Kredit­karte im Ausland So zahlst Du sicher und richtig im Urlaub

Josefine Lietzau
Finanztip-Expertin für Bank und Kredit

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn Du im Ausland unterwegs bist, ist das Abheben und Bezahlen mit Kredit­karte womöglich günstiger als mit EC-Karte. Außerdem werden Kredit­karten in mehr Ländern akzeptiert.

  • Du musst allerdings mit Gebühren rechnen. Das gilt insbesondere, wenn Du in einem Nicht-Euro-Land unterwegs bist.

  • Neben Deiner Bank verlangt oft auch der Automatenbetreiber von Dir Geld.

So gehst Du vor

  • Wähl eine kostenlose Kredit­karte mit möglichst niedrigen Gebühren aus. Finanztip empfiehlt die Karte der Hanseatic Bank (auch als Awa7 oder Deutschland Kredit­karte Classic). 
  • Wähl beim Bezahlen und Geldabheben im Nicht-Euro-Raum immer die lokale Währung und verzichte darauf, dass der Betrag direkt in Euro abgerechnet wird.
  • Bist Du oft und lange auf Reisen, fährst Du mit zwei statt einer Karte besser.

Eine Kredit­karte ist auf Reisen ein unverzichtbarer Begleiter. Schließlich wird die in Deutschland so gängige Girocard nicht überall auf der Welt akzeptiert. Und das Buchen von Hotels und Mietautos klappt meistens ohnehin nur mit der Kredit­karte.

Was kosten Dich Kredit­karten im Urlaub?

Viele Anbieter verlangen neben den Jahresgebühren weitere Gebühren, wenn Du die Kredit­karte einsetzt. So ist das Bezahlen mit der Kredit­karte bei Händlern oder in Restaurants im Euroraum zwar kostenlos, für das Bezahlen in einer fremden Währung gilt dies jedoch oft nicht. Und auch das Geldabheben kann teuer werden. Viele Kredit­kartenanbieter verlangen Gebühren für das Abheben am Geld­au­to­ma­ten – egal ob im In- oder Ausland.

Auch die Geld­au­to­ma­tenbetreiber können zusätzliche Gebühren verlangen. Auf diese haben die kartenausgebenden Banken keinen Einfluss. So musst Du unter Umständen auch dann Gebühren zahlen, wenn Deine Bank eigentlich kostenloses Abheben verspricht. Die wenigsten Anbieter erstatten diese Gebühr.

Die meisten Banken berechnen Dir eine Gebühr für den Einsatz der Karte außerhalb der Eurozone, die sogenannte Fremd­wäh­rungs­ge­bühr. Die Höhe wird meist als Prozentsatz des bezahlten oder abgehobenen Betrags berechnet.

Neben diesen Gebühren spielt auch der Wechselkurs eine Rolle. Die meisten Banken nutzen einfach den Kurs des jeweiligen Kartenunternehmens, also meist Mastercard oder Visa. Andere setzen allerdings auf den Devisenkurs, der gilt für Dich als Kunde oft als ein schlechterer Kurs. Informationen dazu, welchen Kurs Deine Bank verwendet, findest Du im Preis- und Leistungsverzeichnis.

Dabei wirst Du feststellen, dass die Banken innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums bei anderen Währungen als Euro anders vorgehen: Sie setzen den Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Grund dafür ist die Entgeltverordnung. Teilweise verlangen sie noch einen Aufschlag, den sie im Preis- und Leistungsverzeichnis angeben müssen. Der Aufschlag kann immer konstant sein, zum Beispiel eine feste Prozentangabe. Er kann aber auch variabel ausfallen, zum Beispiel wenn die Banken den Kurs der Kartenfirmen weiterhin nutzen. Der Aufschlag ist dann die Differenz zwischen EZB-Kurs und dem Mastercard- oder Visa-Kurs. 

Das bedeutet, dass es bei Kredit­karten viele Möglichkeiten zum Sparen gibt.

Beispiel für Kredit­kartenkosten im Urlaub

 günstigstes AngebotStadtsparkasse München
2 x 200 € in Fremdwährung abheben0 €19 €
500 € in Fremdwährung bezahlen0 €8,75 €
2 x 200 € am Automaten abheben0 €12 €
gesamt0 €39,75 €

Quelle: Preislisten Stadtsparkasse München und Hanseatic Bank/Bank Norwegian/Barclays (Stand: 18. Juli 2024)

Vergleich der Kredit­kartenkosten im Ausland

Wir haben die Auslandsgebühren unterschiedlicher Kredit­kartenanbieter für Dich untersucht und vergleichen sie mit den von uns emp­foh­lenen Angeboten. Mit Ausnahme von Barclays und der Hanseatic Bank erhältst Du die aufgeführten Kredit­karten in Verbindung mit einem Girokonto, für das weitere Kosten anfallen können.

Übersicht Kredit­kartengebühren im Ausland

 Abhebegebühren
im Ausland
Fremdwährungs-
gebühren
beim Bezahlen
von Finanztip emp­foh­lene Anbieter  
Hanseatic Bank (auch als Awa7 oder Deutschland Kredit­karte Classic)

weltweit 0 €

weltweit 0 €

Bank Norwegian Visaweltweit 0 €weltweit 0 €
Barclays Visaweltweit 0 €weltweit 0 €
C24 Smartweltweit 0 € (4x im Monat)weltweit 0 €
Filialbanken
im Vergleich
  
Commerzbank1,95 % vom Umsatz1,75 % vom Umsatz
 mind. 5,98 € (zuzüglich Fremd­wäh­rungs­ge­bühr) 
Deutsche Bank2,5 % vom Umsatz1,75 % vom Umsatz
 mind. 5,75 € (zuzüglich Fremd­wäh­rungs­ge­bühr)mind. 1,50 €
Postbank2,5 % vom Umsatz1,85 % vom Umsatz
 mind. 5 € (zuzüglich Fremd­wäh­rungs­ge­bühr) 
Sparkasse (Stadtsparkasse München)2 % vom Umsatz1,75 % vom Umsatz
 mind. 6 € (zuzüglich Fremd­wäh­rungs­ge­bühr) 
Volksbank (Volksbank Berlin)2 % vom Umsatz1,8 % vom Umsatz
 mind. 7,50 € (zuzüglich Fremd­wäh­rungs­ge­bühr)mind. 1 €

¹ abhängig vom Kundenstatus
Quelle: Websites der Anbieter (Stand: 18. Juli 2024)

Wieso funktioniert Deine Karte nicht im Ausland?

Es kann Dir passieren, dass Deine Karte auf Reisen plötzlich ihren Dienst versagt. Das kann unterschiedliche Gründe haben.

Eine simple Ursache wäre, dass Du ein Limit überschritten hast. Das kann zum Beispiel Dein Kreditlimit sein – also wie viel Geld Dir die Bank vorstrecken würde. Die Banken setzen aber auch Grenzen, wie viel Geld Du pro Tag ausgeben oder abheben kannst.

Eine andere Möglichkeit ist, dass bei der Bank der Algorithmus angeschlagen hat, der Betrugsrisiken erkennt. Es wird dann vermutet, dass Du Dich gar nicht im Ausland aufhältst, sondern ein Fremder Deine Karte nutzt. Dann wird die Karte automatisch gesperrt. Manchmal kannst Du das mit einem Anruf bei der Bank lösen. Wenn Dir das nicht gelingt, ist es von Vorteil, wenn Du eine Extrakarte mit dabeihast.

Es kann auch sein, dass Deine Karte und das Kassengerät nicht richtig miteinander kommunizieren können. Das passiert, wenn die Pin so auf der Karte oder bei der Bank abgespeichert wird, dass das Kassengerät sie nicht auslesen kann. Teilweise kannst Du dann die Zahlung mit einer Unterschrift bestätigen, dass ist aber nicht immer der Fall. Wenn zum Beispiel kein Personal vor Ort ist, ist diese Möglichkeit nicht vorgesehen. Das Ganze kann zum Beispiel in Frankreich auftreten oder Großbritannien, da hier die sogenannte Offline-Pin bevorzugt wird. In Deutschland dagegen ist die Online-Pin Standard.

Werden Kredit­karten überall akzeptiert?

Zwar werden Kredit­karten international akzeptiert, in einigen Ländern kommst Du mit den Karten aber trotzdem nicht weit. Das kann zum Beispiel passieren, wenn die Kredit­kartenunternehmen aufgrund von Sanktionen ihre Dienste in einem Land einstellen, so wie es derzeit in Russland aufgrund des Angriffes auf die Ukraine der Fall ist.

Oder aber es fehlt ein großes Automatennetz und Du kannst nur in Großstädten oder Gegenden Geld abheben, in denen sich viele Touristen tummeln. Das ist zum Beispiel in Venezuela, Marokko und Ägypten so. In einigen Ländern gibt es auch nationale Karten, die häufiger akzeptiert werden als Kredit­karten. Das kennt man auch aus Deutschland: Hier werden in einigen Geschäften zwar Girocards akzeptiert, aber keine Karten von Visa oder Mastercard.

Übrigens gibt es nicht immer gleichermaßen Probleme beim Abheben und Bezahlen: Teilweise funktioniert eines von beidem recht gut, während es beim anderen hakt.

Informiere Dich vor Deiner Reise, wie es an Deinem Ziel aussieht, insbesondere wenn Du in abgelegenere Gegenden reist. Beim Auswärtigen Amt bekommst Du neben Informationen zur politischen Situation im Land auch Hinweise zum Bezahlen und Geld abheben.

Wichtig: Wenn Kredit­karten nicht akzeptiert werden, kannst Du Dir in einigen Ländern Prepaidkarten besorgen, mit denen Du bezahlen kannst. Informiere Dich außerdem unbedingt vor Deiner Reise, ob es sinnvoller ist, Geld in Deutschland oder im Urlaubsland zu wechseln. Auch dazu gibt das Auswärtige Amt Hinweise.

Mit unserer Weltkarte kannst Du Dir einen ersten Überblick verschaffen, in welchen Ländern Du Kredit­karten problemlos nutzen kannst.

Du kannst Dein Reiseziel aber auch in unsere Datenbank eingeben.

Zu diesem Land können wir Dir leider nichts mitteilen. Versuche es mit alternativen Namen des Landes.

Dein Ergebnis für

Einschätzung der Redaktion:

Welcher Kartentyp passt für Reisen?

Kredit­karten werden unterschiedlich abgerechnet. Es gibt Karten, bei denen das Geld sofort vom Girokonto abgebucht wird, sogenannte Debit-Karten. Bei diesen Kredit­karten kann es beim Buchen von Hotels und Mietwagen Probleme geben, sie werden nicht immer akzeptiert. Das geht sogar so weit, dass Du zum Beispiel das Auto im Internet gebucht hast, es dann aber vor Ort nicht abholen kannst. In unserer Liste zu Autovermietungen geben wir Dir eine Übersicht zur Akzeptanz von Debitkarten.

Ein weiteres Problem bei Debitkarten: Du kannst oft nur das Geld nutzen, das auf dem Konto ist. Erlaubt Dir die Bank, darüber hinaus Geld zu nutzen, rutschst Du in den Dispo. Das heißt, dass Du während der Reise nur so viel Geld ausgeben kannst, wie auf dem mit der Karte verbundenen Girokonto liegt. Das ist bei richtigen Kredit­karten (Charge und Revolving) anders.

Falls Du eine Debitkarte hast, solltest Du also beim Verreisen besser eine zweite Karte mitnehmen, bei der das Geld anders abgebucht wird.

Bei Charge-Karten buchen die Anbieter das ausgegebene Geld gesammelt vom Girokonto ab, in der Regel einmal im Monat. Die Bank gibt Dir damit einen kostenlosen Kredit. Der kann teuer werden, falls das Girokonto ungenügend gedeckt ist, wenn die Bank das Geld abbucht. Achte also darauf, wie viel Du mit der Karte ausgibst.

Es gibt außerdem Kredit­karten, bei denen Du Deine Schulden in hoch verzinsten Raten zurückzahlen kannst. Unser Rat: Verzichte darauf, die Ratenoption dieser Revolving-Karten zu nutzen und zahl Deine Kredit­kartenschulden lieber immer auf einen Schlag zurück. Einige Banken bieten an, das Geld komplett abzubuchen. Bei anderen musst Du selbst aktiv werden. Solltest Du solche Karten im Plus führen können, überweis am besten vor Deiner Reise Geld als Guthaben auf das Kartenkonto.

Schwierig wird das Reisen mit Revolving-Karten, die sich nicht im Plus führen lassen und bei denen der Anbieter das Geld nicht von sich aus komplett abbucht. Bei diesen Karten musst Du rechtzeitig das Geld überweisen. Nutz dazu kein öffentliches W-Lan, das ist für Deine Bankgeschäfte zu unsicher.

Die Entscheidung zwischen Mastercard und Visa spielt dagegen eine weniger große Rolle. Beide Kartentypen werden weltweit akzeptiert. Interessant wird die Wahl, falls Du in exotische Länder reist oder Dich gar auf eine Weltreise begibst. In solchen Fällen kann Dir ein Kartendoppel helfen. Schau Dich auch auf Reiseforen zu den jeweiligen Ländern um, so findest Du heraus, ob eine Kartenmarke bevorzugt wird.

Welche Kredit­karten-Extras bringen Dir etwas beim Reisen?

Einige Anbieter bewerben ihre Kredit­karten als Reisekreditkarten oder versprechen Dir durch Extras, dass die Karte perfekt für den Urlaub passt. Doch oft bringt Dir der zusätzliche Service nichts oder passt nur für bestimmte Verbraucher.

Reiseversicherungen - Zu einigen Kredit­karten gehören unterschiedliche Reiseversicherungen, zum Beispiel Auslandskrankversicherungen, Mietwagenversicherungen oder Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rungen. Viele der Ver­si­che­rungen sind unnötig. Andere haben hohe Selbstbehalte oder so viele Einschränkungen, dass sie Dir kaum nützen. Es kann auch sein, dass die Ver­si­che­rungen nur greifen, wenn Du die Reise mit der jeweiligen Kredit­karte bezahlt hast.

Gut abgesichert bist Du also über solche Extras in den wenigsten Fällen. Wichtige Ver­si­che­rungen wie Aus­lands­rei­se­kran­ken­ver­si­che­rungen schließt Du besser getrennt von Deiner Kredit­karte ab und setzt dabei auf gute Leistungen.

Meilen sammeln - Du kannst bei manchen Anbietern auch Meilen sammeln. Über die kriegst Du dann Rabatte bei Flugbuchungen oder kannst Dich in die Businessclass umbuchen lassen. Das bringt Dir allerdings nur etwas, wenn Du wirklich viel fliegst, denn sonst reichen die Meilen für solche Prämien nicht aus. Mit den Kredit­karten von Miles and More und Eurowings kannst Du zum Beispiel Meilen sammeln.

Reiserabatte - Bei einigen Karten kriegst Du Rabatte, wenn Du die Reise oder den Mietwagen über bestimmte Portale buchst. Vergleichen solltest Du die Reisekosten trotzdem. Es kann gut sein, dass Du das gleiche Hotel oder ein passendes Auto bei einem anderen Portal wesentlich günstiger kriegst und Du den Rabatt schlägst. 

Loungezutritt - Bist Du öfter und länger auf Flughäfen, kann ein Eintritt zu den verschiedenen Lounges interessant sein. In ihnen kannst Du das W-Lan nutzen, kannst duschen oder kostenlos essen und trinken. Den Eintritt zu Flughafenlounges kannst Du Dir selbst buchen oder kriegst ihn zum 1. Klasse-Flugtickets hinzu. Du kannst Dir auch über den Priority Pass eine Mitgliedschaft dafür kaufen. 

Aber auch einige Kredit­karten ermöglichen Dir, eine Lounge am Flughafen zu besuchen. Abhängig von der Karte ist die Anzahl der Besuche eingegrenzt oder der Eintrittspreis lediglich gesenkt und nicht kostenlos. Kredit­karten mit solchen Loungezutritt sind in der Regel sehr teuer. Beispiele sind die Amex Platinum, die Hypovereinsbank Visa Infinite oder die Deutsche Bank Mastercard Platin.

Notfall-Service - Wird Dir die Kredit­karte auf Reisen geklaut oder verlierst Du sie, stehst Du womöglich erst einmal ohne Geld da. Gehört zu Deiner Karte ein Notfall-Service, dann schickt Dir die Bank die neue Karte oder auch Bargeld so schnell wie möglich über einen Kurier zu.

Apps - Über die Apps der Banken kannst Du inzwischen einige Funktionen Deiner Kredit­karte kontrollieren oder einschränken. So kannst Du sie temporär ganz sperren oder aber nur für das Geldabheben oder Online-Shopping. Es ist auch möglich, die Tageslimits für das Geldabheben zu senken oder spezifische Länder auf eine Sperrliste zu setzen. Bist Du viel mit der Karte in der Tasche unterwegs, kannst Du über solche Einstellungen die Risiken, die sich durch einen Verlust der Karte ergeben, schon vorher senken, indem Du zum Beispiel das Abheben einschränkst, bis Du wieder Bargeld brauchst.

Welche Karten empfiehlt Finanztip?

Spar im Urlaub bares Geld mit den von Finanztip emp­foh­lenen Kredit­karten. Mit diesen Anbietern bist Du im Ausland am kostengünstigsten unterwegs:

Hanseatic Bank
Genialcard / Visa (Revolving) / Awa7 / Deutschland Kredit­karte Classic
  • keine Jahresgebühr
  • komplettes, automatisches Abbuchen des offenen Betrages möglich
  • im Ausland kostenlos Bargeld abheben
  • weltweit kostenlos bezahlen
  • Abheben in Deutschland kostenpflichtig
  • Kartenkonto kann nicht im Plus geführt werden
Nutzer-Erfahrungen
Bank Norwegian Logo
Bank Norwegian Visa
(Revolving)
  • keine Jahresgebühr
  • komplettes, automatisches Abbuchen des offenen Betrages möglich
  • weltweit kostenlos Bargeld abheben
  • weltweit kostenlos bezahlen
  • Lastschriftverfahren über Drittanbieter
Empfehlungxbox Barclays
Barclays
Barclays Visa (Revolving)
  • keine Jahresgebühr
  • kann im Guthaben geführt werden
  • weltweit kostenlos Bargeld abheben
  • weltweit kostenlos bezahlen
  • automatisches Abbuchen des offenen Betrages ist kostenpflichtig
Nutzer-Erfahrungen
c24 logo
C24 Smart Girokonto mit Mastercard Debit
  • keine Jahresgebühr
  • keine Fremd­wäh­rungs­ge­bühr
  • weltweit kostenloses Bargeld abheben ist eingeschränkt
  • Mastercard
  • mögliche Probleme bei Hotels und Mietwagen
  • Geld muss vorher auf das Konto überwiesen werden

Du zahlst weder Jahresgebühren noch verlangen die Anbieter Gebühren fürs Bezahlen oder Abheben – egal in welcher Währung. Allerdings werden Dir die Automatengebühren nicht ersetzt. Das heißt, dass das Abheben abhängig vom Land und dem jeweiligen Automatenanbieter für Dich nicht kostenlos ist.

Wie gehst Du auf Reisen mit Deiner Kredit­karte um?

Wenn Du verreist, solltest Du einige Dinge beachten – vor, während und nach der Reise. So solltest Du vor der Reise auch nachschauen, wie es mit der Karten- und Bargeldakzeptanz in dem jeweiligen Land aussieht. Denn teilweise kommst Du mit Kredit­karten nicht sonderlich weit, teilweise wird dagegen kaum noch Bargeld akzeptiert.

Wichtig auf Reisen: Du brauchst ein Kredit­kartenlimit, dass für Deine Ausgaben für Hotel, Mietwagen und so weiter ausreicht. Deshalb solltest Du Deine Kredit­karte nicht zu knapp vor einem Urlaub beantragen. Denn am Anfang bekommst Du unter Umständen nur ein geringes Limit. 

Zwei Kredit­karten sind besser

Besonders auf längeren Reisen oder wenn Du in exotischen Gebieten unterwegs bist, lohnen sich zwei Karten. Nutzt Du Mietwagen und buchst oft Hotels, sollte eine davon eine richtige Kredit­karte sein.

Wenn Du in Gegenden unterwegs bist, in denen es oft zu Diebstählen kommt, lässt Du eine der beiden Karten besser gut abgesichert im Hotelsafe zurück. Diese Karte hinterlegst Du dann in Deinem Handy fürs Bezahlen über Apple oder Google Pay. So ist sie geschützt, aber Du hast unterwegs trotzdem zwei Karten zur Wahl.
Mit zwei Karten bist Du auch besser vor Verlust geschützt oder wenn eine aufgrund des Kreditrahmens oder der Offline-Pin nicht funktioniert.

Bezahl in der richtigen Währung

Bezahl immer in der jeweiligen Landeswährung, wenn Du außerhalb der Eurozone unterwegs bist. Das gilt auch beim Geldabheben. Denn falls Du in Euro zahlst, rechnet der jeweilige Dienstleister den Betrag um. Dieser Währungskurs ist meist schlechter als der Kurs Deiner eigenen Bank. Denn die nutzt meist entweder den Visa- oder Mastercard-Kurs. Teurer wird es mit dem Devisenkurs.

Besonders beim Geldabheben wird es Dir schwer gemacht. Die Menüführung ist meist so gestaltet, dass die sofortige Umrechnung in Euro wie der richtige Weg wirkt. Lass Dich davon nicht beeinflussen und wechsel auch nicht auf Euro, wenn Du mehrmals darauf hingewiesen wirst.

Bei Kartenverlust schnell reagieren 

Besonders auf Reisen ist es ärgerlich, wenn die Kredit­karte verloren geht. Denn falls Du keine weitere Karte dabeihast, stehst Du plötzlich ohne Geld da. Nimm deshalb auf Reisen lieber zwei Karten mit: eine für die Tasche, eine für den Hotelsafe.

Einige Banken unterstützen ihre Kunden mit dem Zusenden von Bargeld oder einer Notfall-Karte. Die Gebühren dafür hängen vom jeweiligen Anbieter ab. Am besten informierst Du Dich vorab bei Deiner Bank über die Möglichkeiten.

Falls Du Deine Karte verlierst oder sie gestohlen wird, solltest Du die Kredit­karte unverzüglich sperren. Dafür rufst Du entweder Deinen Anbieter an oder den Sperr-Notruf (+49) 116 116. Das Anrufen des Notrufs ist in Deutschland kostenlos, im Ausland können Telefongebühren anfallen. Das Sperren der Karte selbst ist immer kostenlos. Guck vor der Reise auf jeden Fall nach, ob Dein Anbieter beim Sperr-Notruf mitmacht. Wenn nicht, speichere die Sperrnummer Deiner Bank im Handy ab.

Bei einigen Kredit­karten kannst Du die Karte auch über die App zumindest temporär sperren. Teilweise geht es sogar soweit, dass Du die Sperre eingrenzen kannst: auf Länder, das Geldabheben oder Online-Shopping. So kannst Du schnell reagieren, falls Du die Karte mal nicht findest.

In der Tabelle siehst Du, wie sich unsere Emp­feh­lungen bei den Reisethemen schlagen.

Finanztip-Empfehlungen im Vergleich

AnbieterHanseatic BankBank NorwegianBarclaysC24 Smart
Minimum beim Abheben50 EuroX50 EuroX
WechselkursVisaVisaVisaMastercard
Erhöhung Kreditrahmenkeine Angaben, geht aber auf Antragkeine Angaben, geht aber auf Antrag6 Monate nach der EröffnungX
Tageslimit Abheben500 Euro500 Euro/1.000 Euro1500 Euro2.500 Euro
Apple Pay/Google Payja/jaja/jaja/jaja/ja
Effektiver Jahreszins20,03 Prozent/22,08 Prozent224,4 Prozent23,74 Prozent7,49 %
Offline-Pinjajajaja
Ver­si­che­rungenneinjaneinnein
Reiserabattejaneinneinnein
Kartensperre über Appjajajaja

1 Deutschland/Ausland
2 White Label: Awa7 und Deutschland Kredit­karte
Quelle: Websites der Anbieter (Stand: 13. Mai 2024)
 

Genügt auch die EC-Karte zum Reisen?

Wenn Du keine Kredit­karte hast, fragst Du Dich vermutlich, ob Du die tatsächlich für jeden Urlaub brauchst. Schließlich hast Du schon eine Girocard (früher: EC-Karte).

Ist auf der Karte neben dem Logo von Girocard noch das von V-Pay oder Maestro, funktioniert die Karte auch im Ausland. V-Pay wird allerdings in weniger Ländern akzeptiert.

Ob bei Deiner Bank die Girocard oder die Kredit­karte im Ausland teurer ist, stellst Du mit einem Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis fest.

Die wichtigsten Fragen zusammengefasst

Kann ich mit einer Kredit­karte im Ausland bezahlen?

Die Kredit­karten von Mastercard und Visa werden weltweit akzeptiert. Mit ihnen kannst Du bezahlen und Geld abheben. Allerdings können in Ländern mit einer anderen Währung als Euro zusätzliche Gebühren anfallen, nämlich Fremd­wäh­rungs­ge­bühren.

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Brauche ich im Ausland eine Kredit­karte?

Deine Girocard wird auch im Ausland akzeptiert. Allerdings muss dazu neben dem Girocard-Aufdruck auch das Logo von V-Pay oder Maestro auf der Karte sein.

Kredit­karten funktionieren im Ausland jedoch meist besser als die Girocard. Sie werden öfter akzeptiert. Außerdem kannst Du mit ihnen Mietwagen und Hotelzimmer buchen.

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Ist eine Kredit­karte im Ausland günstig?

Wenn Du Deine Kredit­karte im Ausland einsetzt, kann Dich das Gebühren kosten. Die Höhe hängt von Deiner Bank ab.

Es können zum Beispiel Fremd­wäh­rungs­ge­bühren beim Bezahlen und auch beim Abheben anfallen. Dazu kommen weitere Abhebegebühren.

Es gibt allerdings auch Kredit­karten, bei denen solche Gebühren entfallen.

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Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Emp­feh­lungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.

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