Fernwärme

So können Sie auch bei dieser teuren Heizart sparen

Ines Rutschmann Stand: 29. November 2019
Das Wichtigste in Kürze
  • Für einen Haushalt ist Fernwärme sauber und bequem zu nutzen, aber gegenüber der Versorgung mit Gas, Heizöl oder Holz teuer.
  • Ab 2021 wird der CO2-Preis Fernwärme vermutlich noch teurer machen, wenn Ihr Versorger in seinen Kraftwerken vor allem fossile Brennstoffe nutzt.
  • Im Markt herrschen noch Monopolstrukturen: Den Versorgern gehören auch die Wärmenetze. Wettbewerb zwischen den Anbietern existiert nicht.
  • Kartellbehörden befassen sich immer wieder mit dem Verdacht von überhöhten Preisen für Fernwärme.
  • Wollen Versorger ihre Preise stärker anheben, als etwaige Kosten gestiegen sind, muss der Kunde zustimmen. Eine einseitige Preiserhöhung ist dann unwirksam, entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main im März 2019.
So gehen Sie vor
  • Sind Sie Vertragspartner des Versorgers – als Hauseigentümer oder Mieter –, können Sie den Vertrag von einer Verbraucherzentrale prüfen lassen.
  • Zudem empfiehlt sich eine Prüfung der Anschlussleistung ans Wärmenetz: Oft ist diese überdimensioniert. Durch eine Korrektur können Sie mehrere Hundert Euro im Jahr sparen.
  • Besteht kein Anschlusszwang ans Fernwärmenetz, können Sie überlegen, Ihren Vertrag zu kündigen und Ihre Versorgung selbst in die Hand zu nehmen – zu günstigeren Preisen.
  • Leben Sie zur Miete in einem Haus mit Fernwärmeanschluss, können Sie Ihren Vermieter auffordern, die Anschlussleistung zu überprüfen. Nach erfolgter Korrektur sparen Mieter in der Regel 50 bis 100 Euro im Jahr.
  • Will Ihr Versorger die Preise beliebig erhöhen, dann widersprechen Sie der Preiserhöhung. Berufen Sie sich auf das Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 21. März 2019 (Az. 6 U 191/17).

Sich aus der Ferne mit Wärme versorgen zu lassen, ist bequem und sauber. Kein Schornsteinfeger muss die Heizung prüfen, Sie müssen keinen Brennstoff einkaufen und lagern, keinen Heizkessel anfeuern und pflegen. Obendrein müssen Sie sich auch keine Gedanken machen, zu welcher Tageszeit Sie heizen – das macht finanziell für Sie keinen Unterschied, im Gegensatz zu Nutzern von Nachtspeicherheizungen oder Wärmepumpen.

Was ist Fernwärme?

Fernwärme bedeutet, dass es in einem Wohnhaus keine eigene Heizanlage gibt. Stattdessen erzeugt ein mehr oder weniger weit entfernt liegendes Kraftwerk Wärme, die über Leitungen zu den Nutzern strömt. Zumeist fließt heißes Wasser von teilweise mehr als 100 Grad Celsius durch die Wärmenetze in Deutschland, in geringem Umfang auch heißer Dampf.

Fernwärme hat aber einen entscheidenden Nachteil: Sie ist teuer. Nur das Heizen mit Strom kostet Sie noch mehr. Dem deutschen Heizspiegel zufolge zahlten Mieter in einer 70-Quadratmeter-Wohnung im Jahr 2017 im Schnitt 895 Euro für ihre Fernwärmeheizung – rund 20 Prozent mehr als Mieter mit zentraler Ölheizung, rund 13 Prozent mehr als Mieter mit zentraler Gasheizung.

Wie ist der Markt für Fernwärme in Deutschland?

Fernwärme ist die drittbedeutendste Art, in Deutschland zu heizen – nach Gas und Öl. In mehr als 370.000 Wohnhäusern nutzen rund sechs Millionen Haushalte Fernwärme. Die meisten davon befinden sich in Nordrhein-Westfalen, Berlin, Baden-Württemberg und Bayern.

Der Markt für Fernwärme ist nicht reguliert. Schätzungsweise 100 Versorger gibt es. Zumeist handelt es sich um Stadtwerke. Sie liefern dabei nicht nur Energie, sondern betreiben auch die Kraftwerke und die Wärmenetze – alle drei Funktionen vereint auf ein Unternehmen.

Denn im Gegensatz zum Strom- und Gasmarkt, in dem die Energie ebenfalls über Netze zum Verbraucher fließt, unterliegt der Fernwärmemarkt nicht den Entflechtungsregeln, die das Energiewirtschaftsrecht festlegt. Das bedeutet auch, dass jeder Fernwärmeversorger ein Monopol auf sein Wärmenetz besitzt. Er muss sein Netz keinem anderen Anbieter zugänglich machen, damit dieser in Wettbewerb zu ihm treten kann, wie das im Strom- und Gasmarkt möglich ist.

So kommt es, dass es im Fernwärmemarkt keinen Wettbewerb einzelner Anbieter untereinander gibt. Wenn Sie Fernwärme beziehen, können Sie nicht zwischen unterschiedlichen Versorgern wählen – egal, ob Sie im eigenen Haus wohnen oder zur Miete. Es gibt nur ein Unternehmen, das Sie beliefern kann. Seine Preise müssen Sie hinnehmen. Welche Entgelte die Versorger verlangen, prüfen höchstens die Kartellbehörden.

Wie sind die Preise für Fernwärme?

Versorger rechnen Fernwärme nach zwei Preisen ab: Es gibt einen Grundpreis und einen Arbeitspreis. Der Grundpreis (oder auch Leistungspreis) hängt entscheidend von der Anschlussleistung des Wohnhauses ab – je höher die Leistung ist, desto mehr Wärme kann das Wärmenetz bereitstellen. Der Arbeitspreis bezieht sich auf die Wärme, die Sie dem Netz tatsächlich entnommen haben. Manche Versorger berechnen zusätzlich noch einen Messpreis oder Verrechnungspreis, der unabhängig von Verbrauch und Anschlussleistung einmal im Jahr zu entrichten ist. 

Die Höhe des Arbeitspreises hängt entscheidend davon ab, wie wirtschaftlich der Versorger seine Kraftwerke betreibt. Aber: Es ist bislang unklar, zu welchen Kosten die Versorger Fernwärme produzieren und welche Marge in den Preisen steckt. Das Gleiche gilt für den Grundpreis: Wie die Versorger kalkulieren, legen sie nicht offen. Sie müssen den Grundpreis dabei auf jeden Fall zahlen, selbst wenn Sie die Heizung kaum aufdrehen.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Kunden an einem Wärmenetz hängen, desto günstiger kann der Anbieter seinen Grundpreis gestalten. Der Grundpreis kann für Ihren Hausanschluss aber auch dann vergleichsweise hoch sein, wenn der Versorger mehr Leistung bereitstellt als benötigt wird.

Die unterschiedlichen Faktoren führen dazu, dass sich die Fernwärmepreise bundesweit stark unterscheiden. Im Schnitt lag der Preis 2016 bundesweit bei 10,5 Cent pro Kilowattstunde, heißt es im Heizspiegel. Bei optimal gewählter Anschlussleistung kostet eine Kilowattstunde zwischen 7 und 12 Cent, hat eine Preisabfrage von Finanztip im Oktober 2018 bei 16 Stadtwerken ergeben. Der Anteil des Grundpreises kann dabei zwischen rund 10 und 40 Prozent variieren. Ist die Anschlussleistung Ihres Wohnhauses sogar noch größer als notwendig, kann auch die Hälfte Ihrer Heizkosten auf dem fixen Jahrespreis beruhen. Sie können dann weniger profitieren, wenn Sie Energie einsparen.

Ob hohe Preise berechtigt sind, beschäftigt Verbraucherzentralen und Kartellbehörden immer wieder. Das Bundeskartellamt hat 2011 eine Sektoruntersuchung zur Fernwärme vorgenommen und anschließend bei sieben Versorgern überhöhte Preise festgestellt. Daraufhin leisteten diese Rückzahlungen an ihre Kunden.

Wie wehren sich Hauseigentümer gegen überhöhte Preise?

Gegen hohe Arbeitspreise können Sie sich kaum wehren. Erst wenn ein Kartellamt überhöhte Preise feststellt, profitieren Sie davon. Beim Grundpreis können Sie hingegen eines überprüfen lassen: die Anschlussleistung für Ihr Haus. Denn häufig ist diese viel höher, als es zur Versorgung des Gebäudes sein müsste, wissen die Verbraucherzentralen aus ihrer Beratungstätigkeit. Der Preis hängt aber von der Höhe der Leistung ab.

Ob Ihre Anschlussleistung überdimensioniert ist, können Sie selbst mit einer Faustformel abschätzen: Nehmen Sie Ihre letzte Abrechnung zur Hand und teilen Sie die verbrauchte Wärmemenge in Kilowattstunden durch die Anschlussleistung in Kilowatt. Sie erhalten die Nutzungsdauer. Dieser Wert sollte 1.800 Stunden betragen – dann passt die Leistung optimal zu Ihrem Wärmeverbrauch. Entnehmen Sie dem Netz an weniger als 1.800 Stunden im Jahr Wärme, ist Ihre Anschlussleistung vermutlich zu hoch gewählt. 

Endgültig können Sie das im Rahmen eines Heiz-Checks bei einer Verbraucherzentrale klären lassen. Der Check kostet 40 Euro und beinhaltet auch die Prüfung Ihres Fernwärmevertrags. Mitsamt der Berechnung Ihrer Heizlast können Sie anschließend Ihren Versorger auffordern, die Anschlussleistung zu reduzieren. Dieser ist aber nicht verpflichtet, das auch zu machen.

Alternativ können Sie die Fernwärmeleistungskorrektur durch eine kostenlose Vorab-Prüfung der Firma Senercon einleiten. So erfahren Sie, ob Sie jedes Jahr zu viel für Fernwärme zahlen. In einem zweiten Schritt kann Ihnen Senercon ein ausführliches Gutachten und einen Antrag zur Leistungskorrektur für Ihren Anbieter erstellen. Das kostet 280 Euro (netto). Korrigiert der Versorger daraufhin die Anschlussleistung, sinken die Kosten für ein Einfamilienhaus um 200 bis 400 Euro pro Jahr.

Die Berechnung und die Korrektur der Leistung können Sie auch vornehmen lassen, wenn Sie ein Haus zur Miete bewohnen. Voraussetzung ist aber, dass der Fernwärmevertrag auf Sie läuft. Besteht bei Ihnen kein Anschlusszwang an das Fernwärmenetz an Ihrem Wohnort, so können Sie natürlich auch den Fernwärmevertrag kündigen. Da es keinen anderen Anbieter gibt, der Sie über das Fernwärmenetz versorgt, müssen Sie dann natürlich eine eigene Heizanlage in Ihrem Haus installieren lassen.

Was tun, wenn der Versorger die Preise erhöht?

Obwohl die Preise für Fernwärme seit Jahren hoch sind, heben manche Versorger sie noch weiter an. Das dürfen sie aber nicht nach eigenem Belieben, auch wenn dies viele Unternehmen in der Vergangenheit so handhabten.

In den Versorgungsverträgen gibt es häufig sogenannte Preisgleitklauseln oder Preisänderungsklauseln. Sie bedeuten, dass der Versorger seine Preise verändern darf, wenn seine Kosten – beispielsweise beim Einkauf von Gas oder Biomasse – gestiegen oder auch gefallen sind. Passt der Versorger seine Preise entsprechend an, muss er Ihnen das mitteilen (§ 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV). Sie können sich im Falle einer Erhöhung nicht wehren, sondern müssen sie hinnehmen.

Anders ist das, wenn der Versorger seine Preise stärker erhöht, als dies durch gestiegene Kosten gerechtfertigt wäre. Nutzt er beispielsweise andere Faktoren in seinen Formeln zur Berechnung der Preise, so dass die Kundenpreise ansteigen, benötigt er Ihre Zustimmung zu dieser Vertragsänderung. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main in einem Grundsatzurteil klar gestellt (21. März 2019, Az. 6 U 191/17). Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Bundesverband gegen die Energieversorgung Offenbach (EVO). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. EVO hat beim Bundesgerichtshof Revision eingelegt.

Trotzdem können Sie sich bereits auf dieses Urteil beziehen, wenn Ihr Versorger höhere Preise berechnen will, als im Rahmen der Preisänderungsklausel möglich ist. Widersprechen Sie dann der Preiserhöhung und zahlen Sie die teureren Preise entweder nicht oder nur unter Vorbehalt, wenn Sie keinen Streit mit dem Versorger provozieren wollen. Ist das Frankfurter Urteil rechtskräftig, können Sie die Mehrkosten immer noch zurückfordern. Aber beachten Sie: In der Regel erlischt Ihr Anspruch auf Rückzahlung drei volle Kalenderjahre nach dem Jahr der Preiserhöhung. 

Haben Sie in den vergangenen drei Jahren eine Preiserhöhung erhalten, die nicht ausschließlich auf gestiegene Kosten basierte, können Sie rückwirkend widersprechen. Zugleich sollten Sie die durch die unwirksame Preiserhöhung entstandenen Mehrkosten ausrechnen und von Ihrem Versorger zurückfordern. Am einfachsten geht das, indem Sie die Preise aus einer Abrechnung vor der Preiserhöhung nehmen und auf Ihren Verbrauch aus der jüngsten Abrechnung anlegen und diese Summe vom jüngsten Rechnungsbetrag abziehen.

Gehören Sie zu den Fernwärmekunden der Energieversorgung Offenbach oder ihrer Tochter Energieversorgung Dietzenbach, dann können Sie von dem Urteil direkt profitieren, wenn es Rechtskraft erlangt. Denn die Versorger müssen Sie und alle weiteren Kunden erneut anschreiben, die 2015 einen Brief zur Preiserhöhung zum 1. Oktober desselben Jahres erhalten haben – und mitteilen, dass die Preiserhöhung unwirksam war.

Aber: Damit Ihre Ansprüche auf Rückzahlung nicht verjähren, bis das Urteil rechtskräftig ist, sollten Sie der Preiserhöhung von damals unverzüglich widersprechen und die seither zu viel gezahlten Beträge zurückfordern. Weitere Informationen und Unterstützung erhalten Sie beim Verein Interessengemeinschaft EVO, der seit Jahren gegen das Verhalten von EVO mobil macht. Fehlen Ihnen beispielsweise ältere Abrechnungen, um die Mehrkosten seit Oktober 2015 selbst zu ermitteln, kann der Verein Ihnen möglicherweise helfen.

Was können Sie als Mieter tun, um weniger zu zahlen?

Leben Sie in einem mit Fernwärme versorgten Haus zur Miete, haben Sie in der Regel wenig Handhabe: Denn der Vertragspartner für den Fernwärmeversorger sind zumeist nicht Sie, sondern Ihr Vermieter. Aber Sie können Ihren Vermieter für eine mögliche Korrektur der Anschlussleistung erwärmen.

Auch für Mehrfamilienhäuser bietet Senercon eine Vorab-Prüfung der Fernwärmeanschlussleistung umsonst an. Stellt sich heraus, dass die Leistung zu hoch gewählt ist, erstellt Senercon ein fachliches Gutachten und einen Antrag auf Änderung der Anschlussleistung an den Versorger. Passt dieser die Leistung an, verlangt Senercon die Hälfte der Kosteneinsparungen aus dem ersten Jahr.

Reagiert der Versorger nicht, geht Senercon leer aus - Sie oder Ihr Vermieter aber zahlen nichts. In den meisten Fällen folgen die Unternehmen der Aufforderung zur Leistungskorrektur, heißt es von Senercon. Damit einher gehen Einsparungen von im Schnitt 1.500 bis 2.500 Euro pro Jahr. Für die Mieter bedeutet das 50 bis 100 Euro geringere Heizkosten pro Jahr.

Darüber hinaus ist es ratsam, dass Sie Ihre jährliche Heizkostenabrechnung gründlich prüfen. Einerseits stellen Verbraucherzentralen immer wieder fest, dass viele Abrechnungen Fehler aufweisen. Andererseits erfahren Sie durch eine Prüfung der Abrechnung, ob die Preise für Fernwärme gestiegen sind - sofern Ihr Vermieter Sie darüber nicht schon informiert hat oder Sie aus der Lokalzeitung von steigenden Preisen erfahren haben. Da Ihr Vermieter der Vertragspartner ist, kann auch nur er einer unwirksamen Preiserhöhung widersprechen. Fordern Sie ihn auf, dies zu tun, wenn der Versorger seine Preise unabhängig von gestiegenen Kosten anheben will oder sie schon angehoben hat.

Wie kündigen Sie einen Fernwärmevertrag?

Gehört Ihnen das Haus, das ans Fernwärmenetz angeschlossen ist, können Sie den Versorgungsvertrag auch kündigen. Die erste Laufzeit des Vertrags darf maximal zehn Jahre betragen (§ 32 AVBFernwärmeV). Anschließend verlängert sich der Vertrag maximal um fünf Jahre. Prüfen Sie Ihren Vertrag, ob dort kürzere Fristen vereinbart sind oder ob eine ordentliche Kündigung sogar ausgeschlossen ist. Denn in manchen Kommunen besteht ein Anschlusszwang für Hauseigentümer an ein Fernwärmenetz. Können Sie den Vertrag kündigen, so müssen Sie dies schriftlich tun.

Leben Sie in einem Ein- oder Zweifamilienhaus zur Miete, können Sie auch Vertragspartner des Fernwärmeversorgers sein. Dann können Sie den Vertrag mit einer Frist von zwei Monaten kündigen, wenn Sie ausziehen wollen (§ 32 Abs. 2 AVBFernwärmeV).

Warum gilt Fernwärme als umweltfreundlich?

Als Energieträger in den Fernwärme-Kraftwerken kommt nach Angaben des Energieeffizienzverbands für Wärme, Kälte und KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) vorwiegend Gas zum Einsatz, gefolgt von Steinkohle und Braunkohle. Diese fossilen Kraftwerke dienen aber nicht einzig der Wärmeerzeugung – in erster Linie produzieren sie Strom. Die Wärme fällt dabei als Nebenprodukt mit an und wird aus dem Kraftwerk ausgekoppelt. Deshalb nennt sich das Kraft-Wärme-Kopplung und gilt als umweltfreundlich. Schließlich nutzen KWK-Anlagen den eingesetzten Brennstoff effizienter aus. Daneben gibt es reine Heizkraftwerke, die nur zur Wärmegewinnung dienen.

Trotzdem nutzen die Versorger vor allem fossile Brennstoffe, um ihre Kraftwerke zu betreiben. Ab 2021 fällt damit der CO2-Preis auch für Fernwärme an, wenn der Versorger Kohle, Gas oder Öl verbrennt. Diese Kosten legt er vermutlich auf seine Wärmepreise um.

Fernwärme lässt sich dabei auch aus erneuerbaren Quellen bereitstellen, beispielsweise mit solarthermischen Anlagen oder Biomasse-Kraftwerken. Deren Anteil an der Fernwärmeversorgung ist allerdings noch klein: Rund 18 Prozent der erzeugten Fernwärme stammte 2018 aus erneuerbaren Energien.

Autor
Ines Rutschmann

Stand: 29. November 2019


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