Kfz-Versicherung für Fahranfänger

10 Tipps: So sparen junge Fahrer bei der Autoversicherung

Kathrin Gotthold
Finanztip-Expertin für Versicherungen
01. September 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Als Fahranfänger zahlst Du die höchsten Versicherungsbeiträge. Doch Du kannst den Preis drücken.
  • Versichere Dein Auto als Zweitwagen oder lass Dir einen Schadenfreiheitsrabatt übertragen.
  • Mit Telematik-Tarifen kannst Du als junger Fahrer zusätzlich sparen.
  • Die Wahl Deines Autos macht viel aus.
So gehst Du vor
  • Wähle möglichst ein Auto, das kein klassisches Fahranfänger-Auto ist.
  • Prüfe, ob eine Versicherung über Deine Eltern oder die Übernahme der Scha­den­frei­heits­klas­se von Verwandten möglich und sinnvoll ist.
  • Finanztip-Empfehlung bei der Suche nach einer guten Autoversicherung: Am meisten kannst Du sparen, indem Du Vergleichsportal und Direktversicherer kombinierst. Berechne zunächst die günstigste Kfz-Versicherung auf Verivox oder Check24. Und lass Dir dann ein Angebot von der Huk24 machen.

Endlich: Der Führerschein ist geschafft, und das erste eigene Auto steht vor der Tür. Dann folgt oft der Schock, wenn der Blick auf den Beitrag für die Kfz-Versicherung fällt. Ganz schön teuer. Doch Finanztip hat für Dich die besten Tipps zusammengestellt, mit denen Fahranfänger und junge Fahrer ohne großen Aufwand Geld sparen können. 

Tipp 1: Versichere das Auto als Zweitwagen Deiner Eltern

Am einfachsten und billigsten ist es, wenn Deine Eltern Dein Auto als Zweitwagen versichern und Dich als Fahrer eintragen. Alternativ lässt sich das Auto auch über die Großeltern oder andere Verwandte versichern. Meist ist die Versicherung über die Eltern aber die günstigste Variante. Die Prämie für den Erstwagen der Eltern verteuert sich dadurch nicht.

Versicherungen stufen einen Zweitwagen mindestens in Scha­den­frei­heits­klas­se (SF-Klasse) ½ ein. Oft gewähren sie sogar eine noch höhere Klasse, im besten Fall gewähren sie Dir dieselbe Scha­den­frei­heits­klas­se, mit der der Erstwagen versichert ist.

Eine Autoversicherung über die Eltern hat noch weitere Vorteile: Diese haben in der Regel bessere versicherungstechnische Werte, weil sie etwa Immobilien besitzen oder einen bestimmten Beruf ausüben. Dafür gewähren die Anbieter oft weitere Rabatte. So fällt die Prämie zwar niedriger aus, als wenn der Fahranfänger sich selbst versichern würde. Allerdings verteuert die Aufnahme des Fahranfängers in den Fahrerkreis die Prämie erheblich, wie wir in einer Finanztip-Studie 2018 herausgefunden haben.

Eltern müssen sich übrigens keine Sorgen machen, dass sich ihre SF-Klasse für den Erstwagen verschlechtert, wenn das Kind mit dem Zweitwagen einen Unfall baut. Die Rückstufung erfolgt in diesem Fall nur für den Zweitwagen.

Tipp 2: Nutze Familientarife

Nicht alle Eltern wollen das Auto ihres Kindes als Zweitwagen versichern und dafür Versicherungsnehmer sein. Was zunächst etwas herzlos klingt, muss kein Nachteil sein. So wirst Du als Fahranfänger von Anfang an selbst Versicherungsnehmer und hast einen eigenen Schadenfreiheitsrabatt. Dabei kann der Vertrag der Eltern außerdem doch noch sehr nützlich sein.

Viele Versicherer bieten jungen Fahrern die Möglichkeit, mit einer besseren Scha­den­frei­heits­klas­se als Klasse 0 zu starten, wenn die Eltern ihr Auto beim selben Unternehmen versichert haben.

Bei dieser Variante versicherst Du Dich selbst, die Versicherungspolice läuft dann auch auf Dich. Das ist in aller Regel teurer als die Zweit­wa­gen­ver­si­che­rung über die Eltern. Aber Du kannst damit immer noch sparen.

Im Rahmen unserer Untersuchung zu den Zweitwagentarifen haben wir etliche dieser Familientarife gefunden. Das sind besondere Zweitwagenregelungen, bei denen das Auto auf eine andere Person als den Versicherungsnehmer zugelassen sein darf.

Lass Dich als Halter eintragen und mit den schadenfreien Jahren einstufen, die der Dauer Deines Führerscheinbesitzes entsprechen, mindestens aber die SF-Klasse ½. Das lohnt sich ganz besonders, wenn Du vor dem Autoführerschein schon Moped oder Krad gefahren bist, denn diese Zeiten zählen auch.

Die Familientarife kannst Du nicht bei Vergleichsportalen abschließen. Du musst direkt beim Versicherer Deiner Eltern anfragen.

Tipp 3: Nimm am begleiteten Fahren teil

Seit einigen Jahren können Jugendliche bereits mit 17 Jahren den Führerschein fürs Auto machen. Voraussetzung ist, dass sie sich im ersten Jahr immer von einem erfahrenen Fahrer begleiten lassen – sie sind also nicht allein unterwegs.

Fahranfänger, die am begleiteten Fahren teilnehmen, verursachen statistisch gesehen weniger Unfälle – schließlich sitzen meist die Eltern auf dem Beifahrersitz und passen auf.

Dieses kontrollierte Fahren zahlt sich aus. In einer Stichprobe haben wir 2016 die Prämie für eine Kfz-Versicherung für drei verschiedene Szenarien durchgerechnet: Der Fahranfänger benutzt im ersten Fall das Auto der Eltern, im zweiten einen Zweitwagen der Eltern und im dritten Fall ein eigenes Auto:

Ersparnis durch ein Jahr begleitetes Fahren

Fahranfänger
fährt mit …
Fahranfänger
mit 17 im
Vergleich
zum Fahranfänger 
mit 18
18-Jähriger mit
einem Jahr
Fahrpraxis im
Vergleich zu
Führerschein mit 18
20-Jähriger mit
vier Jahren
Fahrpraxis im
Vergleich
zu drei Jahren
Fahrpraxis
... dem Auto der Eltern-38 %-10 %-6 %
... dem Zweitwagen der Eltern-37 %-12 %-5 %
... dem eigenen Auto-18 %-20 %-10 %
im Durchschnitt-31 %-14 %-7 %

Quelle: Finanztip-Berechnung (Stand: Juli 2016)

So kostete die Versicherung in der Stichprobe für das erste Jahr nach dem Führerschein beim begleiteten Fahren im Schnitt 31 Prozent weniger als nach dem Erwerb der Fahrerlaubnis mit 18 Jahren. Besonders hoch ist die Ersparnis, wenn der Führerschein-Neuling auf ein Auto der Eltern angemeldet wird. Dann spart die Familie sogar gut 38 Prozent gegenüber dem Führerschein mit 18 Jahren.

In den folgenden Jahren schlug sich unserer Untersuchung zufolge das zusätzliche Jahr Fahrpraxis in günstigeren Prämien nieder. Darf der 18-Jährige nach einem Jahr ohne Begleitung der Eltern fahren, kostete die Kfz-Versicherung im Schnitt 14 Prozent weniger, als wenn der 18-Jährige ohne Fahrpraxis loslegen würde.

Besonders beim eigenen Auto sparte der 18-Jährige durch Erfahrung. 20 Prozent Rabatt gewährten Anbieter im Schnitt. Wer den Wagen nur mit einer Haftpflicht absichern wollte, sparte in der Finanztip-Stichprobe 2016 sogar knapp ein Viertel der Prämie.

Wer sich schon früh selbst ein Auto anschaffen möchte, sollte mit 17 Jahren noch den Wagen der Eltern benutzen und sich erst danach ein eigenes Auto zulegen. Wie Finanztip-Berechnungen ergaben, zahlte sich der Führerschein mit 17 dann aus, obwohl ein Jahr früher Kosten für die Versicherung anfallen. Mehr zu unserem Vorgehen bei der Stichprobe erfährst Du am Ende dieses Textes.

Tipp 4: Nimm SF-Klassen aus dem Vertrag Deiner Eltern mit

Aller Anfang ist schwer – und Autoversicherungen kosten gerade in den ersten Jahren nach dem Führerscheinerwerb schon deshalb so viel Prämie, weil der Beitragssatz noch hoch ist. Mit der Zeit aber wird die Versicherung günstiger, wenn Du schadenfrei bleibst.

Dann ist auch ein guter Moment gekommen, selbst als Versicherungsnehmer in den Autoversicherungsvertrag einzusteigen. Du kannst Dir im besten Fall den Schadenfreiheitsrabatt aus dem Zweitwagenvertrag Deiner Eltern übertragen lassen. Das gilt natürlich immer nur für die Anzahl der schadenfreien Jahre, die der Dauer des Führerscheinbesitzes entspricht. Wichtig aber ist, dass Du die Hürde der Klasse 0 beziehungsweise SF-Klasse ½ überspringst.

Gib beim Abschluss der neuen Versicherung an, dass Du den Schadenfreiheitsrabatt Deiner Eltern übernehmen willst. Der versicherte Elternteil muss dieser Übernahme schriftlich zustimmen. Du startest dann bei der neuen Versicherung mit Deinem eigenen Schadenfreiheitsrabatt. Dabei kannst Du auch zu einem neuen Versicherer wechseln und musst nicht beim vorherigen Versicherungsunternehmen bleiben. Wie das geht, erfährst Du in unserem Ratgeber zum Wechsel der Kfz-Versicherung.

Kläre unbedingt vorher mit dem Versicherer der Eltern, unter welchen Voraussetzungen sich der Rabatt übertragen lässt. Frage vor allem, welchen Schadenfreiheitsrabatt er Dir abgibt. Viele Versicherer sind in dieser Hinsicht unkompliziert.

Einige Anbieter erlauben aber nicht immer die Abgabe von Scha­den­frei­heits­klas­sen, wenn Du zu einem anderen Versicherer wechselst. Dann musst Du rechnen, ob es günstiger ist, mit dem möglichen Rabatt beim alten Versicherer zu bleiben oder bei einem anderen mit der SF-Klasse ½ zu starten – denn die nötigen drei Jahre Führerscheindauer hast Du dann.

Tipp 5: Übernimm die SF-Klassen von Verwandten

SF-Klassen kannst Du in der Regel auch von Verwandten und Lebenspartnern übernehmen. Diese Variante lohnt sich vor allem für Fahrer, die schon etliche Jahre einen Führerschein haben, aber noch nie eine eigene Autoversicherung besaßen. Frage bei Deinen Verwandten nach, ob sie in jüngster Zeit ein Fahrzeug abgemeldet haben oder es planen. Besonders lohnt sich das, wenn die Großeltern nicht mehr Auto fahren können oder wollen und Dir ihren hohen Rabatt abtreten können. Nicht alle, aber viele Versicherer gewähren diesen Übertrag.

Bei der Übernahme eines Schadenfreiheitsrabatts verliert der alte Versicherungsnehmer alle seine SF-Klassen in diesem Vertrag. Das lohnt sich also nur, wenn ein Vertrag gar nicht mehr benötigt wird. Wenn sich zum Beispiel eine 83-jährige Fahrerin aus Deiner Verwandtschaft entschließt, zukünftig auf das Autofahren zu verzichten, kannst Du das für Dich nutzen und die schadenfreien Jahre der Verwandten übernehmen.

Es können aber immer nur so viele schadenfreie Jahre übertragen werden, wie der Empfänger bereits den Führerschein besitzt.

Beispiel: Ein 25-jähriger Fahrer, der mit 18 Jahren den Führerschein gemacht hat, kann maximal sieben SF-Klassen übernehmen. Im Alter von 21 Jahren erwarb er sein erstes Auto und versicherte es als Zweitwagen über seine Eltern. Aus diesem Vertrag kann er also vier schadenfreie Jahre übernehmen.

Falls gleichzeitig aber die Möglichkeit besteht, mehr als vier SF-Klassen aus dem Vertrag eines Verwandten zu übernehmen, ist diese Variante günstiger für ihn.

Das Beispiel zeigt: Du kannst nur so viele Klassen übernehmen, wie Du selbst erreicht hättest, wenn Du direkt nach Bestehen der Führerscheinprüfung ein Auto selbst versichert hättest. Die SF-Klassen kannst Du meist noch sechs bis zwölf Monate nach der Abmeldung einer Kfz-Versicherung übernehmen. Prüfe deswegen auch, ob in Deiner Verwandtschaft vor einiger Zeit Fahrzeuge abgemeldet wurden.

Tipp 6: Nutze die SF-Klassen von Rollern und Motorrädern

Du kannst nicht nur die SF-Klassen von einem Auto auf das andere übertragen, sondern auch von Motorrädern und Rollern auf ein Auto. Dabei muss es sich mindestens um einen Roller ab 50 Kubikzentimeter handeln. Vielleicht hatten sogar Deine Eltern vor einigen Jahren ein Motorrad oder Ähnliches versichert, so dass Du nun deren Rabatt übernehmen kannst.

Übernahme der SF-Klasse möglichÜbernahme der SF-Klassen nicht möglich
Leichtkrafträder (50 – 125 ccm), Krafträder, Pkw, CampingfahrzeugeKleinkrafträder (bis 50 ccm)

Du kannst auch immer die Schadenfreiheitsrabatte zwischen Deinen Fahrzeugen tauschen. Wenn Du etwa bereits mit dem Motorrad etliche schadenfreie Jahre gesammelt hast, bietet sich eine gute Ausgangslage für diesen Tausch. Die Rabattstaffel für Motorräder ist nicht so lang wie die von Autos, sie geht aktuell nur bis zur SF-Klasse 20 und verläuft deutlich flacher: Sie fängt in der Klasse 0 auch bereits bei 90 Prozent in der Kfz-Haftpflichtversicherung an, nach einem schadenfreien Jahr sinkt der Beitragssatz auf 50 Prozent.

Mit dem Tausch überträgst Du eine sehr gute Scha­den­frei­heits­klas­se auf das Auto und senkst dort den Beitragssatz kräftig. Und Dein Motorrad wird als Zweitfahrzeug in die Scha­den­frei­heits­klas­se ½ eingestuft. Bei der Huk-Coburg beispielsweise werden dann 65 Prozent Beitragssatz in der Kfz-Haftpflicht und 85 Prozent in der Vollkasko fällig.

Tipp 7: Nutze das Carsharings

Wenn Du am Carsharing teilnimmst, fährst Du regelmäßig Auto, ohne es selbst zu besitzen. Das ist gerade für Fahranfänger eine sehr gute Möglichkeit, Fahrpraxis zu erlangen, ohne für Auto und Versicherung tief in die Tasche greifen zu müssen.

Wenn Du aber dann doch irgendwann ein eigenes Auto brauchst, weil Du zur Arbeit pendeln oder unabhängiger sein willst, musst Du bei der Versicherung nicht bei null anfangen. So wie einige Versicherer die unfallfreien Zeiten des Dienstwagens als Vorversicherungszeiten anrechnen, kommen einige Anbieter auch Carsharing-Nutzern entgegen. Das haben wir im Rahmen unserer Untersuchung zu den Zweit­wa­gen­ver­si­che­rungen herausgefunden.

Hast Du die geforderte Zahl an gefahrenen Tagen und Kilometern zusammen, bekommst Du dafür entsprechend schadenfreie Jahre gutgeschrieben. Der Carsharing-Anbieter muss Dir diese Daten aber schriftlich bestätigen.

Gerade wenn Du mit Carsharing die kritischen Jahre zwischen Scha­den­frei­heits­klas­se ½ und 4 überbrücken kannst, lohnt sich das. Dann kannst Du nach diesen vier Jahren Führerscheinbesitz statt mit SF-Klasse ½ mit der SF-Klasse 4 einsteigen.

Tipp 8: Nutze Telematik-Tarife

Mit Telematik-Tarifen bieten Autoversicherer Rabatte für einen sicheren Fahrstil. Meist in Kombination mit einem Stecker oder Sensor wertet eine App auf dem Smartphone beispielsweise Beschleunigung, Bremsverhalten und Geschwindigkeit aus. Bei sehr guter Fahrweise können Fahranfänger so 20 bis 30 Prozent sparen. Doch die höchsten Rabatte erreicht selbst ein erfahrener Autofahrer kaum, auch weil oft schwer beeinflussbare Faktoren mit in den Punktestand eingehen, etwa Fahrten in größeren Städten im Berufsverkehr.

Trotzdem kann der Telematik-Rabatt den Nachteil der fehlenden Scha­den­frei­heits­klas­se bei jungen Fahrern zumindest etwas abfedern. Schaue also ruhig nach, ob Deine Versicherung auch eine Telematik-Option anbietet.

Du solltest Dir allerdings darüber bewusst sein, dass Du mit Telematik eine Vielzahl Deiner Fahrdaten an die Versicherung weitergibst.

Tipp 9: Wähle kein typisches Fahranfänger-Auto

Ob VW Polo, Opel Adam oder Ford Fiesta: Diese Wagen empfehlen Autohändler gern Führerschein-Neulingen, die auf der Suche nach dem ersten eigenen Wagen sind. Diese Modelle sind allerdings häufiger in Unfälle verwickelt. Das schlägt sich in hohen Typklassen nieder – und verteuert die Versicherung. Grundsätzlich gilt: Je höher die Typklasse, desto höher das Schadensrisiko und desto höher die Versicherungsprämie.

Die Typklassen reichen in der Haft­pflicht­ver­si­che­rung von 10 bis 25. Welcher Typklasse ein Fahrzeug zugeordnet wird, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel vom jeweiligen Baujahr und der Motorisierung.

Prüfe vor einem Autokauf auf autoampel.de oder auf den Seiten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die jeweilige Typklasse Deines Autos und vergleiche diese mit ähnlichen Fahrzeugen. Achte besonders auf die genaue Typbezeichnung Deines Autos, denn es unterscheiden sich beispielsweise die Typklassen eines Golf IV um bis zu vier Stufen, je nach PS-Zahl und Baujahr. Wähle ein Auto mit einer niedrigeren Typklasse, um bei der Versicherungsprämie Geld zu sparen.

Tipp 10: Verzichte auf die Kasko bei sehr alten Autos

Eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist für jedes Auto in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Kaskoversicherungen hingegen sind freiwillig. Der Abschluss einer Vollkaskoversicherung hat bei älteren Autos mit geringem Restwert keinen Sinn. Sie lohnt sich meist nur, wenn das Auto jünger als fünf Jahre ist. Bleibt die Frage nach der Teil­kas­ko­ver­si­che­rung. Dabei solltest Du vor allem drei Faktoren beachten: den Restwert Deines Autos, den Preis der Teil­kas­ko­ver­si­che­rung und die Frage, ob Du in finanzielle Schwierigkeiten kommst, wenn es gestohlen wurde.

Vergleiche Angebote mit und ohne Teil­kas­ko­ver­si­che­rung. Und wäge ab, ob die zusätzlichen Kosten in einem vertretbaren Verhältnis zum Restwert Deines Autos stehen. Überlege außerdem, ob Du eine höhere Selbstbeteiligung wählen kannst, um die Prämie zu senken. In einer Finanztip-Untersuchung von 2018 haben wir festgestellt, dass ein Eigenbehalt von 500 Euro je Schadensfall ordentlich Beitrag spart. Wenn jetzt der Restwert des Fahrzeugs noch deutlich über dem liegt, was Du im Schadensfall ohnehin selbst tragen musst, dann lohnt die Teilkasko durchaus.

Beachte, dass eine Teil­kas­ko­ver­si­che­rung in der Regel nur für folgende Schadensfälle aufkommt:

  • Diebstahl,
  • Brand, Explosion,
  • Sturm, Hagel, Überschwemmung,
  • Zusammenstöße mit Haarwild.

Dein Weg zur günstigsten Autoversicherung

Die günstigste Autoversicherung findest Du, wenn Du mehrere Anbieter vergleichst. Unser großer Portaltest hat ergeben, dass Du am besten mindestens zwei Vergleiche kombinierst. Denn nicht alle Versicherer sind auch auf allen Vergleichsportalen vertreten.

Spare mit einer Kombination von Vergleichsportal und Direktversicherer. Berechne zunächst die günstigste passende Kfz-Versicherung auf entweder Check24 oder Verivox. Berechne dann ein Angebot bei der Huk24. Schließe den Vertrag beim günstigsten Anbieter. Wie Du auf einem Vergleichsportal die passende Kfz-Versicherung findest, erklären wir in unserem Ratgeber zum Wechsel der Kfz-Versicherung.

Verivox
Vergleich Kfz-Versicherungen
  • Finanztip-Untersuchung 2021: in 14 von 32 Abfragen günstigsten Tarif angezeigt (August/September 2021)
  • geringe Aufschläge gegenüber günstigen Preisen anderer Anbieter
  • Abschluss direkt auf dem Portal möglich
  • deckt nicht den gesamten Markt ab
  • Preisvergleich bei Schaden im laufenden Jahr nicht problemlos möglich
Check24
Vergleich Kfz-Versicherungen
  • Finanztip-Untersuchung 2021: in 10 von 32 Abfragen günstigsten Tarif angezeigt (August/September 2021)
  • geringe Aufschläge gegenüber günstigen Preisen anderer Anbieter
  • Abschluss direkt auf dem Portal möglich
  • Preisvergleich auch bei Schaden im laufenden Jahr möglich
  • deckt nicht den gesamten Markt ab
Huk24
Kfz-Versicherung
  • Finanztip-Untersuchung 2021: in 13 von 32 Anfragen günstigsten Tarif angezeigt (August/September 2021)
  • Abschlussmöglichkeit direkt beim Anbieter
  • nicht auf den gängigen Vergleichsportalen vertreten
  • Gefahr für hohe Aufschläge, da Abfrage beim einzelnen Anbieter: zusätzlicher Preisvergleich auf Vergleichsportal ist nötig

Du kannst mit den Portalen nicht gleichzeitig Angebote für mehrere Fahrzeuge abrufen. Falls Du also die Beiträge für mehrere Autos berechnen willst, um eine Familienversicherung abzuschließen, musst Du Dir die Angebote individuell von Deinem Versicherer einholen.

Unser Podcast zum Thema

So haben wir gerechnet

Für unsere Stichprobe „Führerschein mit 17“ im Juli 2016 haben wir Preise für neun verschiedene Fahrerprofile erhoben. Drei waren auf das Auto der Eltern versichert, drei versicherten einen Zweitwagen über die Eltern und drei Fahrer versicherten ein eigenes Auto. Für alle Profile haben wir auf dem Portal Nafi-Auto Preise abgefragt. Dabei haben wir das Alter variiert und Preise für Fahrer im Alter zwischen 17 und 21 Jahren ermittelt – jeweils mit der Option Führerschein mit 17 oder Führerschein mit 18 Jahren.

Anhand der zehn günstigsten Ergebnisse pro Abfrage haben wir Durchschnittswerte und Abweichungen errechnet. Die obige Tabelle ist ein Auszug aus den Ergebnissen.

* Was der Stern bedeutet:

Finanztip gehört zu 100 Prozent der gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.

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Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

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