O2 Telefónica-Netz

Handytarife im O2-Netz sind günstig bei lückenhafter Netzabdeckung

Arne Düsterhöft
& Co-Autor
Stand: 18. April 2019
Das Wichtigste in Kürze
  • Telefónica betreibt und nutzt das O2-Netz, auch E-Netz genannt. In den Netztests landet das O2-Netz von Telefónica regelmäßig auf dem dritten Platz hinter Telekom und Vodafone.
  • Handytarife im O2-Netz sind günstiger als Tarife in den Konkurrenznetzen.
  • Durch den fortgeschrittenen Zusammenschluss des O2- und E-Plus-Netzes hat sich die Netzabdeckung im Jahr 2018 besonders in den Städten sehr verbessert.
  • Auf dem Land ist die O2-Netzabdeckung oft unzureichend.
So gehen Sie vor
  • Handynetz prüfen: Testen Sie die O2-Netzabdeckung in Ihrer Heimatstadt und an Orten, an denen Sie sich häufig aufhalten.
  • Tarif raussuchen: Ist der Empfang gut, können Sie einen günstigen O2-Handytarif ins Auge fassen. Wir empfehlen dafür unseren Handy-Tarifrechner.

Zum Tarifrechner

Die günstigsten Handytarife am Markt nutzen fast alle das O2-Netz. Wer vor allem aufs Geld schaut oder schauen muss, fragt sich wahrscheinlich: Wie gut ist das O2-Netz ausgebaut? Wie ist die O2-Netzabdeckung in meiner Nachbarschaft? Das ist entscheidend dafür, ob günstige O2-Handytarife das Richtige für Sie sind und Sie damit zufrieden sein werden.

Reicht ein O2-Tarif für mich aus?

Eine ordentliche Allnet-Flat im O2-Netz bekommen Sie bereits für unter 10 Euro im Monat. In den D-Netzen kostet ein vergleichbarer Handytarif um die 25 Euro. Gerade in den Städten hat sich 2018 die O2-Netzabdeckung wesentlich verbessert. Sofern Sie an Ihrem Wohn- und Arbeitsort mit O2 guten Empfang haben und sich nur selten auf dem Land aufhalten, spricht einiges dafür, den günstigen O2-Handytarif zu wählen. Verbraucherfreundliche Angebote finden Sie mit unserem Handy-Tarifrechner.

Mehr dazu im Artikel über unseren Handy-Tarifrechner:

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O2-Netzabdeckung ist lückenhaft

Viele Handytarife im O2-Netz sind deutlich günstiger als entsprechende Angebote in den D-Netzen. Nicht ohne Grund: Die Netzqualität bei Telefónica ist niedriger als beim D1- und D2-Netz von der Telekom und von Vodafone.

Telefónica konzentriert seinen Netzausbau auf die Filetstücke mit besonders vielen potentiellen Kunden. Der Handyempfang im O2-Netz – auch E-Netz genannt – ist daher vor allem in den Großstädten mittlerweile recht ordentlich. In ländlichen Regionen, auf Zugstrecken und Autobahnen weist das E-Netz allerdings noch große Lücken auf. Wenn Sie sich jedoch nur selten in den weißen Flecken der O2-Landkarte aufhalten, dann bemerken Sie die Nachteile von der lückenhaften O2-Netzabdeckung relativ wenig.

Kein Tarif im O2-Netz ist ohne LTE

Egal bei welchem Anbieter Sie sind, sie surfen und telefonieren immer in einem der drei deutschen Handynetze O2 (Telefónica), Vodafone oder Telekom. Doch Telefónica war einer der ersten Netzbetreiber, der auch den Discountern Zugang zu seinem LTE-Netz gewährt hat. Auch wenn die Tarife der Drittanbieter auf dem Papier nicht ganz so schnell im mobilen Internet unterwegs sind, merken Discounter-Kunden im Alltag kaum einen Unterschied zu den Premiumtarifen von O2. In den D-Netzen müssen Kunden für den LTE-Empfang hingegen häufig extra zahlen.

Connect-Netztest 2018/2019

NetzNoteGesamt
(von 1.000)
Internet
(510)
Telefon
(340)
Crowd

(150)

1. Telekom (D1)sehr gut888

461

316111
2. Vodafone (D2)gut81040830498
3. Telefónica (O2)befriedigend68034926368

Quelle: Connect (Stand: Dezember 2018)

Chip-Netztest 2018/2019

NetzNoteGesamt
(Schulnote)
InternetTelefonieren
1. Telekom (D1)sehr gut1,361,391,3
2. Vodafone (D2)sehr gut1,461,551,35
3. Telefónica (O2)gut2,222,262,16

Quelle: Chip (Stand: Dezember 2018)

Netztest der Stiftung Warentest 2017

NetzNoteGesamt
(Schulnote)
InternetTelefonieren
1. Telekom (D1)gut1,91,91,9
2. Vodafone (D2)gut2,22,22,2
3. Telefónica (O2)befriedigend2,62,62,6

Quelle: Stiftung Warentest (Stand: 16. Juni 2017)

Handyempfang selber testen

Die Endnoten der Netztests geben lediglich die durchschnittliche Abdeckung und Qualität der drei Handynetze in Deutschland wieder. Wie stabil und zuverlässig ein Handynetz für Sie persönlich ist, hängt entscheidend vom Ausbau vor Ort ab. Prüfen Sie daher die Netzabdeckung an den Orten, an denen Sie sich häufig aufhalten, etwa an Ihrem Wohnort und am Arbeitsplatz.

Ihren aktuellen Handyempfang können Sie mit der offiziellen Test-App der Bundesnetzagentur herausfinden. Aber Vorsicht: Mit jedem Speedtest beanspruchen Sie auch Ihr Datenvolumen. Die Bundesnetzagentur nutzt die erhobenen Daten langfristig für einen ausführlichen Netzvergleich.

Ein Prepaid-Tarif ist eine gute Möglichkeit, mal ein, zwei Monate unverbindlich die Netzabdeckung im O2-Netz auszutesten. Falls Sie dabei bemerken, dass Sie mit dem Handyempfang unzufrieden sind, haben Sie wahrscheinlich mehr Erfolg im D2-Netz von Vodafone. Wenn auch das nicht reicht, wechseln Sie ins beste – und teuerste – Netz: zur Telekom mit dem D1-Netz.

Einen Überblick über die O2-Netzabdeckung finden Sie auf der Website von O2 oder im Mobilfunk-Atlas von „Computer Bild“.

Netzabdeckung im Vergleich am Beispiel Norddeutschlands

Gibt es noch einen Unterschied zwischen E-Plus und O2?

Seit 2014 legt Telefónica die Netze von E-Plus und O2 zusammen. Wer also noch einen alten Handytarif von E-Plus hat, nutzt auch das O2-Netz. Der Zusammenschluss der beiden Netze wurde 2018 fast beendet, wodurch sich auch die Netzabdeckung in diesem Jahr wesentlich gebessert hat. Die E-Plus-Netzabdeckung ist damit identisch mit der des O2-Netzes.

Neben O2 und E-Plus gibt es noch eine Vielzahl weiterer Drittanbieter, die auch das O2-Netz von Telefónica nutzen. Denn der Netzbetreiber vermietet Kapazitäten seines O2-Netzes an Billiganbieter wie Aldi Talk oder Galeriamobil, die damit ihrerseits günstige Mobilfunktarife vertreiben.

Darüber hinaus besitzt der Mobilfunkanbieter Drillisch eigene Netzkapazitäten im O2-Netz. Drillisch ist also nicht darauf angewiesen, dass Telefónica ihm Zugang zum O2-Netz gewährt, sondern kann das Netz für seine eigenen Handytarife nutzen.

Autor
Arne Düsterhöft
& Co-Autor
Daniel Pöhler

Stand: 18. April 2019


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