Pressemitteilung

Finanztip-Studie: Generation Ü50 wechselt Verträge viel zu selten – Durchschnittskunden zahlen bis zu 460 Euro im Jahr drauf

  • Mehr als 80 Prozent der über 50-jährigen vergleichen Stromtarife nicht regelmäßig oder haben ihren Vertrag sogar noch nie gewechselt

  • Jeder dritte Mobilfunkvertrag der über 50-jährigen ist älter als 5 Jahre

  • Mehr als jeder dritte Autofahrer über 50 ist seiner aktuellen Kfz-Versicherung treu und vergleicht Tarife nicht

Berlin, 23.06.2021 – Wer einen neuen Vertrag abschließt, bekommt bei vielen Anbietern attraktive Konditionen. Bestandskunden hingegen bezahlen oft mehr und bekommen mitunter sogar weniger Leistung. Der Geldratgeber Finanztip rät deshalb, Strom-, Handy- oder auch Versicherungsverträge regelmäßig zu prüfen und ggf. zu wechseln. Eine aktuelle Finanztip-Studie zeigt nun, dass vor allem über 50-jährige Verbraucher wechselfaul sind. Doch das kann teuer werden: Allein bei den Themen Strom, Handy und Kfz-Versicherung entstehen einem Standardkunden so Mehrkosten von jährlich bis zu 460 Euro.

Eine repräsentative Studie von Finanztip zeigt: Knapp jeder Dritte über 50 hat noch nie den Stromanbieter gewechselt. „Wer schon immer Strom bei einem Anbieter bezieht, hängt in der teuren Grundversorgung“, sagt Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip. Für Betroffene ist das Sparpotential groß – laut einer aktuellen Beispielrechnung von Finanztip bringt der Wechsel in einen günstigen Tarif bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch (3.000 KWh) knapp 150 Euro im Jahr. Aber auch wer vor Jahren schon einmal seinen Stromanbieter gewechselt hat, sollte regelmäßig Tarife vergleichen. „In unserer Beispielrechnung sparten wir knapp 40 Euro bei einem Wechsel von einem älteren in einen günstigen Tarif.“ Genau dieser Fall kommt bei Älteren besonders oft vor: Mehr als jeder zweite über 50 hat vor Jahren zwar schon mal den Stromanbieter gewechselt, vergleicht aber nicht regelmäßig Tarife. Für die Anbieter ist es lukrativ, dass die besonders geburtenstarken Jahrgänge nicht wechseln.  

Ältere Handyverträge sind deutlich zu teuer

Ein weiterer Kostenfaktor privater Haushalte sind Handytarife. „Im Mobilfunkbereich beobachten wir seit Jahren fallende Preise – erst im E-Netz, jetzt zunehmend auch im hochwertigen D-Netz“, sagt Tenhagen. Die Folge: Je älter ein Tarif ist, desto teurer ist er im Vergleich zu neuen Angeboten. „Vor allem die Generation 50plus telefoniert besonders häufig zu hohen Kosten, denn jeder dritte Handyvertrag von ihnen ist älter als fünf Jahre.“ Besonders im D-Netz geht das ins Geld, wie eine Beispielrechnung von Finanztip zeigt: Besteht hier der Vertrag schon seit zehn Jahren zahlen die Inhaber 264 Euro im Jahr zu viel, bei 5 Jahre alten Verträgen immerhin noch 192 Euro. Der Rat vom Finanztip-Chef: „Handyverträge sollten mindestens alle zwei Jahre überprüft werden. Oft reicht es schon, dem Anbieter mit der Kündigung zu drohen, um deutlich bessere Konditionen zu erhalten.“

Viele Ältere scheuen den Kfz-Tarifvergleich

Dass mit zunehmendem Alter die Autoversicherung teurer wird, ist hinlänglich bekannt. Dennoch fassen 40 Prozent der über 50-Jährigen grundsätzlich ihren aktuellen Tarif nicht an – vor allem, weil sie mit ihrer Versicherung zufrieden sind. Doch diese Treue kostet. „In unserer Beispielrechnung sparten wir im Schnitt bis zu 50 Euro im Jahr durch den Wechsel in einen preiswerteren Tarif. Vor dem Hintergrund, dass Versicherungen mit dem Thema Alter sehr unterschiedlich umgehen und auch Typ- und Regionalklassen jedes Jahr neu berechnet werden, sollte Versicherte ab 50 jedes Jahr Tarife vergleichen. Macht die eigene Versicherung ein faires Angebot, ist die Treue verdient. Andernfalls unbedingt wechseln! Das geht mit Tarifrechnern im Netz sehr einfach und dauert maximal eine halbe Stunde.“

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Die detaillierten Ergebnisse der Studie senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.

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