D1-Netz Anbieter

Die günstigsten Handytarife im sehr guten Telekom-Netz

Arne Düsterhöft
& Co-Autor
07. Dezember 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Telekom hat das beste Handynetz in Deutschland (D1-Netz). Das hat seinen Preis: Bei der Telekom selbst zahlst Du oft 10 bis 20 Euro mehr im Monat als bei den anderen Netzbetreibern.
  • Doch auch im D1-Netz gibt es preiswerte Angebote: Bei Mobilfunk-Discountern wie Congstar telefonierst und surfst Du auch im besten Netz, die Tarife sind aber häufig günstiger als bei der Telekom selbst.
So gehst Du vor
  • Als erstes solltest Du herausfinden, wie gut die Netzabdeckung der Telekom und die der anderen Netzbetreiber an Deinem Wohnort ist. Das geht zum Beispiel mit der Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur.
  • Reicht Dir auch die Netzabdeckung von Vodafone (D2) oder Telefónica (O2), brauchst Du nicht unbedingt einen teuren Tarif im D1-Netz.
  • Willst Du hingegen den besten Handyempfang, dann kannst Du den Finanztip-Handyrechner so einstellen, dass er Dir ausschließlich Anbieter im Telekom-Netz anzeigt.

Zum Tarifrechner

  • Die Telekom baut massiv am neuen 5G-Netz. Trotzdem steckt es noch in den Kinderschuhen. Achte lieber darauf, dass Dein Tarif das LTE-Netz (4G) voll nutzen kann.

Das beste Netz – mit diesem Versprechen wirbt die Telekom. Und offenbar stimmt es auch, wie regelmäßige Netztests bestätigen. Also alle nichts wie los zur Telekom? Nicht so eilig! Denn besonders in vielen Großstädten können die anderen Netzbetreiber Vodafone und Telefónica oft mit der Netzabdeckung der Telekom mithalten – und das zu einem deutlich günstigeren Preis.

Wie gut ist die Netzabdeckung der Telekom?

Geht es nach den Expertentests der Technikmagazine, hat die Telekom die beste Netzabdeckung zu bieten. Das Handynetz der Telekom, auch D1-Netz genannt, räumt seit Jahren einen Testsieg nach dem anderen ab. Auch in der Bewertung der Bundesnetzagentur schneidet das Telekom-Netz am besten ab.

Allerdings unterscheidet sich die Netzabdeckung je nach Region erheblich. Wie gut das Handynetz an Deinem Wohnort ausgebaut ist, kannst Du mit der offiziellen Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur nachschauen. Am besten kannst Du den Handyempfang einschätzen, wenn Du Dir die D1-Netzabdeckung vom LTE-Netz anzeigen lässt. Die älteren Netze 3G und 2G dienen mittlerweile eher als Sicherungsnetze.

Die Karte wird mit den Mobilfunkdaten der Netzbetreiber erstellt und zusätzlich mit der Funkloch-App der Bundesnetzagentur überprüft. Mit der Test-App kannst Du auch Deinen aktuellen Handyempfang testen und Funklöcher melden. Damit hilfst Du der Bundesnetzagentur, die Mobilfunk-Karte zu verbessern.

Um herauszufinden, welches Handynetz Du aktuell verwendest, kannst Du Deine Nummer etwa bei netz-abfrage.de eingeben.

So gut sind die einzelnen Netze

Wie gut ist das D1-Netz wirklich?

Die Fachzeitschriften „Connect“ und „Chip“ schicken einmal im Jahr ihre Tester quer durchs Land und prüfen die Qualität der Handynetze in Deutschland. Die Tester führen Telefonate und prüfen die Internetverbindung. Dabei berücksichtigen sie städtische wie ländliche Gebiete, sie testen auf der Autobahn und bei Fahrten mit der Bahn.

Die beiden Fachzeitschriften „Connect“ und „Chip“ sehen das Netz der Deutschen Telekom vor den Konkurrenten, sowohl bei der Sprachqualität als auch bei der Datenverbindung. Die Telekom geht bereits seit vielen Jahren als Sieger aus den Netztests hervor. Doch mit nur wenig Abstand folgt auf dem zweiten Platz das Handynetz von Vodafone (D2-Netz). Die Netze werden manchmal zusammengefasst als D-Netz bezeichnet.

Knapp dahinter folgt das Telefónica-Netz (O2-Netz) auf dem dritten Platz. Seit einigen Jahren verringert der Netzbetreiber den Abstand zu seinen Konkurrenten: In vielen Städten hat Telefónica fast zu Telekom und Vodafone aufgeschlossen. Auf dem Land schwächelt der günstige Anbieter hingegen immer noch.

So schneiden die Handynetze im Netztest von Connect ab

NetzNotegesamt
(von 1.000)
Internet
(von 480)
Telefon
(von 320)

Verfügbarkeit

(von 200)

1. Telekom (D1)sehr gut926435312179
2. Vodafone (D2)sehr gut876398303175
3. Telefónica (O2)sehr gut852399291162

Quelle: Connect (Stand: Dezember 2020)

So schneiden die Handynetze im Netztest von Chip ab

NetzNotegesamt
(Schulnote)
InternetTelefonVerfügbarkeit
1. Telekom (D1)sehr gut1,31,31,21,3
2. Vodafone (D2)sehr gut1,41,41,31,5
3. Telefónica (O2)gut1,61,41,41,9

Quelle: Chip (Stand: Dezember 2020)

Was bietet mehr für seinen Preis: D1-Netz oder D2-Netz?

Das D1-Netz der Telekom liegt in den Netztests knapp vor dem D2-Netz von Vodafone. Das Telekom-Netz ist sowohl in Großstädten als auch in Kleinstädten und auf Autobahnen einfach immer ein bisschen schneller und stabiler als das der anderen Netzbetreiber. Der Unterschied fällt vielerorts allerdings sehr gering aus.

Den kleinen Qualitätsvorsprung lässt sich die Telekom gut bezahlen. Die Tarife im D2-Netz von Vodafone sind sehr oft günstiger als im D1-Netz. Deutlicher ist der Abstand der beiden D-Netze zum O2-Netz des dritten Netzbetreibers in Deutschland, Telefónica. Bist Du wenig in Deutschland unterwegs und die Netzabdeckung von Vodafone (D2) oder Telefónica (O2) reichen bei Dir im Ort aus, brauchst Du nicht unbedingt einen teuren Tarif im D1-Netz.

Mehr über die Unterschiede zwischen den Netzen erfährst Du auch in unserem direkten Netzvergleich.

Wo findest Du günstige Tarife im Telekom-Netz?

Die Magentamobil-Tarife, wie die Telekom ihre Handytarife nennt, lohnen sich eigentlich nur, wenn Du auch alle Extras voll ausreizt. Mit der Flatrate für W-Lan-Hotspots, Musik- und Video-Streaming („Streamon“) sowie 5G-Empfang setzt Telekom ganz klar auf Premiumkunden, die bereit sind, einiges draufzuzahlen.

Willst Du hingegen einfach nur einen günstigen Tarif im besten Handynetz, brauchst Du keinen Premiumtarif der Telekom. Finanztip recherchiert für Dich regelmäßig die preiswerten Alternativen im Telekom-Netz. Denn auch Drittanbieter wie Klarmobil, Congstar oder Freenetmobile bieten preiswerte Tarife im D1-Netz an.

Selbst viele Supermärkte haben billige Prepaid-Tarife im Telekom-Netz in den Regalen. Solche Prepaid-Tarife eigenen sich besonders, wenn Du eher selten zum Handy greifst.

Das neue 5G-Netz steckt noch in den Kinderschuhen

Vor allem beim Ausbau des neuen 5G-Netzes legt die Telekom gewaltig Tempo vor und lässt sowohl Vodafone als auch Telefónica weit hinter sich. Nach dem LTE-Netz (4G) wird 5G das Handynetz der Zukunft werden. Allerdings ist auch bei der Telekom das 5G-Netz noch nicht so weit ausgereift, als dass es bei der Suche nach einem guten Handytarif eine große Rolle spielen sollte.

Achte lieber darauf, dass Dein Tarif und Dein Handy LTE-Empfang haben und Du auch per LTE telefonieren kannst (Voice over LTE genannt). Ein Smartphone muss schon wirklich alt sein, damit es nicht mit LTE umgehen kann. Doch vor allem viele Klapphandys und Surfsticks haben immer noch keinen LTE-Empfang. Ohne LTE-Empfang sieht auch das Telekom-Netz ziemlich alt aus.

Finanztip-Tarifrechner: Hier findest Du den besten Tarif

Welche Netzanbieter bevorzugst Du?

Wir haben die Netze nach ihrer durchschnittlichen Leistungsfähigkeit sortiert. Die Netzqualität unterscheidet sich lokal. Prüfe die Abdeckung an Orten, wo Du Dich häufig aufhältst.

Was ist Dir wichtiger: Flexibilität oder Preis?

Eine kürzere Vertragslaufzeit kann die Kosten etwas erhöhen. Prepaid-Karten eignen sich etwa für Kinder.

Wie viele Minuten telefonierst Du monatlich?
Allnet-Flat

Hinweis: Finanztip empfiehlt eine Allnet-Flat ab etwa 250 Minuten.

Wie viel Datenvolumen benötigst Du?
LTE / 4G

Hinweis: Für Smartphones empfiehlt Finanztip grundsätzlich LTE.

Der Finanztip-Handy-Tarifrechner basiert auf Daten des Dienstleisters Tariffuxx aus Fuchstal (Bayern), da der Dienstleister in unserem Vergleich gut abgeschnitten hat. Diese Daten filtern wir mit unseren Parametern so, dass Du ein verbraucherfreundliches Ergebnis nach Finanztip-Kriterien bekommst.

Die Auswahl der angebotenen Tarife erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir ebenfalls keine Haftung.

Autor
Arne Düsterhöft
& Co-Autor
Daniel Pöhler

07. Dezember 2020


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