Stromzähler

Digitale Stromzähler und Smart Meter für alle

Benjamin Weigl
Finanztip-Experte für Energie

Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder Haushalt bekommt künftig einen digitalen Stromzähler, auch „moderne Messeinrichtung“ genannt.

  • Haushalte mit hohem Stromverbrauch und Betreiber von Solaranlagen oder Wärmepumpen müssen ein „intelligentes Messsystem“ einbauen lassen. Diese Smart Meter sind bis zu 90 Euro im Jahr teurer.

So gehst Du vor

  • Wann Dein neuer Stromzähler kommt, bestimmt in der Regel der Netzbetreiber.
  • Verweigerst Du den Einbau des Zählers, muss der Netzbetreiber diesen dennoch durchsetzen – notfalls per Gericht.
  • Sollst oder willst Du ein teures Smart Meter bekommen, prüfe die Kosten bei anderen Mess­stel­len­be­trei­bern.

Jeder hat sofort ein Bild vor Augen, wenn das Wort „Stromzähler“ fällt: Ein schwarzes Gehäuse mit einer durchsichtigen Frontscheibe schirmt das Innere des Messgeräts ab. Fließt Strom, dreht sich langsam eine waagerecht montierte Aluminiumscheibe um die eigene Achse. Das Zählwerk schiebt andere Ziffern ins Sichtfenster. Rund 30 Millionen dieser analogen Stromzähler sind heute noch in deutschen Wohnungen installiert. Doch bis 2032 sollen nahezu alle dieser Ferraris-Zähler verschwinden.

Ein Überblick über die neuen Stromzähler

Das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) ist seit Januar 2017 in Kraft. Es schreibt vor, dass flächendeckend in Deutschland moderne Messgeräte für Strom installiert werden. Seither dürfen Unternehmen nur noch neue, elektronische Stromzähler in Haushalten einbauen. Verbraucher können sich dagegen nicht wehren. Sie haben aber das Recht, den Mess­stel­len­be­trei­ber zu wechseln, sich also selbst das Unternehmen auszusuchen, das den Zähler einbaut und betreibt.

Das Gesetz sieht zwei unterschiedliche Typen von Messgeräten für Stromverbraucher vor: moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme. Wer welchen bekommt, hängt davon ab, wie viel Strom ein Kunde verbraucht.

Möglichkeit 1: Digitaler Stromzähler oder „moderne Messeinrichtung“

Der kostengünstigere Typ nennt sich im Fachdeutsch „moderne Messeinrichtung“. Das ist ein digitaler Stromzähler, der Dir Deinen Stromverbrauch über die Zeit aufschlüsselt – für jeden Tag, für jede Woche, für jeden Monat oder ein ganzes Jahr. Bis zu zwei Jahre lassen sich die Daten rückwirkend abrufen. Du kannst dann Deinen Verbrauch an unterschiedlichen Tagen über zwei Jahren hinweg miteinander vergleichen.

Möglichkeit 2: Smart Meter oder „intelligentes Messsystem“

Über der Basis-Version liegt die zweite Ausbaustufe, die im Fachdeutsch „intelligentes Messsystem“ heißt, häufiger aber Smart Meter genannt wird. Ein Smart Meter kann den Stromverbrauch für jede Viertelstunde eines Tages anzeigen und diese Daten auch übermitteln. Du kannst damit Deine Verbrauchsdaten aus der Ferne abrufen, beispielsweise über ein Internetportal oder eine App. Aber nicht nur Du kannst auf die Daten zugreifen, sondern auch der Betreiber des Messsystems, der Netzbetreiber oder auch der Energieversorger.

Die Schnittstelle zwischen dem digitalen Zähler und dem Kommunikationsnetz heißt Smart Meter Gateway (SMG) – beides zusammen ergibt das intelligente Messsystem. Dein Mess­stel­len­be­trei­ber baut Dir Zähler und Gateway ein.

Wer erhält einen einfachen digitalen Stromzähler?

Liegt Dein Stromverbrauch maximal bei 6.000 Kilowattstunden im Jahr, erhältst Du einen einfachen digitalen Stromzähler. Dafür darf Dir der Mess­stel­len­be­trei­ber bis zu 20 Euro im Jahr als Messstellenentgelt berechnen. Diese Preisobergrenze ist im Gesetz definiert. Für die alten Stromzähler zahlen die meisten Haushalte zwischen 8 und 17 Euro im Jahr.

Darüber hinaus erhältst Du auch solch einen digitalen Zähler, wenn Du eine kleine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge betreibst, und zwar bis zu einer maximalen Leistung von 7 Kilowatt.

Wann die Geräte in Wohnhäusern Einzug halten, entscheidet der „grundzuständige Mess­stel­len­be­trei­ber“ (gMSB). Das ist in der Regel der Netzbetreiber, an dessen Stromnetz Du geschlossen bist.

Wichtig auch: Ein einfacher digitaler Zähler kann zu einem intelligenten Messsystem / Smart Meter aufgerüstet werden. Dafür wird lediglich die Kommunikation „nach draußen“, nämlich das Smart Meter Gateway, ergänzt.

Wer erhält ein Smart Meter und was kostet es?

Ein „intelligentes Messsystem“ beziehungsweise Smart Meter erhältst Du auf jeden Fall, wenn Du zu einer von drei Gruppen von Verbrauchern gehörst:

  1. Du beziehst mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom im Jahr.
  2. Du produzierst selbst Strom mit einer PV-Anlage, speist ihn ins Stromnetz ein und Deine Anlage hat dabei mehr als 7 Kilowatt Leistung.
  3. Du betreibst eine Nachtspeicherheizung oder eine Wärmepumpe, die der Netzbetreiber in Deiner Stromversorgung unterbrechen darf.

Welche Kosten für Smart Meter entstehen dürfen, ist im Gesetz festgelegt.  Die jährlichen Entgelte beinhalten die Kosten des Geräts selbst, seinen Einbau, seine Wartung und seinen Betrieb. Diese Preisobergrenzen haben bis 2026 in ihrer aktuellen Höhe Bestand. Die folgende Tabelle zeigt die Kosten pro Jahr:

Pflichteinbau von intelligenten Messsystemen

NutzergruppePreisobergrenze

Stromverbrauch > 6.000 ≤ 10.000 kWh/Jahr

100 Euro

Stromverbrauch > 10.000 ≤ 20.000 kWh/Jahr

130 Euro

Betreiber einer unterbrechbaren Verbrauchseinrichtung (Wärmepumpe/Stromspeicherheizung)

100 Euro

Betreiber einer EEG-Anlage/KWKG-Anlage¹ > 7 ≤ 15 kW

100 Euro

Betreiber einer EEG-Anlage/KWKG-Anlage¹ > 15 ≤ 30 kW

130 Euro

Betreiber einer EEG-Anlage/KWKG-Anlage¹ > 30 ≤ 100 kW

200 Euro

¹ Anlagen, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) gefördert werden.
kW ist die Einheit Kilowatt und gibt die elektrische Leistung der jeweiligen Anlage an. 
kWh ist die Einheit Kilowattstunde und gibt den Stromverbrauch an.
Quelle: § 31 Abs. 1 und Abs. 2 MsbG (Stand: 2019)

Solltest Du in mehrere Kategorien für ein intelligentes Messsystem fallen – etwa, weil Du mehr als 6.000 Kilowattstunden Haushaltsstrom beziehst und zusätzlich eine steuerbare Wallbox betreibst – bekommst Du zwei digitale Zähler, die beide mit einem Smart Meter Gateway verbunden werden. Der Mess­stel­len­be­trei­ber darf Dir dabei nicht zweimal die Obergrenze für ein intelligentes Messsystem berechnen, sondern nur das jeweils höhere Entgelt für beide Zähler zusammen verlangen.

Ein Beispiel: Für Deinen Haushalt benötigst Du 12.000 Kilowattstunden und Du betreibst eine steuerbare Wallbox. Die Preisobergrenze für das Messsystem für Haushaltsstrom beträgt 130 Euro; für die steuerbare Wallbox 100 Euro. Für zwei intelligente Zähler darf Dir der Mess­stel­len­be­trei­ber dann maximal 130 Euro berechnen.

Optionaler Einbau von Smart Metern

Auch, wenn Dein Haushalt weniger als 6.000 Kilowattstunden Strom verbraucht und die anderen Bedingungen nicht erfüllt, kannst Du ein Smart Meter bekommen.

Erstens: Du möchtest Dir freiwillig solch einen intelligenten Zähler einbauen lassen (welche Vorteile dieser bietet, liest Du weiter unten). Für den freiwilligen Einbau darf der grundzuständige Mess­stel­len­be­trei­ber allerdings mehr Geld verlangen, als gesetzlich vorgeschrieben wäre. Du kannst auch einen anderen Mess­stel­len­be­trei­ber beauftragen, auch dann ist dieses Unternehmen in der Preisgestaltung frei.

Zweitens: Dein Mess­stel­len­be­trei­ber beschließt von sich aus, Deinen Haushalt mit einem Smart Meter auszustatten. In den oben genannten Fällen (Stromverbrauch über 6.000 kWh, größere PV-Anlage, Wärmepumpe) ist er verpflichtet, ein Smart Meter einzubauen. Er darf das optional aber auch bei Haushalten mit geringerem Stromverbrauch oder einer PV-Anlage zwischen 1 und 7 Kilowatt Leistung tun.

Für den optionalen Einbau gelten andere Preisobergrenzen für die jährlichen Entgelte:

Optionaler Einbau von intelligenten Messsystemen

Höhe StromverbrauchPreisobergrenze
> 4.000 ≤ 6.000 kWh/Jahr60 Euro
> 3.000 ≤ 4.000 kWh/Jahr40 Euro
> 2.000 ≤ 3.000 kWh/Jahr30 Euro
≤ 2.000 kWh/Jahr23 Euro
Betreiber einer EEG-Anlage / KWKG-Anlage1 > 1 ≤ 7 kW260 Euro

1Anlagen, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) gefördert werden.kWh ist die Einheit Kilowattstunde und gibt den Stromverbrauch an. 
2kW ist die Einheit Kilowatt und gibt die elektrische Leistung der jeweiligen Anlage an. 
Quelle: § 31 Abs. 3 MsbG (Stand: 2022)

Welche Vor- und Nachteile haben die neuen Zähler für Dich?

Die neuen Stromzähler bedeuten für Dich höhere Kosten. Während die alten Zähler in der Jahresabrechnung mit einem Entgelt zwischen 8 und 17 Euro auftauchen, dürfen digitale Zähler 20 Euro im Jahr kosten, Smart Meter 100 Euro oder sogar mehr. Die Netzbetreiber schöpfen diese Obergrenzen in der Regel voll aus.

Im Gegenzug sollen die digitalen Zähler Dir helfen, Sparpotenziale zu erschließen – durch das Erkennen von Stromfressern im Haushalt. Sparen könntest Du aber auch in variablen und dynamischen Tarifen. Diese haben keine fixen Preise, sondern die Preise können sich über den Tag verändern – entsprechend den Preisschwankungen an der Strombörse. Die Idee dahinter: Stromschlucker wie zum Beispiel Waschmaschinen oder Geschirrspülmaschinen könnten gezielt dann laufen, wenn die Strompreise niedrig sind. Das würde Dir Strom­kos­ten sparen und das Stromnetz insgesamt entlasten, weil der Stromverbrauch besser über den Tag verteilt werden könnte.

Erste Stromversorger haben solche Tarife seit 2019 angeboten. In Zukunft sollen mehr dynamische Tarife dazukommen: Seit 2022 schreibt das Energiewirtschaftsgesetz Unternehmen mit mehr als 200.000 Kunden vor, mindestens einen dynamischen Tarif im Portfolio zu haben. 2023 sollen auch Unternehmen mit mehr als 100.000 Kunden einen solchen anbieten und ab 2026 alle Stromlieferanten mit mehr als 50.000 Kunden. Allerdings: Die stark gestiegenen Strompreise seit 2022 – aufgrund von hohen Börsenpreisen – machen dieses Prinzip derzeit unattraktiv. Trotz gesetzlicher Vorgabe bieten die meisten Stromlieferanten noch keine dynamischen Tarife an.

Stromzähler, die den Verbrauch für jede Viertelstunde eines Tages anzeigen können, sind die Voraussetzung für solche variablen Tarife. Besitzt Du bereits ein Smart Meter, kannst Du zudem Deine Stromversorgung in ein Smart Home integrieren. Das Ablesen von Stromzählern einmal im Jahr wird bei intelligenten Geräten gleichzeitig überflüssig – der Stromverbrauch lässt sich aus der Ferne abrufen.

Übrigens: Finanztip besitzt seit 2017 einen intelligenten Zähler und einen variablen Stromtarif. Die Erfahrungen damit kannst Du in unserem Blog nachlesen.

Bietet Dir Dein regionaler Stromlieferant oder ein anderes Unternehmen einen variablen oder dynamischen Tarif an, dann schau Dir das Angebot an und vergleiche es mit Angeboten für fixe Tarife. Am besten nutzt Du dazu unseren Stromrechner, der die Angebote von Verivox und Check24 gleichzeitig abfragt und die Ergebnisse nach unseren strengen Finanztip-Kriterien filtert. 

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Smart Meter können Anlagen fernsteuern

Die Pflicht zum Zählertausch besteht auch bei Anlagen zur Stromerzeugung – aber nicht nur, um den Stromfluss ins Netz viertelstundengenau anzuzeigen. Photovoltaik-Anlagen oder Blockheizkraftwerke größer 7 Kilowatt Leistung bekommen Smart Meter, damit sie ein Netzbetreiber im Notfall regeln kann, wenn mehr Strom ins Netz fließt, als für dieses gut ist.

Erzeugungsanlagen größer 30 Kilowatt Leistung sind längst regelbar. Das neue Gesetz weitet die Vorschrift auf kleinere Anlagen aus. Und sorgt dafür, dass die bislang installierte Steuertechnik wohl ersetzt wird. Bei einigen Erzeugungsanlagen sind schon Zähler installiert, die viertelstundengenau den eingespeisten Strom anzeigen. Dies ist der Fall, wenn Du Deinen Strom von einem Direktvermarkter verkaufen lässt. Künftig soll dieser dann über das intelligente Messsystem auf die Zählerdaten zugreifen.

Auch viele Stromzähler für WärmepumpenStromspeicherheizungen und Ladestationen für Elektroautos sollen intelligenten Messsystemen Platz machen. Voraussetzung: Die Systeme sind bereits steuerbar. Dann können die Netzbetreiber zu festgelegten Zeiten die Stromversorgung unterbrechen. Dafür zahlst Du dann geringere Netzentgelte. Statt der bisherigen Steuervorrichtung (häufig ein Rundsteuerempfänger) soll der Netzbetreiber künftig über das intelligente Messsystem und die verbundene Steuerbox auf die Anlagen zugreifen. Er kann dann den Stromverbrauch der Anlagen so steuern, wie es die Situation im Stromnetz gerade erfordert – und ohne, dass Du frieren musst.

In dieses sogenannte Lastmanagement lassen sich auch andere große Verbrauchsgeräte aufnehmen wie beispielsweise Elektroautos oder Batteriespeicher. Noch fehlt eine gesetzliche Verordnung, in welcher Höhe Verbraucher finanziell profitieren, wenn sie die Steuerung ihrer Geräte erlauben und wie dies vertraglich geregelt werden kann (§ 14a EnWG). Einen Gesetzentwurf nahm der Bundeswirtschaftsminister Ende 2020 wieder zurück.

Kritik an Smart Metern

Smart Meter sollen Verbrauchern beim Stromsparen helfen und die Auslastung des Stromnetzes optimieren. Doch es gibt auch Kritik an den Plänen, fernsteuerbare, intelligente Zähler flächendeckend auszurollen. Manche Kritiker befürchten, dass im Fall eines Hackerangriffs auf die vernetzten Geräte die Stromversorgung in Gefahr geraten könnte. Andere argumentieren, dass mit der Preisgabe ihrer Stromverbrauchsdaten Verbraucher gefährdet würden. Aus dem Verbrauchsprofil lassen sich Gewohnheiten ablesen oder zum Beispiel feststellen, wann die Bewohner verreist sind.

Wie läuft der Austausch Deines Zählers?

Der grundzuständige Mess­stel­len­be­trei­ber ist verantwortlich für den Einbau digitaler Stromzähler in seinem Gebiet. 2017 hat der sogenannte Rollout begonnen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur erhielten bis Ende 2020 rund 9,5 Millionen Haushalte und Gewerbebetriebe eine "moderne Messeinrichtung".

Beabsichtigt der Mess­stel­len­be­trei­ber, Deinen Stromzähler auszutauschen, muss er einen bestimmten Ablauf einhalten (§ 37 MsbG): Mindestens drei Monate vor dem geplanten Einbau muss Dich das Unternehmen darüber schriftlich informieren. In dem Brief sollte das Unternehmen mitteilen, welche Zählerart es einbauen will, wann es das machen will und was Dich das kosten wird. Hinweisen muss Dich das Unternehmen zudem darauf, dass Du einen anderen Mess­stel­len­be­trei­ber beauftragen kannst. Was ein neuer Zähler kostet, muss der das Unternehmen auch auf Preisblättern veröffentlichen, gewöhnlich finden sich diese auf der Internetseite.

Weil der Mess­stel­len­be­trei­ber Westnetz die Drei-Monats-Frist nicht eingehalten hat, verurteilte ihn das Landgericht Dortmund zur Unterlassung (Urteil vom 22. Januar 2019, Az. 25 O 282/18). Das Urteil ist rechtskräftig. Das Unternehmen hatte argumentiert, dass der Zählertausch auch mit kürzerer Frist erfolgen kann – wenn der Kunde einverstanden sei. Dem widersprachen die Richter.

Abwenden kannst Du den Einbau nicht. Aber Du kannst ein anderes Unternehmen wählen, Dir einen neuen Zähler einzubauen (§ 5 MsbG). Ein Grund für einen Wechsel des Mess­stel­len­be­trei­bers können günstigere Konditionen bei einem Wettbewerber sein. Oder Du wünschst Dir einen anderen Zähler als den, den Dein grundzuständiger Mess­stel­len­be­trei­ber einbauen will – etwa einen intelligenten Zähler statt eines einfachen digitalen.

Ist der Tag des Zählertauschs gekommen, solltest Du zu Hause sein und den Elektriker hereinlassen. Er baut den alten Zähler aus und setzt den neuen Zähler ein. Den alten Zähler nimmt der Elektriker auch mit. Wenn Du am Tag des Zählertauschs nicht zu Hause sein solltest, dann teil das dem Mess­stel­len­be­trei­ber frühzeitig mit und vereinbar einen anderen Termin.

Gesetzlich hast Du die Pflicht, den Zählertausch zu ermöglichen. Steht der Elektriker mehrmals bei Dir vor verschlossener Tür, kann sich der Mess­stel­len­be­trei­ber ans zuständige Amtsgericht wenden und Deine Kooperation juristisch erzwingen lassen.

Warum soll die intelligente Messtechnik kommen?

Keine Frage: Die Umsetzung des Messstellenbetriebsgesetzes ist ein Mammutprojekt. Mehr als 40 Millionen Haushalte und zusätzlich Millionen Unternehmen und Betreiber von kleinen Stromerzeugungsanlagen bekommen bis 2032 neue Stromzähler eingebaut. Da stellt sich die Frage: Warum überhaupt?

Die Bundesregierung hält die kommunikationsfähigen Stromzähler für notwendig, um die Energiewende weiter voranzutreiben. Experten sind sich relativ einig, dass es ab einem Anteil von mehr als 70 Prozent erneuerbarer Energie am Strommix intelligente Technik braucht, um Stromerzeugung und Stromverbrauch im Netz im Gleichgewicht zu halten.

Der Grund dafür ist ganz einfach: Ein Großteil der erneuerbaren Energien ist nicht ständig verfügbar, denn die Erzeugung unterliegt starken Schwankungen. Solarstrom wird in Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen nur tagsüber produziert, Wind weht in der kalten Jahreszeit häufiger als im Sommer – und nie konstant. Deshalb ist es notwendig, Belastungsspitzen im Stromnetz auszugleichen. Der Strom soll verstärkt dann genutzt werden, wenn er entsteht. Und wenn wenig Strom entsteht, muss Strom gespart werden. Dabei sollen die neuen Stromzähler helfen.

Mehr dazu im Ratgeber Stromanbieterwechsel

  • Den Stromanbieter zu wechseln, zahlt sich häufig aus.
  • Wie Du vorgehen solltest, erfährst Du in unserem Ratgeber.

Zum Ratgeber

Autoren
Ines Rutschmann
Benjamin Weigl

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