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Kabel-TV, Cannabis, Blackbox: Das ändert sich im Juli

Neuer Monat, neue Regelungen. Wir haben die wichtigsten Änderungen im Juli für Dich zusammengefasst.

Anna Karolina Stock
Finanztip-Expertin für Private Finanzen

Im Juli kommen wieder einige Neuerungen auf uns zu: das Nebenkostenprivileg fällt endgültig weg, die Renten steigen und Du kannst Cannabis in Social Clubs anbauen und bekommen: 

1. Ende des Nebenkostenprivilegs  

Ab Juli gehört das Nebenkostenprivileg der Vergangenheit an: Die Kosten fürs Kabelfernsehen dürfen nicht mehr automatisch auf die Mieter umgelegt und über die Nebenkosten abgerechnet werden. Das bedeutet aber auch, dass Du einen eigenen Vertrag brauchst, wenn Du weiterhin Kabelfernsehen empfangen möchtest. Weitere Infos und welche Alternativen Du hast, liest Du hier.  

2. Mehr Geld für Rentnerinnen und Rentner 

Zum 1. Juli steigen die gesetzlichen Renten um 4,57%. Das heißt: Bei einer monatlichen Rente von 1.000€ erhöht sich der Betrag um 45,70€. Dieses Jahr steigen die Renten übrigens zum ersten Mal in allen Bundesländern gleichermaßen. Mit der Rentenerhöhung steigen aber auch die Beiträge für Kranken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung. Die 4,57% mehr Brutto kommen bei Deiner Netto-Rente also nicht komplett an. Wie viel Dir unterm Strich wirklich übrig bleibt, erfährst Du hier

3. Cannabis-Anbau in Social Clubs 

Der Konsum von Cannabis ist bereits seit April legal. Im Juli folgt eine weitere Neuerung: Der Anbau von Cannabis innerhalb spezieller Vereine (sog. Social Clubs) ist erlaubt. Die Pflanzen dürfen dort gezüchtet und das geerntete Cannabis unter den Mitgliedern verteilt werden. Konsumieren darfst Du es dort aber nicht. Dafür musst Du Dich mindestens 100 Meter vom Eingangsbereich entfernen.

4. Blackbox fürs Auto 

Ab 7. Juli müssen neu zugelassene Pkw in Deutschland zwei Ausstattungsmerkmale erfüllen: Zum einen muss das Auto einen Event Data Recorder (EDR) haben. Er funktioniert im Prinzip wie die Blackbox im Flugzeug: Kommt es zu einem Unfall, soll der EDR bei der Aufklärung helfen. Zum anderen muss Dein Auto einen Geschwindigkeitsassistenten (Intelligent Speed Assistance, ISA) haben. Überschreitest Du die zulässige Geschwindigkeit, warnt Dich das Assistenzsystem, dass Du zu schnell unterwegs bist. 

5. Fest verbundene Getränkedeckel 

In Zukunft wird es noch mehr Plastikflaschen geben, deren Deckel Du nicht einfach abnehmen kannst, weil sie fest mit der Flasche verbunden sind. Denn ab nächsten Monat sind lose Verschlusskappen bei Getränkeflaschen und Einwegverpackungen bis drei Liter, die ganz oder nur teilweise aus Kunststoff hergestellt sind, verboten. 

6. Höhere Pfän­dungs­frei­gren­zen

Um verschuldeten Arbeitnehmerinnen und Arbeit­nehmern ein Existenzminimum zu sichern, sind gesetzlich sogenannte Pfän­dungs­frei­gren­zen festgelegt. Bedeutet: Ein bestimmter Teil Deines Einkommens darf nicht gepfändet werden. Sofern Du keine Unterhaltsverpflichtungen hast (also unverheiratet und kinderlos bist), steigt die Freigrenze zum 1. Juli von 1.402€ auf 1.492€. Welche Pfän­dungs­frei­gren­zen für Dich gelten, wenn Du für unterhaltsberechtigte Personen aufkommen musst (z. B. leibliche Kinder, Ehepartner ohne Einkommen oder geschiedene Ehepartner, an die Du Unterhalt zahlst), liest Du im Ratgeber zur Pfändungstabelle 2024.

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Von Anna Karolina Stock, und Giulia Tita

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