Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung für Studenten Die Arbeitskraft früh absichern

Barbara Weber
Finanztip-Expertin für Ver­si­che­rungen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung (BU) zahlt Dir eine monatliche Rente, wenn Du aus gesundheitlichen Gründen Dein Studium pausieren oder abbrechen musst. 
  • Je jünger und gesünder Du bei Abschluss einer BU bist, desto günstiger ist die Ver­si­che­rung. 

So gehst Du vor

  • Lass Dich vor Abschluss einer Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung beraten. Wir empfehlen spezialisierte Ver­si­che­rungsmakler: Hoesch & Partner, Buforum24, Zeroprov, Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung sowie P&F (früh-gewinnt.de).
  • Achte bei der Ver­si­che­rung darauf, dass die Beiträge auch nach dem Start ins Berufsleben gleich bleiben. Was Du sonst noch beachten musst, liest Du in diesem Ratgeber. 
  • Wichtige Hinweise und Tipps für die Suche nach dem passenden Vertrag findest Du in unserer BU-Checkliste.

Neben Uni und Klausuren-Stress stehen Ver­si­che­rungen vielleicht nicht ganz oben auf Deiner Agenda. Doch die Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung ist eine der wichtigsten Ver­si­che­rungen überhaupt: Der Vertrag sichert Deine finanzielle Existenz, wenn Du Dein Studium aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen musst. Und je früher Du Dich um eine BU kümmerst, desto günstiger kommst Du an einen Vertrag.

Wie sinnvoll ist eine BU für Studenten?

Eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung zahlt Dir eine vereinbarte Rente, wenn Du aus gesundheitlichen Gründen Dein Studium unterbrechen oder später Deinen Beruf aufgeben musst. Im Studium oder beim Berufseinstieg bekommst Du in der Regel keine gesetzliche Er­werbs­min­de­rungs­ren­te, wenn Du nicht mehr arbeiten oder studieren kannst. Daher ist eine Absicherung durch eine BU besonders wichtig. 

Studierende sind schlecht abgesichert

Stell Dir mal folgendes Szenario vor: Du bist im ersten Semester Deines Studiengangs, bekommst Bafög und hältst Dich mit einem Werkstudenten-Job über Wasser. Leider erkrankst Du schwer und fällst deswegen voraussichtlich ein Jahr im Studium und Job aus. 

Bafög bekommst Du zwar weiterhin gezahlt. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall endet allerdings nach maximal sechs Wochen. Als Werkstudent hast Du außerdem keinen Anspruch auf Krankengeld von Deiner Kran­ken­kas­se. 

Noch schwieriger wird die Situation, wenn Du Dein Studium abbrechen musst. Dann fällt auch das Bafög weg. Eine Er­werbs­min­de­rungs­ren­te von der gesetzlichen Ren­ten­ver­si­che­rung bekommst Du nur unter strengen Voraussetzungen. Zum einen musst Du bereits fünf Jahre in die gesetzliche Ren­ten­ver­si­che­rung eingezahlt haben. 

Zum anderen wird die Ren­ten­ver­si­che­rung prüfen, ob Du nicht in einem beliebigen anderen Beruf arbeiten kannst, bevor sie eine Er­werbs­min­de­rungs­ren­te zahlt. Die Er­werbs­min­de­rungs­ren­te bekommst Du also nur dann, wenn Du im Grunde keiner Arbeit mehr nachgehen kannst. 

Wenn Du also keine finanzielle Unterstützung durch Deine Eltern bekommst, stehst Du im schlimmsten Fall ohne Geld da. An dieser Stelle möchten wir keine Panik verbreiten. Doch das Szenario sollte Dir bewusst machen, wie wichtig eine frühzeitige private Absicherung ist. 

Die BU zahlt Dir eine Rente

Eine BU würde Dir im oben dargestellten Szenario eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­rente zahlen bis Du wieder fit genug bist, Deinem Studium nachzugehen.  

Berufsunfähig bist Du, wenn Du so schwer erkrankst, dass Du Dein Studium für mindestens sechs Monate nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben kannst. Bei einem Vollzeitstudium würde das bedeuten, dass Du nur noch weniger als 20 Stunden in der Woche studieren kannst. Du musst also nicht völlig unfähig sein, weiter zu studieren. 

Auf die Ursache der Be­rufs­un­fä­hig­keit kommt es ebenfalls nicht an. Die meisten Menschen werden wegen Erkrankungen der Psyche und des Skeletts berufsunfähig. Nur ein Bruchteil der BU-Fälle beruht dagegen auf Unfällen. Aus diesem Grund ist auch eine Unfall­ver­sicherung keine gleichwertige Ver­si­che­rung. Sie zahlt nur bei unfallbedingter Invalidität. 

Eine gute BU-Versicherung wird Dich auch auf kein anderes Studienfach oder einen anderen Beruf verweisen. Stellt die Ver­si­che­rung fest, dass Du in Deinem aktuellen Fach nicht mehr studieren kannst, zahlt sie Dir eine Rente. Die Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung greift daher wesentlich früher als die gesetzliche Er­werbs­min­de­rungs­ren­te.   

Warum lohnt sich die frühe Absicherung?

Wer auf sein Gehalt angewiesen ist, sollte eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung abschließen. Je früher Du eine BU abschließt, desto einfacher und günstiger kommst Du in der Regel an einen Vertrag. Das liegt daran, dass Du in jungen Jahren meist noch gesünder bist und damit leichter durch die Gesundheitsprüfung kommst.

Studierende bekommen leichter einen Vertrag

Mit steigendem Alter kann es schwieriger werden, eine bezahlbare BU zu bekommen. Die Ver­si­che­rung prüft ganz genau, wie Dein gesundheitlicher Zustand ist, bevor sie einen Vertrag mit Dir schließt. Du musst dafür einen ausführlichen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Details zu den Gesundheitsfragen und weitere wichtige Tipps zum Abschließen einer BU findest Du in unserem Ratgeber Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung.

Wenn Du noch keine Vorerkrankungen hast, ist es für Dich wesentlich einfacher, einen Vertrag zu bekommen. Daher lohnt es sich häufig, eine BU schon früh abzuschließen. Im Laufe des Lebens werden manche von uns zwar bisweilen schöner, aber selten gesünder. 

Auch dürfte es im Studium einfacher sein, die nötigen Informationen zum Gesundheitszustand zusammenzutragen als Jahre oder gar Jahrzehnte später. Normalerweise musst Du ambulante Behandlungen der letzten fünf Jahre und Krankenhausaufenthalte der letzten zehn Jahre angeben. Dazu musst Du die Patientenakten von allen Ärzten und Ärztinnen anfordern, bei denen Du im genannten Zeitraum in Behandlung warst. Je seltener Du krank warst, desto weniger Aufwand ist es für Dich, die Akten einzufordern und die Gesundheitsfragen zu beantworten.

Der Monatsbeitrag ist meist günstiger

Als junger Mensch hast Du einen weiteren Vorteil: Bist Du noch bei bester Gesundheit, zahlst Du in der Regel nur vergleichsweise geringe Beiträge. Nach Deinem Studium kommst Du zwar grundsätzlich günstiger an eine BU als eine Person mit einem körperlich anspruchsvollen Beruf. Dennoch können die Beiträge auch für Dich höher ausfallen, je nachdem wie alt und gesund Du bei Vertragsschluss bist. Hast Du bis dahin schon die eine oder andere Erkrankung durchgestanden, kann das den Preis in die Höhe treiben. 

Bedenken solltest Du allerdings, dass Du umso mehr Beiträge zahlst, je eher Du in die BU einsteigst. Auf der „sicheren Seite“ bist Du dennoch, wenn Du die BU noch zu Unizeiten abschließt. Denn vorhersehen kann niemand, wie sich die eigene Gesundheit mit den Jahren entwickelt. Preisbeispiele für Studierende und Berufstätige zeigen wir Dir weiter unten in einer Tabelle. 

Worauf solltest Du beim Vertrag achten?

Vor dem Abschluss einer Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung solltest Du Dich von einem Ver­si­che­rungsmakler beraten lassen. Wo Du Dich beraten lassen kannst, erfährst Du am Ende dieses Ratgebers. Im Folgenden findest Du einen Überblick über die Punkte, die für Studierende besonders wichtig sind.

Tätigkeit im Studium abgesichert 

Eine BU springt dann ein, wenn Du Deinen Beruf wegen eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr ausüben kannst. Deine aktuelle Berufstätigkeit ist aber Dein Studium. Manche Ver­si­che­rungen sehen vor, anstelle Deines Studiums Deinen Zielberuf zu versichern. In dem Fall würdest Du möglicherweise keine Rente bekommen, wenn Du aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter studieren könntest. Die Ver­si­che­rung prüft dann nämlich nur, ob Du noch den Beruf ausüben kannst, den Du als Zielberuf angegeben hast.

Achte daher im Vertrag darauf, dass ebenfalls Dein Studium als tatsächliche Beschäftigung versichert ist. Dann zahlt die Ver­si­che­rung auch, wenn Du zu krank bist, um zu studieren und deswegen Dein Studium unterbrechen oder abbrechen musst. Von Zeit zu Zeit wird sie jedoch Deinen Gesundheitszustand nachprüfen und dann auf Basis eines ärztlichen Gutachtens entscheiden, ob Du noch berufsunfähig bist oder wieder studieren kannst. 

Höhe der Be­rufs­un­fä­hig­keits­rente

Die versicherte Rente sollte reichen, um im Krankheitsfall den Lebensunterhalt zu finanzieren. Arbeitstätigen empfehlen wir eine BU-Rentenhöhe in Höhe von circa 80 Prozent ihres Nettoeinkommens. Im Studium hast Du in der Regel noch kein hohes oder gar kein Einkommen. Um Deinen Lebensstandard finanzieren zu können, empfehlen wir Dir daher eine Anfangsrente von mindestens 1.000 bis 1.500 Euro.

Bedenke aber, dass eine höhere Rente auch immer mehr Beitrag kostet. Kannst Du Dir den Ver­si­che­rungs­schutz aktuell nicht leisten, dann kannst Du auch mit einer niedrigeren BU-Rente beginnen, beispielsweise 1.000 Euro. Sobald Du in den Beruf startest, solltest Du die Rente aber gegen einen Preisaufschlag erhöhen.

Nach­ver­si­che­rungs­ga­ran­tie

Der Berufseinstieg ist nur einer der Gründe für einen erhöhten Absicherungsbedarf. Während des Lebens steigt der Absicherungsbedarf mehrmals: Die erste Beförderung, eine Hochzeit oder Nachwuchs sind nur einige Beispiele. 

Deshalb solltest Du auf eine Nach­ver­si­che­rungs­ga­ran­tie achten. Das bedeutet, dass Dir die Ver­si­che­rung erlaubt, die vereinbarte Rente zu erhöhen. Dies sollte ohne erneute Gesundheitsprüfung und ohne erneute Risikoprüfung möglich sein. Letzteres bedeutet, dass die Ver­si­che­rung zum Beispiel auch darauf verzichtet zu prüfen, ob Du einen risikoreicheren Beruf hast.

Keine Verweisung auf andere Fachrichtung 

Manche Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaften zahlen Dir erst dann eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­rente, wenn Du gar keinem Studienfach mehr nachgehen kannst. Die Ver­si­che­rung würde Dich also möglicherweise auf eine andere Fachrichtung oder später auf einen anderen Beruf verweisen. Das bedeutet vereinfacht, dass Du keine BU-Rente bekommst, wenn Du noch etwas anderes machen kannst. Hast Du bis dato Medizin studiert, würdest Du dann im Zweifel keine Leistungen bekommen, wenn Du zum Beispiel noch in der Lage bist, Theaterwissenschaften zu studieren. Solche Regelungen solltest Du unbedingt meiden und eine Ver­si­che­rung suchen, die auf eine abstrakte Verweisung verzichtet.

Kein höherer Beitrag bei Fachrichtungswechsel 

Die erste Studienwahl ist nicht immer die richtige. Bist Du unzufrieden mit Deinem Studienfach, ist der Wechsel in ein anderes Fach manchmal unumgänglich. Achte daher im Vertrag darauf, dass die Ver­si­che­rung von einer Beitragserhöhung absieht, wenn Du Dein Studium in einem anderen Fach fortsetzen möchtest. 

Keine Beitragserhöhung bei Jobwechsel

Darüber hinaus verpflichten Dich manche Ver­si­che­rungen dazu, einen Berufswechsel anzuzeigen. Bewertet die Ver­si­che­rung den neuen Beruf schlechter als den letzten, musst Du höhere Beiträge für das erhöhte Risiko zahlen. Um das zu vermeiden, solltest Du einen Tarif wählen, der diese Anzeigepflicht ausschließt. Dadurch bleiben die Beiträge gleich hoch, selbst wenn Du nach dem Studium einen risikoreichen Beruf ausübst. Das Gleiche gilt für gefährliche Hobbies, wie Tauchen oder Fallschirmspringen: Auch dafür sollte es keine Anzeigepflicht geben.

Besserstellung bei Wahl eines risikoärmeren Berufs 

Neben dem Ausschluss von Anzeigepflichten bei einem Berufswechsel ist es genauso wichtig, dass der Tarif die Möglichkeit einer Besserstellung vorsieht. Die Ver­si­che­rung sollte Dir also niedrigere Beiträge gewähren, wenn Du in einen risikoärmeren Beruf wechselst. Ob Dein neuer Beruf weniger risikoreich bewertet wird, solltest Du direkt bei der Ver­si­che­rung erfragen. Du kannst aber auch Deinen Ver­si­che­rungsmakler dazu befragen. 

Wie viel kostet eine BU für Studenten?

Für Studierende sind die Beiträge für eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung noch vergleichsweise gering. Etwas weiter unten zeigen wir Dir ein paar Preisbeispiele für verschiedene Studienfächer. Je nach Gesundheit können die Preise allerdings stark variieren. 

Doch auch zwischen den verschiedenen BU-Versicherungen kann es deutliche Unterschiede geben, wie sie einen Beruf oder ein Studienfach bewerten. Um zu erfahren, was der BU-Schutz für Dich persönlich kosten würde, solltest Du Dir deshalb Angebote über einen Ver­si­che­rungsmakler machen lassen, die Deine Tätigkeit und Deine Gesundheit berücksichtigen.

Preisbeispiele für Studierende und Berufstätige

Studienfach/BerufAlter beim Abschlussmonatlicher Beitrag

Bauingenieurswesen

Bauingenieur

20 Jahre

28 Jahre

ab 18 Euro

ab 36 Euro

Betriebswirtschaftslehre

Projektmanagerin

23 Jahre

29 Jahre

ab 19 Euro

ab 42 Euro

Jura

Rechtsanwalt

19 Jahre

35 Jahre

ab 17 Euro

ab 34 Euro

Medizin

Allgemeinmedizinerin

27 Jahre

37 Jahre

ab 26 Euro

ab 42 Euro

Annahmen: Studierende versichern 1.000 Euro Rente, Berufstätige versichern 1.500 Euro Rente, keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Nichtraucher, Absicherung im Leistungsfall bis zum 67. Lebensjahr, Anteil Bürotätigkeit: 100 Prozent
Quelle: Onlineabfrage Hoesch & Partner (Stand: 31. März 2023)

Die Preisbeispiele zeigen: Der größte Vorteil einer BU für Studierende ist nicht unbedingt der etwas niedrigere Beitrag zu Unizeiten. Wer in einem akademischen Beruf arbeitet, kann ebenfalls von vergleichsweise günstigen Beiträgen profitieren. Menschen in körperlich anspruchsvollen Berufen zahlen oft deutlich mehr Beitrag. Für die frühe Absicherung spricht jedoch, dass Du günstig an eine BU kommst, solange Du jung und gesund bist. Daher solltest Du am besten so früh wie möglich eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung abschließen. 

Welche BU ist die beste?

Beim komplexen Thema Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung kommst Du in aller Regel nicht an einer individuellen Beratung vorbei. Einen ersten Eindruck von den Kosten einer BU kannst Du Dir zwar auf Vergleichsseiten im Internet oder bei Direktversicherungen verschaffen. Allerdings wird bei solchen Vergleichen Dein Gesundheitszustand oft nicht berücksichtigt. Der angezeigte Preis ist dann nur realistisch, sofern Du keinerlei Vorerkrankungen hast.

Der Online-Vergleich kann daher keine Beratung ersetzen – die aber brauchst Du, wenn Du Dich nicht alleine durch die vielen Tarife und Ver­si­che­rungs­be­din­gungen kämpfen möchtest. Denn bei der Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung kommt es am Ende vor allem auf die Leistung an, weniger auf den Preis.

Zudem kann es je nach Gesundheitszustand schwierig werden, die Gesundheitsfragen zu bestehen. Ein Ver­si­che­rungsmakler kann anonymisierte Risikovoranfragen bei verschiedenen Unternehmen stellen und so die Ver­si­che­rung finden, die für Dich persönlich die günstigsten Bedingungen hat.

Diese Ver­si­che­rungsmakler empfehlen wir

Es ist schwierig, vertrauenswürdige und kompetente Ver­si­che­rungsmakler zu finden. In unserem BU-Vergleich haben wir Fachleute für die Beratung zur BU und alternativen Absicherungsformen untersucht und Ver­si­che­rungsmakler gefunden, die wir für empfehlenswert halten.

Wir haben unsere Emp­feh­lungen nach formalen Kriterien ausgesucht, wie Erfahrung und Qualifikation und uns zu stichprobenartig ausgewählten Fällen Beratungsdokumentationen angesehen. Die Qualität der individuellen Beratung können wir jedoch nicht überprüfen. Erzähle uns deshalb bitte in unserer Community von Deinen Erfahrungen mit unseren Emp­feh­lungen.

Alle von uns emp­foh­lenen Makler bieten Beratung in ihrem Büro an sowie per Telefon, E-Mail, Videochat und Online-Konferenz mit Fernzugriff auf Deinen Computer. Folgende Ver­si­che­rungsmakler können wir Dir empfehlen:

Hoesch & Partner Logo neu
Hoesch & Partner
Beratung zu BU und Alternativen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 1983
  • 20 beratende Makler
  • 8 Standorte (Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Berlin, Köln, Hannover)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
BUForum24
Beratung zu BU und Alternativen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2003
  • 4 beratende Makler
  • 1 Standort in Neudorf (Schleswig-Holstein)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
Nutzer-Erfahrungen
Zeroprov
Beratung zu BU und Alternativen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2012
  • 3 beratende Makler
  • 1 Standort in Schkölen (Thüringen)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
  • bieten vorrangig Honorarberatung und Nettotarife an
Nutzer-Erfahrungen
Dr Schlemann
Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung
Beratung zu BU und Alternativen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2005
  • 2 beratende Makler
  • 1 Standort in Köln
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
  • bieten auch Honorarberatung und Nettotarife an
P&F (früh-gewinnt.de)
Beratung zu BU
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2001
  • 2 beratende Makler
  • 1 Standort in Hövelhof (Nordrhein-Westfalen)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
  • keine nachgewiesene Erfahrung mit BU-Alternativen
Nutzer-Erfahrungen

Welche Alternativen gibt es?

Eine BU mit Vorerkrankungen zu bekommen, kann zur Herausforderung werden. Eine anonymisierte Voranfrage kann helfen, doch noch eine bezahlbare BU zu bekommen. Der Makler fragt dann bei verschiedenen Ver­si­che­rungen nach, zu welchen Bedingungen sie Dich versichern würden. 

Stellt sich dann heraus, dass Du zum Beispiel aufgrund bestimmter Vorerkrankungen gar keine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung bekommen würdest oder die Absicherung zu teuer ist, gibt es noch ein paar andere Möglichkeiten, etwa die Er­werbs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung oder die sogenannte Dread-Disease-Versicherung. Sie schützen in der Regel weniger gut als eine BU, sind aber meist besser als nichts. Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen haben wir in unserem Ratgeber zu BU-Alternativen zusammengestellt.

Gerade in jungen Jahren kann sich aber etwas Durchhaltevermögen bei der BU auszahlen. Manchmal lohnt es sich, zu einem späteren Zeit­punkt eine BU abzuschließen. Hast Du beispielsweise gerade eine Psychotherapie hinter Dir, dann solltest Du es in fünf Jahren nochmal mit einer Anfrage bei einem Makler versuchen. Möglicherweise kommst Du dann einfacher an eine BU, wenn die Therapie außerhalb des abgefragten Zeitraums liegt.  

So haben wir ausgewählt

Ver­si­che­rungsmakler für die Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung 2018

Die Auswahl der Ver­si­che­rungsmakler, die wir empfehlen, basiert auf einer Online-Ausschreibung für Spezialisten für Arbeitskraftabsicherung. Dafür hat Finanztip einen Fragebogen mit 21 Fragen entwickelt. In den Auswahlprozess kamen Ver­si­che­rungsmakler und -berater, die unsere Fragen bis zum 31. August 2018 beantwortet haben.

Die bis zu diesem Datum eingegangenen 86 Bewerbungen haben wir überprüft auf Kriterien wie formale Qualifikation, Marktabdeckung, Erfahrung, Zahl der Berater und Routine in der Beratung zur Arbeitskraftabsicherung.

In den weiteren Auswahlprozess nahmen wir nur Bewerber auf, die nach eigenen Angaben einen formal höheren Berufs- oder Bildungsabschluss als die IHK-Prüfung zum Ver­si­che­rungsfachmann angegeben haben und Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rungen von mindestens 25 Gesellschaften sowie Er­werbs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rungen von acht Unternehmen vermitteln konnten.

Zudem mussten mindestens zwei Mitarbeiter im Unternehmen zum Thema BU beraten und alle BU-Berater mindestens fünf Jahre Erfahrung in diesem Bereich haben. Um eine gewisse Routine in der Beratung sicherzustellen, haben wir nur Bewerber genauer betrachtet, die im zweiten Quartal 2018 pro Mitarbeiter im Schnitt mindestens 15 Kunden zur Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung beraten hatten.

Auf Basis dieser Kriterien blieben neun Makler übrig. Ein Makler reagierte nicht auf Nachfragen, ein anderer entschied sich, nicht am weiteren Auswahlprozess teilzunehmen. Einen dritten Kandidaten konnten wir nicht weiter berücksichtigen, weil sich zeigte, dass der Fokus seines Unternehmens stark auf der Beratung zur betrieblichen Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung lag. Im Bereich der Privatkunden-Beratung erreichte er die von uns geforderte Mindestzahl an Beratungen nicht.

Nachdem wir offene Fragen und Inkonsistenzen bei den Angaben aus dem Fragebogen durch Rückfragen bei den Maklern geklärt hatten, haben wir von den verbliebenen sechs Maklern exemplarisch anonymisierte Informationen zu beratenen Kunden und emp­foh­lenen Tarifen angefordert sowie Beratungsprotokolle zu stichprobenartig ausgewählten Beratungen zur BU und anderen Produkten zur Arbeitskraftabsicherung. Für diese Fälle haben wir dann überprüft, ob die Makler ihren gesetzlichen Dokumentationspflichten nachgekommen sind.

Auf Basis dieses Auswahlprozesses halten wir derzeit folgende Ver­si­che­rungsmakler für empfehlenswert: Hoesch & Partner, Buforum24, Zeroprov, Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung sowie P&F.

Die Finanztip-Ausschreibung für BU-Spezialisten ist derzeit geschlossen. Auf eine erneute Ausschreibung weisen wir rechtzeitig an dieser Stelle hin.

Emp­feh­lungen aus dem Ratgeber

Autoren
Nicolas Heronymus

* Was der Stern bedeutet:

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Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Emp­feh­lungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.

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