Beamtendarlehen

Bessere Zinsen für Staatsbedienstete

Josefine Lietzau 20. Februar 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Beamte bekommen oft günstigere Kredite als Angestellte.
  • Das liegt daran, dass sie einen sicheren Arbeitsplatz haben.
  • Verzichten sollten gerade Beamte in jedem Fall auf eine Restschuldversicherung.
So gehst Du vor
  • Prüf, ob Du die geplante Kreditsumme noch senken kannst. Hast Du beispielsweise noch Geld auf einem Tagesgeldkonto?
  • Berechne über den Finanztip-Rechner, welchen Kredit Du Dir überhaupt leisten kannst und welche Laufzeiten und Raten am besten zu Dir passen.
  • Such mit unserem Kreditvergleich nach dem passenden Kredit. Fang dabei bei Verivox an, das Portal ist besonders übersichtlich. Überprüfe die Angebote aber auch mit denen von Check24.

Falls Du Dich schon einmal auf den Webseiten einiger Banken umgeschaut hast, ist Dir  vielleicht schon einmal der Begriff „Beamtenkredit“ aufgefallen. Dahinter steckt keine spezielle Kreditart. Es handelt sich vielmehr um einen ganz normalen Ratenkredit. Die einzige Besonderheit: Ein Beamter leiht sich Geld.

Was tun vor der Kreditaufnahme?

Der Weg zum Kredit ist immer der gleiche, egal ob Du als Angestellter arbeitest, selbstständig bist oder eben Beamter: Zunächst solltest Du Deine finanzielle Situation überprüfen. Schließlich kannst Du mit Eigenkapital bereits die geplante Kreditsumme senken. Einfach klappt das mit Geld, das auf einem Girokonto oder einem Tagesgeldkonto liegt. Denn über diese Einlagen kannst Du jederzeit verfügen.

Dann berechnest Du, was für einen Kredit Du Dir leisten kannst und wie Du ihn am besten abzahlst. Je höher die Raten sind, umso schneller zahlst Du den Kredit ab und umso niedriger sind die tatsächlichen Zinskosten.

Kreditrechner

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Welche monatliche Rate möchtest Du aufbringen?
Wie lange möchtest Du abbezahlen?
Welchen Zins bekommst Du?

Bekommen Beamte günstigere Kredite?

Beamte haben gegenüber Angestellten und Selbstständigen bei Krediten einen Vorteil. Sie zahlen im Schnitt nämlich weniger Zinsen. Weshalb? Vor allem, weil Banken Beamte als sicherere Kreditnehmer sehen.

Wenn eine Bank den Zins für geliehenes Geld ansetzt, schaut sie nicht nur auf Laufzeit und Kreditsumme. Wichtig für die Zinshöhe ist auch, ob sie davon ausgehen kann, ihr Geld zurück zu bekommen. Sie bewertet daher, wie gut ein Verbraucher finanziell dasteht, also wie viel er verdient und wie viel Geld er für andere Dinge aufbringen muss – seien es Versicherungsverträge, eine Baufinanzierung oder Kinder. Egal ob Beamter oder nicht: Geht die Bank davon aus, dass sie ihr Geld wieder zurückbekommt, setzt sie den Zins besser an.

Die Einkommenssituation bei Beamten ist sicherer und planbarer als bei einem Angestellten. Die Einkommenshöhe ist gesetzlich unter anderem über Besoldungsgruppen und die Dienstaltersstufe geregelt. Auch die Versorgung bei Krankheit und im Ruhestand ist festgelegt. Außerdem können sie so gut wie nicht gekündigt werden. Für Banken besteht daher ein geringes Risiko, dass ein Beamter einen Kredit nicht zurückzahlt. Einen Kredit bekommt ein Beamter daher in der Regel günstiger als ein Angestellter. Und deutlich günstiger als ein Selbstständiger.

Anders sieht es womöglich aus, falls Du noch Beamter auf Probe bist, also noch nicht verbeamtet bist. Denn in dieser Situation steht nicht fest, ob Du während der gesamten Kreditlaufzeit diesen sicheren Arbeitsplatz und die damit verbundene Besoldung beibehältst. Die Zinsen des Kredits können also höher ausfallen.

Wie finden Beamte einen günstigen Kredit?

Auch wenn die Zinsen bei Beamtenkrediten niedriger ausfallen als bei anderen Berufsgruppen: Ein Vergleich der unterschiedlichen Angebote ist wichtig, um den richtigen Kredit zu finden und Zinsen zu sparen.

Bevor Du aber Angebote einholst, solltest Du mit dem Finanztip-Rechner überprüfen, welchen Kredit Du Dir überhaupt leisten kannst. Damit lässt sich auch ermitteln, welche Laufzeiten und Raten zu Deiner Finanzsituation passen.

Außerdem kontrollierst Du am besten Deine Schufa-Bewertung, bevor Du ernsthaft nach einem Kredit suchst. Ein paar fehlerhafte Daten bei der Auskunftei verschlechtern eventuell Deine Bewertung (Bonität), und Du erhältst Kreditangebote, die eigentlich zu teuer sind. Einmal im Jahr kannst Du diese Angaben überprüfen. Falls Du dabei Fehler in den gemeldeten Daten finden solltest, lass diese korrigieren.

Beamte können genau wie Angestellte und Selbstständige auch auf Vergleichsportalen wie Verivox und Check24 nach Ratenkrediten suchen. Die Portale haben mehrere Banken angebunden und berücksichtigen beim Überprüfen der Angebote den Beamtenstatus der Verbraucher. Für Baukredite empfehlen wir spezialisierte Vermittler.

Lohnt sich eine Restschuldversicherung?

Bei Krediten dreht sich jedoch nicht alles nur um die Zinsen, auch auf weitere Punkte solltest Du achten. Verzichte unbedingt auf eine Restschuldversicherung. Die soll Kreditnehmer eigentlich schützen, falls sie arbeitslos oder krank werden und den Kredit nicht normal abzahlen können. In vielen Fällen greift sie jedoch nicht und macht so den Kredit nur unnötig teurer. Bist Du Beamter, droht Dir in der Regel keine Arbeitslosigkeit und bei Krankheiten bist Du auch gut abgesichert. Für Dich ist die Versicherung also noch unnötiger als für Angestellte.

In der Regel ist es nur bei Baufinanzierungen sinnvoll, den Kredit abzusichern. Aber auch in diesem Fall ist eine Restschuldversicherung nicht das Mittel der Wahl, sondern eine Risikolebensversicherung. Die greift, falls der Kreditnehmer stirbt.

Positiv dagegen sind kostenlose Sondertilgungsmöglichkeiten. Durch sie kannst Du Deinen Kredit schneller tilgen, da Du Teile der Kreditsumme früher zurückzahlst als eigentlich geplant. Während der restlichen Laufzeit entfallen auch die Zinsen auf diese Zahlungen, der Kredit kostet somit auch weniger.

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