Das Wichtigste in Kürze
- Telefónica betreibt mit dem O2-Netz das Handynetz, in dem Du oft die günstigsten Tarife findest. Das Netz ist aus dem Zusammenschluss der früheren Netze von E-Plus und O2 entstanden und wird deshalb teils noch E-Netz genannt.
- In Netztests lag das O2-Netz lange hinter Telekom und Vodafone. Inzwischen hat O2 aber deutlich aufgeholt; je nach Test liegt es knapp hinter Vodafone oder gleichauf.
- Gerade in Städten ist das Telefónica-Netz mittlerweile für viele Menschen ausreichend. Auf dem Land schwächelt O2 weiterhin.
So gehst Du vor
- Entscheidend ist, wie gut das Netz bei Dir vor Ort ist. Verschaff Dir mit der Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur einen Überblick darüber, wie sich das O2-Netz in Deiner Nachbarschaft schlägt.
- Hat O2 bei Dir zuhause eine gute Netzabdeckung, dann hast Du gute Chancen, einen günstigen Handytarif zu finden. Den Finanztip Handytarif-Rechner kannst Du bequem auf das O2-Netz voreinstellen.
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Wie gut ist das O2-Netz bei Dir vor Ort?
Auf der offiziellen Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur kannst Du kontrollieren, wie gut die einzelnen Netze bei Dir in der Nachbarschaft sind. Die Karte basiert auf Angaben der Netzbetreiber nach Vorgaben der Bundesnetzagentur; Verbraucherhinweise und Messungen helfen der Behörde, die Angaben zu überprüfen. Die Finanztip Grafik oben kannst Du nutzen, um einen Eindruck zu erhalten, wie viel Prozent der Fläche das O2-Netz bei Dir vor Ort im Landkreis abdeckt.
Bist Du Dir nicht sicher, wie gut das O2-Netz bei Dir vor Ort ist, mach am besten selbst den Netztest. Mit der Mobilfunk-Check-App der Bundesnetzagentur kannst Du Deinen aktuellen Handyempfang testen und Funklöcher melden. So hilfst Du der Bundesnetzagentur auch, die Mobilfunk-Karte zu verbessern.
Was, wenn Du schlechte Netzabdeckung erwartest?
Falls das O2-Netz bei Dir eher dürftig ausfällt, hast Du im D2-Netz von Vodafone wahrscheinlich mehr Erfolg. Auch mit einem Tarif bei 1&1 kannst Du vielerorts von der Netzabdeckung von Vodafone profitieren, weil 1&1 aktuell die Vodafone-Antennen mitnutzen darf. Wenn auch das nicht reicht, bleibt noch das beste – und teuerste – Netz: das D1-Netz der Telekom.
Kannst Du das O2-Netz unverbindlich testen?
O2 bietet einen Monat lang eine kostenlose Sim-Karte zum Testen des Netzes mit unbegrenztem Datenvolumen. Dabei fallen keinerlei Kosten an. Die Karte wird zum Ende der Laufzeit automatisch deaktiviert.
Die Karte ist also eine gute Möglichkeit, unverbindlich das Netz zu testen. Wenn Du in Deiner Region damit guten Handyempfang hast, dann spricht nichts gegen einen günstigen Tarif im Telefónica-Netz.
Welches Handynetz nutzt Du gerade?
Um herauszufinden, welches Handynetz Du aktuell verwendest, kannst Du Deine Nummer etwa bei netz-abfrage.de eingeben.
Dort wird Dir angezeigt, in welchem Netz Du unterwegs bist und aus welchem Netz Deine Nummer ursprünglich stammt, wenn Du zwischenzeitlich den Anbieter gewechselt hast.
Wie gut ist das O2-Netz?
Das O2-Netz ist inzwischen gut, vor allem in größeren Städten, reicht aber insgesamt noch nicht ganz an die Telekom heran. In aktuellen Netztests der Fachmagazine Connect und Chip liegt die Telekom vorn, während Vodafone und Telefónica/O2 dahinter folgen. Das im Dezember 2023 gestartete 1&1-Netz befindet sich noch im Aufbau und wird von den Netztests aktuell außer Konkurrenz betrachtet.
O2 hat in den vergangenen Jahren deutlich aufgeholt. Gerade in größeren Städten ist der Empfang inzwischen oft mit Vodafone vergleichbar. Während Chip Vodafone noch knapp vor O2 sieht, bewertet Connect die beiden Netze gleichauf. Die Telekom bleibt in Sachen Sprachqualität, erfolgreiche Downloads sowie in der Gesamtwertung weiter vor den anderen Netzbetreibern.
Wie gut ist die Netzabdeckung in der Stadt?
In Großstädten ist die Netzqualität von O2 inzwischen so stark verbessert worden, dass die Unterschiede zu Vodafone und Telekom im Alltag oft kaum noch auffallen. Zwar erreicht die Telekom in aktuellen Netztests weiterhin die besten Gesamtwerte, doch O2 und Vodafone liegen in vielen Stadt-Szenarien dicht beieinander.
Laut Connect erzielt O2 bei Datenmessungen in Großstädten im Auto ähnliche Ergebnisse wie Vodafone und schneidet bei Messungen zu Fuß teilweise sogar etwas besser ab. Auch bei der Telefonie bewegen sich alle drei Netze auf einem hohen Niveau, wobei O2 nur knapp hinter Telekom und Vodafone liegt.
Für Dich bedeutet das: Nutzt Du Dein Smartphone hauptsächlich in der Stadt, kann ein günstigerer Tarif im O2-Netz problemlos ausreichen.
Wie gut ist die Netzabdeckung auf dem Land?
Die Netzabdeckung von O2 auf dem Land hat sich in den vergangenen Jahren zwar deutlich verbessert, erreicht aber in einigen Landstrichen weiterhin nicht ganz das Niveau von Telekom. Die Telekom bietet in ländlichen Regionen, auf Straßen und entlang vieler Bahnstrecken meist die stabilsten Verbindungen.
Chip zufolge erreicht O2 bei schnellen mobilen Datenverbindungen auf Landstraßen und Autobahnen deutlich seltener hohe Downloadraten von mindestens 100 MBit/s als Vodafone und Telekom. Laut Connect liegen Vodafone und O2 in mehreren Bereichen inzwischen näher zusammen, dennoch zeigen aktuelle Tests weiterhin Unterschiede bei der Geschwindigkeit.
Wohnst Du auf dem Land oder bist häufig unterwegs, sind Telekom und vielerorts auch Vodafone und 1&1 deshalb oft die verlässlichere Wahl.
Welche Rolle spielt das 2G-Netz heute noch?
Das 2G-Netz dient für Handys heute vor allem als Reserve, wenn moderne Mobilfunk-Technologien wie 4G und 5G nicht verfügbar sind. Damit kannst Du aber meist höchstens telefonieren und SMS versenden, surfen ist nur sehr langsam möglich. Relevant ist 2G heute vor allem noch für einige ältere Geräte, etwa Zahlungsterminals, Notrufsysteme in Autos oder Aufzügen sowie andere vernetzte Geräte.
Die Technik stammt aus den 1990er-Jahren und ist inzwischen deutlich veraltet. Die moderneren 4G- und 5G-Netze sind leistungsfähiger und effizienter. Deshalb wollen Telekom, Vodafone und O2 ihre 2G-Netze nach eigenen Angaben 2028 abschalten. O2 hat seinen Abschaltungstermin als letzter der drei Netzbetreiber im Juni 2026 angekündigt.
Das 3G-Netz, der direkte Nachfolger von 2G, haben die Mobilfunkbetreiber bereits 2021 abgeschaltet.
Kannst Du im O2-Netz noch MMS verschicken?
Ab 1. Juli 2026 ist es nicht mehr möglich, MMS im O2-Netz zu senden oder zu empfangen. Das hat der Netzbetreiber mitgeteilt. Auch die Telekom und 1&1 haben bestätigt, dass sie den Standard Ende Juni 2026 abschalten. Vodafone hat den Dienst bereits 2023 abgeschaltet.
Als Alternative bieten die Netzbetreiber Rich Communication Services (RCS). Diese Nachrichten verschickst Du über dieselbe App wie SMS. Sie sind kostenlos, verbrauchen aber Datenvolumen, genau wie Nachrichten über Whatsapp oder andere Messenger.
MMS wurden in den 2000er-Jahren eingeführt, damit Du Bilder und Videos per Handy versenden kannst. Durch bald aufkommende kostenlose Alternativen wie E-Mail sowie Messenger-Dienste wie Whatsapp konnten sie sich aber nie dauerhaft durchsetzen.
Nicht zuletzt lag das auch an den Kosten, denn MMS waren üblicherweise nicht Teil von Allnet-Flats und konnten pro Nachricht 39 Cent kosten.
Wo findest Du die günstigsten Handytarife im O2-Netz?
Am besten schließt Du einen Vertrag oder Prepaid-Tarif bei einem Discounter im O2-Netz ab, denn die sind oft günstiger als die Optionen bei O2 selbst. Telefónica Deutschland betreibt das O2-Netz. O2 ist dabei die bekannte Mobilfunkmarke von Telefónica. Zu den Anbietern im O2-Netz gehören O2-Eigenmarken wie Blau oder Fonic, aber auch andere Anbieter wie zum Beispiel Aldi Talk oder Smartmobil.
Egal bei welchem der zahlreichen Anbieter Du Deinen Handytarif abschließt, Du surfst und telefonierst immer bei einem der Netzbetreiber Telefónica, Vodafone, 1&1 oder Telekom – zahlst dafür häufig aber merklich weniger.
Lohnt sich ein Vertrag bei O2 selbst?
Ein Vertrag bei O2 direkt lohnt sich für die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher nicht. O2 selbst bietet vor allem umfangreiche Handytarife an, die nur die wenigsten im Alltag tatsächlich ausreizen. So gibt es bei O2 die höchstmögliche Surfgeschwindigkeit, Optionen wie Multi-Sim für die Nutzung von mehreren Geräten mit demselben Datenvolumen und den sogenannten Grow-Vorteil, durch den Dein Datenvolumen jedes Jahr automatisch größer wird. Diese Vorteile stehen aber in keinem Verhältnis zu den zusätzlichen Kosten.
Hast Du bei Tarifen vom Discounter im O2-Netz Nachteile?
Bei Discountern bekommst Du oft nur eine niedrigere Surfgeschwindigkeit und der Kundenservice ist etwas unpersönlicher als bei den Netzbetreibern. Viele Discounter sparen sich zum Beispiel den Mobilfunk-Shop in der Einkaufsstraße.
Die geringere Geschwindigkeit ist im Alltag aber kein Problem. Wie ein Blick in den Finanztip-Tarifrechner verrät, erhältst Du bei den meisten Tarifen 50 bis 100 Mbit/s. Da Du bei begrenzten Datenvolumen wahrscheinlich sowieso keine großen Datenmengen herunterlädst, ist das im Alltag ausreichend.
Wenn Du einen günstigen Handytarif suchst, der Dir vor allem in der Stadt gute Dienste leisten soll, dann findest Du bei den Drittanbietern im O2-Netz leicht etwas für unter zehn Euro im Monat.
Das aktuell beste Schnäppchen findest Du mit unserem Tarifrechner. Über kurzfristige Sonderaktionen berichten wir regelmäßig in unserem Newsletter.
Wie stellst Du den Finanztip-Rechner gezielt auf O2 ein?
Um nur Tarife im O2-Netz zu finden, wähle im Finanztip-Tarifrechner alle anderen Netze als Auswahl ab. Dann werden Dir bei den Ergebnissen nur noch Tarife im Telefónica-Netz gezeigt.
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