Familienrabatt in der Kfz-Versicherung

Berlin, 29. August 2016 – Bislang war der sogenannte Familienrabatt ein beliebter Tipp, um den Beitrag zu senken. Doch minderjährige Mitfahrer spielen bei der Höhe der Kfz-Versicherung kaum eine Rolle. Eine aktuelle Berechnung des Verbraucherportals Finanztip zeigt: Durchschnittlich sinkt der Beitrag für die Kfz-Versicherung lediglich um 0,3 Prozent, wenn der Halter angibt, dass der eigene Nachwuchs regelmäßig auf der Rückbank sitzt.

„Eigentlich soll der Familienrabatt junge Familien entlasten und dem Umstand Rechnung tragen, dass Eltern mit Kindern an Bord vorsichtiger fahren“, erklärt Annika Krempel, Versicherungsexpertin von Finanztip. „In unserer aktuellen Untersuchung gewähren jedoch nur fünf von mehr als 40 getesteten Anbietern überhaupt einen solchen Rabatt. Ein Anbieter verlangte sogar einen Aufschlag für mitfahrende Kinder.“ Dies macht deutlich: Eltern haben bei vielen Kfz-Versicherern derzeit schlechte Karten. Im Durchschnitt aller getesteten Anbieter beträgt die Ersparnis für Familien nur 0,3 Prozent.

Beamte werden als vorsichtigere Fahrer eingeschätzt

„Versicherungen rabattieren in der Regel vorsichtiges Fahrverhalten“, sagt Krempel. „Das sieht man beispielsweise bei Beamten, die von der Branche seit Jahren als besonders umsichtig eingeschätzt werden.“ Die Berufsgruppe der Staatsdiener bezahlt laut der aktuellen Finanztip-Studie im Schnitt 7,5 Prozent weniger als der Rest der Bevölkerung. In einem Fall wurde die Versicherung sogar um mehr als ein Drittel günstiger.

Junge Familien sollten genau hinsehen

„Im Vergleich zu den Beamten scheinen viele Versicherungen das Fahrverhalten von Eltern derzeit weniger positiv zu bewerten“, sagt Annika Krempel. Deshalb sollten junge Familien bei der Wahl ihrer Kfz-Versicherung besonders aufmerksam sein. „Wir raten dazu, die Konditionen mehrerer Anbieter genau zu prüfen. Wird ein Familienrabatt gewährt, sind einige Prozentpunkte Ersparnis drin“, betont Krempel. In der Spitze haben die Experten von Finanztip eine Ersparnis von bis zu 11 Prozent festgestellt, durchschnittlich sank der Beitrag um 3,4 Prozent. „Ein Familienrabatt bedeutet zwar nicht zwangsläufig den günstigsten Tarif, ein gründlicher Vergleich kann sich aber allemal lohnen“, so die Finanztip-Expertin.

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