Beste Flug­such­maschine

So findest Du günstige Flüge im Internet

Max Mergenbaum
Finanztip-Experte für Reise
08. Oktober 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Mit Flugsuchportalen suchst Du im Internet bequem nach günstigen Flügen.
  • Allerdings verteuern sich die Preise oft im Buchungsprozess – durch Sitzplatzreservierungen, Gepäckaufschläge und Gebühren für bestimmte Zahlungsweisen.
So gehst Du vor
  • Vergleiche die Preise auf guten Flugportalen.
  • Hast Du Deinen Wunschflug gefunden, vergleiche das Portal-Angebot mit dem Preis auf der Seite der jeweiligen Airline. Buche direkt bei der Fluggesellschaft, wenn Du dort dasselbe Angebot günstiger findest.

Im Internet werben unzählige Plattformen mit den „günstigsten Flügen“. Bei vielen Anbietern handelt es sich allerdings eher um Lockangebote: Denn meist wird der Preis teurer, sobald Du Dich durch den Buchungsprozess klickst. Das ist ärgerlich, kostet viel Zeit und vor allem Geld. Wir haben uns die unterschiedlichen Portale für die Flugsuche näher angeschaut und herausgefunden, wo getrickst wird und wie Du trotzdem zu einem günstigen Flug kommst. Außerdem geben wir Dir einige Tipps für die Flugbuchung mit auf den Weg.

Worauf solltest Du beim Flugbuchen achten?

Falls Du bei der Wahl Deines Urlaubsziel noch offen bist, kannst Du Dir bei Google Travel die günstigsten Preise für verschiedene internationale Flugrouten anzeigen lassen. Dazu musst Du unter der Suchmaske lediglich auf „Reiseziele entdecken“ klicken und die Weltkarte aufrufen. Wichtig: Zusätzliche Kosten für Gepäck oder Zahlmethoden sind in der Preisanzeige noch nicht einberechnet. Aber einen ersten Überblick kannst Du Dir trotzdem verschaffen.

Direktflug oder Zwischenstopp?

Wer reist, möchte möglichst schnell an sein Ziel kommen. Direktflüge sind dementsprechend beliebt. Es kann sich finanziell aber beim Fliegen manchmal auszahlen, einen Umweg in Kauf zu nehmen und gerade bei Langstrecken einen Zwischenstopp einzulegen. Ebenso kann es sich lohnen, bei großen Städten mehrere Flughäfen in die Suche miteinzubeziehen. Statt zum Beispiel London Heathrow anzufliegen, kann es günstiger sein, den weniger zentralen Flughafen Stansted zu nutzen.

Auch Gabelflüge können günstiger sein. Dabei fliegst Du von einem anderen Flughafen zurück, als Du angekommen bist. Du nimmst zum Beispiel einen Flug von Frankfurt nach San Francisco, nutzt dann einen Mietwagen bis Los Angeles und fliegst von dort zurück nach Frankfurt. Natürlich musst Du bei beiden Varianten Kosten und Dauer für die längeren Transfers mitberücksichtigen.

Umbuchungen werden meistens teurer

Wichtig: Für Flüge hast Du kein 14-tägiges Widerrufsrecht. Wenn Du Dich beim Datum oder der Flugzeit vertust, erlauben Dir die Fluggesellschaften in der Regel, innerhalb von 24 Stunden kostenlos zu stornieren. Danach fallen allerdings Stornogebühren an.

Falls Dir Flexibilität besonders wichtig ist, solltest Du zunächst schauen, über welche flexiblen Optionen die Fluggesellschaften verfügen. Einige Airlines bieten aufgrund der Corona-Pandemie noch kostenlose Umbuchungen an. So kannst Du bei Easyjet noch bis Ende 2021 pro Passagier und Flug kostenlos eine Flugänderung vornehmen. Falls Dein neuer Flug teurer ist, musst Du die Preisdifferenz bezahlen. Bei Eurowings können alle Flüge in Europa, die bis zum 29. Oktober 2022 stattfinden, ohne Gebühr umgebucht werden. Unabhängig von diesen Aktionen kannst Du Flex-Tarife nutzen, um Deinen Flug jederzeit verschieben zu können.

Anders sieht es aus, falls die Airline Deinen Flug streichen sollte. Dann steht Dir der volle Flugpreis und eventuell auch eine Entschädigung zu. Mehr Infos findest Du in unserem Ratgeber zum Thema Flugannullierung.

Nimm Dir Zeit beim Buchen

Ob Airline oder Flugportal – Buchungsseiten setzen Kunden beim Buchen oft unter Druck. Einblendungen wie „nur noch X Plätze verfügbar“ oder „X Personen sehen sich gerade diesen Flug an“ sollen Dich zum schnellen Ticketkauf bewegen. Dabei gilt für die Flugsuche dasselbe wie für die Schnäppchenjagd im Internet: Lass Dich nicht unter Druck setzen, sondern prüfe jedes Angebot in Ruhe.

Achte auf Zusatzkosten

Laut einer EU-Verordnung müssen bei Flugpreisen sämtliche unvermeidbaren Steuern, Gebühren und Zuschläge angegeben werden. Trotzdem machst Du als Kunde immerzu die Erfahrung, dass sich der Flugpreis während des Buchungsvorgangs verteuert. Airlines und Flugportale machen es sich schlicht zunutze, dass es sich bei Extras wie Aufgabe­gepäck oder Sitzplatzreservierungen um optionale Kosten handelt. Doch eigentlich müssten auch diese Kosten gleich zu Beginn der Buchung ausgewiesen werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) erst kürzlich bestätigt (Urteil vom 24. August 2021, Az. X ZR 23/20). In der Praxis sieht es leider nach wie vor so aus, dass viele Anbieter sich nicht an diese Vorgaben halten. 

Im gleichen Urteil hat der BGH es ebenfalls für unzulässig erklärt, dass Kunden als kostenlose Zahlungsmöglichkeit nur der Weg über eine Kreditkarte angeboten wird, „über die ein großer Teil der Kunden nicht verfügt“. Aber auch diese unzulässige Praxis kommt weiterhin vor (siehe unsere Beispiele weiter unten).

Bei manchen Flugportalen fallen darüber hinaus noch Gebühren für simple Serviceleistungen an – zum Beispiel den Versand der Buchungsbestätigung per Mail.

Bei einigen Flugportalen kann es zu nachträglichen Preisanstiegen kommen, da die Flugpreise in den Suchergebnissen nicht aktuell sind. Dann kann es passieren, dass beim Klicken auf das Angebot plötzlich eine Meldung wie „Flugpreis angestiegen“ erscheint – und der Flug plötzlich deutlich mehr kostet als noch vor wenigen Sekunden.

Schließe keine unnötigen Versicherungen ab

Bei jedem Flugportal oder jeder Airline kannst Du zusätzlich zu Deiner Flugbuchung eine Reihe von Versicherungen dazubuchen. Wir empfehlen grundsätzlich, Versicherungen nicht über Portale abzuschließen – sondern getrennt von der Buchung bei guten Anbietern. Besonders penetrant tritt dabei das Portal flug.de auf. Gibst Du an, dass Du eine Versicherungsleistung nicht brauchst, erscheint eine Meldung, die Deine Entscheidung hinterfragt und Dich vor „erheblichen finanziellen Risiken“ warnt. 

Eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung sollte jeder Reisende im Gepäck haben. Alle anderen Reiseversicherungen sind optional. Eine Reiserücktrittversicherung kann sich für Familien mit kleinen Kindern und Senioren lohnen. Schließe solche Versicherungen aber – wie gesagt – lieber getrennt von Flugbuchung bei guten Anbietern ab. Auf eine Reisegepäckversicherung kannst Du dagegen getrost verzichten.

Sei sorgfältig bei Deinen Angaben

Vor dem Abschluss Deiner Buchung solltest Du sorgfältig Deine Angaben überprüfen. Achte darauf, dass alle Deine Angaben korrekt sind, zum Beispiel Dein Name richtig geschrieben ist. Die meisten Fluggesellschaften erlauben Dir zwar kurz nach der Buchung kleinere Tippfehler zu korrigieren. Spätere oder umfangreichere Korrekturen können dagegen teuer werden – je nach Fluggesellschaft fallen unterschiedlich hohe Gebühren an. Brauchst Du für die Einreise ein Visum, kann es mit der Einreisebehörde des Ziellandes Probleme geben, wenn sich Dein Name auf Flugticket und Pass unterscheidet. 

Zahle mit Kreditkarte

Wenn Du Deine Flüge einzeln buchst, solltest Du sie immer mit Kreditkarte bezahlen. Das gilt insbesondere, wenn Du sie direkt bei der Fluggesellschaft buchst. Denn im Gegensatz zu Pauschalreisen sind einzelne Reiseleistungen nicht gegen eine Insolvenz des Anbieters versichert. Sollte die Fluggesellschaft nach der Buchung Pleite gehen, kannst Du zwar Deine Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden. In der Regel bleibt für Fluggäste von der Insolvenzmasse aber nichts übrig. Hast Du Dein Flugticket allerdings per Kreditkarte bezahlt, kannst Du Deine Bank bitten, Deine Zahlung per Chargeback-Verfahren zurückzuholen. 

Beachte die Einreisebestimmungen

Informiere Dich beim Auswärtigen Amt über die Einreisebestimmungen in Deinem Zielland, bevor Du einen Flug buchst. In vielen Ländern musst Du Dich vor der Einreise elektronisch registrieren und den Nachweis darüber digital oder in Papierform mit Dir führen. Die Fluggesellschaften sind verpflichtet, solche Einreiseformulare vor dem Abflug zu überprüfen. Darüber hinaus musst Du bei der Einreise in der Regel einen aktuellen Test-, Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Mehr Infos zu Reisen und Corona findest Du hier.

Welche Flugportale sind gut?

Wenn Du nach günstigen Flügen suchst, ist es sinnvoll, bei einem Flugportal zu beginnen. Zum einen bekommst Du dort einen Überblick über das Angebot von verschiedenen Airlines. Zum anderen zeigen Dir die Portale auch Kombinationen von Flügen verschiedener Airlines an, die insgesamt günstiger sind, als zweimal mit der gleichen Fluggesellschaft zu fliegen. Trotz dieser Vorteile solltest Du allerdings auch ein paar Dinge über die Flugportale wissen, bevor Du loslegst.

Wir haben uns im September 2021 zehn Flugportale und Flug­vermittler näher angesehen, die in der Suchmaschine Google auf den oberen Plätzen landen. Dabei ist uns aufgefallen, dass es bei Flugsuchportalen zum Teil erhebliche Unterschiede gibt – besonders bei Preistransparenz und Zusatzkosten. Kurzum: Es gibt einige Tücken, die Du berücksichtigen solltest.

Zunächst ein wichtiger Unterschied: Es gibt zwei Arten von Flugportalen. Flug­vermittler wie Expedia oder Fluege.de sind Online-Reisebüros. Du kannst auf ihren Seiten nicht nur verschiedene Flugangebote vergleichen, sondern auch direkt die Tickets der Airlines kaufen.
 
Flug­such­maschinen wie Momondo oder Skyscanner verkaufen selbst keine Flugtickets, sondern leiten Dich auf die Seiten der Airlines weiter, wenn Du Dich für einen Flug entschieden hast. Dafür erhalten sie in der Regel eine Provision von der Fluggesellschaft. Manche Portale wie Momondo vergleichen die Preise von Airlines und einigen Flug­vermittlern, funktionieren also als Meta-Flugsuchmaschine. Bei diesen Anbietern bekommst Du das breiteste Angebot. Außerdem sind sie durch die Weiterleitung zur Airline in der Regel preistransparenter als die Vermittler. Unserer Einschätzung nach solltest Du daher Flug­such­maschinen statt Flug­vermittler nutzen. 

Was zeichnet gute Flugportale noch aus? Gute Filtereinstellungen! Diese sind besonders wichtig:

Direktflugverbindung - Die günstigsten Flüge sind oft mit Zwischenstopps verbunden und dauern sehr lange. Wenn Du das vermeiden willst, weil solche Zwischenstopps zum Beispiel bei Reisen mit Kindern besonders anstrengend sind, kannst Du bei der Suche nach Direktflugverbindungen filtern. Diese Option bieten alle die von uns untersuchten Portale an. Bei manchen Anbietern kannst Du zusätzlich die maximale Flugdauer und die Anzahl der Stopps einstellen. 

Multistopp oder Gabelflug - Auch diese Funktion ist bei Flugportalen Standard. Mit der Option Multistopp kannst Du Zwischenstationen zu Deiner Flugreise hinzufügen. Beim Gabelflug fliegst Du von verschiedenen Flughäfen hin- oder zurück.

Flexibles Datum - Diese Funktion erlaubt es Dir, einfach zu vergleichen, wie sich der Preis für Deinen Flug ändert, wenn Du einen oder mehrere Tage früher oder später fliegst. Zum Teil schwanken die Preise innerhalb von drei Tagen erheblich je nach Wochentag.

Flexible Umbuchung - Spätestens seit der Corona-Pandemie besonders wichtig: Flexibilität. Auf guten Portalen kannst Du Dir mit diesem Filter nur Flüge anzeigen lassen, die Dir eine kostenlose Umbuchung erlauben, falls sich Deine Reisepläne nach der Buchung ändern sollten.

Frei­gepäck - Ebenfalls ein nützlicher Filter ist der nach Frei­gepäck. Damit suchst Du direkt nur nach Flügen, die bereits die Kosten für Gepäck beinhalten. Bei einigen Portalen, wie zum Beispiel Momondo kannst Du über einen Rechner einstellen, was Du für Hand- und Aufgabe­gepäck mitnehmen willst und Dir die entsprechenden Flüge anzeigen lassen. 

Preis­alarm - Du hast noch etwas Zeit bis zu Deiner Reise und findest die Flüge zu teuer? Auf manchen Portalen kannst Du Dich benachrichtigen lassen, wenn sich die Preise für Deine gesuchte Strecke ändern. Dazu musst Du lediglich Deine Mail-Adresse angeben.

Zwei Portale sind uns positiv aufgefallen

Einige Portale brummen Dir unnötige Extra­kosten auf. So verlangen etwa die Flug­vermittler Flüge.de und Flug.de eine Zusatzgebühr, wenn Du nicht mit einer eigens von den Portalen vertriebenen Mastercard Gold-Kreditkarte bezahlst. Bei Lastminute.de wird Dein Flug teurer, wenn Du nicht mit einer Visa-Kreditkarte bezahlst. 

Beim Anbieter Opodo bekommst Du den günstigsten Flugpreis nur, wenn Du ein kostenpflichtiges Abo abschließt. Bei Check24 musst Du an einem Bonusprogramm teilnehmen. Sonst wird eine Gebühr von rund 17 Euro fällig. Die Teilnahme an diesem Programm ist zwar kostenlos, aber Du stimmst damit der Weitergabe Deiner Daten zu Werbezwecken zu.

Einen besonders guten Eindruck haben bei unserer Recherche dagegen die Flug­such­maschinen von Momondo und Idealo gemacht. Beide Portale bieten sinnvolle Filtereinstellungen. So kannst Du nach Flügen mit Umbuchungsoption und inklusivem Gepäck suchen. Bei Idealo kannst Du per Filtereinstellungen nach Flugtarifen inklusive Aufgabe­gepäck suchen. Bei Momondo kannst Du in einem Preisrechner Dein Hand- und Aufgabe­gepäck angeben. 

In unseren Stichproben waren die Preise beider Flug­such­maschinen nicht merklich teurer als bei den Fluggesellschaften selbst. Eine Garantie dafür, dass dies bei allen Flügen der Fall ist, können wir leider nicht abgeben. Daher solltest Du die Angebote bei den beiden Portalen immer mit den Preisen bei den Airlines vergleichen. Bei erheblichen Preisunterschieden solltest Du direkt bei den Fluggesellschaften buchen.

Häufig genutzte Flugportale im Vergleich

Flug-

suchmaschine

Preis-

alarm

flexibles

Datum

flexible

Umbuchung

Frei­gepäck

Extra-

kosten1

Momondojajajaja2 

Flug.idealo.de

neinneinjaja 
Skyscannerjaneinjanein

Preisanstieg möglich

Flug.check24janeinjajaTeilnahme am Check24-Punkte-Programm notwendig, sonst rund 17 € Gebühr

1 Bei allen Anbietern kommen im Buchungsverlauf Zusatzkosten für Aufgabe­gepäck und Sitzplatzreservierung hinzu.
2, 4 Preisrechner, um Kosten für Hand- und Aufgabe­gepäck zu bestimmen
3, 5 Ob die Option flexible Umbuchung möglich ist, wird in der Ergebnisliste unter jedem Angebot angezeigt.
Quelle: Finanztip (Stand: 29. September 2021)

Flug­vermittler

Preis-

alarm

flexibles

Datum

flexible

Umbuchung

Frei­gepäck

Extra-

kosten1

Opodojaneinnein3neinExtra-Services, Gebühr für Nicht-Abonnenten
Fluege.deneinjajaja

Extra-Services, Gebühr, wenn

nicht mit Fluege.de-Mastercard Gold bezahlt

wird

Lastminute.deneinjajanein

Gebühr, wenn nicht mit Visa-Kreditkarte gezahlt

wird

Swoodoo.comjaneinjaja4 
Flug.deneinjaneinja

15 bis 20 € Gebühr, wenn nicht mit Mastercard Gold bezahlt

wird

Flugladen.deneinjanein5neinExtra-Services, Preisanstieg möglich

1 Bei allen Anbietern kommen im Buchungsverlauf Zusatzkosten für Aufgabe­gepäck und Sitzplatzreservierung hinzu.
2, 4 Preisrechner, um Kosten für Hand- und Aufgabe­gepäck zu bestimmen
3, 5 Ob die Option flexible Umbuchung möglich ist, wird in der Ergebnisliste unter jedem Angebot angezeigt.
Quelle: Finanztip (Stand: 29. September 2021)

Flüge direkt über die Airline zu buchen, kann auch weitere Vorteile haben. Es ist klar, dass die Fluggesellschaft Deine direkte Ansprechpartnerin ist. Bei der Buchung über ein Flugportal schließt Du dagegen zwei Verträge ab: Einmal mit dem Portal und einmal mit der Airline selbst. Im Falle einer Stornierung oder Umbuchung kann es sein, dass Du Dich mit dem Portal auseinandersetzen musst. Manche Anbieter erheben dann auf die Storno- und Umbuchungsgebühr der Fluggesellschaft zusätzlich noch eigene Preisaufschläge. Wenn die Airline dagegen Deinen Flug annulliert, ist sie für die Erstattung zuständig, auch wenn Du Dein Ticket über ein Portal gebucht hast. 

Meldet eine Fluggesellschaft Insolvenz an, hast Du nur Anspruch gegenüber der Airline, wenn Du Deinen Flug individuell über ein Portal gebucht hast. Das Flugportal leitet den Ticketpreis nämlich lediglich an das Unternehmen weiter, meist nach Abzug einer Provision. Von diesem darfst Du den Reisepreis nur in einem Fall zurückfordern: Falls das Portal das Geld noch nicht weitergegeben hat, es also noch nicht auf dem Konto der Fluggesellschaft gelandet ist.

Wann sind Flüge am günstigsten?

Auch bei der Flugsuche gilt: Es lohnt sich beim Abflug- und Rückflugdatum flexibel zu sein. Randzeiten wie frühmorgens oder spätabends, Wochentage statt Wochenenden sind meist günstiger. Das gleiche gilt für Flüge außerhalb der Urlaubssaison

Eine Auswertungen von mehreren Flugportalen kam zu dem Ergebnis, dass sich bei Flügen innerhalb Europas vor allem die Monate Dezember, Januar und Februar zum Buchen günstiger Tickets lohnen, bei Fernreisen eher der Monat August. Aber solche Untersuchungen bilden lediglich Durchschnittswerte über viele Flugbuchungen hinweg ab.
 
Wenn Du rausfinden willst, an welchen Monaten Du besonders günstige Flugtickets für Dein nächstens Urlaubsziel erhältst, kannst Du zwei Tools des Flugportals Momondo nutzen:
Gib dafür zunächst Deine Flugdaten in die Suchmaske ein. Beim Datum wählst Du einen Zeitraum, der Dir passen würde. Auf der Ergebnisseite kannst Du anschließend zunächst den Preiskalender anschauen, um herauszufinden, an welchen Tagen innerhalb von zwei Monaten die Ticketpreise besonders günstig sind. Wenn Du über dem Preiskalender auf „Flugprognose“ klickst, erhältst Du anschließend eine Jahresübersicht für die Ticketpreise Deiner Route.

Wie unterscheiden sich die Airlines beim Hand­gepäck?

Leider haben viele Fluggesellschaften ihre Gepäckbestimmungen verschärft. Bei vielen Airlines kannst Du mittlerweile nur noch kleine Taschen und Koffer kostenlos als Hand­gepäck mitführen, die sich auch unter dem Sitz verstauen lassen. Für größere Taschen und Trollis musst Du bereits extra bezahlen. Es sei denn Du wählst einen teuren Tarif. In der folgenden Tabelle haben wir die Gepäckrichtlinien der elf beliebtesten Fluggesellschaften in Deutschland aufgelistet.

Die Angaben beziehen sich dabei auf die Spartarife, die meist nur Hand­gepäck erlauben und die Standardtarife, die auch Aufgabe­gepäck beinhalten. Bei den Aufschlägen für zusätzliches Gepäck haben wir die Preise abgefragt, die entstehen, wenn Du dieses online hinzufügst. Wenn Du zusätzliches Gepäck dagegen erst am Flughafen dazu buchst, sind die Preise nochmal teurer.

Gepäckrichtlinien für beliebte Airlines in Deutschland
AirlineHand­gepäck

max.

Größe

sonstiges

Gepäck

LufthansaEconomy Light: einmal 55 x 40 x 23 cm, max. 8 kg 
EurowingsBasic-Tarif: einmal 40 x 30 x 25 cm
Smart-Tarif: zusätzlich einmal 55 x 40 x 23 cm 
 
RyanairValue-Tarif: 
40 x 25 x 20 cm, Regular Fare: zusätzlich einmal 55 x 40 x 20 cm, max. 10 kg
 
EasyjetStandard-Tarif: einmal 45 x 36 x 20 cm
Sitzplatz Up front/ Extra legroom oder Flex-Tarif: zusätzlich einmal 56 x 45 x 25 cm
 
Turkish AirlinesEcoFly und ExtraFly:
einmal 55 x 40 x 23 cm (bis max. 8 kg) und einmal 40 x 30 x 15 cm
Laptoptasche, Handtasche
Condor

Economy Light: einmal 40 x 30 x 10 cm, großes Hand­gepäckstück (55 x 40 x 20 cm) für 9,99 €
Economy Classic: 

einmal 55 x 40 x 20 cm & einmal 40 x 30 x 10 cm kleine Tasche, max. 8 kg

 
EmiratesEconomy Class: 55 x 38 x 20 cm, max. 7 kg 
TUIfly1Pure Tarif und Perfect Tarif: 
55 x 40 x 30 cm, max. 6 kg inklusive
Laptoptasche oder Handtasche oder Portemonnaie,
Mantel oder Überhang oder Schal, Halstuch oder Decke
AirFranceEconomy (Standard und Light): 
einmal 55 x 35 x 25 cm, bis max. 12 kg
Handtasche
oder Umhängetasche
oder Tasche für Laptop, Fotoapparat oder anderes elektronisches Gerät
Alitalia55 x 35 x 25 cm, bis max. 8 kgAktentasche oder
Laptoptasche oder
Handtasche oder
Kinderwagen für Kinder unter 12 Jahren
KLMEconomy Class: 55 x 35 x 25 cm & 40 x 30 x 15 cm, bis max. 12 kg  

1 TUIfly: Alle Angaben für Aufgabe­gepäck für Region 2: Finnland, Griechenland, Italien, Malta, Portugal Festland, Spanien Festland, Tunesien, Türkei, Zypern
Alle Preisangaben für Spar- und Standarttarife; bei Aufgabe­gepäck: Preise für Online gebuchtes Gepäck
Quelle Finanztip (Stand: 30. September 2021)

AirlineAufgabe­gepäck

bis 15 kg

bis 23 kg

bis 32 kg
Lufthansa Economy light: einmal für 15 bis 60 €, max. 150 cm in Summe
Economy Classic und Flex: 
einmal inklusive
 
Eurowings Basic-Tarif: 
einmal ab 17 €
Smart-Tarif: 
einmal inklusive
Basic-Tarif: einmal ab 65 €
Smart-Tarif: einmal ab 50 €
RyanairValue Tarif:
bis 10 kg: 12,99 bis 35,99 €
Value Tarif: 
bis 20 kg: 20,99 bis 59,99 €
 
EasyjetStandard-Tarif: 8,99 bis 45,99 €Standard-Tarif: 
11,99 bis 55,99 € Flex-Tarif: 
inklusive
15 € pro 3 kg
Turkish AirlinesEcoFly:
15 kg Aufgabe­gepäck inklusive
ExtraFly:
20 kg Aufgabe­gepäck inklusive
PrimeFly:
25 kg Aufgabe­gepäck inklusive
 
Condor

Economy Light:
bis 20 kg

24,99 €

Economy Classic: 
bis 20 kg inklusive
 
Emirates 

Economy Class Special1:

20 kg

Economic Class Saver2:

25 kg
jeweils max. 300 cm in Summe

Economy Class Flex:

30 kg,

max. 300 cm in Summe

TUIfly3 Pure Tarif: 
bis 20 kg für 35 € (pro Strecke) 
Perfect Tarif: 
bis zu 20 kg inklusive

Pure Tarif: bis 25 kg 47 €, bis 32 kg 57 €

Perfect Tarif:

bis 25 kg 17 €, bis 32 kg 27 €

AirFrance Economy Light: 
bis 23 kg für 30 €
Economy Standard & Flex: 
bis zu 23 kg inklusive
 
Alitalia 

Economy Light: 
einmal für 50 bis 60 €
Economy: 
bis zu 23 kg inklusive, für bestimmte Ländern z.B. Brasilien 
zweimal inklusive Premium

Economy:

zweimal bis zu 23 kg inklusive

 
KLM Economy Light: 
innerhalb Europas: einmal für 20 bis 70 €
Interkontinentalflüge:
einmal für 30 bis 240 €
Economy Standard oder Flex: 
bis zu 23 kg inklusive,
max. 158 cm insgesamt
 

Emirates Economy Class Special: 25 kg in Economy Special für Flüge zwischen den VAE und Indien
Emirates Economic Class Saver: 30 kg in Economy Saver für Reisen aus Australien und Neuseeland
TUIfly: Alle Angaben für Aufgabe­gepäck für Region 2: Finnland, Griechenland, Italien, Malta, Portugal Festland, Spanien Festland, Tunesien, Türkei, Zypern
Alle Preisangaben für Spar- und Standarttarife; bei Aufgabe­gepäck: Preise für Online gebuchtes Gepäck
Quelle Finanztip (Stand: 30. September 2021)

Die wichtigsten Fragen zusammengefasst

Wo findest Du die günstigsten Flüge?

Wann ist es am günstigsten zu fliegen?

Vergangene Untersuchungen 

Flugportale und Flug­such­maschinen haben wir uns zuletzt 2016 ausführlich angesehen. Hier findest Du die Untersuchung 2016 zum Thema Flugportale.

* Was der Stern bedeutet:

Finanztip gehört zu 100 Prozent der gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.