LTE-Tarife

Mit dem Handy günstig im LTE-Netz surfen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Mobilfunk-Standard LTE ermöglicht eine höhere Surfgeschwindigkeit mit dem Smartphone und oft auch einen besseren Empfang.
  • Die hessische Firma Drillisch bietet unter zahlreichen Markennamen günstige LTE-Tarife im Telefónica-Netz an.
  • Diese enthalten jedoch oft Fallstricke: Wer zu viel surft, muss für teures Zusatz-Datenvolumen zahlen – die sogenannte Datenautomatik.
  • LTE-Tarife im D-Netz (Telekom und Vodafone) kosten etwas mehr, haben dafür aber eine bessere Netzqualität.
  • Es ist in der Regel günstiger den Tarif einzeln abzuschließen und das Handy ohne Vertrag zu kaufen.
  • LTE gibt es auch für den Internetanschluss Zuhause. In einem eigenen Ratgeber finden Sie LTE-Tarife für daheim.

So gehen Sie vor

  • Vieltelefonierer im O2-Netz

LTE 3000 von Maxxim für monatlich 8,99 Euro

  • Sparsame Handynutzer im D-Netz:

Magentamobil Start M (Telekom) für 10,82 Euro im Monat

Callya Smartphone Special (Vodafone) für 10,86 Euro im Monat

  • Für Vieltelefonierer im D-Netz:

LTE-Tarif Callya Smartphone Allnet-Flat (Vodafone) für monatlich rund 24,50 Euro

Allnet Flat 2000 von Klarmobil (Telekom) für 24,99 Euro im Monat

  • Wenn Sie sich selbst einen Überblick über die günstigsten Tarife verschaffen wollen, nutzen Sie den Handy-Tarifrechner von Finanztip.
  • Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Ratgeber Handytarife.

Mit dem Mobilfunk-Standard LTE surfen Smartphone-Nutzer viel schneller im Internet als mit dem alten UMTS. Doch bis vor Kurzem kamen nur die Kunden der Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) in den Genuss des schnellen Internets. Die Unternehmen ließen sich das schnelle Surfen meist fürstlich bezahlen. Inzwischen bieten auch Mobilfunk-Discounter Tarife in dem Standard an. Dadurch wird LTE für viele Kunden erstmals erschwinglich.

Allnet-Flat für rund 10 Euro

Wer mit seinem Smartphone viel im Internet surft, Filme auf Youtube schaut und größere Anhänge herunterlädt, sollte einen Vertrag mit üppigem Datenvolumen wählen. Durchschnittlich verbraucht jeder Smartphone-Nutzer in Deutschland 850 Megabyte (MB) pro Monat. Doch eine anständige Flatrate für das mobile Internet sollte auch in den Monaten nicht an ihre Grenzen stoßen, in denen Sie mehr als sonst surfen.

Mit dem Tarif LTE 3000 von Maxxim gibt es momentan 3 Gigabyte (GB) für 8,99 Euro im Monat, samt Telefon- und SMS-Flatrate. Beim Abschluss müssen Sie einmalig 9,99 Euro zahlen. Schnäppchenjäger bleiben mit dem Tarif flexibel, da sie monatlich kündigen können, sobald sie die nächste Rabattaktion gefunden haben.

Der LTE-Zugang ermöglicht zwar eine schnelle Internetverbindung im O2-Netz, jedoch ist die maximale Geschwindigkeit mit 50 Mbit/s geringer als bei Vodafone oder Telekom. Achtung: Der Tarif enthält eine sogenannte Datenautomatik, die aber abschaltbar ist. Sobald das Inklusiv-Volumen erschöpft ist, werden für 2 Euro bis zu dreimal 100 MB nachgebucht. Die maximalen Extrakosten betragen also 6 Euro.

Den Antrag, die Datenautomatik auszuschalten, können Sie schriftlich oder telefonisch (06181/707 40 10) stellen. Oder Sie erledigen das im Online-Kundenbereich selbst. Maxxim ist eine Marke des Mobilfunk-Discounters Drillisch.

Drillisch Kunden können ihre Handyverträge erst acht Wochen nach Abschluss im Ausland nutzen. Mit einem Anruf bei der Hotline oder im online Bereich können sie die Nutzung bereits früher freischalten lassen.

Maxxim
LTE 3000 (Vertragstarif im O2-Netz)

  • Telefon- und SMS-Flatrate in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze
  • 3 GB Surfvolumen inklusive „persönlicher/mobiler Hotspot“ (Tethering)
  • LTE-Zugang
  • 8,99 € im Monat
  • monatlich kündbar
  • O2-Netz
  • Datenautomatik voreingestellt (abschaltbar)

Günstige LTE-Tarife von Telekom und Vodafone

Die günstigsten Handytarife gibt es vor allem in den Netzen von Telefónica (O2). Doch in den Tests der Fachmagazine „Connect“ und „Chip“ schneiden die Handynetze der Deutschen Telekom und von Vodafone (D-Netze) deutlich besser ab. Betrachtet man nur das LTE-Teilnetz in Deutschland, hat Vodafone leicht die Nase vorn. Bei der Gesamtnetzqualität führt hingegen die Telekom deutlich. Falls Sie beste Sprach- und Internetqualität wünschen, sollten Sie auf jeden Fall einen Tarif in einem der D-Netze wählen.

Telekom und Vodafone wissen um ihre bessere Qualität und verlangen entsprechend hohe Preise. Erst langsam öffnen die Netzbetreiber ihr LTE auch für Discounter-Angebote. Es gibt aber auch ein paar wenige LTE-Tarife der Telekom und von Vodafone, die flexibel kündbar sind und vergleichsweise wenig kosten. Die Angebote sind allerdings eher für Gelegenheitsnutzer geeignet. Sind Sie dagegen Vieltelefonierer und Internetnutzer, dann schauen Sie im nächsten Abschnitt nach einem passenden Tarif.

Preiswerte LTE-Tarife im D-Netz (Prepaid)

Telekom Magenta Mobil Start M Vodafone Callya Smartphone Special
Preis für 4 Wochen (pro Monat) 9,95 € (10,82 €) 9,99 € (10,86 €)
Tempo 300 Mbit/s 500 Mbit/s
Datenvolumen 1 GB 1,5 GB
Flatrate(s) Telekom-Handynetz und eine Festnetznummer nach Wahl Vodafone-Handynetz
Minuten und SMS außerhalb des eigenen Netzes 9 Cent 200 Einheiten inklusive, danach 9 Cent

Quelle: Anbieterangaben (Stand: 25. April 2018)

Telekom Magentamobil Start – Gespräche und SMS an andere Kunden im Telekom-Netz sind mit Magentamobil Start ohne Zusatzkosten möglich. Telefonate und Kurznachrichten in andere Netze kosten 9 Cent je Einheit. Eine Festnetznummer nach Wahl können Nutzer von Magentamobil Start kostenlos anrufen. Mit der 1.000-MB-Internet-Option Data Start M kostet der Tarif 9,95 Euro für 28 Tage oder vier Wochen beziehungsweise umgerechnet knapp 11 Euro pro Monat (Stand: 25. April 2018).

Zum LTE-Tarif lässt sich unterschiedlich viel Datenvolumen zubuchen. Kleine Tarife mit 100 bis 200 MB reichen nur für gelegentliches Surfen und E-Mail-Schreiben. 1 Gigabyte reicht für die meisten Nutzer aus, auch wenn Sie ab und an darauf schauen sollten, wie viel Volumen Sie im Monat noch übrighaben. Sonst drosselt die Telekom die Internetgeschwindigkeit am Ende des Monats drastisch. Solange die Geschwindigkeit nicht gedrosselt ist, liegt sie bei dem Schnellsten, was das Telekom-Netz derzeit hergibt: 300 Mbit/s.

Von weiteren Vorteilen der LTE-Netztechnik – besserer Empfang und niedrigere Netzauslastung – profitieren Prepaid-Kunden der Telekom genauso wie Nutzer der teuren Vertragsangebote. Telefonieren per LTE (VoLTE) ist hingegen mit Prepaid-Karten der Telekom nicht möglich. VoLTE soll den Akku schonen und die Sprachqualität verbessern.

Wir empfehlen Magentamobil Start unter folgenden Voraussetzungen:

  • Sie wollen einen günstigen LTE-Zugang im besten Handynetz,
  • die meisten Ihrer Kontakte nutzen das Telekom-Netz (Zielnetzabfrage zum Beispiel unter netz-abfrage.de),
  • mit Nutzern anderer Handynetze telefonieren und simsen Sie nur selten,
  • Sie kommen mit 1 Gigabyte Datenvolumen aus (W-Lan-Zugang in der Wohnung empfehlenswert).

Deutsche Telekom
Magenta Mobil Start M (Prepaid-Tarif)

  • LTE im Telekom-Netz (D1) mit bis zu 300 Mbit/s
  • 1 GB Datenvolumen
  • günstiger Grundpreis von 9,95 € für vier Wochen
  • Flat ins Telekom-Netz (Anrufe und SMS)
  • eine Festnetz-Nummer nach Wahl kostenlos anrufen
  • 9 Cent je Minute und SMS außerhalb des Telekom-Netzes

Vodafone Callya Smartphone Special - Konkurrent Vodafone, Zweiter in den Netztests, bietet bei seinen Prepaid-Tarifen, Callya genannt, ebenfalls eine LTE-Variante an. Ähnlich aufgebaut wie der Telekom-Tarif Magenta Mobil Start ist das Vodafone-Angebot Callya Smartphone Special.

In dem Tarif für knapp 11 Euro im Monat ist eine Datenflatrate von 1,5 Gigabyte enthalten. Zusätzlich zu einer Flatrate für Gespräche und SMS ins Vodafone-Netz sind 200 Gesprächsminuten oder SMS in andere Netze inklusive. Eine Flatrate für eine Festnetznummer nach Wahl wie beim Telekom-Pendant gibt es hingegen nicht (Stand: 25. April 2018).

Ein Nachteil gegenüber dem Telekom-Angebot ist das etwas schlechtere Gesamthandynetz von Vodafone. Es kann allerdings vorkommen, dass an Ihrem Wohnort das Vodafone-Netz besser ausgebaut ist als das der Telekom. VoLTE ist mit Prepaidkarten von Vodafone – wie bei der Telekom – nicht möglich.

Wir empfehlen den Tarif Vodafone Callya Smartphone Special unter folgenden Voraussetzungen:

  • Sie wollen einen preiswerten LTE-Zugang und das zweitbeste Handynetz ist okay für Sie,
  • viele Ihrer Kontakte nutzen das Vodafone-Netz (Zielnetzabfrage zum Beispiel unter netz-abfrage.de),
  • mit Nutzern anderer Handynetze telefonieren und simsen Sie ebenfalls gelegentlich,
  • Sie kommen mit 1 GB Surfvolumen aus (W-Lan-Zugang in der Wohnung empfehlenswert).

Vodafone
Callya Smartphone Special (Prepaid-Tarif)

  • LTE im Vodafone-Netz (D2) mit bis zu 500 Mbit/s
  • 1,5 GB Datenvolumen
  • günstiger Grundpreis von 9,99 € für vier Wochen
  • Flat ins Vodafone-Netz (Anrufe und SMS)
  • 200 Inklusiv-Einheiten in andere Netze
  • 9 Cent je Minute und SMS außerhalb des Vodafone-Netzes nach Verbrauch der 200 Inklusiv-Einheiten

Die besten Rundum-sorglos-Tarife mit LTE bei Telekom und Vodafone

Die Allnet-Flat-Angebote von Vodafone und Telekom sind vergleichsweise teuer. Einzelne LTE-Tarife im Prepaid-Bereich von Vodafone können aber auch mit Discountern mithalten. Unsere Empfehlungen für Vieltelefonierer und Internetsurfer sind die folgenden:

Vodafone Callya Smartphone Allnet-Flat - Die günstigste Allnet-Flat im Vodafone-Netz kommt von Vodafone selbst und kostet rund 24 Euro im Monat (22,50 Euro für vier Wochen). Die Callya Smartphone Allnet-Flat enthält 3 Gigabyte Datenvolumen und eine Telefonie- und SMS-Flatrate. Mit dem Prepaid-Tarif sind Sie nicht an einen Vertrag gebunden und laden im Vorfeld soviel Geld auf die Karte, wie Sie vertelefonieren wollen.

Klarmobil Allnet Flat 2000 - Der Discounter hängt es nicht an die große Glocke, dass seine Kunden mit der Allnet Flat 2000 auch das LTE-Netz der Telekom nutzen können. Daher ist der LTE-Tarif ein echter Geheimtipp im Telekom-Netz für 24,99 Euro im Monat. Allerdings schließen Kunden einen 24 Monatsvertrag ab. Im Tarif enthalten sind 2 Gigabyte Datenvolumen sowie eine Telefonie- und SMS-Flatrate. Kunden können den Vertrag erst nach sechs Wochen im Ausland nutzen. Um ihn früher freizuschalten, müssen sie einen Pfand von 95 Euro hinterlegen.

LTE-Tarife mit Allnet-Flat im D-Netz

Klarmobil Allnet Flat 2000 Callya Smartphone Allnet-Flat
Netz Telekom Vodafone
Preis pro Monat 24,99 € 24,47 €
Tempo 50 Mbit/s 500 Mbit/s
Datenvolumen 2 GB 3 GB
Flatrate(s) alle Netze alle Netze

Quelle: Anbieterangaben (Stand: 25. April 2018)

Vodafone
Callya Smartphone Allnet-Flat (Prepaid-Tarif)

  • Telefon- und SMS-Flatrate in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze
  • 3 GB Datenvolumen
  • LTE mit bis zu 500 Mbit/s
  • Vodafone-Netz (D2)
  • flexibel kündbar (prepaid)
  • 22,50 € für vier Wochen (24 € im Monat)

Klarmobil
Allnet Flat 2000

  • Telefon- und SMS-Flatrate in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze
  • 2 GB Datenvolumen
  • LTE mit bis zu 50 Mbit/s
  • Telekom-Netz (D1)
  • 25 € im Monat
  • Lange Laufzeit (24 Monat)

Klarmobil

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Congstar, Klarmobil und Otelo führen leise LTE-Tarife ein

Anfang 2018 starteten die Telekom-Tochter Congstar und der Discounter Klarmobil mit der „Highspeed-Option“ für wenige, ausgewählte Angebote ihre ersten LTE-Tarife im Netz der Telekom. Der LTE-Zugang im Telekom-Netz war zuvor allein Premiumkunden vorbehalten. Aus diesem Grund machen die Drittanbieter auch kein großes Aufsehen um die LTE-Tarife.

Kurz nach Congstar und Klarmobil folgte der Discounter Otelo im Vodafone-Netz. Auch er bewirbt seine LTE-Tarife nicht groß.

Mehr LTE-Tarife mit einem Vergleichsrechner finden

Noch mehr LTE-Angebote finden Sie mit unserem Handytarif-Vergleichsrechner. Wählen Sie die entsprechende Einstellung, um sich nur Tarife mit LTE-Zugang anzeigen zu lassen und vergleichen Sie diese miteinander.

Gutes Netz oder günstiges Netz
Wollen Sie alle Netzanbieter berücksichtigen oder bestimmte ausschließen?
Telekom
gut, teuer
Vodafone
ganz gut, relativ günstig
O2
E-Plus
ok, günstig

Was bedeutet LTE genau?

Die Abkürzung LTE steht für den etwas skurrilen englischen Begriff Long Term Evolution, zu Deutsch: langfristige Entwicklung. Dabei handelt es sich um den vierten Handynetz-Standard (4G) – nach A/B/C-Netz (1G), GSM (2G) und UMTS (3G). Während günstige UMTS-Tarife derzeit meist mit einem Tempo von 7,2 oder 14,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) angeboten werden, erreicht LTE in den schnellsten Discount-Tarifen jetzt schon bis zu 50 Mbit/s.

Doch selbst wenn die theoretische Geschwindigkeit eines Tarifs mit und ohne LTE gleich ist, bieten Angebote mit LTE deutliche Vorteile. So ist das 4G-Netz noch nicht so stark ausgelastet wie das UMTS-Netz. Wenn sich Kunden das Netz mit weniger Nutzern teilen müssen, kann jeder Einzelne schneller surfen. Außerdem haben LTE-Nutzer eine bessere Netzabdeckung als Kunden ohne LTE – durch neue Antennen mit besserer Reichweite, die die Netzbetreiber extra für den 4G-Ausbau aufgestellt haben.

Was brauche ich, um LTE nutzen zu können?

Zunächst benötigen Sie ein LTE-fähiges Handy. Dazu zählen das iPhone ab 5S (das iPhone 5 ist nur mit Einschränkungen LTE-fähig), das Samsung Galaxy ab S4 (oder die spezielle LTE-Version des S3) oder Lumia-Smartphones von Nokia/Microsoft mit der Modellnummer 625 und höher. Viele Geräte von anderen Herstellern wie Huawei oder Sony (Xperia) funktionieren ebenfalls im LTE-Netz.

Aktuell verkaufte Smartphones beherrschen fast alle 4G, unabhängig davon, ob sie mit iOS, Android oder Windows laufen. Auch Dual-Sim, also die Möglichkeit, zwei SIM-Karten einzulegen, ist kein Hindernis für den 4G-Empfang.

Möglicherweise müssen Sie LTE zunächst in den Einstellungen Ihres Smartphones aktivieren. Sobald sich das Handy eingebucht hat, steht im Normalfall oben im Display LTE, L oder 4G.

Video: Handy mit Vertrag nehmen?

Welche Fallstricke gibt es bei LTE-Tarifen von Drillisch?

Neben einem 4G-fähigen Gerät benötigen Sie einen Smartphone-Tarif mit LTE, am besten mit einer Laufzeit von höchstens einem Monat, um flexibel zu bleiben. Bislang bietet nur ein Discounter als echter LTE-Anbieter Tarife mit kurzer Vertragsbindung an: die hessische Firma Drillisch, die unter einer Vielzahl von Markennamen auftritt. Handytarif-Vergleichsrechner zeigen auf den obersten Plätzen fast ausschließlich günstige LTE-Angebote mit kurzer Laufzeit von Drillisch.

Auffällig ist, dass Drillisch immer wieder zeitlich begrenzte Sonderangebote und Rabatte ausweist. Einen Tarif zum scheinbaren Normalpreis sollten Sie nicht abschließen. Denn die Rabatte kommen immer wieder, zum Teil wandern Sonderangebote von Marke zu Marke.

Stolperfallen bei Drillisch

Die Angebote von Drillisch sind günstig, allerdings enthalten viele von ihnen Stolperfallen. Bevor Sie Ihren Wunschtarif abschließen, prüfen Sie unbedingt den Preis für Minuten und SMS nach Verbrauch der Inklusiv-Einheiten. Dafür sollten nicht mehr als 9 Cent fällig werden. Außerdem ist wichtig, was passiert, sobald Sie das enthaltene Datenvolumen verbraucht haben.

Viele Drillisch-Tarife enthalten eine sogenannte Datenautomatik, die Volumen kostenpflichtig nachbestellt. So kosten 100 Megabyte Extra-Volumen am Stichtag 2 Euro. Die Menge ist mit einer LTE-Verbindung schnell verbraucht. Maximal dreimal werden 100 Megabyte Zusatzvolumen kostenpflichtig gebucht, bevor die Nutzer mit gedrosseltem Tempo kostenlos weitersurfen können. Das Drossel-Tempo vieler Tarife ist sehr niedrig: Es beträgt oft nur 16 Kilobit pro Sekunde. Üblich bei anderen Anbietern sind 64 Kbit/s.

Noch problematischer ist die Abrechnung je Megabyte, die es bei Simply gab. Die Drillisch-Marke berechnete in ihren LTE-Mini-Tarifen am Stichtag 5 Cent je Megabyte nach Verbrauch des Inklusiv-Volumens. Das sind 5 Euro für 100 Megabyte – deutlich zu teuer. Von dieser Abrechnung scheint Drillisch größtenteils abgerückt zu sein.

Datenautomatik abschalten

In manchen Fällen lässt sich die Datenautomatik abschalten. Bei bestimmten Drillisch-Marken wie Smartmobil ist dies beispielsweise auf schriftlichen oder telefonischen Antrag (06181/708 30 30) möglich. Oder Sie schalten die Automatik im Online-Kundenbereich selbst aus. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, wählen Sie von vornherein einen Tarif, der nach Verbrauch des Datenvolumens ganz klassisch das Surftempo drosselt und keine weiteren Gebühren in Rechnung stellt.

Netzabdeckung prüfen

Die LTE-Angebote von Drillisch nutzen das Netz von O2 (Telefónica). Laut dem Fachmagazin „Connect“ hat Telefónica den LTE-Ausbau kräftig vorangetrieben; die deutschen Großstädte seien mittlerweile versorgt. Beachten Sie jedoch, dass die Netzabdeckung von O2 nicht an diejenige der Deutschen Telekom oder an die von Vodafone herankommt. Überprüfen Sie also vor einem Abschluss die Netzverfügbarkeit für Ihren Wohnort. Der Ratgeber zum Thema Netzabdeckung verrät Ihnen, wie Sie den Empfang am schnellsten herausfinden.

Altkunden von E-Plus nutzen LTE bis 21,6 Mbit/s

Nachdem Telefónica (O2) seinen Konkurrenten E-Plus aufgekauft hat, beendete das Unternehmen die E-Plus-Sonderaktion „Highspeed für jedermann“ zum 30. Juni 2016. Wegen der Aktion konnten alle E-Plus-Kunden das LTE-Netz mit einem Tempo von bis zu 50 Mbit/s nutzen, auch wenn ihr Vertrag ein niedrigeres Tempo oder gar keinen LTE-Zugang vorsah. Der Zugang LTE blieb bis heute erhalten.

Durch den Zusammenschluss von O2 und E-Plus können die E-Plus-Altkunden also das besser ausgebaute LTE-Netz von O2 nutzen, nicht nur das mäßige LTE von E-Plus. Das kann ein großer Vorteil für den Empfang sein und den Nachteil der vertraglichen Grenze beim Internet-Tempo übertreffen. Allerdings kann es sein, dass das LTE-Netz von O2 durch die vielen neuen Nutzer phasenweise überlastet ist.

So haben wir ausgewählt

Unsere LTE-Empfehlungen sind zumindest optional monatlich kündbar oder im Voraus bezahlte Tarife ohne feste Laufzeit (Prepaid) und liegen preislich deutlich unter den LTE-Vertragstarifen der Netzbetreiber.

Unter diesen Vorgaben haben wir Abfragen mit mehreren Tarifrechnern am Tag der Aktualisierung dieses Artikels vorgenommen. Außerdem durchsuchen wir Newsletter, Pressemitteilungen und Unternehmensauftritte in den sozialen Medien nach guten Angeboten. Die gefundenen Tarife haben wir redaktionell geprüft. Unsere Tarifempfehlungen können daher von den Ergebnissen im Finanztip-Tarifrechner abweichen. Wir beschreiben genau, für wen sie geeignet sind.

Alle Empfehlungen erfüllen die strengen Finanztip-Mobilfunk-Kriterien:

  • Die Kosten eines empfohlenen Tarifs für einen Musterkunden müssen unter denen vergleichbarer Angebote liegen.
  • Die Grundgebühr darf sich nicht nach einer bestimmten Zeit erhöhen, es sei denn, die endgültige Grundgebühr wäre günstiger als die der Konkurrenzangebote.
  • Das enthaltene Datenvolumen beträgt mindestens 2 GB (Allnet-Flat) beziehungsweise 1 GB (sonstige Tarife für bestimmte Zielgruppen).
  • Eine eventuell vorhandene „Datenautomatik“, die zusätzliches kostenpflichtiges Datenvolumen hinzubucht, müssen Kunden jederzeit abschalten können, sofern das enthaltene Surfvolumen weniger als 4 Gigabyte umfasst.
  • Das LTE-Netz ermöglicht schnelles Internet unterwegs und wird von den Netzbetreibern am stärksten ausgebaut. Der Tarif muss daher einen LTE-Zugang haben oder dieser muss zubuchbar sein.
  • Falls der Tarif keine SMS-Flat enthält, darf der Preis für eine Kurzmitteilung nicht mehr als 9 Cent betragen. Tarife mit SMS-Flat bevorzugen wir.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler arbeitet hauptsächlich am Finanztip-Newsletter. Seine Schwerpunkte sind Mobilität und digitale Themen. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Daniel ist Diplom-Kaufmann und lernte das journalistische Handwerk unter anderem an der Akademie der Bayerischen Presse.

Arne Düsterhöft

Finanztip-Volontär

Arne Düsterhöft ist Volontär in der Redaktion von Finanztip und unterstützt die unterschiedlichen Experten-Teams. Zuvor berichtete er über digitale Technologien und Telekommunikation in der Online-Redaktion von teltarif.de. Nach Auslandssemestern in Dublin und New York hat Arne Düsterhöft seinen Masterabschluss in Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin gemacht.