Depot-Vergleich 2020: Neue Broker verlangen weniger als 5 Euro bei Kauf von Wertpapieren

Berlin, 03.03.2020 – Wer Geld in Aktien anlegen möchte, benötigt ein Wertpapierdepot. Das gibt es entweder bei einer Bank oder bei Anbietern, die sich auf den Wertpapierhandel spezialisiert haben, sogenannten Brokern. Der Verbraucher-Ratgeber Finanztip hat jetzt verschiedene Depot-Angebote unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Einige neue Broker punkten aktuell mit sehr günstigen Preisen. Sie verlangen keine monatlichen Gebühren und bieten kostenlose ETF-Sparpläne an. Eine Wertpapierorder in üblicher Größe führen sie schon für weniger als 5 Euro aus.  

Der Markt für Wertpapierdepots ist in Bewegung. Einige neue, sehr günstige Online-Broker bieten seit kurzem ihre Dienste an. „Die Neuen verlangen nur geringe Gebühren für den Kauf von ETFs, und ETF-Sparpläne gibt es obendrauf kostenlos“, sagt Sara Zinnecker, Geldanlage-Redakteurin bei Finanztip. Smartbroker, der seit 2019 am Markt ist, verlangt 4 Euro pro Transaktion, das Berliner Fintech Trade Republic sogar nur einen Euro. Beide empfiehlt Finanztip als kostengünstige Depot-Lösung ohne monatliche Grundgebühr, wobei es bei Trade Republic eine Einschränkung gibt: Sparer können dort gängige ETFs derzeit nur von der Marke iShares kaufen. Darüber hinaus empfiehlt Finanztip den etablierten Broker Onvista Bank, der ebenfalls monatlich nichts kostet und pro Kauf oder Verkauf 7 Euro verlangt.   

Direktbanken können eine Alternative sein

Wer seine Bankgeschäfte lieber unter einem Dach erledigt, kann auch das Depot bei seiner Bank nutzen. „Eine gute Kombination aus kostenlosem Girokonto, kostenloser Kreditkarte und Depot bieten häufig Direktbanken“, sagt Zinnecker. Finanztip empfiehlt hierfür die DKB, die Comdirect und die Consorsbank. Bei den Direktbanken hängen die Depot-Kosten davon ab, wie viel ein Sparer anlegen möchte: Die DKB etwa verlangt 10 Euro, wenn Sparer bis zu 10.000 Euro in Aktien stecken wollen. Alles darüber kostet pauschal 25 Euro. Bei der Comdirect und der Consorsbank hängt die Ordergebühr von der Höhe der angelegten Summe ab, die Kosten sind aber deckelt bei 59,90 Euro (Comdirect) und 69 Euro (Consorsbank). Manche ETF-Sparpläne gibt es bei Direktbanken zeitweise kostenlos, meist verlangen Direktbanken aber Gebühren für das Aktiensparen.

Am teuersten ist das Depot bei der Filialbank

„Im direkten Kostenvergleich mit den Online-Brokern schneiden die Depot-Angebote von  Direktbanken deutlich schlechter ab“, resümiert die Finanztip-Expertin. „Wer allerdings von einer traditionellen Filialbank zu einer Direktbank wechselt, kann bei seinem Depot dennoch einiges an Gebühren sparen.“  So kostet etwa der Ankauf von Aktien im Wert von 5.000 Euro bei der Stadtsparkasse München 50 Euro plus Spesen sowie eine jährliche Gebühr für die Verwahrung der Aktien von 36 Euro. In zehn Jahren kommen so stolze 410 Euro an Gebühren zusammen. Bei der DKB würde derselbe Kunde 10 Euro bezahlen, also 400 Euro weniger.

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