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Das sind die sinnlosesten Ver­si­che­rungen 2024

Die sinnloseste Ver­si­che­rung 2024 steht fest. Hier erfährst Du, welche das ist und wieso sie so unsinnig ist.

Henriette Neubert
Finanztip-Expertin für Ver­si­che­rungen

Jedes Jahr kürt der Bund der Versicherten den "Ver­si­che­rungskäse des Jahres". Eine Fachjury und seit letztem Jahr auch Verbraucherinnen und Verbraucher wählen aus allen Vorschlägen dann die drei sinnlosesten Ver­si­che­rungen aus. Sinnlos heißt: Die Ver­si­che­rung bietet nicht nachvollziehbare Leistungen, ist intransparent und/oder schlichtweg zu teuer:

1. Nachhilfe-Versicherung "Plus" (Astra Ver­si­che­rung AG)

Diesjähriger Sieger des Negativpreises ist die Nachhilfe-Versicherung "Plus". Wenn Dein Kind krank wird und nicht zur Schule gehen kann, übernimmt die Ver­si­che­rung gegen einen Jahresbetrag von knapp 30€ die Kosten für Nachhilfeunterricht und pädagogische Betreuung, damit Dein Kind den verpassten Stoff aufholen kann. Die Ver­si­che­rung greift auch, wenn das Kind länger im Krankenhaus bleiben muss. Bei Kindern bis 14 Jahre zahlt die Ver­si­che­rung sogar die Unterbringungs- und Verpflegungskosten ("Rooming-In") für eine Begleitperson. 

Hört sich schön an, bringt aber nichts, weil Du kurzfristig meist gar keine Nachhilfen findest. Außerdem sollte sich Dein Kind lieber auf seine Genesung konzentrieren. Bei längeren Krankenhausaufenthalten springt die Schulpflicht ein und eine Lehrkraft kommt ins Krankenhaus, um Dein Kind dort zu unterrichten. 

2. Akkuschutz für E-Bikes (Wertgarantie SE Deutschland)

Mit dieser Ver­si­che­rung kannst Du für 5€ im Monat den Akku Deines E-Bikes gegen Feuchtigkeits- und Elektronikschäden versichern. Ab dem 13. Monat ist auch Verschleiß abgedeckt. Der Akku ist zwar das teuerste Teil an Deinem E-Bike und ein Austausch kann schnell 500 bis 700€ kosten. Aber: Im Schnitt hält der Akku 60.000 km, was umgerechnet etwa sechs Jahren Fahrspaß entspricht.

Außerdem gibt’s für 60€ im Jahr – umgerechnet also 5€ pro Monat – eine komplette E-Bike-Versicherung inkl. Akkuschutz. Wir empfehlen die GVO TOP-VIT, die Ammerländer Classic und die Bayerische Prestige

3. DFV-Kombischutz (Deutschen Fa­mi­lien­ver­si­che­rung AG)

Ein Klassiker aus der Ver­si­che­rungswelt ist das "Alles-Drin-Paket". Angeblich deckst Du damit alle wichtigen Ver­si­che­rungen zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis ab.

Für fast 40€ im Monat bekommst Du aber einfach eine Mischung aus Privathaftpflicht und vielen "kleinen" Ver­si­che­rungen wie Glas-, Fahrraddiebstahl- und Unfallschutz, die Du an sich gar nicht brauchst, aber trotzdem zahlen musst. Den Ver­si­che­rungs­schutz individuell an Deine Bedürfnisse anzupassen ist nicht möglich. Und kündigen kannst Du die Ver­si­che­rung natürlich auch nur im Paket.

Welche Ver­si­che­rungen brauchst Du wirklich?

Zu den wirklich wichtigen Ver­si­che­rungen gehören die Kran­ken­ver­si­che­rung und die Haft­pflicht­ver­si­che­rung. Außerdem brauchst Du, wenn Du außerhalb Deutschlands unterwegs bist, eine Aus­lands­rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung, weil Kran­ken­kas­sen oft nicht alle Behandlungskosten oder den Rücktransport nach Deutschland übernehmen – selbst, wenn Du "nur" ins EU-Ausland reist.

Darüber hinaus kannst Du Dir als Faustregel merken: Eine Ver­si­che­rung ist sinnvoll, wenn sie Dich vor außergewöhnlichen und großen Schäden schützt. Das sind Schäden, die z. B. durch Be­rufs­un­fä­hig­keit oder längere Krankheit entstehen und Dich finanziell überfordern würden. Dazu zählt auch eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung inkl. Elementarschadenschutz, wenn Du eine Immobilie hast. 

Mehr dazu, welche Ver­si­che­rungen Du (nicht) brauchst, liest Du in unserem Ratgeber zu wichtigen Ver­si­che­rungen

Von Anna Karolina Stock, und Giulia Tita

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