Altes Handy verkaufen

Was tun mit dem alten Handy? Verkaufen, spenden oder recyceln

Arne Düsterhöft
& Co-Autor
Stand: 18. April 2019
Das Wichtigste in Kürze
  • Haben Sie Ihr Smartphone gut behandelt, können Sie für Ihr altes Handy oft noch 100 Euro und mehr bekommen, wenn Sie es verkaufen.
  • Grundsätzlich haben Sie drei Möglichkeiten: den Gebrauchthändler im Internet, ein An- und Verkaufladen in der Nachbarschaft oder Sie verkaufen das Handy auf Ebay und Co. selbst.
  • Bevor Sie sich für ein Angebot entscheiden, sollten Sie die Preise online vergleichen. Das geht unkompliziert mit wenigen Klicks.  
  • Ist das Handy defekt oder zu alt zum Verkauf, können Sie es spenden oder kostenlos recyceln lassen. Auf keinen Fall gehört das Smartphone in den Hausmüll.
So gehen Sie vor
  • Beim Online-Händler verkaufen Sie Ihr Handy bequem und einfach von zuhause aus. Allerdings kann es sein, dass der Händler das erste Preisangebot nachverhandeln möchte.  
  • Vom An- und Verkauf in der Einkaufsstraße bekommen Sie das Geld direkt auf die Hand. Jedoch können Sie nur schlecht vergleichen, ob der Preis angemessen ist.
  • Kümmern Sie sich mit Ebay, markt.de und Co. um den Verkauf, haben Sie den Preis selbst in der Hand. Der Nachteil: Es macht am meisten Arbeit.
  • Mit handyverkauf.net und bidvoy.net können Sie vorab grob einschätzen, was das Handy wert ist.

Früher oder später gibt auch das beste Smartphone mal seinen Geist auf. Oder es liegt Monate in der Schublade, weil ein neues iPhone, Samsung oder Huawei seinen Platz eingenommen hat. Als vermeintliches „Zweithandy“ fristet es ungenutzt sein Dasein – fraglich, ob es je wieder eingeschaltet wird.

Dabei bekommen Sie für ein gut erhaltenes Smartphone beim Gebrauchthändler schnell noch 100 Euro und mehr, wenn Sie es verkaufen. Und selbst stark ramponierte Handys stecken voller Edelmetalle, die geborgen werden könnten. So schlummern allein rund drei Tonnen Gold in den Handys dieses Landes.

Wo kann ich mein altes Handy verkaufen?

Ihr Handy können Sie auf drei unterschiedlichen Wegen zu Geld machen:

  1. Sie vergleichen die Gebrauchthändler im Internet und schicken das alte Handy per Post ein.
  2. Sie gehen beim klassischen An- und Verkauf-Laden in der Einkaufsstraße vorbei.
  3. Sie verkaufen Ihr Smartphone selbst auf Ebay, markt.de und Co.

Wenn Sie Ihr Smartphone gut behandelt haben, kann es auch noch nach drei oder vier Jahren mehrere Hundert Euro einbringen. Wie viel Sie genau erwarten können, kommt darauf an, wie hochwertig das Handy beim Kauf war und wie beliebt es jetzt noch ist. Grundsätzlich fallen die Preise für Apple-Produkte langsamer als für Android-Smartphones. Bei alten iPhones können Sie also am meisten rausholen.

Voraussetzung ist, dass Ihr Smartphone noch funktioniert. Auch Kratzspuren, abgeblätterte Farbe und andere Verschleißerscheinungen schmälern den Verkaufspreis. Ist das Handy zu alt oder zu abgenutzt, können Sie es entweder spenden oder recyceln lassen. In den Hausmüll gehören gebrauchte Handys auf keinen Fall.

Eine erste Einschätzung, was Ihr Handy noch wert ist, bekommen Sie zum Beispiel auf den Vergleichsseiten handyverkauf.net und bidvoy.net.

Der Online-Gebrauchthändler: Bequem und einfach von zuhause

Sie haben keine Zeit oder Lust, Ihr Handy selbst zu verkaufen? Dann sind Gebrauchthändler im Internet eine komfortable Alternative. Einige Online-Händler haben sich darauf spezialisiert, alte Handys anzukaufen, professionell aufzubereiten und danach als gebrauchte Smartphones wieder zu verkaufen.

Sie müssen nur das Modell kennen und ein paar Angaben zum Zustand machen. Daraufhin nennt Ihnen der Händler seinen Preis. Sind Sie einverstanden, schicken Sie Ihr Handy per Post ein, und innerhalb weniger Tage landet das Geld auf Ihrem Bankkonto.

Ein Nachteil der Online-Händler ist, dass sie den Zustand Ihres Smartphones anfangs nur sehr grob einschätzen. Fallen dem Händler bei der Durchsicht noch größere Mängel auf, kann es sein, dass er den Preis nachverhandelt. Wenn Sie nicht darauf eingehen, schickt Ihnen der Händler das Smartphone normalerweise wieder zurück und Sie müssen sich ärgerlicherweise nach einem neuen Käufer umsehen.

Bevor Sie sich für einen Händler entscheiden, sollten Sie zuerst die Ankaufspreise vergleichen. Einfach geht das über ein Vergleichsportal: Eine Übersicht der Online-Preise finden Sie zum Beispiel auf handyverkauf.net.

Der Gebrauchtwarenladen: Beim nächsten Bummel etwas Geld machen

Beim Spaziergang durch die Einkaufsstraße können Sie direkt bei einem Laden für An- und Verkauf vorbeischauen. Der Vorteil: Macht Ihnen der Verkäufer ein gutes Angebot, bekommen Sie Ihr Geld direkt auf die Hand. Für einen realistischen Preis sollte er das Smartphone einmal durchtesten und einschätzen wie stark die Gebrauchsspuren ausfallen.

Der Nachteil: Sie können den gebotenen Preis nur schwer vergleichen. Weicht das Angebot stark von dem Online-Preis ab, lassen Sie sich erklären, wo der Händler Mängel sieht.

Ebay, markt.de und Co.: Den Verkauf selbst in die Hand nehmen

Wollen Sie den Zwischenhändler umgehen, können Sie Ihr altes Smartphone auch direkt an den nächsten Besitzer verkaufen. So haben Sie größeren Einfluss auf den Preis, aber auch mehr Arbeit. Bei den zahlreichen Verkaufsplattformen sticht sicherlich Ebay heraus. Doch aufgepasst: Die Auktionsplattform behält eine Verkaufsprovision von 10 Prozent für sich.

Kostenlose Alternativen sind zum Beispiel Ebay-Kleinanzeigen, markt.de oder quoka.de. Einziger Haken: Ein Versand ist eigentlich nicht vorgesehen. Die Käufer müssen die Ware persönlich beim Verkäufer abholen. Einige Portale warnen ihre Nutzer sogar ausdrücklich davor, einem Fremden Geld zu überweisen und dann darauf zu vertrauen, dass die Ware bei ihnen ankommt.

Die Seite bidvoy.net soll Ihnen dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt auszuwählen, an dem Ihre Auktion am meisten Geld einbringt. Allerdings bezieht die Vergleichsseite nicht den Zustand der Althandys mit ein. Ein Gefühl für eine grobe Preisspanne bekommen Sie mit Bidvoy.net trotzdem.

Schöne Fotos steigern den Preis

Gelungene Fotos lassen den Verkaufspreis in die Höhe schnellen, denn die potenziellen Käufer „verlieben“ sich viel eher in ein schönes Bild als in nüchterne technische Daten. Die Fotos sollten Ihr Mobiltelefon von der Schokoladenseite zeigen, aber keine Beschädigungen verschleiern.

Wenn Sie Ihr altes Handy einstellen, beschreiben Sie es genau und seien Sie ehrlich. Es zahlt sich nicht aus, wenn Sie zum Beispiel den Riss auf der Rückseite Ihres iPhones verschweigen. Sonst fangen Sie sich schnell eine negative Bewertung ein, oder der Käufer beanstandet den Kauf im Nachhinein.

Achtung: Persönliche Daten löschen!

Bevor Sie Ihr Handy aus der Hand geben, sollten Sie Ihre persönlichen Daten sichern und danach das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Auf diese Weise sind Ihre Daten mit wenigen Klicks sicher gelöscht – einfach dem Menü Ihres Smartphones in den Einstellungen folgen. Vergessen Sie auch nicht, Ihre Sim-Karte aus dem Handy zu nehmen und die SD-Speicherkarte, falls Sie eine verwenden.

Die Gebrauchthändler versichern zwar, dass sie alle Daten vom Handy entfernen. Doch wenn Sie Ihr Handy selbst auf Ebay verkaufen, geht das Smartphone mit allen Infos direkt an den nächsten Besitzer.

Mehr dazu im Ratgeber Handy kaufen

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Zum Ratgeber

Wie entsorge ich mein altes Handy richtig?

Selbst das älteste Handy sollten Sie entweder spenden oder recyceln lassen. Denn unsere Handys sind voller Edelmetalle: drei Tonnen Gold und 30 Tonnen Silber stecken in den Smartphones dieses Landes, errechnete die Deutsche Umwelthilfe. Wegen der Edelmetalle, aber auch wegen der Schadstoffe, gehört ein altes Handy nicht in den Hausmüll. Ihnen droht sogar eine Strafe, wenn Sie Ihren Elektroschrott achtlos in den Hausmüll werfen.

Das Smartphone für den guten Zweck spenden

Die Liste der gemeinnützigen Organisationen, an die Sie Ihr Handy spenden können, ist lang. Und ebenso vielfältig sind die Projekte, die Sie damit unterstützen können. Wir haben uns beispielhaft drei namhafte Projekte näher angeschaut:

Beim Naturschutzbund (Nabu) fließt das Geld in die Renaturierung der Havel. An über 440 Sammelstellen können Sie Ihr Handy in eine Box einwerfen (beispielsweise in vielen DM-Drogerien). Mit einem Retourenschein können Sie das Smartphone auch kostenlos per Post einschicken. Der Nabu arbeitet hierfür mit Telefónica zusammen. Funktionierende Geräte bereitet der Netzbetreiber wieder auf und verkauft sie innerhalb Europas weiter. Defekte Handys recycelt er.

Auch die Telekom hat eine ähnliche Kooperation mit verschiedenen gemeinnützigen Projekten, wie etwa dem Tierschutzverein Pro Wildlife. Das Handy können Sie kostenlos per Post einsenden. Außerdem stehen in den meisten Telekom-Shops Sammelboxen. Die Telekom lässt die alten Handys von dem Partnerunternehmen Teqcycle aufbereiten und weiterverkaufen oder recyceln.

Alternativ können Sie Ihr Handy auch über handysfuerdieumwelt.de einschicken. Die Erlöse gehen nach Angaben des Unternehmens an die Deutsche Umwelthilfe. Allerdings müssen Sie die Portokosten selbst übernehmen. Ansonsten können Sie das Smartphone auch in eine der 1.000 sogenannten Mobile-Boxen einwerfen. Auch hierbei wird Ihr Handy durchgecheckt und weiterverkauft oder recycelt.

Jedes größere Elektronikgeschäft muss Ihr Smartphone annehmen

Anstatt das Handy zu spenden, können Sie es natürlich auch zum Recyclinghof bringen. Bequemer ist es jedoch oft, das Smartphone im Elektronikladen abzugeben. Größere Fachgeschäfte sind dazu verpflichtet, kleinere Elektrogeräte kostenlos entgegenzunehmen und sachgerecht zu entsorgen.

Autor
Arne Düsterhöft
& Co-Autor
Daniel Pöhler

Stand: 18. April 2019


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