Zinsentwicklung

So geht es mit den Zinsen weiter

Dirk Eilinghoff
Finanztip-Experte für Bank und Börse
01. November 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Zinsentwicklung wird vor allem von der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflusst.
  • Zurzeit liegt der EZB-Leitzins bei 0 Prozent. Der Zins, zu dem Banken Geld bei der EZB parken können, liegt sogar bei -0,5 Prozent.
  • Die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld, aber auch für Raten- und Baukredite sind deshalb besonders niedrig.
  • Bei der jüngsten Sitzung des EZB-Rates am 28. Oktober 2021 gab es keine Zinsänderungen. Zinserhöhungen sind für die EZB erst einmal kein Thema.
So gehst Du vor
  • Falls Du gerade einen Kredit aufnehmen möchtest oder Geld anlegen willst, brauchst Du Dich nicht zu beeilen. Auf absehbare Zeit dürfte die Europäische Zentralbank die Zinsen unverändert lassen.
  • Immer mehr Banken versuchen allerdings, den Einlagenzins von -0,5 Prozent, den sie selbst an die EZB zahlen müssen, an ihre Kunden durchzureichen.
  • Weitere Erläuterungen dazu findest Du in unseren Artikeln zu Tagesgeldzinsen, Festgeldzinsen und Hypothekenzinsen.

Wenn Du einen Kredit aufnehmen oder Geld langfristig anlegen möchtest, ist die aktuelle Zinsentwicklung und die Prognosen zur weiteren Entwicklung entscheidend: Je nachdem, ob die Zinsen absehbar steigen oder sinken, kann es sinnvoll sein, die Kreditaufnahme (etwa beim Baukredit) oder die Sparentscheidung noch etwas aufzuschieben oder sich im Gegenteil zu beeilen.

Aktuelle Zinsentwicklung bei Finanzierungen und beim Sparen

Wer die Zinsentwicklung etwa bei Hypothekenzinsen mit den Tagesgeldzinsen oder Festgeldzinsen vergleicht, stellt sehr schnell fest: Die Zinssätze sind zwar unterschiedlich hoch, die Zinsentwicklung ist aber bei Kredit- und Sparprodukten ähnlich. Grundsätzlich gilt: Für Spareinlagen wie Tagesgeld und Festgeld erhältst Du im Schnitt viel geringere Zinsen, als Du für Kredite zahlen musst. Und Ratenkredite sind im Durchschnitt teurer als Baukredite.

Welche Zinsentwicklung absehbar ist, zeigen wir Dir spezifisch für die einzelnen Produkte:

  • Die aktuelle Zinsentwicklung und Zinsprognose bei der Baufinanzierung erläutern wir in unserem Artikel zu Hypothekenzinsen.
  • Wie sich die Zinsen beim täglich verfügbaren Tagesgeld entwickeln, erfährst Du in unserem Artikel zu Tagesgeldzinsen.
  • Wer sich etwas länger festlegen kann, sollte sich über die Zinsentwicklung bei Festgeldzinsen informieren.

Die unterschiedlichen Zinshöhen lassen sich auch an den Zahlen der Bundesbank zur Zinsentwicklung in den vergangenen Jahren ablesen. Die nachfolgende Grafik zeigt den Verlauf der Zinssätze, die Banken ihren Kunden in den vergangenen Jahren angeboten haben, einerseits bei Baukrediten (also als Hypothekenzinsen), andererseits bei Sparangeboten mit einer Kündigungsfrist bis zu drei Monaten, also etwa für Guthaben auf dem Sparbuch.

Die Bundesbank setzt allerdings selbst keine Zinssätze fest, sondern lässt sich die aktuellen Zinssätze nur von Geschäftsbanken melden. Daraus erstellt sie dann Zeitreihen zur Zinsentwicklung.

Wie hoch der Zins gerade ausfällt, hängt entscheidend von der Menge an Geld ab, die Privatpersonen, den Unternehmen und dem Staat in der Wirtschaft insgesamt zur Verfügung steht. Für die Steuerung dieser Geldmenge sind grundsätzlich die Notenbanken zuständigen, im Euro-Raum also die Europäische Zentralbank (EZB).

Mit dem Zinsrechner das Endkapital berechnen

Leitzinsen bestimmen die Zinsentwicklung

Die Europäische Zentralbank macht den Geschäftsbanken keine Vorgaben über die Zinssätze, die diese von ihren Kunden verlangen oder ihnen zahlen dürfen. Allerdings legt sie mit den Leitzinsen fest, zu welchen Zinssätzen sie Geld an die Geschäftsbanken verleiht oder diese Geld bei ihr anlegen können.

Da die Geschäftsbanken auf der Grundlage dieser Zinssätze in einem ständigen Austausch mit der Zentralbank sind, bestimmt die EZB letztlich die allgemeine Zinsentwicklung und damit indirekt auch die Entwicklung der Spar- und Kreditzinsen für Verbraucher.

Ein Beispiel: Seit einigen Jahren verlangt die Europäische Zentralbank von den Geschäftsbanken einen Zins für das kurzfristige „Parken“ von Geld. Dieser Negativzins liegt aktuell bei -0,5 Prozent. Da die Geschäftsbanken diesen Negativzins nicht in größerem Ausmaß an private Sparer weitergeben, liegen die Sparzinsen in der Fläche nahe 0 Prozent. Höhere Zinsen erhältst Du dann meist nur noch von Banken, die mit Aktionsangeboten neue Kunden gewinnen möchten oder die gerade eine hohe Kreditnachfrage bewältigen müssen. Letztere verdienen dann mit den Kreditkunden das Geld, mit denen sie höhere Zinsen für ihre Sparkunden finanzieren können.

Die Zinsentwicklung der vergangenen Jahre war insgesamt vorteilhaft für Kreditnehmer und nachteilig für Sparer: Von einer kleinen Unterbrechung im Jahr 2011 abgesehen, hat die EZB die Zinsen in den vergangenen Jahren immer weiter gesenkt. Der wichtigste Leitzins, der sogenannte Hauptrefinanzierungssatz, liegt seit März 2016 bei 0 Prozent.

Der Einlagesatz, zu dem Banken überschüssiges Guthaben bis zum nächsten Geschäftstag im Eurosystem anlegen können, liegt sogar bei -0,5 Prozent.

So kannst Du die Zinsentwicklung für Dich nutzen

Willst Du die Zinsentwicklung für Deine finanziellen Entscheidungen nutzen, kannst Du einerseits versuchen, einen möglichst günstigen Zeitpunkt für einen Einstieg zu finden: Steht also eine Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank unmittelbar bevor, und ist mit einem Zinsanstieg zu rechnen, solltest Du etwa mit der Festgeldanlage noch etwas warten.

Benötigst Du dagegen gerade Geld, solltest Du in dieser Situation den Kreditantrag möglichst kurzfristig stellen, um noch vom niedrigeren Zinsniveau zu profitieren. Dies gilt besonders bei der Baufinanzierung, wo die Kreditsummen besonders hoch sind und die Kredite besonders lange laufen.

Allerdings dürften solche Situationen, in denen Du kurzfristig Zinsentscheidungen der Zentralbank für Dich nutzen kannst, eher die Ausnahme sein. Meistens bleibt das Zinsniveau für einige Tage oder Wochen relativ konstant.

Wenn das Zinsniveau eher stabil ist, findest Du gute Angebote vor allem, indem Du die Kredite oder Tagesgeldzinsenvergleichst, und Dir gute Angebote direkt sicherst.

Wichtig wird die Zinsentwicklung dagegen bei der Frage, für wie lange Du Dich festlegen willst. Rechnest Du etwa mit steigenden Zinsen, solltest Du genau überlegen, welche Anlagedauer Du wählst. Es kann günstiger sein, sich bei niedrigen Zinsen zunächst für eine kürzere Anlagedauer zu entscheiden und erst einen Zinsanstieg abzuwarten.

Das zeigt das nachfolgende Beispiel: Wir gehen davon aus, dass der Anleger vor der Entscheidung steht, für eine Summe von 10.000 Euro entweder ein Festgeldangebot über 36 Monate zu nutzen oder den Betrag zunächst für ein Jahr festzulegen und dann nach einem absehbaren Zinsanstieg um 0,25 Prozent ein Festgeld über 24 Monate abzuschließen.

Vergleich Festgeld (FG) für 36 Monate anlegen und Festgeld 12 + 24 Monate

 

FG 36

Monate

Zinssatz

Zinsertrag

FG 12 + 24

Monate

Zinssatz

Zinsertrag
Jahr 11,1 %110,00 €0,8 %80,00 €
Jahr 21,1 %111,21 €1,35 %136,08 €
Jahr 31,1 %112,43 €1,35 %137,92 €
Zinsertrag insg. 333,64 € 354,00 €

Quelle: Finanztip-Berechnung (Stand: 1. November 2021)

In diesem Beispiel ist eine spätere Anlage die etwas bessere Strategie. Fällt der Zinsanstieg allerdings geringer aus oder kommt er später, kann auch die sofortige Anlage mehr Zinsen bringen. Insgesamt wird deutlich, dass der Unterschied bei einem niedrigen Zinsniveau und einem Anlagebetrag von 10.000 Euro insgesamt nicht besonders groß ist. Auch hier gilt: Je höher die Anlagesumme und je länger die Laufzeit, umso wichtiger wird die Zinsentwicklung.

Die Entscheidung über eine Zinsbindung von fünf, zehn oder fünfzehn Jahren bei der Baufinanzierung ist also ungleich wichtiger als Zinsentwicklungen beim Festgeld. Ähnlich bedeutsam ist die Zinsentwicklung bei einem Bausparvertrag: Steigen die Zinsen nicht wie erwartet, verliert das Bauspardarlehen seinen wichtigsten Vorteil.

Wie die aktuelle Zinsprognose aussieht

Um die Finanzkrise 2008/09 zu bewältigen, hat die Europäische Zentralbank im vergangenen Jahrzehnt die Zinsen schrittweise immer weiter gesenkt. Ziel der Zentralbank war es, das Wirtschaftswachstum zu fördern und die Inflation in die Nähe der Richtmarke von knapp unter 2 Prozent pro Jahr zu bringen. Aktuell liegt der wichtigste EZB-Zinssatz bei 0 Prozent.

Aktuelle Zinssätze der Europäischen Zentralbank (EZB)

Bezeichnung der

Zinssätze

Einlagefaszilität /

Einlagezins

Hauptfinanzierungs-

geschäfte

Spitzenrefinan-

zierungsfaszilität

Aktueller Zinssatz-0,5 %0,00 %0,25 %
Geschäftsbanken können damit...Geld über Nacht bei der EZB anlegenGeld gegen Sicherheiten bei der EZB leihenGeld über Nacht bei der EZB beschaffen

Quelle: Europäische Zentralbank (Stand: 1. November 2021)

Zinsentwicklung für den Verbraucher

Im vorläufigen Rückblick auf das Jahr 2021 lässt sich sagen: Die Zinssätze schwankten in diesem Jahr in einem relativ schmalen Korridor: Die Renditen für sichere Anleihen blieben vom Jahresanfang 2021 bis etwa zum März 2021 auf niedrigem Niveau fast unverändert. Anfang März 2021 ginge es dann nach oben, seit Anfang Juli 2021 wieder nach unten, und dann bis zum November 2021 wieder nach oben.

Bei Baukrediten verlief dieses Auf und Ab etwa so: Baukredite mit einem Festzins für zehn Jahre kosteten von Januar bis März 2021 etwa 1 Prozent. Anschließend ging es bis zum Juni / Juli hoch auf etwa 1,3 Prozent. Im September 2021 lagen die Zinsen dann wieder bei 1,1 Prozent, im November erreichte dieser Zinssatz dann wieder 1,3 Prozent.

Insgesamt blieben die Bauzinsen also auf historisch niedrigem Niveau, auch wenn der Unterschied zwischen 1 und 1,3 Prozent bei einer hohen Kreditsumme und entsprechend langer Laufzeit natürlich zeitweilig die Kedite verteuert hat.

Ob das niedrige Zinsniveau vom September 2021 noch einmal erreicht wird, ist derzeit nicht absehbar. Sollte sich die Lage rund um die Corona-Pandemie im  Winter 2021 wieder etwas verschärfen, sind niedrigere Zinssätze aber möglich.

Bei den Sparzinsen dürfte es dagegen kaum Änderungen geben. Als Sparer solltest Du deshalb auf Aktionsangebote einzelner Banken achten.

Aktuelle Maßnahmen und Entscheidungen der EZB

In der Ratssitzung vom 28. Oktober 2021 hat der EZB-Rat die Leitzinsen nicht verändert. Der EZB-Rat geht davon aus, dass die Zinsen trotz der gestiegenden Inflation nicht unmittelbar steigen müssen, weil der Inflationsrate mittelfristig den angestrebten Wert von 2 Prozent erreichen kann. Die Nettoankäufe von 20 Mrd. Euro pro Monat werden fortgesetzt, mindestens bis Ende März 2022.

Ältere Zinsentscheidungen der EZB

Auch in der Sitzung vom 9. September 2021 hatte der EZB-Rat die Zinsen unverändert gelassen. Der Rat hatte außerdem entschieden, dass die EZB weiterhin Vermögenswert in Höhe von 20 Mrd. Euro im Monat ankaufen wolle. Das Pandemie-Notfallankaufprogramm (PEPP) sollte mindestens bis Ende 2022 weiter laufen.

Am 22. Juli 2021 hatte der EZB-Rat die Zinsen ebenfalls unverändert gelassen. Allerdings hatte er darauf hingewiesen, dass er das mittelfristige Inflationsziel von 2 Prozent nunmehr "symmetrisch" beurteile. Das bedeutet, dass die Inflation (gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex) vorübergehend auch leicht über dem Zielwert von 2 Prozent liegen kann.

In der Ratssitzung am 22. April 2021 hatte der EZB-Rat seine geldpolitische Einschätzung ein weiteres Mal bestätigt. Wie die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, mitteilte, ging der Rat davon aus, dass die Zinsen auf dem bisherigen oder einem niedrigeren Niveau bleiben sollten, "bis  wir feststellen, dass sich die Inflationsaussichten in unserem Projektionszeitraum deutlich einem Niveau annähern, das hinreichend nahe, aber unter 2 Prozent liegt".

In der Ratssitzung am 21. Januar 2021 hatte die EZB-Präsidentin sich zur Zinsentwicklung ganz ähnlich wie jetzt im April 2021 geäußert.

Weitere Entscheidungen aus der Januar Sitzung: Der EZB-Rat beschloss, die Ankäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme – PEPP) fortzusetzen. Dieses hat einen Gesamtumfang von 1.850 Milliarden Euro. EZB-Präsidentin Lagarde berichtete außerdem davon, dass die EZB die Nettoankäufe im Rahmen des PEPP mindestens bis Ende März 2022 fortführen will. Das Ankaufprogramm soll in jedem Fall so lange laufen, "bis die Phase der Coronavirus-Krise nach Einschätzung des EZB-Rats überstanden ist."

Als dritten Punkt beschloss der EZB-Rat in der Januar-Sitzung, die die Nettoankäufe im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme – APP) in einem monatlichen Umfang von 20 Milliarden Euro fortzusetzen.

Die EZB kündigte am 10. Dezember 2020 an, ihr Ankaufprogramm zur Bewältigung der Corona-Krise (Pandemic Emergency Purchase Programme – PEPP) um 500 Milliarden Euro aufzustocken. Damit stehen jetzt bis mindestens März 2022 insgesamt 1.850 Milliarden Euro zur Verfügung, um Staats- und Unternehmensanleihen in der EU aufzukaufen – und um damit für niedrige Zinsen bei der Rückzahlung zu sorgen.

Am 20. September 2020 beließ der Rat der EZB die Zinsen auf dem bestehenden Niveau.  Der Rat beschloss, das im Juni 2020 um 600 Milliarden Euro auf insgesamt 1.350 Milliarden Euro erweiterte Pandemie-Notfallankaufprogramm (Pandemic Emergency Purchase Programme – PEPP) fortzuführen. Diese weitere Lockerung der Geldpolitik soll dafür sorgen, dass sich Unternehmen und private Haushalte angesichts der Corona-Pandemie besser mit Geld versorgt werden. Das Kaufprogramm soll bis mindestens Ende Juni 2021 laufen.

Der EZB-Leitzins bleibt weiterhin solange auf dem niedrigen Niveau von 0 Prozent, bis sich das Inflationsziel  einem Niveau annähert, das „hinreichend nahe, aber unter 2 Prozent“ liegt.  Die EZB wird ab 2021 vier zusätzliche längerfristige Pandemie-Notfallrefinanzierungsgeschäfte anbieten. Diese sollen gegen Liquiditätsengpässe absichern und das Funktionieren des Geldmarkts während der Pandemie gewährleisten.

Am 12. März 2020 beließ der Rat der EZB die Zinsen ebenfalls auf dem alten Niveau. Allerdings verabschiedete der Rat einige Maßnahmen, mit denen sich die Geschäftsbanken der EU besser mit Liquidität versorgen können. So wurden angekündigt, dass die Zinssätze für die sogenannten „Longer-Term-Refinancing-Operations“ ab Juni 2020 um 25 Basispunkte unter der durchschnittlichen Zinsrate des Eurosystems liegen sollten. Die EZB vergünstigte also die langfristige Refinanzierung der Geschäftsbanken und subventionierte gleichzeitig die Marge für deren Kreditgeschäft.

Die erste Sitzung unter der EZB-Präsidentin Christine Lagarde am 12. Dezember 2019 brachte  keine Änderungen der Geldpolitik. Nach der zweiten Sitzung kündigte Christine Lagarde am 23. Januar 2020 an, dass die EZB ihre geldpolitische Strategie überprüfen wolle. Eine Veränderung bei den Zinssätzen gab es aber nicht.

Bis zum Juli 2019 äußerte sich die EZB außerdem regelmäßig dazu, wie lange sie die Zinsen voraussichtlich auf dem aktuellen Niveau halten wollte, zum Beispiel: „bis mindestens in die erste Hälfte 2020“ (so noch Ende Juli 2019). Eine solche Aussage fand sich in den Aussagen zur Sitzung vom 12. September 2019 nicht mehr. Stattdessen war die Rede davon, dass die Zinssätze „auf ihrem jetzigen Niveau“ bleiben werden, bis es eine „robuste“ Annäherung an die Zielinflation von 2 Prozent gebe. Diese Aussage fand sich auch in der Presseerklärung zu den geldpolitischen Beschlüssen vom 24. Oktober 2019.

Unser Podcast zum Thema

Fazit: Zinsentwicklung im Blick behalten

Für Verbraucher ist die Zinsentwicklung einerseits eine wichtige Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen, andererseits sind einzelne Zinsentscheidungen der EZB selbst für Experten kaum vorhersehbar. Ausgehend von den geldpolitischen Zielen der EZB und der angekündigten Strategie dürften die Zinsen absehbar auf dem bisherigen Niveau bleiben.

Ob die Zinsen jemals wieder auf das Vorkrisen-Niveau von 4 bis 5 Prozent zurückkehren, lässt sich allerdings nicht vorhersagen. Damit ist auch nicht sicher, ob ein Bausparvertrag ein lohnendes Geschäft ist.

Für die Baufinanzierung gilt: Aktuell sind die Hypothekenzinsen so niedrig, dass selbst eine Zinsbindung von 15 Jahren kaum Risiken birgt. Denn im Zweifel darfst Du als Darlehensnehmer den Baukredit bereits nach zehn Jahren Zinsbindung kündigen und mit den dann aktuellen Hypothekenzinsen umschulden.

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