Kindesunterhalt für volljährige Kinder

So viel Unterhalt steht Kindern ab 18 Jahren zu

Das Wichtigste in Kürze

  • Eltern müssen ihren volljährigen Kindern Unterhalt zahlen, bis sie die erste berufliche Ausbildung abgeschlossen haben. Der Unterhaltsanspruch endet also nicht mit dem 18. Lebensjahr.
  • Eine Zweitausbildung müssen Eltern nicht finanzieren.
  • Verdient das volljährige Kind neben der Schule oder dem Studium regelmäßig noch etwas dazu, müssen die Eltern weniger Unterhalt zahlen. Als eigenes Einkommen zählen auch Stipendien, BAföG und Kindergeld.
  • Ist nach der Schule eine größere Reise geplant oder eine Tätigkeit als Au Pair im Ausland, gibt es grundsätzlich keinen Anspruch auf elterlichen Unterhalt.

So gehen Sie vor

  • Eltern und Kind sollten gemeinsam besprechen, wie es finanziell nach dem 18. Geburtstag weitergeht. Sobald das Kind volljährig wird, müssen grundsätzlich beide Elternteile zahlen, auch wenn das Kind noch bei einem Elternteil wohnt.
  • Wie viel Vater und Mutter zahlen müssen, ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle, sofern das Kind noch bei einem Elternteil wohnt.
  • Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, können in der Regel 735 Euro monatlich als Unterhalt von den Eltern verlangen (Stand: 2018).
  • Zahlen Ihre Eltern keinen Unterhalt, können Sie beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung (BAföG-Amt) einen Antrag auf Vorausleistung stellen. Das Amt holt sich den Vorschuss bei den Eltern wieder zurück.
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Volljährige Kinder dürfen Auto fahren, wählen und können ohne Eltern Verträge abschließen, wie sie wollen. Finanziell steht man mit 18 allerdings meist noch nicht auf eigenen Beinen.

Haben volljährige Kinder Anspruch auf Unterhalt?

Jedes Kind hat einen Anspruch darauf, dass seine Eltern die schulische und berufliche Ausbildung finanzieren (§ 1610 Abs. 2 BGB). Im Gegenzug muss das Kind seine Ausbildung zügig und zielstrebig aufnehmen und abschließen.

Eltern sind dazu verpflichtet, den Lebensbedarf ihres Kindes sicherzustellen (§ 1601 BGB). Die Pflicht endet nicht mit der Volljährigkeit (OLG München, Beschluss vom 29. Februar 2016, Az. 34 Wx 19/16). Erst wenn das Kind in der Lage ist, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen, entfällt der Unterhaltsanspruch.

Körperlich oder geistig behinderte Kinder haben unabhängig von ihrem Alter einen Unterhaltsanspruch, soweit sie wegen ihrer Behinderung ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft und auch nicht aus eigenem Vermögen bestreiten können.

Wie viel Unterhalt bekommt ein volljähriger Schüler?

Volljährige Kinder bekommen Unterhalt von den Eltern, wenn sie zur Schule gehen und nicht verheiratet sind. Wohnt der Schüler im Haushalt von Vater oder Mutter, gelten dieselben unterhaltsrechtlichen Grundsätze wie für ein minderjähriges Kind. Wie viel Unterhalt dem Kind zusteht, hängt vom Einkommen der beiden Eltern ab. Es gilt die Düsseldorfer Tabelle in der Altersstufe ab 18 Jahre.

Ab dem 18. Geburtstag ist das Kind allerdings nicht mehr betreuungsbedürftig, sodass beide Elternteile Barunterhalt leisten müssen – und zwar ihren Einkünften entsprechend. Der Elternteil, bei dem der Schüler wohnt, kann das, was er zahlen muss, aber mit Kost- und Taschengeld verrechnen.

Beispiel: Das volljährige Kind wohnt im Haushalt des Vaters. Er müsste nach seinem Einkommen dem Kind 300 Euro zahlen. Da die Unterkunft und Verpflegung des Kindes („Naturalleistungen“) einen Gegenwert von 250 Euro haben, schuldet der Vater nach Verrechnung noch 50 Euro im Monat.

Lebt der volljährige Schüler nicht mehr im Haushalt von Vater oder Mutter, gibt es einen festen Bedarfssatz, der unabhängig vom Einkommen der Eltern ist und sich aus der Düsseldorfer Tabelle ergibt. Er beläuft sich auf 735 Euro (Stand: Januar 2018). Hierin sind bis zu 300 Euro fürs Wohnen enthalten. Diesen Betrag müssen getrennt lebende Eltern im Verhältnis ihres jeweiligen Einkommens aufbringen.

Wie viel Unterhalt bekommt ein Auszubildender?

Der Unterhaltsanspruch umfasst neben der schulischen Ausbildung auch die Zeit der Berufsausbildung. Deshalb hat auch ein Auszubildender Anspruch auf Unterhalt. Anrechnen lassen muss er sich aber seine Ausbildungsvergütung nach Abzug von Fahrtkosten und einer Ausbildungspauschale von monatlich 100 Euro (Stand: März 2018).

Jedes Kind hat grundsätzlich nur Anspruch auf die Finanzierung einer Ausbildung. Deshalb kann das Kind von seinen Eltern nach erfolgreichem Abschluss der ersten Berufsausbildung keinen Unterhalt für eine weitere Berufsausbildung verlangen.

Wechselt das Kind den Lehrberuf, müssen Eltern weiter Unterhalt zahlen – zum Beispiel wenn es die Ausbildung zum Krankenpfleger abbricht und eine Ausbildung zum Mediengestalter beginnt (OLG Brandenburg, Urteil vom 10. Juni 2010, Az. 10 WF 111/10). Unterhaltspflicht besteht unter Umständen auch, wenn das Kind das Studium abgebrochen und danach eine Ausbildung begonnen hat (OLG Naumburg, Urteil vom 12. Januar 2010, Az. 8WF 274/09).

Eine Zweitausbildung aus persönlichen Gründen müssen die Eltern nur dann finanzieren, wenn Tochter oder Sohn den erlernten Erstberuf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann (BGH, Urteil vom 17. Mai 2006, Az. XII ZR 54/04).

Gibt es Unterhalt während des freiwilligen sozialen Jahrs?

Während eines freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres müssen Eltern nur dann Unterhalt zahlen, wenn das Jahr der Vorbereitung auf das angestrebte Studium dient (BGH, Urteil vom 29. Juni 2011, Az. XII ZR 127/09). Es kann auch der Orientierung dienen, so dass Eltern weiter Unterhalt zahlen müssen (OLG Hamm, Beschluss vom 8. Januar 2015, Az. 1 WF 296/14).

Erzielt das Kind während des freiwilligen sozialen Jahres Einkünfte oder bekommt es eine Aufwandsentschädigung, müssen die Eltern entsprechend weniger Unterhalt zahlen.

Gibt es Unterhalt während der Weltreise oder Au-pair-Zeit?

Geht das Kind auf Weltreise, müssen Eltern in der Regel keinen Unterhalt zahlen. Denn dabei handelt es sich nicht um eine Ausbildung. Nach der Reise könnte das Kind allerdings einen Unterhaltsanspruch haben. Müssen die Eltern damit rechnen, dass das Kind nach der Reise eine Ausbildung oder ein Studium beginnt, dann lebt die Unterhaltspflicht wieder auf.

Auch als Au-pair befindet sich das Kind nicht in einer Ausbildung, sodass die Eltern nicht unterhaltspflichtig sind. Ist das Kind allerdings während der Au-pair-Zeit an einer ausländischen Universität eingeschrieben, kann eventuell ein Unterhaltsanspruch bestehen, falls das Auslandsstudium eng zusammenhängt mit der nachfolgenden Ausbildung oder dem nachfolgenden Studium.

Müssen Eltern nach Abschluss einer Ausbildung noch Unterhalt zahlen?

Es gibt viele verschiedene Schul- und Ausbildungswege. Nicht immer müssen Eltern bis zum Ende des Studiums zahlen, insbesondere wenn das Kind vorher bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat.

Ausbildungsweg Abitur, Lehre, Studium

Macht das Kind zunächst Abitur, dann eine Lehre, um anschließend zu studieren, dann müssen die Eltern oft auch während des Studiums Unterhalt zahlen. Obwohl Sohn oder Tochter bereits eine erste Berufsausbildung beendet haben, gesteht der Bundesgerichtshof unter zwei Voraussetzungen weiter Unterhalt zu:
1. Das Studium muss in einem inhaltlichen Zusammenhang mit der Lehre stehen.
2. Das Kind muss sein Studium kurz nach Ende der Ausbildung begonnen haben.

Ein inhaltlicher Zusammenhang besteht, wenn das Kind nach dem Abitur eine Banklehre macht und gleich darauf Betriebswirtschaftslehre oder Jura studiert. Weiter Unterhalt gibt es auch, wenn jemand nach der Ausbildung zum Bauzeichner Architektur studiert.

Auch wenn der enge Zusammenhang sich auf den ersten Blick nicht erschließt, reicht es aus, wenn die Lehre als Vorbereitung auf das Studium sinnvoll und nützlich war. Auch eine Banklehre als Vorbereitung auf das Lehramtsstudium kann sinnvoll sein (BGH, Beschluss vom 8. März 2017, Az. XII ZB 192/16). Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Ein zeitlicher Zusammenhang kann auch nach einem Jahr noch bestehen. Das ist etwa dann in Ordnung, wenn zum Ende der Lehre die Einschreibungsfrist für die Hochschule bereits abgelaufen ist und das Kind das Studium nur einmal im Jahr beginnen kann. Eine gewisse Orientierungsphase müssen Eltern ihrem Kind zugestehen.

Entstehen durch den Numerus clausus beim Medizinstudium Wartezeiten, kann das Kind auch erst eine Lehre machen und dann in dem erlernten Beruf arbeiten, bis es einen Studienplatz bekommt. Das Kind verliert durch einen solchen Ausbildungsweg nicht den Anspruch auf Unterhalt (BGH, Beschluss vom 3. Mai 2017, Az. XII ZB 415/16).

Aber es gibt auch Grenzen: Vater und Mutter müssen dann nicht zahlen, wenn sie mit einem Studium nicht mehr rechnen müssen. Der Bundesgerichtshof hat zum Beispiel entschieden, dass ein Vater für das Studium seiner Tochter nicht zahlen musste, weil die Tochter nie mit ihm über ihre Studienpläne geredet hatte. Zwei Jahre nach Ende ihrer Lehre entschied sich die 26-Jährige für ein Medizinstudium. Der Vater musste keinen Unterhalt zahlen, auch wenn die Tochter so lange auf den Studienplatz gewartet hatte (BGH, Beschluss vom 3. Mai 2017, Az. XII ZB 415/16).

Ausbildungsweg Schule, Lehre, Fachabitur, Studium

Eltern müssen unter Umständen keinen Unterhalt zahlen, wenn das Kind nach der Schule erst in die Lehre geht, dann das Fachabitur macht und schließlich ein Studium aufnimmt, das fachlich nichts mit der Lehre zu tun hat. Grund: Die Berufsausbildung ist grundsätzlich mit der Lehre abgeschlossen (BGH, Urteil vom 17. Mai 2006, Az. XII ZR 54/04).

Etwas anderes gilt, soweit der Jugendliche bereits bei Beginn der Lehre diesen Weg geplant und zumindest mit einem Elternteil besprochen hat. Dann kann das Kind auch ein Studium wählen, das in keinem fachlichen Zusammenhang mit der Lehre steht.

Eine weitere Ausnahme gibt es dann, wenn die Eltern die Begabung ihres Kindes unterschätzt haben und es deshalb von vornherein nicht aufs Gymnasium geschickt haben.

Tipp: Wer zwischen Schule und Studium länger gearbeitet hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen elternunabhängiges Bafög beziehen. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Bafög.

Wie lange bekommen Studenten Unterhalt?

Eltern müssen ihren Kindern grundsätzlich bis zum Ende des Studiums Unterhalt zahlen. Maßgeblich ist die Regelstudienzeit, wobei im Einzelfall auch darüber hinaus noch ein Unterhaltsanspruch bestehen kann. Im Gegenzug müssen Studierende ihre Eltern über den Fortgang des Studiums informieren. Nur so können sich Eltern darauf einstellen, wie lange sie noch zahlen müssen. Ein Bummelstudium müssen Eltern nicht finanzieren.

Masterstudiengang und Promotion

Eltern sind weiterhin zum Unterhalt verpflichtet, wenn der Sohn oder die Tochter nach dem Bachelor-Abschluss noch einen Master-Studiengang anschließen will. Das gilt nur, falls der Master auf das Studium aufbaut und es einen fachlichen und zeitlichen Zusammenhang gibt (AG Frankfurt, Urteil vom 16. November 2011, Az. 454 F 3056/11).

Für eine Promotion müssen Eltern in der Regel keinen Unterhalt mehr zahlen.

Wechsel des Studienfachs

Bis zum zweiten oder dritten Semester können Studierende die Fachrichtung wechseln, falls sich herausstellt, dass die erste Studienwahl nicht ideal war. Sie verlieren dadurch ihren Unterhaltsanspruch nicht.

Studium im Ausland

Haben die Eltern mit Sohn oder Tochter abgesprochen, dass er oder sie im Ausland studieren darf, müssen die Eltern auch die Kosten übernehmen. Gibt es eine solche Absprache nicht, müssen die Eltern die Mehrkosten unter diesen Voraussetzungen übernehmen:

  • die finanzielle Mehrbelastung ist wirtschaftlich zumutbar,
  • der Auslandsaufenthalt ist sachlich begründet und sinnvoll, um das angestrebte Ausbildungsziel zu erreichen, und
  • der zusätzliche Unterhaltsbedarf ist insgesamt angemessen (OLG Karlsruhe, Urteil vom 24. Februar 2011, Az. 2 UF 45/09).

Bewerbungsfrist nach Ende des Studiums

Hat ein Kind egal aus welchen Gründen das Studium beendet, müssen Eltern während einer Bewerbungsfrist von etwa drei Monaten Unterhalt weiter zahlen.

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Werden Kindergeld und Bafög beim Unterhalt angerechnet?

Ab der Volljährigkeit des Kindes ist das Kindergeld in voller Höhe vom Unterhaltsbedarf gemäß Düsseldorfer Tabelle abzuziehen.  Ab der Volljährigkeit steigt die Höhe des Unterhalts, zu dem die Eltern verpflichtet sind. Das volljährige Kind bekommt auch mehr Geld aufs Konto als ein minderjähriges Kind. Der tatsächlich zu zahlende Kindesunterhalt sinkt jedoch. Grund hierfür ist, dass die Eltern den Unterhalt um das Kindergeld kürzen können. Das Kindergeld müssen sie an das volljährige Kind weiterleiten.

Auch Bafög-Leistungen sind als unterhaltsrechtliches Einkommen anzurechnen und mindern damit die Ansprüche des Auszubildenden oder Studenten. Der Unterhaltsberechtigte muss Bafög beantragen und in Anspruch nehmen, selbst wenn die staatliche Ausbildungsförderung nur ein Darlehen ist (OLG Hamm, Urteil vom 27. September 2013, Az. 2 WF 161/13).

Während des Studiums sind Studenten grundsätzlich nicht verpflichtet, nebenher zu arbeiten. Einkünfte aus Studentenjobs bleiben daher unberücksichtigt – es sei denn, es handelt sich um einen ständigen Nebenverdienst.

Wie teilen sich Eltern den Unterhalt unter sich auf?

Beide Elternteile sind unterhaltspflichtig und teilen sich den Unterhalt auf. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass jeder Elternteil die Hälfte schuldet. Das wäre nur der Fall, wenn beide gleich viel verdienen. Vielmehr haftet jeder Elternteil anteilig in Höhe seines unterhaltsrelevanten Einkommens abzüglich des Selbstbehalts (§ 1606 Abs. 3 Satz 1 BGB).

Um zu berechnen, wer wie viel an Unterhalt zahlen muss, dürfen sowohl Vater als auch Mutter von ihrem Einkommen sogenannte berufsbedingte Aufwendungen abziehen. Ohne Nachweis können sie pauschal 5 Prozent des Nettoeinkommens abziehen. Kann jemand höhere Ausgaben nachweisen, kann er diese abziehen. Darüber hinaus bleibt jedem Elternteil ein angemessener Selbstbehalt.

Gegenüber volljährigen unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden, beträgt der anzusetzende Eigenbedarf

  • beim nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 880 Euro und
  • beim erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 1.080 Euro.

Leben unterhaltspflichtige Kinder nicht mehr im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils, wird in der Regel ein Eigenbedarf von 1.300 Euro im Monat angesetzt. Die Quote wird anhand des addierten Einkommens der Eltern abzüglich des Selbstbehalts errechnet.

Beispielrechnung

Das alleinige Kind lebt bei der Mutter, besucht das Gymnasium, ist 19 Jahre alt und unverheiratet. Das bereinigte Nettoeinkommen des Vaters beläuft sich auf 3.000 Euro, das der Mutter auf 1.500 Euro.

So hoch ist Unterhaltsanspruch

Nettoeinkommen des einen Elternteils Nettoeinkommen des anderen Elternteils addiertes Einkommen Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle (Stand: 2018) abzüglich Kindergeld von 194 €
3.000 € 1.500 € 4.500 € 759 € 565 €

So wird der Unterhalt ab dem 1. Januar 2018 auf beide Elternteile verteilt

Nettoeinkommen des einen Elternteils Nettoeinkommen des anderen Elternteils Addiertes Einkommen Zahlbetrag gesamt
3.000 € 1.500 € 4.500 € 565 €
Abzüglich Selbstbehalt 1.080 € 1.080 €
1.920 € 420 € 2.340 €
Quote 80% 20% 100%
Zu zahlen 452 € 113 € 565 €

Der Vater zahlt 80 Prozent von 565 Euro, also 452 Euro. Die Mutter zahlt 20 Prozent von 565 Euro, also 113 Euro.  Das Kindergeld in Höhe von 194 Euro (Stand: März 2018) müssen die Eltern zusätzlich voll an das Kind ausbezahlen.

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Julia Rieder
von Finanztip,
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Artikel verfasst von

Dr. Britta Beate Schön

Finanztip-Expertin für Recht

Britta Beate Schön ist bei Finanztip für sämtliche Rechtsthemen zuständig. Die promovierte Juristin und Rechtsanwältin war als Leiterin der Rechtsabteilung bei Finanzdienstleistern wie der Telis Finanz AG und der Interhyp tätig. Vorher lehrte und forschte sie in Japan als DAAD-Junior-Professorin für deutsches und Europarecht. Ihr Studium absolvierte sie in Münster, Genf, Regensburg und Leipzig. Die Autorin erreichen Sie unter britta.schoen@finanztip.de.