Auf Geldreise - Podcast #76

Endlich Urlaub - unsere Tipps für Kurzentschlossene

Shownotes

Der Sommer steht vor der Tür und die Urlaubsstimmung ist zum Greifen nah. Viele hatten sich mit Urlaubsbuchungen zurückgehalten. Dann kamen die Lockerungen, der Tourismus lief wieder an und plötzlich schien fast alles ausgebucht.


Auf Deinen Erholungsurlaub musst Du aber trotzdem nicht verzichten. Wo Du noch richtig gute Chancen auf einen entspannten Aufenthalt hast und mit welchen Tricks Du dabei den einen oder anderen Euro sparen kannst, verraten wir Dir in der aktuellen Folge.

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Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Du willst spontan in den Urlaub? Dann sei flexibel: beim Urlaubsort, der Dauer und dem Zeitpunkt! 
  • Es muss nicht immer die Küste sein. Wie wäre es stattdessen mit einem Wanderurlaub im Harz, der Sächsischen Schweiz oder in der Rhön? Anders als bei Nord- und Ostsee sind dort noch bis zu 80 Prozent der online buchbaren Unterkünfte frei.
  • Für diejenigen, die es weiter weg zieht: Montenegro, Albanien oder Georgien bestechen nicht nur mit ihrer wunderschönen Landschaft, sondern auch mit angemessenen Preisen für Unterkunft und Verpflegung.
  • Mit großen Reiseportalen wie booking.com oder Airbnb erhältst Du einen guten Überblick über die bestehenden Urlaubsangebote. Anstatt darüber zu buchen, kannst Du die Vermieterin privat kontaktieren. So sparen beide Parteien, denn die Provision für das Reiseportal fällt weg.
  • Es lohnt sich aber auch, auf kleineren, regionalen Portalen zu suchen. Ostsee-Reisen.de ist beispielsweise der Geheimtipp von Finanztip-Redakteurin Julia Rieder.
  • Weitere Tipps aus der Finanztip-Redaktion: Italien-Fans werden auf dem Portal agriturismo.it fündig. Wen es nach Asien zieht, sollte beispielsweise auf Agoda nach Unterkünften suchen. 
  • Bevor Du den nächsten Urlaubstrip auf einem ausländischen Reiseportal buchst, lies Dir das Angebot unbedingt aufmerksam durch. Und bedenke, dass bei Buchungen über ein ausländisches Portal die Stor­nie­rungs­be­din­gung­en des jeweiligen Landes gelten.
  • Online ist alles vergriffen? Dann versuch es mit einem Anruf bei den örtlichen Tourismusbüros. Sie listen Adressen von Privatunterkünften auf, die online häufig gar nicht zu finden sind. 
  • Der Vorteil von Jugendherbergen und Hostels: Sie sind günstig, gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und die Spielgefährten für die Kinder sind auch gleich mit dabei. Herberge und Hostel bedeuten auch nicht automatisch Mehrbettzimmer. Mittlerweile bieten sehr viele auch Zwei-Bett-Zimmer mit Bad an oder Familienzimmer. 
  • Bei Jugendherbergen gilt übrigens: nur für Mitglieder. Willst Du dort übernachten, musst Du entweder ins Deutsche Jugendherbergswerk eintreten oder in einen ausländischen Herbergsverband. Pro Kalenderjahr kostet Dich das zwischen 7 Euro und 22,50 Euro, die Du steuerlich absetzen kannst. Dafür gibt’s dann die Mitgliedskarte, die Dir Tür und Tor öffnet zu den rund 4500 Herbergen weltweit.
  • Familien und Alleinerziehende mit kleinem Geldbeutel können sich ihren Urlaub unter Umständen bezuschussen lassen mit sogenannten IndividualzuschüssenNeun Bundesländer haben dafür Fördertöpfe für Familienurlaube vorgesehen, unter anderem Bayern, Berlin oder Niedersachsen. 
  • Zwischen 8 und 18 Euro pro Übernachtung und Person sind vorgesehen, für einen Urlaub, der mindestens zwei, maximal 14 Tage dauert. Gegebenenfalls kommt noch ein Mobilitätszuschuss in Höhe von 120 Euro dazu. Welche Bedingungen Du dafür erfüllen musst, unterscheidet sich je nach Bundesland.
  • Wer mit Familie im Ausland Urlaub macht, bucht sich nicht selten einen Mietwagen dazu. Wenn Du kannst, bringe einen eigenen Kindersitz mit. Musst Du einen Sitz vor Ort mitbuchen, lassen sich das die Autovermietungen einiges kosten. Finanztip-Redakteurin Kathrin Gotthold berichtete, dass sich der Preis für das Schnäppchen-Auto verdreifacht hat, weil sie einen Kindersitz dazubuchen musste.
  • Der Spartipp von Finanztip-Reise-Redakteur Max Mergenbaum: Immer mit Kreditkarte und Girocard verreisen – dann wird das Geldabheben günstiger.

So verreist Du sicher während der Pandemie:

  • In der Pandemie ist Reisen an einige Bedingungen geknüpft. Was Du bei der Urlaubsplanung beachten solltest und welche Folgen eine Reisewarnung hat, hat Finanztip-Redakteur Max Mergenbaum für Dich aufgeschrieben.
  • Je nach Zielland herrschen andere Reisebestimmungen. Welche Sicherheitshinweise aktuell für Dein Urlaubsgebiet gelten, findest Du am besten über die Seite des Auswärtigen Amtes heraus. In der App kannst Du Dein Zielland speichern und erhältst dann eine Benachrichtigung auf Dein Handy, wenn sich da etwas ändert.
  • Mitte Mai ist der digitale Impfausweis in Deutschland gestartet. Wer sich aktuell impfen lässt, erhält beim Termin einen QR-Code, den er oder sie entweder mit der Corona-WarnApp oder der neuen CovPass-App einscannt. Schon ist das Impfzertifikat immer dabei auf dem Handy.
  • Wer schon vorab vollständig geimpft war, kann sich gegen Vorlage des Impfausweises an vielen Apotheken einen QR-Code erstellen lassen und dann mit einer der beiden Apps einscannen.
  • Auch wenn eine Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung nicht unbedingt hilft, wenn Deine Reise abgesagt wird, geht’s nicht komplett ohne Ver­si­che­rungs­schutz. Wenn Du im Ausland urlauben willst, brauchst Du zwingend eine Aus­lands­rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung. Die kostet Dich fast nichts, schützt Dich aber vor teuren Krankenhausrechnungen.

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01. Juli 2021