Doppelte Haushaltsführung

So sparen Sie Steuern mit der Zweitwohnung

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Beschäftigungsort führt, kann grundsätzlich seine Aufwendungen als Werbungskosten von der Steuer absetzen.
  • Bis zu 1.000 Euro der monatlichen Unterkunftskosten am Beschäftigungsort können Sie als Werbungskosten absetzen.
  • Voraussetzung ist, dass Sie weiterhin einen eigenen Haushalt an Ihrem ersten Wohnort haben. Dieser muss Ihr Lebensmittelpunkt sein.
  • Falls Sie vom Hauptwohnsitz täglich innerhalb einer Stunde zum Arbeitsplatz pendeln könnten, müssen Sie damit rechnen, dass das Finanzamt eine doppelte Haushaltsführung ablehnt.

So gehen Sie vor

  • Eine doppelte Haushaltsführung machen Sie als Arbeitnehmer in der Anlage N Ihrer Steuererklärung geltend.
  • Das Finanzgericht Düsseldorf ist – anders als die Finanzämter – der Meinung, dass zusätzlich zu den Unterkunftskosten die nachweisbaren Aufwendungen für Möbel, Gardinen, Lampen und Haushaltsartikel absetzbar sind. Diese wären dann auch absetzbar, wenn die monatliche 1.000-Euro-Grenze schon ausgeschöpft ist. Tragen Sie deshalb auch diese Kosten in der Steuererklärung ein. Lehnt das Finanzamt ab, sollten Sie Einspruch einlegen.
  • Ihre Verpflegungsmehraufwendungen (innerhalb der ersten drei Monate), Fahrtkosten und etwaige Umzugskosten zählen ebenfalls als Werbungskosten.
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In Hamburg wohnen und in Berlin arbeiten: Arbeitnehmer müssen heutzutage flexibel und mobil sein. Der Fiskus belohnt das: Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt am Beschäftigungsort unterhält, kann seine Aufwendungen als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Doppelte Haushaltsführung heißt das im Fachjargon.

Welche Voraussetzungen gibt es für eine doppelte Haushaltsführung?

Für eine doppelte Haushaltsführung müssen diese vier Punkte erfüllt sein:

  • Die Wohnung wird aus beruflichen Gründen bezogen.
  • Der Arbeitnehmer nutzt diese Zweitwohnung am Ort der „ersten Tätigkeitsstätte“, dem Beschäftigungsort. Auf jeden Fall sollte er von dieser Wohnung aus den Arbeitsplatz schneller erreichen können als von der Hauptwohnung.
  • Der Arbeitnehmer unterhält weiterhin außerhalb des Beschäftigungsorts seinen Hauptwohnsitz.
  • Dieser Hauptwohnsitz bildet zugleich seinen Lebensmittelpunkt.

Das Finanzamt berücksichtigt dann die Kosten der Zweitwohnung, Fahrtkosten, innerhalb der ersten drei Monate Zusatzkosten für die Verpflegung (Verpflegungsmehraufwendungen) und Umzugskosten. Ihre Mehraufwendungen können Sie als Werbungskosten abziehen, soweit Ihr Arbeitgeber sie Ihnen nicht steuerfrei erstattet hat. Eine anerkannte doppelte Haushaltsführung gilt unbefristet, das heißt über den gesamten Zeitraum der Beschäftigung (§ 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 5 des Einkommensteuergesetzes).

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat Details und Beispiele in einem Schreiben vom 24. Oktober 2014 zusammengestellt (IV C 5 - S 2353/14/10002). Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2014 (IV C 6 - S 2145/10/10005) zu den Entfernungspauschalen. Schließlich sind auch Fahrtkosten absetzbar.

Sie beantragen die doppelte Haushaltsführung, indem Sie die dritte Seite der Anlage N ausfüllen.

Tipp

Freibetrag eintragen lassen

Weil eine doppelte Haushaltsführung in der Regel mit dauerhaften Zusatzkosten verbunden ist, können Sie die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens für sich nutzen, indem Sie beim Finanzamt einen Freibetrag beantragen. Dann müssen Sie aber auf jeden Fall eine Steuererklärung abgeben.

Welche beruflichen Gründe zählen?

Eine doppelte Haushaltsführung muss beruflich veranlasst sein. Als Gründe zählen vor allem:

  • ein Wechsel des Beschäftigungsorts, weil Sie versetzt wurden,
  • ein Wechsel des Arbeitsplatzes,
  • die Aufnahme eines Beschäftigungs- oder Dienstverhältnisses außerhalb Ihres bisherigen Wohnorts und dessen Umgebung.

Immer geht es darum, dass von der Zweitwohnung aus die Tätigkeitsstätte schneller zu erreichen ist. Das Ganze funktioniert auch umgekehrt: Eine doppelte Haushaltsführung ist ebenfalls beruflich begründet, wenn Sie Ihre Hauptwohnung aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort wegverlegen – und anschließend am Beschäftigungsort einen Zweithaushalt gründen, um von dort aus weiter Ihrem bisherigen Job nachzugehen (sogenannte Wegverlegungsfälle).

Worauf kommt es beim eigenen Haushalt an?

Damit der Fiskus eine doppelte Haushaltsführung berücksichtigt, müssen Sie an Ihrem Beschäftigungsort eine Zweitwohnung haben und einen eigenen Haushalt an einem anderen Ort führen, der Ihren Lebensmittelpunkt darstellt.

Ein eigener Haushalt setzt eine Ihren Lebensbedürfnissen entsprechende Wohnung voraus. Diese Wohnung muss Ihnen gehören, von Ihnen gemietet sein oder Sie dürfen sie als Partner oder Ehegatte nutzen. Außerdem bestimmen Sie die Haushaltsführung selbst oder tragen wesentlich dazu bei.

Wenn die Hauptwohnung nicht allzu weit vom Arbeitsplatz entfernt ist und Sie diesen von dort aus in zumutbarer Weise täglich erreichen könnten, ist es mitunter schwierig, die Kosten für eine Zweitwohnung abzusetzen. So lehnte der Bundesfinanzhof (BFH) eine doppelte Haushaltsführung eines Steuerpflichtigen ab, der eine Zwei-Zimmer-Wohnung mietete – sechs Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt (BFH, Urteil vom 16. November 2017, Az. VI R 31/16).

Nach Meinung der Richter hätte er von der 36 Kilometer entfernt liegenden Familienwohnung den Arbeitsplatz täglich in zumutbarer Weise erreichen können. Dieser lag zwar in einer Großstadt, doch sowohl per Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln in gut einer Stunde erreichbar. Deshalb sei in diesem Fall die Hauptwohnung ebenfalls am Beschäftigungsort. Für eine doppelte Haushaltsführung müssen jedoch der Ort des eigenen Hausstands und der Beschäftigungsort auseinanderfallen. Den Begriff „Beschäftigungsort“ legen Gerichte und Finanzämter weit aus.

Dieses Beispiel zeigt: Ob tatsächlich eine doppelte Haushaltsführung vorliegt, hängt immer vom Einzelfall ab. Die Entfernung zur Tätigkeitsstätte ist ein wesentliches, aber nicht das einzige wichtige Merkmal. Entscheidend ist vielmehr, ob ein tägliches Pendeln von der Hauptwohnung in der individuellen Situation zumutbar ist. Dabei kommt es insbesondere auf die konkreten Verkehrsverbindungen und Fahrzeiten an.

Seit 2014 ist für einen eigenen Hausstand eine finanzielle Beteiligung an den laufenden Kosten der Haushaltsführung vorgeschrieben. Diese muss nach Auffassung des Bundesfinanzministeriums (BMF) die Bagatellgrenze von 10 Prozent der monatlich anfallenden Kosten überschreiten. Hierzu zählen: Miete, Mietnebenkosten, Aufwendungen für Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs. Während das BMF bei Ehegatten mit den Steuerklassen III, IV oder V immer eine finanzielle Beteiligung annimmt, ist sie in anderen Fällen nachzuweisen. Kritisch hinterfragt werden in der Praxis die Fälle, bei denen volljährige Kinder ein Zimmer im Elternhaus als Erstwohnsitz angeben.

Achtung

Zimmer bei Eltern genügt nicht

Wenn Sie unentgeltlich ein Zimmer in der elterlichen Wohnung nutzen, gilt das nicht als eigener Hausstand. Sie müssen belegen können, dass Sie sich an den laufenden Kosten mit mindestens 10 Prozent beteiligen. Auch wer sich in einem Wohnmobil aufhält, unterhält keinen eigenen Haushalt. Dagegen kann ein eigener Hausstand vorliegen, wenn Sie im Haus Ihrer Eltern eine abgeschlossene Wohnung allein nutzen und hierfür zahlen.

Wie bestimmt sich der Erstwohnsitz?

Der Mittelpunkt Ihres Lebensinteresses muss sich auf Dauer am Erstwohnsitz befinden. Bei Verheirateten gilt in der Regel die Familienwohnung als Lebensmittelpunkt, wenn der Arbeitnehmer sie mindestens sechsmal im Jahr aufsucht. Bei Singles gilt als Lebensmittelpunkt der Ort, zu dem sie die engere persönliche Bindung haben. Wer seine Wohnung an diesem Ort weniger als zweimal im Monat besucht, sollte beispielsweise mit den Beziehungen zu Eltern, zum Lebenspartner, zur Verwandtschaft und zu Freunden argumentieren können oder auch mit der Mitgliedschaft in einem Verein.

Sonderfall Ausland: Wenn sich Ihr eigener Hausstand im Ausland befindet und deshalb weit von Ihrer Zweitwohnung entfernt ist, sollten Sie einmal im Jahr mindestens eine Heimfahrt antreten. Bei größeren Entfernungen (beispielsweise Japan oder Australien) kann auch eine Heimreise innerhalb von zwei Jahren ausreichen, damit das Finanzamt davon ausgeht, dass sich Ihr Lebensmittelpunkt dort befindet. Anders als im Inland ist Voraussetzung für den Lebensmittelpunkt im Ausland außerdem, dass dort hauswirtschaftliches Leben herrscht, die Wohnung also dauerhaft bewohnt ist.

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Welche Kosten der Zweitwohnung können Sie absetzen?

Unterkunftskosten: Wenn Sie aus beruflichen Gründen einen doppelten Haushalt führen, können Sie in Ihrer Steuererklärung die Kosten Ihrer Unterkunft angeben, die Ihnen tatsächlich entstanden sind. Es werden allerdings nur nachweisbare Kosten bis zu 1.000 Euro im Monat berücksichtigt, also bis zu 12.000 Euro im Jahr. Soweit der monatliche Höchstbetrag nicht ausgeschöpft wird, kann das übrigegebliebene Volumen in andere Monate des Bestehens der doppelten Haushaltsführung im selben Kalenderjahr übertragen werden.

Auf die Größe der Wohnung oder die ortsübliche Vergleichsmiete kommt es bei Wohnungen in Deutschland nicht an. Bei einer doppelten Haushaltsführung im Ausland sind die Kosten jedoch auf eine Wohnung mit maximal 60 Quadratmetern begrenzt.

Als Haustand gilt eine Miet- oder Eigentumswohnung, ein möbliertes Zimmer, ein Hotelzimmer oder auch eine Gemeinschaftsunterkunft. Vergessen Sie auch nicht, die Kosten zum Suchen und Besichtigen der Wohnung am Arbeitsort steuerlich abzusetzen (zum Beispiel die Maklerkosten).

Der auf 1.000 Euro begrenzte Höchstbetrag für die Unterkunft umfasst folgende Aufwendungen:

  • Miete,
  • Nebenkosten zum Beispiel für Heizung und Wasser,
  • Reinigungskosten,
  • Kosten für Sondernutzungen beispielsweise für den Garten oder für den Autostellplatz,
  • Rundfunkbeitrag,
  • Zweitwohnungssteuer und
  • speziell für Eigentümer die Positionen Abschreibung und Schuldzinsen.

Kosten für Einrichtung der Zweitwohnung: Umstritten ist, wie die Kosten für Hausrat und Einrichtungsgegenstände behandelt werden. Dazu zählen die Aufwendungen für Möbel, Lampen, Gardinen und Haushaltswaren für die Zweitwohnung. Das BMF verpflichtet per Schreiben vom 24. Oktober 2014 die Finanzämter dazu, dass sie in die 1.000-Euro-Monatsgrenze auch die Einrichtungskosten einbeziehen. Das Finanzgericht Düsseldorf hält dies für falsch, weil es keine gesetzliche Begründung dafür erkennen kann (Urteil vom 14. März 2017, Az. 13 K 1216/16). Folglich wären solche Kosten zusätzlich – und zwar grundsätzlich unbegrenzt – absetzbar. Ob dies tatsächlich möglich ist, muss der Bundesfinanzhof (BFH) entscheiden.

Geben Sie daher Ihre Einrichtungskosten komplett in der Steuererklärung an. Lehnt das Finanzamt dies ab, legen Sie innerhalb eines Monats Einspruch ein. Verweisen Sie dabei auf das anhängige BFH-Verfahren mit dem Aktenzeichen (Az.) VI R 18/17. So können Sie Ihren Fall bis zu einer höchstrichterlichen Entscheidung offenhalten.

Haben Sie die Wohnung am Beschäftigungsort gekauft, können Sie zusätzlich Erhaltungsaufwendungen, Grundbesitzabgaben und Versicherungsbeiträge absetzen.

Tipp

Möbel sofort abschreiben — ab 2018 sogar bis 952 Euro

Die Kosten der Möblierung und die nötige Ausstattung mit sonstigem Hausrat für die Zweitwohnung können Sie möglicherweise unbegrenzt geltend machen (zum Beispiel die zweite Waschmaschine), soweit sich diese in angemessenem Rahmen bewegen. Wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Gegenstand nicht die Nettogrenze von 410 Euro überschreiten (Bruttorechnungsbetrag 487,90 Euro), sind sie sofort und in voller Höhe abziehbar. Höhere Kosten müssen Sie über die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilen und abschreiben. Für sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), die Sie ab 2018 anschaffen, wird der Nettowert auf 800 Euro (brutto 952 Euro) je Gegenstand erhöht, beispielsweise ein Schrank. Wer also mit der Einrichtung noch warten kann, der sollte erst ab Januar 2018 einkaufen, um davon zu profitieren. Die Aufwendungen müssen belegbar sein.

Fahrtkosten: Zu den abziehbaren Mehraufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung gehören auch die Fahrtkosten aus Anlass des Wohnungswechsels zu Beginn und am Ende der doppelten Haushaltsführung sowie für wöchentliche Heimfahrten zum Haupthaushalt. Für die erste und letzte Fahrt dürfen Sie die tatsächlichen Kosten abrechnen oder pro gefahrenen Kilometer 30 Cent.

Für Familienheimfahrten gilt hingegen die Entfernungspauschale: Pro Entfernungskilometer werden 0,30 Euro anerkannt, wenn Sie mit Ihrem eigenen Auto gefahren sind (kein Dienst- oder Firmenwagen). Weil es sich um eine Pauschale handelt, müssen Sie hierfür keine Belege abgeben. Allerdings kann das Finanzamt Sie trotzdem dazu auffordern, insbesondere dann, wenn Sie für jede Woche Fahrtkosten geltend machen. Denn die Entfernungspauschale ist nur für tatsächlich durchgeführte Familienheimfahrten anwendbar.

Falls Sie nicht jede Woche nach Hause gefahren sind, sollten Sie für solche Wochen wenigstens die Telefonkosten für ein Ferngespräch mit Angehörigen (bis zu einer Dauer von 15 Minuten) ansetzen. Auch Anteile der Grundgebühr oder der Flatrate-Gebühr sind ansetzbar.

Bei Heimreisen mit dem Zug, Flugzeug oder Bus können Sie die tatsächlich entstandenen und nachgewiesenen Reisekosten absetzen.

Verpflegungsmehraufwendungen: Für höchstens drei Monate nach dem Einzug am neuen Arbeitsort können Sie Pauschbeträge für Verpflegung von der Steuer geltend machen. Für jeden Kalendertag, an dem Sie von Ihrer Hauptwohnung abwesend waren, werden die auch bei Auswärtstätigkeiten absetzbaren Beträge anerkannt. Entscheidend ist die Dauer der Abwesenheit von der Wohnung am Lebensmittelpunkt. Maßgeblich sind folgende Beträge:

Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen

Abwesenheit von der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte Pauschbetrag in Euro
24 Stunden 24
weniger als 24, mindestens aber 8 Stunden 12

Tipp: Wird die Tätigkeit in den ersten drei Monaten für mindestens vier Wochen unterbrochen, beginnt die dreimonatige Frist für die Verpflegungsmehraufwendungen erneut zu laufen. Dies gilt auch bei Krankheiten oder Urlauben. Die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen sind zugleich Höchstbeträge. Selbst wenn Sie unterwegs Restaurantrechnungen gesammelt haben, können Sie damit keine höheren Kosten geltend machen.

Umzugskosten: Ihre nachweisbaren Umzugskosten setzen Sie in tatsächlicher Höhe an. Eine Pauschale wird im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung nicht angesetzt.

Welche Möglichkeiten haben Arbeitnehmer, die viel pendeln?

Wenn Sie außerhalb Ihres Erstwohnsitzes am Beschäftigungsort wohnen, können Sie wählen: Entweder machen Sie Ihre kompletten Aufwendungen anlässlich einer doppelten Haushaltsführung (Unterkunftskosten, Verpflegungspauschale und eine wöchentliche Heimfahrt) geltend. Oder Sie setzen sämtliche Fahrtkosten für Ihre tatsächlichen Fahrten zwischen Wohnung und Beschäftigungsort im Rahmen der Entfernungspauschale an. Dieses Wahlrecht können Sie bezüglich derselben doppelten Haushaltsführung allerdings nur einmal im Jahr ausüben.

Interessant ist diese Option zum Beispiel, wenn Sie mehr als einmal pro Woche an Ihren Lebensmittelpunkt zurückkehren und Ihre dadurch entstehenden Fahrtkosten die laufenden Kosten Ihrer Unterkunft am Beschäftigungsort und nur einer Familienheimfahrt überschreiten. Es lohnt sich also, diese Ausgaben im Vorfeld zu überschlagen. Zumindest in dem Jahr, in dem Sie erstmals die doppelte Haushaltsführung geltend machen, ist der Abzug der kompletten Kosten meist günstiger. Schließlich können Sie dann auch die Verpflegungsmehraufwendungen für die ersten drei Monate absetzen.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Udo Reuß

Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter redaktion@finanztip.de.

Sabine Himmelberg

freie Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

Als freie Mitarbeiterin hat Sabine Himmelberg auf Finanztip zum Thema Steuern geschrieben. Sie arbeitete nach ihrem Studium beim Deubner Verlag, der Informationen für Rechtsanwälte und Steuerberater herausgibt. Sie leitete dort mehrere Jahre die Redaktion Steuern.