Tenhagens Corona-Podcast #49

Mehr Sparen dank Corona

Folge 49 anhören

In der Corona-Krise haben die Deutschen im Schnitt deutlich mehr gespart als sonst. Die Sparquote hat mit 20 Prozent gerade einen neuen Rekordwert erreicht. In dieser Folge wollen wir deshalb nicht nur die Frage klären, warum das so ist, sondern viel wichtiger: Was mit dem ganzen Geld machen? Wenn auch Du deutlich mehr Geld als sonst auf dem Konto liegen hast, solltest Du reinhören. Mit am Mikro ist mein Kollege, der stellvertretende Chefredakteur von Finanztip, Dirk Eilinghoff. 

Das Wichtigste im Überblick

  1. Viele Menschen haben mehr gespart, weil sie ihr Geld nicht ausgegeben haben, etwa für Shopping oder Reisen. Manche haben sicher auch aus Sorge um die Zukunft mehr zurückgelegt. Und weil der Staat Hilfen verteilt hat, haben viele Menschen im zweiten Quartal dieses Jahres insgesamt gar nicht viel weniger Geld (-0,8 Prozent) in der Tasche gehabt. Gleichzeitig ging der private Konsum aber um 11,7 Prozent zurück. Das zeigt eine Studie der DZ-Bank.
  2. Auf der anderen Seite hatte ein Teil der Menschen natürlich doch viel weniger Geld zur Verfügung und konnte in der Corona-Krise gerade nicht sparen. Etwa fünf bis sechs Millionen Menschen waren in der Corona-Zeit in Kurzarbeit und hatten deshalb entsprechend weniger Geld im Portemonnaie. Falls auch Du in Kurzarbeit bist, kannst Du unseren Ratgeber dazu lesen.
  3. Die hohe durchschnittliche Sparquote in dieser Krise ist kein rein deutsches Phänomen. Rekord-Sparquoten gab es auch in den USA, Großbritannien und Australien.
  4. Die Menschen in unserem Finanztip-Forum machen sich seit Monaten verstärkt Gedanken, wie viel Sparen sinnvoll ist. „ETF Jockey“ zum Beispiel hat gerade am Montag gefragt, wie hoch denn eigentlich die Sparquote der anderen sei. Er selbst wolle jetzt von 25 auf 37 Prozent gehen.
  5. Andere, denen es finanziell vergleichsweise gut geht, haben sich zwei Themen vorgenommen: Großreinemachen und bewusster konsumieren.
  6. Zum Großreinemachen empfehlen wir zunächst ein vernünftiges Tagesgeld einzurichten und drei Monatseinkommen dort zu parken. Das ist für unvorhergesehene Ausgaben. Dann ein passendes Festgeld finden für planbare Ausgaben, wie die neue Küche. Und dann natürlich den längst überfälligen ETF-Sparplan einrichten fürs langfristige Sparen. Zu guter Letzt prüfen, ob eine eigene Immobilie in Frage kommt und falls ja, strategisch angehen.
  7. Konsumierst Du auch seit der Krise bewusster? Uns erreichen viele Nachrichten, in denen sich unsere Leser dafür aussprechen, den Laden an der Ecke, die Pizzeria oder den Buchhändler zu unterstützen – durch bewusstes Einkaufen. Wir finden das klasse, denn in der Krise ist auch Solidarität gefragt.

Bleib gesund und wir freuen uns über Dein Feedback, Deine Shares und Likes.

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