Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung für Studenten

Die Arbeitskraft früh absichern

Barbara Weber
Finanztip-Expertin für Recht

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung (BU) zahlt Dir eine monatliche Rente, wenn Du aus gesundheitlichen Gründen Dein Studium pausieren oder abbrechen musst. 
  • Es ist daher sinnvoll, Dich schon während Deines Studiums gegen Be­rufs­un­fä­hig­keit abzusichern. 
  •  Je jünger und gesünder Du bei Abschluss einer BU bist, desto günstiger ist die Ver­si­che­rung. 

So gehst Du vor

  • Lass Dich vor Abschluss einer Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung beraten und hole Dir unbedingt mehrere Angebote ein. Als spezialisierte Ver­si­che­rungsvermittler empfehlen wir Hoesch & Partner, Buforum24, Zeroprov, Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung sowie P&F.
  • Achte bei der Ver­si­che­rung darauf, dass die Beiträge auch nach einem Wechsel des Studienfachs gleich bleiben. Was Du sonst noch beachten musst, liest Du in diesem Ratgeber. 
  • Wichtige Hinweise und Tipps für die Suche nach dem passenden Vertrag findest Du in unserer BU-Checkliste.

Neben Uni und Klausuren-Stress stehen Ver­si­che­rungen vielleicht nicht ganz oben auf Deiner Agenda. Doch die Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung ist eine der wichtigsten Ver­si­che­rungen überhaupt: Der Vertrag sichert Deine finanzielle Existenz, wenn Du Dein Studium aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen musst. Und je früher Du Dich um eine BU kümmerst, desto günstiger kommst Du an einen Vertrag.

Wie sinnvoll ist eine BU für Studenten?

Eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung zahlt Dir eine vereinbarte Rente, wenn Du aus gesundheitlichen Gründen Dein Studium unterbrechen oder später Deinen Beruf aufgeben musst. Als Student bekommst Du in der Regel keine gesetzliche Er­werbs­min­de­rungs­ren­te, wenn Du nicht mehr arbeiten oder studieren kannst. Daher ist eine Absicherung durch eine BU besonders sinnvoll. 

Be­rufs­un­fä­hig­keit im Studium 

Berufsunfähig bist Du, wenn Du so schwer erkrankst, dass Du Dein Studium voraussichtlich dauerhaft nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben kannst. Bei einem Vollzeitstudium würde das bedeuten, dass Du nur noch weniger als 20 Stunden in der Woche studieren kannst. Auf die Ursache der Be­rufs­un­fä­hig­keit kommt es dabei nicht an.

Stell Dir mal folgendes Szenario vor: Du bist im ersten Semester Deines Studiengangs, bekommst Bafög und hältst Dich mit einem Werkstudenten-Job über Wasser. Leider erkrankst Du schwer und fällst deswegen voraussichtlich ein Jahr im Studium und Job aus. 

Bafög bekommst Du zwar weiterhin gezahlt. Die Lohnfortzahlung durch Deinen Arbeitgeber endet allerdings nach maximal sechs Wochen. Als Werkstudent hast Du außerdem keinen Anspruch auf Krankengeld von Deiner Kran­ken­kas­se. 

Noch schwieriger wird die Situation, wenn Du Dein Studium abbrechen musst. Dann fällt auch das Bafög weg. Er­werbs­min­de­rungs­ren­te bekommst Du nur, wenn Du vor Deinem Studium bereits fünf Jahre in die Ren­ten­ver­si­che­rung eingezahlt hast. Zudem prüft die zuständige Deutsche Ren­ten­ver­si­che­rung bei der Er­werbs­min­de­rungs­ren­te, ob Du nicht stattdessen in einem beliebigen anderen Beruf arbeiten kannst, bevor es Er­werbs­min­de­rungs­ren­te gibt. Zudem ist die monatliche Rente, die Du im Falle einer frühen Erwerbsminderung erhalten würdest, oft gering.

Wenn Du also keine finanzielle Unterstützung durch Deine Eltern bekommst, stehst Du im schlimmsten Fall ohne Geld da. 

An dieser Stelle möchten wir keine Panik verbreiten. Doch das Szenario sollte Dir bewusst machen, wie wichtig eine frühzeitige Absicherung ist. Eine BU würde Dir im oben dargestellten Szenario eine Rente zahlen bis Du wieder fit genug bist, Deinem Studium nachzugehen. 

Warum lohnt sich die frühe Absicherung?

Je früher Du eine BU abschließt, desto einfacher und günstiger kommst Du in der Regel an einen Vertrag. Das liegt daran, dass Du in jungen Jahren meist noch gesünder bist und damit leichter durch die Gesundheitsprüfung kommst.   

Studenten bekommen leichter einen Vertrag

Je älter Du wirst, desto schwieriger kann es werden, eine bezahlbare BU zu bekommen. Der Versicherer prüft ganz genau, wie Dein gesundheitlicher Zustand ist, bevor er einen Vertrag mit Dir schließt. Du musst dafür einen ausführlichen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Details zu den Gesundheitsfragen und weitere wichtige Tipps zum Abschließen einer BU findest Du in unserem Ratgeber Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung.

Wenn Du noch keine Vorerkrankungen hast, ist es für Dich wesentlich einfacher, einen Vertrag zu bekommen. Daher lohnt es sich häufig, eine BU schon früh abzuschließen. Im Laufe des Lebens werden manche von uns zwar bisweilen schöner, aber selten gesünder. 

Auch dürfte es im Studentenalter einfacher sein, die nötigen Informationen zum Gesundheitszustand zusammenzutragen als Jahre oder gar Jahrzehnte später. Normalerweise musst Du ambulante Behandlungen der letzten fünf Jahre und Krankenhausaufenthalte der letzten zehn Jahre angeben. Bevor Du den Gesundheitsfragebogen ausfüllst, solltest Du daher die Patientenakten von allen Ärzten anfordern, bei denen Du im genannten Zeitraum in Behandlung warst. Je seltener Du krank warst, desto weniger Aufwand ist es für Dich, die Akten einzufordern und die Gesundheitsfragen zu beantworten.

Der Monatsbeitrag ist meist günstiger

Als junger Student hast Du einen weiteren Vorteil: Bist Du noch bei bester Gesundheit, zahlst Du in der Regel nur vergleichsweise geringe Beiträge. Nach Deinem Studium kommst Du zwar grundsätzlich günstiger an eine BU als eine Person mit einem körperlich anspruchsvollen Beruf. Dennoch können die Beiträge auch für Dich höher ausfallen, je nachdem wie alt und gesund Du bei Vertragsschluss bist. Hast Du bis dahin schon die eine oder andere Erkrankung durchgestanden, kann das den Preis in die Höhe treiben. 

Bedenken solltest Du allerdings, dass Du umso mehr Beiträge zahlst, je eher Du in die BU einsteigst. Auf der „sicheren Seite“ bist Du dennoch, wenn Du die BU noch zu Unizeiten abschließt. Denn vorhersehen kann niemand, wie sich die eigene Gesundheit mit den Jahren entwickelt. Preisbeispiele für Studenten und Akademiker zeigen wir Dir weiter unten in einer Tabelle. 

Worauf solltest Du beim Vertrag achten?

Vor dem Abschluss einer Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung solltest Du Dich von einem erfahrenen Ver­si­che­rungsmakler beraten lassen. Wo Du Dich beraten lassen kannst, erfährst Du am Ende dieses Ratgebers. Im Folgenden findest Du einen Überblick über die Punkte, die für Studenten besonders wichtig sind.

Tätigkeit als Student abgesichert 

Eine BU springt dann ein, wenn Du Deinen Beruf wegen eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr ausüben kannst. Deine aktuelle Berufstätigkeit ist aber Dein Studium. Manche Ver­si­che­rungen sehen vor, anstelle Deines Studiums Deinen Zielberuf zu versichern. In dem Fall würdest Du möglicherweise keine Rente bekommen, wenn Du aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter studieren könntest. Der Versicherer prüft dann nämlich nur, ob Du noch den Beruf ausüben kannst, den Du als Zielberuf angegeben hast.

Achte daher im Vertrag darauf, dass ebenfalls Deine tatsächliche Beschäftigung als Student versichert ist. Dann zahlt die Ver­si­che­rung auch, wenn Du zu krank bist, um zu studieren und deswegen Dein Studium unterbrechen oder abbrechen musst. Von Zeit zu Zeit wird sie jedoch Deinen Gesundheitszustand nachprüfen und dann auf Basis eines ärztlichen Gutachtens entscheiden, ob Du noch berufsunfähig bist oder wieder studieren kannst. 

Höhe der Be­rufs­un­fä­hig­keits­rente

Die versicherte Rente sollte reichen, um im Krankheitsfall den Lebensunterhalt zu finanzieren. Arbeitstätigen empfehlen wir eine BU-Rentenhöhe in Höhe von circa 80 Prozent ihres Nettoeinkommens. Als Student hast Du in der Regel noch kein hohes oder gar kein Einkommen. Um Deinen Lebensstandard finanzieren zu können, empfehlen wir Dir daher eine Anfangsrente von mindestens 1.000 bis 1.500 Euro.

Bedenke aber, dass eine höhere Rente auch immer mehr Beitrag kostet. Kannst Du Dir den Ver­si­che­rungs­schutz aktuell nicht leisten, dann kannst Du auch mit einer niedrigeren BU-Rente beginnen, beispielsweise 1000 Euro. Sobald Du in den Beruf startest, solltest Du die Rente aber gegen einen Preisaufschlag erhöhen.

Nach­ver­si­che­rungs­ga­ran­tie

Der Berufseinstieg ist nur einer der Gründe für einen erhöhten Absicherungsbedarf. Während des Lebens steigt der Absicherungsbedarf mehrmals: Die erste Beförderung, eine Hochzeit oder Nachwuchs sind nur einige Beispiele. 

Deshalb solltest Du darauf achten, dass der Versicherer Dir erlaubt, die vereinbarte Rente zu erhöhen. Dies sollte ohne erneute Gesundheitsprüfung und ohne erneute Risikoprüfung möglich sein. Letzteres bedeutet, dass der Anbieter zum Beispiel auch darauf verzichtet zu prüfen, ob Du einen risikoreicheren Beruf hast.

Keine Verweisung auf andere Fachrichtung 

Manche Versicherer zahlen Dir erst dann eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­rente, wenn Du gar keinem Studienfach mehr nachgehen kannst. Die Ver­si­che­rung würde Dich also möglicherweise auf eine andere Fachrichtung oder später auf einen anderen Beruf verweisen. Das bedeutet vereinfacht, dass der Versicherer nicht zahlt, wenn Du noch etwas anderes machen kannst.
Als Medizinstudent würdest Du dann im Zweifel keine Leistungen bekommen, wenn Du zum Beispiel noch in der Lage bist, Theaterwissenschaften zu studieren. Solche Regelungen solltest Du unbedingt meiden und einen Anbieter suchen, der auf eine abstrakte Verweisung verzichtet.

Kein höherer Beitrag bei Fachrichtungswechsel 

Die erste Studienwahl ist nicht immer die richtige. Bist Du unzufrieden mit Deinem Studienfach, ist der Wechsel in ein anderes Fach manchmal unumgänglich. Achte daher im Vertrag darauf, dass der Versicherer von einer Beitragserhöhung absieht, wenn Du Dein Studium in einem anderen Fach fortsetzen möchtest. 

Keine Beitragserhöhung bei Jobwechsel

Darüber hinaus verpflichten Dich manche Versicherer dazu, einen Berufswechsel anzuzeigen. Bewertet die Ver­si­che­rung den neuen Beruf schlechter als den letzten, musst Du höhere Beiträge für das erhöhte Risiko zahlen. Um das zu vermeiden, solltest Du einen Anbieter wählen, der diese Anzeigepflicht ausschließt. Dadurch bleiben die Beiträge gleich hoch, selbst wenn Du nach dem Studium einen risikoreichen Beruf ausübst. Das Gleiche gilt für gefährliche Hobbies, wie Tauchen oder Fallschirmspringen: Auch dafür sollte es keine Anzeigepflicht geben.

Besserstellung bei Wahl eines risikoärmeren Berufs 

Neben dem Ausschluss von Anzeigepflichten bei einem Berufswechsel ist es genauso wichtig, dass der Versicherer Dir die Möglichkeit einer Besserstellung zugesteht. Er sollte Dir niedrigere Beiträge gewähren, wenn Du in einen risikoärmeren Beruf wechselst. Wie der Versicherer das Risiko für Deinen Beruf einschätzt, erfährst Du entweder beim Ver­si­che­rungsmakler oder direkt beim Versicherer.

Wie viel kostet eine BU für Studenten?

Für Studierende sind die Beiträge für eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung noch vergleichsweise gering. Etwas weiter unten zeigen wir Dir ein paar Preisbeispiele für verschiedene Studienfächer. Je nach Gesundheit können die Preise allerdings stark variieren. 

Doch auch zwischen den verschiedenen BU-Anbietern kann es deutliche Unterschiede geben, wie sie einen Beruf oder ein Studienfach bewerten. Um zu erfahren, was der BU-Schutz für Dich persönlich kosten würde, musst Du Dir deshalb Angebote machen lassen, die Deine Tätigkeit und Deine Gesundheit berücksichtigen.

Preisbeispiele für Studenten und Akademiker

Studienfach/BerufAlter beim Abschlussmonatlicher Beitrag
Jura19 Jahreab 35 Euro
Betriebswirtschaftslehre23 Jahreab 36 Euro
Bauingenieurswesen20 Jahreab 40 Euro
Medizin27 Jahreab 38 Euro
Rechtsanwalt35 Jahreab 41 Euro
Redakteur32 Jahreab 51 Euro
Key Account Manager29 Jahreab 46 Euro

Annahmen: 1.500 Euro versicherte Rente, keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Nichtraucher, Absicherung im Leistungsfall bis zum 67. Lebensjahr, Anteil Bürotätigkeit: 100 Prozent, Redakteur und Key Account Manager haben einen Bachelor-Abschluss.
Quelle: Onlineabfrage Hoesch & Partner (Stand: 19. Juli 2022)

Die Preisbeispiele zeigen: Der größte Vorteil einer BU für Studenten ist nicht unbedingt der etwas niedrigere Beitrag zu Unizeiten, sondern der Umstand, dass Du günstig an eine BU kommst, solange Du jung und gesund bist. Daher solltest Du am besten so früh wie möglich eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung abschließen. 

Welche BU ist die beste?

Beim komplexen Thema Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung kommst Du in aller Regel nicht an einer individuellen Beratung vorbei. Einen ersten Eindruck von den Kosten einer BU kannst Du Dir zwar auf Vergleichsseiten im Internet oder bei Direktversicherern verschaffen. Allerdings wird bei solchen Vergleichen Dein Gesundheitszustand oft nicht berücksichtigt. Der angezeigte Preis ist dann nur realistisch, sofern Du keinerlei Vorerkrankungen hast.

Der Online-Vergleich kann keine Beratung ersetzen – die aber brauchst Du, wenn Du Dich nicht alleine durch die vielen Tarife und Ver­si­che­rungs­be­din­gungen kämpfen möchtest. Denn bei der Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung kommt es am Ende vor allem auf die Leistung an, weniger auf den Preis.

Zudem schaffen viele Interessenten die Gesundheitsfragen nicht ohne Weiteres. Ein Ver­si­che­rungsvermittler kann anonymisierte Risikovoranfragen bei verschiedenen Unternehmen stellen und so die Ver­si­che­rung finden, die für Dich persönlich die günstigsten Bedingungen hat.

Diese Vermittler empfehlen wir

Es ist schwierig, einen Ver­si­che­rungsvermittler zu finden, der vertrauenswürdig und kompetent ist. Wir haben in einer Ausschreibung Spezialisten für die Beratung zur BU und alternativen Absicherungsformen gesucht und Ver­si­che­rungsmakler gefunden, die wir für empfehlenswert halten.

Wir haben diese Makler nach formalen Kriterien ausgesucht, wie Erfahrung und Qualifikation und uns zu stichprobenartig ausgewählten Fällen Beratungsdokumentationen angesehen. Die Qualität der individuellen Beratung können wir jedoch nicht überprüfen. Erzähle uns deshalb bitte in unserer Community von Deinen Erfahrungen mit unseren Emp­feh­lungen.

Alle von uns emp­foh­lenen Makler bieten Beratung in ihrem Büro an sowie per Telefon, E-Mail, Videochat und Online-Konferenz mit Fernzugriff auf Deinen Computer. Folgende Ver­si­che­rungsmakler können wir Dir empfehlen:

Hoesch & Partner
Beratung zu BU und Alternativen
Nutzer-Erfahrungen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 1983
  • 30 beratende Makler
  • 8 Standorte (Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Berlin, Köln, Hannover)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
Zum Anbieter
BUForum24
Beratung zu BU und Alternativen
Nutzer-Erfahrungen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2003
  • 4 beratende Makler
  • 1 Standort in Neudorf (Schleswig-Holstein)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
Zeroprov
Beratung zu BU und Alternativen
Nutzer-Erfahrungen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2012
  • 3 beratende Makler
  • 1 Standort in Schkölen (Thüringen)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
  • bieten vorrangig Honorarberatung und Nettotarife an
Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung
Beratung zu BU und Alternativen
Nutzer-Erfahrungen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2005
  • 2 beratende Makler
  • 1 Standort in Köln
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
  • bieten auch Honorarberatung und Nettotarife an
P&F
Beratung zu BU
Nutzer-Erfahrungen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2001
  • 2 beratende Makler
  • 1 Standort in Hövelhof (Nordrhein-Westfalen)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
  • keine nachgewiesene Erfahrung mit BU-Alternativen
Zum Anbieter

Welche Alternativen gibt es?

Wenn Du schon Vorerkrankungen hast, kann eine anonymisierte Voranfrage bei einem Ver­si­che­rungsmakler helfen, doch noch eine bezahlbare BU zu bekommen. Der Makler fragt dann bei verschiedenen Anbietern nach, zu welchen Bedingungen sie Dich versichern würden. 

Stellt sich dann heraus, dass Du zum Beispiel aufgrund bestimmter Vorerkrankungen gar keine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung bekommen würdest oder die Absicherung zu teuer ist, gibt es noch ein paar andere Möglichkeiten, etwa die Er­werbs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung oder die sogenannte Schwere-Krankheiten-Versicherung. Sie schützen in der Regel weniger gut als eine BU, sind aber meist besser als nichts. Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen haben wir in unserem Ratgeber zu BU-Alternativen zusammengestellt.

Gerade in jungen Jahren kann sich aber etwas Durchhaltevermögen bei der BU auszahlen. Manchmal lohnt es sich, zu einem späteren Zeit­punkt eine BU abzuschließen. Hast Du beispielsweise gerade eine Psychotherapie hinter Dir, dann solltest Du es in fünf Jahren nochmal mit einer Anfrage bei einem Ver­si­che­rungsmakler versuchen. Möglicherweise kommst Du dann einfacher an eine BU, wenn die Therapie außerhalb des abgefragten Zeitraums liegt.  

So haben wir ausgewählt

Ver­si­che­rungsmakler für die Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung 2018

Die Auswahl der Ver­si­che­rungsmakler, die wir empfehlen, basiert auf einer Online-Ausschreibung für Spezialisten für Arbeitskraftabsicherung. Dafür hat Finanztip einen Fragebogen mit 21 Fragen entwickelt. In den Auswahlprozess kamen Ver­si­che­rungsmakler und -berater, die unsere Fragen bis zum 31. August 2018 beantwortet haben.

Die bis zu diesem Datum eingegangenen 86 Bewerbungen haben wir überprüft auf Kriterien wie formale Qualifikation, Marktabdeckung, Erfahrung, Zahl der Berater und Routine in der Beratung zur Arbeitskraftabsicherung.

In den weiteren Auswahlprozess nahmen wir nur Bewerber auf, die nach eigenen Angaben einen formal höheren Berufs- oder Bildungsabschluss als die IHK-Prüfung zum Ver­si­che­rungsfachmann angegeben haben und Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rungen von mindestens 25 Gesellschaften sowie Er­werbs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rungen von acht Unternehmen vermitteln konnten.

Zudem mussten mindestens zwei Mitarbeiter im Unternehmen zum Thema BU beraten und alle BU-Berater mindestens fünf Jahre Erfahrung in diesem Bereich haben. Um eine gewisse Routine in der Beratung sicherzustellen, haben wir nur Bewerber genauer betrachtet, die im zweiten Quartal 2018 pro Mitarbeiter im Schnitt mindestens 15 Kunden zur Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung beraten hatten.

Auf Basis dieser Kriterien blieben neun Makler übrig. Ein Makler reagierte nicht auf Nachfragen, ein anderer entschied sich, nicht am weiteren Auswahlprozess teilzunehmen. Einen dritten Kandidaten konnten wir nicht weiter berücksichtigen, weil sich zeigte, dass der Fokus seines Unternehmens stark auf der Beratung zur betrieblichen Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung lag. Im Bereich der Privatkunden-Beratung erreichte er die von uns geforderte Mindestzahl an Beratungen nicht.

Nachdem wir offene Fragen und Inkonsistenzen bei den Angaben aus dem Fragebogen durch Rückfragen bei den Maklern geklärt hatten, haben wir von den verbliebenen sechs Maklern exemplarisch anonymisierte Informationen zu beratenen Kunden und emp­foh­lenen Tarifen angefordert sowie Beratungsprotokolle zu stichprobenartig ausgewählten Beratungen zur BU und anderen Produkten zur Arbeitskraftabsicherung. Für diese Fälle haben wir dann überprüft, ob die Makler ihren gesetzlichen Dokumentationspflichten nachgekommen sind.

Auf Basis dieses Auswahlprozesses halten wir derzeit folgende Ver­si­che­rungsmakler für empfehlenswert: Hoesch & Partner, Buforum24, Zeroprov, Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung sowie P&F.

Die Finanztip-Ausschreibung für BU-Spezialisten ist derzeit geschlossen. Auf eine erneute Ausschreibung weisen wir rechtzeitig an dieser Stelle hin.

Emp­feh­lungen aus dem Ratgeber

Autoren
Nicolas Heronymus
Hendrik Buhrs
Barbara Weber

* Was der Stern bedeutet:

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Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion emp­foh­len wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Emp­feh­lungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

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