Kreditrechner Haus

So berechnest Du Deinen Hauskredit

Dirk Eilinghoff 16. September 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Hauskreditrechner unterstützt Dich bei der Planung der Immobilienfinanzierung.
  • Mit einem Hauskreditrechner kannst Du berechnen, wie viel Du Dir leisten kannst, wie die Gesamtkosten Deines Bauprojektes sind oder welche Monatsrate Du später zahlen musst.
  • Mit den individuellen Berechnungen aus dem Hauskreditrechner kannst Du dann beginnen, Baukredite zu vergleichen.
So gehst Du vor
  • Gib für die Berechnung die monatliche Rate in unseren Hauskreditrechner ein, die Du dauerhaft aufbringen kannst. Trage auch die Angaben zum Eigenkapital, zur gewünschten Laufzeit und zum Bundesland ein.
  • Mit dem Ergebnis aus dem Hauskreditrechner kannst Du Dich auf die Suche nach der passenden Immobilie machen.
  • Welche Banken besonders günstige Bauzinsen anbieten, erfährst Du tagesaktuell bei unseren Empfehlungen Dr. Klein, Interhyp und Planethome.

Wie teuer darf der Hausbau werden? Und wie hoch fällt die Monatsrate für den Hauskredit aus? Wenn Du Antworten auf diese Fragen suchst, hilft Dir unser Hauskreditrechner, die ersten Hürden auf dem Weg zum eigenen Haus zu meistern.

Nutze hier unseren Hauskreditrechner

Wie hoch darf Deine monatliche Rate sein?

Bedenke bei der monatlichen Rate, dass Du diesen Betrag über die gesamte Laufzeit aufbringen musst.

Wie viel Geld hast Du bereits angespart?

Je mehr Eigenkapital Du hast, desto mehr darf die Immobilie kosten. Mindestens die Kosten für Makler, Grunderwerbsteuer und Notar solltest Du selbst aufbringen.

Wann möchtest Du schuldenfrei sein?

Je länger Du Zeit hast, umso mehr darf die Immobilie kosten. Achte aber darauf, dass Du bis zum Renteneintritt schuldenfrei bist.

Wo willst Du die Immobilie kaufen?

Wir gehen bei der Berechnung davon aus, dass ein Makler beteiligt ist. Ohne Makler kannst Du einen entsprechend höheren Betrag finanzieren.

Der Hauskreditrechner in der Übersicht

Bitte mache in unserem Hauskreditrechner folgende Angaben:

Monatsrate - Gib in diesem Feld an, wieviel Du pro Monat für die Finanzierung ausgeben kannst. Wenn Du bisher zur Miete wohnst, kannst Du mindestens die Kaltmiete ansetzen, die Du bisher zahlst. Die Warmmiete kannst Du deshalb nicht ansetzen, weil auch in der eigenen Wohnung Betriebs- und Heizkosten anfallen. Dazu kommt noch eine Rücklage für künftige Reparaturen oder das Hausgeld bei einer Eigentumswohnung.

Eigenkapital - Eigenkapital ist das Geld, das Du bisher bereits angespart hast. Je mehr Geld Du mitbringst, umso weniger musst Du über die Bank finanzieren. Außerdem erhältst Du einen günstigeren Zinssatz als wenn der Baukredit den gesamten Kaufpreis abdecken soll. Viele Käufer und Bauherren haben aus Sicht der Banken eher zu wenig Eigenkapital. Als Grundregel gilt: Für eine grundsolide Finanzierung sollten das Eigenkapital mindestens 20 Prozent des Kaufpreises oder der Bausumme betragen. Bei 300.000 Euro sind das also 60.000 Euro. Dazu kommen dann noch die Kosten für Makler, Grunderwerbsteuer und Notar, die Du in jedem Fall selbst aufbringen solltest. Setzt man dafür zusätzlich 10 Prozent (also 30.000 Euro) an, liegt das benötigte Eigenkapital insgesamt bei 90.000 Euro.

Gewünschte Laufzeit - Wähle aus, bis wann das Darlehen abbezahlt sein soll. Spätestens bis zum Eintritt ins Rentenalter sollte es vollständig getilgt sein.

Bundesland, in dem die Immobilie liegt - Diese Angabe ist wichtig für die Berechnung, denn die Regeln und Traditionen bei den Anschaffungsnebenkosten unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Grundsätzlich gilt: Beim Kauf einer Immobilie musst Du nicht nur den Kaufpreis bezahlen, sondern auch die Grunderwerbsteuer und die Gebühren für den Notar sowie das zuständige Gericht. In vielen Fällen gibt es auch noch einen Makler, der eine Courtage fordert.

Diese Angaben benötigst Du erst später

Kreditsumme - Das ist die Höhe Deines Hauskredits.

Zinssatz pro Jahr - In unserem Hauskreditrechner haben wir einen durchschnittlichen Zinssatz für Hauskredite hinterlegt. Wie hoch die Bauzinsen später tatsächlich sind, hängt besonders davon ab, wie hoch der Beleihungswert ist, also wie viel Eigenkapital Du hast, wie viel Nebenkosten anfallen (Makler, Steuer, Renovierung) und wie viel Kredit Du deshalb aufnehmen musst im Verhältnis zum Wert der Immobilie. Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Zinsbindungsfrist. Das ist der vertraglich festgelegte Zeitraum, für den die Bank den Zinssatz festschreibt. Kurz vor Ablauf dieses Zeitraums verhandeln Bank und Kunde diesen Zinssatz im Rahmen der Anschlussfinanzierung neu.

Dauer der Zinsbindung - Wer zum ersten Mal finanziert, wählt meist eine Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren. Ein guter Ausgangspunkt für die Berechnung sind feste Bauzinsen für 10 Jahre. Du solltest Dich auch über eine 15-Jahres-Kondition informieren. Je nach dem Zinsunterschied kann dies sogar die bessere Lösung sein. Es gibt Dir in jedem Fall längere Planungssicherheit.

Anfängliche Tilgung pro Jahr/Monatsrate - Tilgung bezeichnet die Rückzahlung Deines Hauskredits. Der Tilgungssatz gibt an, wie viel Prozent des Hauskredits Du im ersten Jahr zurückzahlst. Üblich ist meist die Berechnung mit einer anfänglichen jährlichen Tilgung zwischen 1 und 3 Prozent. Grundsätzlich solltest Du versuchen, die Baufinanzierung bis zur Rente abzuschließen. Deshalb fragt unser Hauskreditrechner nicht nach dem Tilgungssatz, sondern nach der Laufzeit des Kredits. Bei einem Zinssatz von 1,5 Prozent und einer anfänglichen Tilgung von 3 Prozent benötigst Du knapp 33 Jahre, um den Hauskredit zurückzuzahlen. Bei 2 Prozent Tilgung sind es dagegen 50 Jahre. Wer mit 40 Jahren seine Immobilie kauft oder baut, sollte also anfänglich deutlich mehr als 3 Prozent tilgen.

Tilgungsplan - An dem ausführlichen Tilgungsplan des Hauskreditrechners kannst Du ablesen, wie sich Zins und Tilgung im Zeitablauf entwickeln. Einen Tilgungsplan erhältst Du im Finanztip-Tilgungsrechner.

Der Hauskreditrechner zeigt den möglichen Kreditbetrag

Je höher die Bauzinsen sind, desto mehr musst Du monatlich für Deinen Hauskredit zahlen. Wie hoch die monatliche Belastung insgesamt ausfällt, kannst Du allerdings auch beeinflussen. Denn die Monatsrate setzt sich aus den Zahlungen für Zins und Tilgung zusammen. Und wieviel Du tilgst, entscheidest Du im Finanztip-Hauskreditrechner selbst.

Die anfängliche Tilgungsrate leitet sich aus der Laufzeit des Hauskredits ab. Darlehensgeber wie Banken oder Versicherungen verlangen eine Mindesttilgung von 1 bis 3 Prozent anfänglicher Tilgung pro Jahr. Außerdem gilt: Je geringer die Tilgung, desto länger dauert es, bis Du das Darlehen vollständig zurückgezahlt hast. Wenn Du wenig tilgst, kann es außerdem sein, dass Du in Probleme gerätst bei der Anschlussfinanzierung nach 10 oder 15 Jahren.

So vergleichst Du Hauskredite richtig

Mit den Ergebnissen des Hauskreditrechners kannst Du die weitere Planung der Baufinanzierung angehen: In einem Beratungsgespräch mit einem Kreditvermittler oder der Bank erhältst Du genauere Informationen über den Zinssatz, den Dir die Bank anbietet. Denn erst mit den Angaben zu Deinem Einkommen und Vermögen kann die Bank entscheiden, ob sie den Hauskredit vergibt – und zu welchem Zinssatz. Diese Entscheidung hängt von den aktuellen Bauzinsen, von Deiner Finanzsituation und der Bewertung der Immobilie ab. Du solltest daher unterschiedliche Angebote vergleichen.

Im Unterschied zu einer einzelnen Bank kann ein Kreditvermittler direkt einen Baukredit-Vergleich vornehmen. Außerdem bezieht er die Annahmerichtlinien der verschiedenen Banken in seine Beratung ein. Gerade Kunden, die es etwas schwerer haben, einen geeigneten Baukredit zu finden (wie etwa Selbstständige oder Angestellte in der Probezeit) profitieren von diesem Marktüberblick der großen Kreditvermittler.

Mehr dazu im Ratgeber Baufinanzierung

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