Surfstick

Per Internet-Stick überall mit Laptop und Co. online sein

Arne Düsterhöft Stand: 25. Juli 2019
Das Wichtigste in Kürze
  • Der Surfstick ist immer noch der Klassiker, um mit dem Computer unterwegs ins Internet zu gehen. Ganz ohne Kabel oder W-Lan-Empfang wählt sich der Internet-Stick über eine Sim-Karte in das Handynetz ein. 
  • Ein Surfstick eignet sich vor allem, wenn Sie regelmäßig längere Zeit online am Computer verbringen. Für Smartphones und Tablets ist der Stick nicht geeignet. 
  • Je nach Situation bietet sich daher vielleicht eher ein LTE-Router oder ein Tablet mit Sim-Karte an. Womöglich reicht auch das W-Lan Ihres Smartphones aus, wenn Sie mal kurz spontan ins Internet wollen – per Tethering (Englisch für Anbinden).
So gehen Sie vor
  • Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Internet-Stick LTE-fähig ist.
  • Zum Surfstick gehört immer auch der passende Datentarif. Wollen Sie den Internet-Stick regelmäßig nutzen, können Sie ihn direkt zusammen mit dem Tarif kaufen.
  • Brauchen Sie den Surfstick nur gelegentlich, kaufen Sie am besten einen Stick ohne Vertrag und bestellen separat eine Prepaid-Karte dazu.
  • Wenn Sie über längere Zeit mehrere Geräte mit dem Internet verbinden möchten, sollten Sie zu einem LTE-Router greifen.
  • Beim Kauf eines Tablets können Sie eine LTE-Variante in Erwägung ziehen, die sich genau wie ein Smartphone per Sim-Karte mit dem Internet verbinden kann.

Ob als Pendler, im Urlaub oder einfach unterwegs – per Surfstick können Sie flexibel lossurfen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wo Sie das nächste W-Lan finden. Mit einem Prepaid-Surfstick ohne Vertrag brauchen Sie sich nicht einmal um Kündigungsfristen zu kümmern. Doch neben dem klassischen Surfstick haben Sie heute eine ganze Reihe guter Alternativen, mit Ihrem Laptop, Tablet oder Smartphone unterwegs ins Internet zu gehen.

Wie komme ich unterwegs am besten ins Internet?

Abseits vom heimischen Internetanschluss und W-Lan-Inseln in Cafés oder Bibliotheken stehen Ihnen vier Wege ins mobile Internet offen:

  1. Der Klassiker für Laptop und Computer ist immer noch der Surfstick, gerade wenn Sie regelmäßig längere Zeit unterwegs online am PC verbringen. Sie stecken den Internet-Surfstick mit passendem Datentarif in den USB-Stecker Ihres Computers und surfen los. Problemlos funktioniert der Stick allerdings nur in einem Gerät und auch nur, wenn es sich um einen Computer handelt. Für Tablets und Smartphones eignet er sich nicht.
  2. Wenn Sie über längere Zeit mehrere Geräte mit dem Internet verbinden möchten, sollten Sie zu einem LTE-Router greifen – die moderne Alternative zum Internet-Stick. Als mobiler W-Lan-Router baut der kleine Kasten ein W-Lan-Netz auf, mit dem Sie Smartphone, Tablet und Laptop verbinden können, ganz ohne Kabel oder Stromverbindung.  
  3. Falls Sie nur kurz spontan ins Internet gehen möchten, um zum Beispiel ein paar E-Mails auf dem Laptop zu schreiben, können Sie mit dem Computer auch die Internetverbindung Ihres Handys anzapfen. Mit dem sogenannten Tethering (zu Deutsch: Anbinden) wird das Smartphone zum mobilen W-Lan-Hotspot und leitet die eigene Internetverbindung an andere Geräte weiter.
  4. Auch einige Tablets können mobil ins Internet. Denn die allermeisten Tablets sind in zwei Varianten erhältlich: Die erste ist etwas günstiger und lässt sich nur mit W-Lan verbinden. In die zweite Variante können Sie eine Sim-Karte stecken und mobil online gehen.

Zu wissen, wann sich ein Surfstick am besten eignet, wann ein LTE-Router und wann das Smartphone vollkommen ausreicht, ist die halbe Miete. Die andere Hälfte macht die Entscheidung aus, mit welchem Tarif Sie surfen. Bei allen vier Möglichkeiten ist die Vorgehensweise die gleiche: Sie stecken eine Sim-Karte in das Gerät, welche sich dann mit einem der drei deutschen Handynetze verbindet – genauso wie bei Ihrem Smartphone.

Vorausgesetzt Sie haben vorher einen Datentarif abgeschlossen: Das passende Netz, der LTE-Empfang und ausreichend Datenvolumen sind dabei die wichtigsten Kriterien. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, vergleicht Finanztip regelmäßig die aktuellen Datentarife.

Der Klassiker: Mit dem Surfstick jederzeit online

Einen guten Surfstick bekommen Sie in der Regel für ca. 25 bis 50 Euro. Achten Sie darauf, dass in der Beschreibung ausdrücklich steht, dass der Internet-Stick auch LTE-fähig ist.

Steht kein LTE drauf, Finger weg. Denn ohne LTE-Empfang (4G) fehlt Ihnen beim Surfen das modernste und schnellste Handynetz. Ein Download-Tempo von mindestens 150 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) ist ein gutes Indiz für einen LTE-Surfstick.

Surfsticks wurden eigentlich für den Computer konzipiert. Wer neben Laptop, Notebook oder PC auch sein Tablet oder Smartphone an einen Internet-Stick anschließen möchte, muss technisches Verständnis mitbringen und Spaß am Tüfteln haben.

In den Surfstick stecken Sie, genau wie in ein Handy, eine Sim-Karte mit entsprechendem Datentarif. Bei den meisten Tarifen können Sie dann eine bestimmte Datenmenge im Monat  versurfen, bevor Ihre Internet-Geschwindigkeit stark gedrosselt wird oder Sie zusätzliches Geld zahlen müssen. Die meisten Surfsticks funktionieren in der Regel übrigens auch mit gewöhnlichen Handytarifen, es muss also nicht immer ein spezieller Datentarif sein.

Mehr dazu im Artikel über unseren Handy-Tarifrechner:

Zum Ratgeber

Internet-Stick samt Datentarif oder lieber Prepaid-Surfstick ohne Vertrag?

Einerseits können Sie den Surfstick beim Tarifanbieter direkt zum Datentarif dazubestellen. Der Vorteil: Wenn Sie Surfstick und Datentarif in einem Rutsch kaufen, haben Sie einen Ansprechpartner, falls das Internet mal ausbleibt. Außerdem bieten einige Anbieter die Surfsticks recht günstig an, um die Kunden langfristig für sich zu gewinnen. Ein monatlicher Datentarif lohnt sich allerdings nur, falls Sie den Surfstick dann auch regelmäßig nutzen.

Brauchen Sie den Internet-Stick nur gelegentlich, kaufen Sie am besten einen Surfstick ohne Vertrag und bestellen sich dazu eine Prepaid-Karte. Bei einem Prepaid-Surfstick versurfen Sie nur so viel Geld, wie Sie vorher auf die Sim-Karte geladen haben. Verschwindet der Surfstick einige Monate in der Schublade, müssen Sie auch nichts zahlen. Außerdem haben Sie mit einem Prepaid-Stick eine größere Kontrolle über Ihre Kosten.

Wie gut sind Surf-Pakete vom Lebensmittel-Discounter?

Es mag verführerisch sein, mal eben an der Supermarktkasse einen Surfstick samt passendem Datentarif in den Einkaufswagen zu packen. Am bekanntesten sind sicherlich der Aldi-Surfstick oder das Prepaid-Internet von Lidl. Und viele der Surfsticks mit Datentarif aus dem Supermarkt machen durchaus was her.

Denn die Netzbetreiber öffnen ihre modernen LTE-Netze zunehmend auch für die Lebensmittel-Discounter. Werfen Sie unbedingt einen kurzen Blick auf Tarif und Surfstick und prüfen Sie, ob beide auch LTE-fähig sind, bevor Sie in das Regal greifen. Ohne LTE haben Sie vielerorts schlechten Empfang und eine langsamere Internetverbindung.

Doch Achtung: Auch bei Supermarkt-Schnäppchen kann sich im Kleingedruckten Frustpotenzial verstecken. Den Surfstick von Aldi können Sie beispielsweise nur mit ausgewählten Tarifen nutzen. Bei dem ein oder anderen besonders günstigen Prepaid-Tarif bleibt der Aldi-Surfstick tot.

Welche Alternativen zum Surfstick gibt es?

Neben einem Surfstick können Sie auch per LTE-Router, über das W-Lan Ihres Smartphones oder per Tablet ins Internet gehen.

Der moderne Weg: Mit mobilem LTE-Router W-Lan-Hotspot aufmachen

Ein LTE-Router ist eine handliche kleine Box, die sich per Sim-Karte mit dem Handynetz verbindet und Ihnen ein mobiles W-Lan aufbaut. Diese mobilen W-Lan-Router sind in der Regel teurer als Surfsticks und kosten etwa zwischen 50 und 100 Euro. Dank des eingebauten Akkus funktionieren die mobilen LTE-Router mehrere Stunden ohne Strom, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen.

Bereits bei simplen Modellen können sich bis zu zehn Geräte gleichzeitig in das W-Lan einwählen und so mit dem Internet verbinden. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Sie per Smartphone, Tablet oder Laptop online gehen wollen.

Je mehr Geräte den LTE-Router allerdings parallel nutzen, desto langsamer wird die Internetverbindung. Im Gegensatz zu Surfsticks sind die allermeisten LTE-Router übrigens wirklich LTE-fähig. Selbst die Einstiegsklasse ist mit 150 Megabyte pro Sekunde (Mbit/s) schnell genug.

Einige Geräte haben ein eigenes Display, auf dem Sie den Netzempfang ablesen können und eine bessere Kontrolle über die verbrauchten Datenmengen haben. Allerdings können Sie diese Informationen immer auch über Ihr Smartphone oder Ihren Computer abrufen.

Der spontane Weg: Smartphone zum W-Lan-Hotspot umfunktionieren

Was ein LTE-Router kann, kann Ihr Smartphone schon lange: Egal, ob Android oder Apple, in den Einstellungen Ihres Handys finden Sie eine Funktion, mit der Sie Ihr Smartphone zum mobilen W-Lan-Hotspot machen können. Das Smartphone sendet dann die Daten aus seiner mobilen Internetverbindung per W-Lan weiter an Laptop oder Tablet. Und das ohne jedes zusätzliche technische Gimmick.

Das ist besonders praktisch, falls Sie lieber in Ruhe auf dem großen Bildschirm am Laptop eine E-Mail schreiben und das Internet nur kurz brauchen, um sie abzuschicken. Wenn Sie damit allerdings eine längere Verbindung mit dem Internet aufrechterhalten möchten, belasten Sie sowohl die Daten-Flatrate Ihres Handytarifs als auch den Akku des Smartphones.

Je nach Betriebssystem finden Sie die Funktion in den Einstellungen unter Verbindungen/Datenverbindungen bei den Unterpunkten „Tethering“, „mobiler Hotspot“ oder „persönlicher Hotspot“.

Der spezielle Weg: Mit dem Tablet unterwegs ins Internet

Sofern Sie mit Ihrem Tablet auch unterwegs ins Internet möchten, sollten Sie sich das bereits beim Kauf überlegen. Denn in der Regel gibt es ein Tablet als W-Lan- und als LTE-Variante. Apple nennt die LTE-Variante oft auch Cellular-Ausführung.

In die etwas teurere LTE-Version können Sie wie bei Ihrem Handy eine Sim-Karte stecken und per Handynetz im Internet surfen, falls mal kein W-Lan in der Nähe ist. Tablets mit Sim-Karte können Sie per Tethering übrigens genauso wie ein Smartphone kurzfristig zu einem mobilen W-Lan-Hotspot umfunktionieren.

Wie finde ich den passenden Datentarif?

Die kurze Antwort lautet: Nehmen Sie einfach einen ganz normalen Handytarif, der zu Ihren Bedürfnissen passt. Die meisten Handytarife lassen sich auch per Surfstick oder LTE-Router nutzen und sind oftmals günstiger als reine Datentarife.

Aber Vorsicht: Einige wenige Anbieter verbieten es, die Tarife im Surfstick oder LTE-Router zu nutzen. Selbst reine Internet-Flatrates, die nicht explizit als Datentarife gekennzeichnet sind, gehören vereinzelt dazu.

Wollen Sie auf Nummer Sicher gehen, nehmen Sie eine der Finanztip-Empfehlungen. Wir lassen uns vom Anbieter bestätigen, dass der Tarif auch im Surfstick funktioniert. Alles Details erfahren Sie in unserem Ratgeber zu Datentarifen.

Ansonsten bietet der Finanztip-Handytarif-Rechner eine verbraucherfreundliche Übersicht über günstige Handytarife. Das richtige Handynetz, LTE-Empfang und das passenden Datenvolumen sind bei der Wahl des richtigen Datentarifs entscheidend.

Autor
Arne Düsterhöft

Stand: 25. Juli 2019


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