sparen Sie Energie bei Warmwasser?

Für Warmwasser wenden Sie in der Regel deutlich weniger Energie auf als zum Heizen Ihrer Wohnung. Dennoch lässt sich auch dort billig heizen. Großes Einsparpotenzial haben Sie, wenn Sie einen Sparduschkopf an der Brause montieren.

Wenn Sie duschen statt zu baden, benötigen Sie in der Regel weniger Wasser und damit auch weniger Energie. Mit einem Durchflussbegrenzer am Wasserhahn von Waschbecken und Spüle verringern Sie Ihren Warmwasserverbrauch und damit auch Ihre Energiekosten ebenfalls. 

Heizen Sie das Wasser über eine Gastherme, können Sie in der Regel auch die Temperatur für das heiße Wasser einstellen. 45 Grad reichen. Für eine höhere Temperatur verbrennt Ihre Therme mehr Gas. Das ist unsinnig, wenn Sie das Wasser gar nicht so heißt benötigen und die Mischbatterie am Wasserhahn so einstellen, dass sie das heiße Wasser mit kaltem mischt. 

Ist bei Ihnen noch ein Durchlauferhitzer installiert, sollten Sie schnell nach einer alternativen Heizanlage suchen. Durchlauferhitzer belasten zwar nicht Ihre Heizkosten, dafür aber Ihre Stromrechnung – sie gehören zu den Stromfressern. Wie Sie weitere in Ihrem Haushalt identifizieren, erfahren Sie im Ratgeber Strom sparen. 

Wie lassen sich Heizkosten senken, wenn Sie im Eigenheim wohnen?

Die Heizkosten in einem Einfamilienhaus liegen im Schnitt höher als in einem Mehrfamilienhaus. Kein Wunder: Schließlich beheizen Sie allein das Haus. Kein Nachbar über, unter oder neben Ihnen hilft mit, die Wände warmzuhalten. Dafür haben Sie mehr Handhabe, sparsam zu heizen – durch kleine oder größere Änderungen an der Heizanlage oder beim Energieeinkauf.

Kosten für die Energielieferung reduzieren 

Heizen Sie mit Öl, empfiehlt es sich, die Preise für Heizöl auf entsprechenden Portalen zu vergleichen und dann zu kaufen, wenn die Angebote günstig sind. Die Heizölpreise variieren innerhalb eines Jahres um etwa 30 Prozent.

Mehr dazu im Ratgeber Heizöl im Internet kaufen

  • Über eine Portalabfrage erhalten Sie oft günstigere Angebote als beim lokalen Heizöl-Händler.
  • Unsere Anbieter-Empfehlung: Heizoel24, Esyoil

Zum Ratgeber

Beziehen Sie Erdgas über das öffentliche Gasnetz – auch als Mieter in einer Wohnung mit Gasetagenheizung – lohnt es sich, ab und zu die Angebote anderer Gasversorger zu prüfen. Befinden Sie sich noch in der Grundversorgung, sollten Sie schnellstmöglich einen anderen Vertrag abschließen – die Grundtarife sind im Schnitt die teuersten. Rund 14 bis 20 Prozent zahlen Sie sogar weniger, wenn Sie vom Grundversorger zu einem anderen Gasanbieter wechseln. Nutzen Sie für einen Preisvergleich unseren Finanztip-Gasrechner.

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Der Finanztip-Gasrechner basiert auf Daten der CHECK24 Vergleichsportal Energie GmbH sowie der Verivox GmbH. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass Sie ein verbraucherfreundliches Ergebnis nach Finanztip-Kriterien bekommen. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Für Daten der CHECK24 Vergleichsportal Energie GmbH: © 2019 CHECK24.de

Für Daten der Verivox GmbH: © Verivox GmbH – www.verivox.de – alle Angaben ohne Gewähr (Stand: 2019). Das Angebot darf nur für den privaten Gebrauch genutzt werden. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung des Angebots oder der auf diesen Seiten angezeigten Informationen – ganz oder auszugsweise, gleich in welcher Form – und jede Form der kommerziellen Verwendung ist nicht ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der Verivox GmbH zulässig.

Schließen Sie über Verivox oder Check24 den Vertrag ab, leiten die Portale den Vertragswechsel ein. Der Abschluss kommt aber in der Regel erst zustande, wenn Sie der gewählte Versorger anschreibt und den Vertrag bestätigt. Ab dann bleiben 14 Tage Zeit, den Vertrag zu widerrufen.

Ist bei Ihnen eine Stromspeicherheizung oder eine Wärmepumpe installiert, dann schließen Sie einen Heizstromtarif ab. Diese sind deutlich günstiger als Verträge für Haushaltsstrom. Erforderlich ist aber zumeist, dass ein zweiter Stromzähler installiert ist, der nur den Heizstrom misst.

Haben Sie bereits einen solchen Tarif, lohnt sich auch in diesem Fall, Angebote von anderen Versorgern abzurufen und mit den Preisen in Ihrem Vertrag zu vergleichen. Wie Sie das machen und worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber Elektroheizung.

Mehr dazu in den Ratgebern zu Speicherheizung und Wärmepumpe

Für Speicherheizungen und Wärmepumpen gibt es spezielle Heizstrom-Tarife.
 

Beziehen Sie Fernwärme, können Sie den Versorger nicht wechseln. Aber es gibt trotzdem Potenzial, die Kosten pro Kilowattstunde Fernwärme zu senken – indem Sie Ihre Anschlussleistung an das Fernwärmenetz prüfen lassen. Ist diese zu hoch gewählt, können Sie darum bitte, dass der Energieversorger die Leistung anpasst. Genaueres erfahren Sie in unserem Ratgeber Fernwärme

Leben Sie in einem Mehrfamilienhaus mit Fernwärmeanschluss, kann auch für dieses die Anschlussleistung geprüft und angepasst werden. Auffordern muss den Versorger aber stets der Hauseigentümer. In einem Mietshaus ist das Ihr Vermieter. Gehört Ihnen eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, muss die Eigentümergemeinschaft tätig werden.

Kleine Maßnahmen an der Heizanlage zur Effizienzsteigerung 

Eine Heizung arbeitet nie verlustfrei. Aber Sie können die Energieverluste verringern. Das fängt bei den Rohren an, die die Wärme durchs Haus leiten. Sind diese nicht gut gedämmt, können Sie das noch erledigen. Im Baumarkt gibt es dazu Rohrisolierung.

Ihren Heizkessel sollten Sie regelmäßig warten und reinigen lassen. Besitzen Sie eine Stromspeicherheizung, können Sie diese auch selbst mit dem Staubsauger von Dreck und Staub befreien. Darüber hinaus gelten im Eigenheim die gleichen Grundsätze wie in einer Mietswohnung. Wie Sie richtig heizen im Winter und richtig lüften erfahren Sie weiter oben.

Größere Maßnahmen, um die Heizkosten zu senken

Betreiben Sie eine Zentralheizung mit Heizöl, Erdgas, Flüssiggas oder Biomasse, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Anlage so zu modernisieren, damit Sie weniger Brennstoffe verfeuern müssen. Damit sich die Wärme gleichmäßig im Haus verteilen und somit der Heizkessel wiederum effizient feuern kann, empfiehlt sich ein hydraulischer Abgleich. Heizfachleute, Energieberater oder Schornsteinfeger können den Abgleich vornehmen. Diese können dazu regelbare Ventile und Pumpen an der Anlage einbauen. Bis zu 30 Prozent der Kosten übernimmt der Staat im Rahmen des Programms "Heizungsoptimierung". Sie stellen den Antrag auf Förderung beim Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Über dasselbe Förderprogramm können Sie auch die Investitionskosten in eine neue Umwälzpumpe abfedern. Die Umwälzpumpe hält den Wasserkreislauf in Gang: Warmes Wasser geht in die Heizkörper, abgekühltes Wasser kommt zurück zum Kessel. Eine moderne Pumpe braucht weniger Strom und entlastet so vor allem Ihre Stromrechnung.  

Tiefer in die Tasche müssen Sie greifen, wenn Sie den Heizkessel tauschen wollen. Die Ausgaben haben Sie aber in der Regel nach zehn bis zwölf Jahren wieder hereingeholt, wenn Sie noch keinen Brennwertkessel besitzen, sondern mit einem Niedertemperaturkessel oder sogar noch einem Standard-Heizkessel (oder Konstant-Temperaturkessel) feuern. Laut einer Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) von 2019 trifft das auf mehr als die Hälfte der Öl- und Gaskessel in Wohnhäusern zu. Rund 2 Millionen Ölheizungen sind zudem mindestens 25 Jahre alt. Unter den Gasheizungen gibt es etwa 1,3 Millionen, die mindestens 25 Jahre alt sind. Nach einem Gesetzentwurf der Bundesregierung müssen Sie spätestens 30 Jahre nach Einbau einen Standardkessel außer Betrieb nehmen. 

Ein Brennwertkessel arbeitet deutlich effizienter, denn er gewinnt aus dem Abgas einen Teil der Wärme zurück. 60 bis 80 Grad ist das Abgas noch heiß, wenn es in den Schornstein wandert. Bei Niedertemperaturkesseln beträgt die Temperatur noch 120 bis 160 Grad. Ein Brennwertkessel benötigt so in der Regel 10 bis 15 Prozent weniger Brennstoff, um ein Haus zu erwärmen. Die Kosten für einen neuen Kessel liegen bei mehreren Tausend Euro. Hinzu kommen Kosten für die Montage, den Warmwasserspeicher und mehr. Über die KfW-Bank gibt es günstige Kredite, verbunden mit einem Tilgungszuschuss. 

Wollen Sie Ihre Heizung auf erneuerbare Energien umstellen, helfen Ihnen Fördermittel des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle: Die Zuschüsse sind nicht an einen Kredit gekoppelt, sondern lediglich daran, dass Sie in eine solarthermische Anlage oder einen Biomassheizkessel oder eine Wärmepumpe investieren.

Am stärksten können Sie Ihre Heizkosten senken, wenn Sie Ihr Wohnhaus energetisch sanieren. Scheuen Sie den Aufwand und die Kosten, können aber auch mit vergleichsweise geringen Investitionen hohe Einsparungen erreichen – etwa mit der Einblasdämmung.

Dabei werden Dämmstoffe in Hohlräume im Mauerwerk eingebracht. Am effektivsten geht das bei Gebäuden, deren Außenwände aus zwei Mauern bestehen (zweischaliges Mauerwerk). Aber auch die Wärmeverluste über Keller und Dachstuhl können Sie mittels Einblasdämmung verringern, indem Sie unter dem Fußboden des Erdgeschosses oder in die Decke unter dem Dach Dämmmaterial einblasen lassen. Die Einblasdämmung ist an Außenwänden innerhalb eines Tages vorgenommen.

Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe kostet die Maßnahme rund 3.000 bis 4.000 Euro und spart in mehr als 40 Jahre alten unsanierten Altbauten rund 9.000 Kilowattstunden Wärme pro Jahr ein. Nach sechs bis sieben Jahren haben Sie die Ausgaben wieder drin, wenn Sie auch das Förderprogramm 430 der KfW-Bank nutzen.

Die KfW-Bank bietet verschiedene zinsgünstige Förderprogramme mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 30.000 Euro, wenn Sie nur einzelne Maßnahmen zur energetischen Sanierung vornehmen oder Ihr Haus energetisch komplett umkrempeln wollen: Für den Einbau neuer Fenster, die Dämmung von Wänden und Dächern, für effiziente Heizungs- und Lüftungsanlagen. Nicht nur die Baumaßnahmen fördert die Bank, sondern auch die Beratung, Planung und Messungen vor Beginn einer Maßnahme. Welches Programm das richtige für Sie ist, kann Ihnen ein Energieeffizienz-Experte sagen. 

KfW
Förderprogramme
  • Förderkredite für Kauf und Bau von selbstgenutzen Immobilien
  • Darlehen je nach Programm bis maximal 100.000 Euro
  • meist günstigere Zinssätze als marktüblich
  • besonders günstige Konditionen für Niedrigenergiehäuser

Erneuerbare Energien nutzen

Sparsam heizen lässt sich auch, wenn Sie Energie nutzen, die kostenlos zur Verfügung steht: Sonnenwärme oder Erdwärme. Eine solarthermische Anlage lässt sich dabei mit einer Gas-, Pellet- oder Ölheizung kombinieren.

Wollen Sie Erdwärme nutzen, brauchen Sie noch eine Wärmepumpe. Ein energieeffizientes Wohnhaus kann die Wärmepumpe auch allein beheizen. Einen weniger gut gedämmten Altbau sollte sie aus Kostengründen nicht allein warmhalten, sondern im Verbund mit einer zweiten Heizanlage.

Wo finden Hauseigentümer Beratung?

Ob Ihre Heizung optimal eingestellt ist, prüfen Energieberater der Verbraucherzentralen beim sogenannten Heiz-Check. Dazu ermittelt der Experte die Kennwerte Ihrer Heizanlage über einen Zeitraum von 24 Stunden und teilt Ihnen nach Auswertung der Messdaten mit, wie effizient die Anlage arbeitet und wie Sie sie kostensparender betreiben können. Der Heiz-Check kostet 30 Euro. Einkommensschwache Verbraucher zahlen nichts.

Wollen Sie wissen, ob Ihr Haus eher mehr oder eher weniger Wärme benötigt, können Sie es einem Gebäude-Check unterziehen. Energieberater der Verbraucherzentralen besuchen Sie auch dazu zu Hause und prüfen unter anderem Ihren Heizenergiebedarf und erklären Ihnen, wie Sie Energie und Kosten sparen können. Auch der Gebäude-Check kostet in der Regel 30 Euro.  

Interessieren Sie sich für eine energieeffiziente Sanierung Ihres Hauses, können Sie 60 Prozent der Beratungskosten über ein staatliches Förderprogramm finanzieren. Den Förderantrag müssen Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) stellen.

Mit welchen Kosten ist in Zukunft beim Heizen zu rechnen?

Im Vergleich zu Strom sind Erdgas und Heizöl bislang vergleichsweise billig. Das liegt vor allem daran, dass der Strompreis deutlich stärker mit Steuern, Umlagen und Abgaben belastet ist als der Gaspreis und als Heizöl.

Ab 2021 plant der Gesetzgeber, auf fossile Brennstoffe, die zum Heizen und im Verkehr eingesetzt werden, einen CO2-Preis zu erheben. Pro ausgestoßener Tonne Kohlendioxid, die beim Verbrennen entsteht, sollen 2021 zunächst 10 Euro gehoben werden. Der Preis soll jedes Jahr steigen und 2025 35 Euro betragen. Die Belastung mit dem CO2-Preis werden die Heizölhändler, Gasversorger und Fernwärmeanbieter, die ihre Kraftwerke mit Gas oder Kohle betreiben, vermutlich direkt an die Kunden weitergeben. Noch hat der Gesetzentwurf den Bundesrat nicht passiert.

Autor
Ines Rutschmann

Stand: 12. November 2019


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