Internet-Flat

Mit einer günstigen Internet-Flatrate zuhause surfen

Arne Düsterhöft Stand: 21. Juli 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Die günstigsten Internet-Flats bekommen Sie per TV-Kabel oder als DSL-Tarif über die Telefonleitung. Beim TV-Kabel können Sie jedoch nur den Anbieter wählen, der die Leitung in Ihrem Haus betreibt. Bei DSL-Anbietern haben Sie mehr Auswahl.
  • Wichtigstes Merkmal bei der Wahl der Internet-Flatrate ist ein angemessenes Download-Tempo. Normalnutzer kommen mit 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) aus, Vielsurfer und Familien brauchen hingegen 50 Mbit/s.
  • Kenner können auch einen Blick auf Upload, Vertragslaufzeit, Router-Kosten, Handykosten und Neukunden-Rabatte werfen. Außerdem braucht nicht jeder eine Telefon-Flat.
Finanztip-Empfehlungen
  • DSL für Normalnutzer:Red Internet & Phone 16 DSL von Vodafone für effektiv rund 28 Euro; Komplett basic von Easybell für effektiv rund 29 Euro; DSL 16 von 1&1 für effektiv rund 29 Euro.
  • DSL für Vielsurfer, Familien, WGs: O2 my Home M von Telefónica für effektiv rund 30 Euro; Red Internet & Phone 50 DSL von Vodafone für effektiv rund 32 Euro.
  • Kabel für Normalnutzer: Eazy20 von Eazy für effektiv rund 20 Euro (wo verfügbar); Pure Surf 20 von Pyur (Tele Columbus) für effektiv 20 Euro (wo verfügbar).
  • Kabel für Vielsurfer, Familien, WGs:Red Internet & Phone 50 Cable von Vodafone für effektiv rund 29 Euro.
  • Die Finanztip-Empfehlungen haben wir zuletzt im Februar 2019 in unserem Kabel-DSL-Test erhoben. Wir überprüfen regelmäßig die Preise der empfohlenen Tarife. Wird ein Tarif zu teuer, entfernen wir ihn.

Wie schnell soll mein Download sein? Wie wichtig ist der Upload? Muss ich mir einen eigenen Router kaufen? Die Suche nach der passenden Internet-Flat für die eigenen vier Wände wirft einige Fragen auf. Bei der Flut an Informationen und Produktdetails kann Ihnen der richtige Tarif schnell durch die Lappen gehen. Finanztip gibt Ihnen Tipps an die Hand, damit Sie schnell und unkompliziert eine günstige Internet-Flat finden.

Dein Internet ist in Zeiten von Corona und Homeoffice sehr langsam? Achtung: halte besser dennoch die Füße still und geh nicht sofort zu einem neuen Anbieter. Denn zum einen besteht dabei immer das Risiko, einige Tage ganz ohne Netz dazustehen. Zum anderen kannst Du Deinem Internet aber auch ohne Kündigung schnell auf die Sprünge helfen. Oft reicht es nämlich schon, den Tarif auf den neuesten Stand zu bringen und an die Mehrbelastung anzupassen. Wir erklären Dir, wie Du das ganz einfach hinbekommst.

DSL-Flat oder Kabel-Flat – was ist besser?

In die meisten Wohnungen kommt das Internet durch die Telefondose, also per DSL. Das liegt vor allem daran, dass nur knapp die Hälfte der Haushalte in Deutschland einen TV-Kabelanschluss hat, aber fast jeder einen internetfähigen Telefonanschluss. Sowohl für TV-Kabel als auch für DSL gibt es günstige Internet-Flats. Doch mittlerweile sind die Kabeltarife tendenziell etwas billiger zu haben.

Für welche Anschlussart Sie sich entscheiden, sollten Sie von dem konkreten Angebot vor Ort abhängig machen. Denn beim TV-Kabel können Sie nur den Anbieter wählen, der die Leitung im Gebäude betreibt. Wer das ist, kann Ihnen der Vermieter sagen.

In unserem Internet-Flat-Vergleich haben wir uns die führenden DSL-Anbieter und die größten überregionalen Kabelanbieter angeschaut. Es gibt daneben noch eine Vielzahl von Kabelfirmen, die ihre Tarife nur in einem kleinen Gebiet vertreiben – dort aber sehr häufig gute Angebote haben. In Köln ist beispielsweise Netcologne sehr verbreitet, in München M-net. Wissen Sie, wer das TV-Kabel in Ihrem Haus betreibt, kann es sich lohnen, unsere Empfehlungen mit diesem Kabelanbieter zu vergleichen.

Grundsätzlich machen Sie aber auch mit einer DSL-Internet-Flat nichts verkehrt. Dabei haben Sie immer die Auswahl zwischen mehreren Angeboten. Es kann jedoch sein, dass ein Anbieter einen Regionalzuschlag verlangt (um die 5 Euro im Monat). Das machen die Unternehmen, weil sie die Leitungen häufig von der Telekom anmieten müssen. Durch diesen Aufpreis wird ein günstiger Tarif schnell zu teuer. Nehmen Sie in diesem Fall lieber eine andere Finanztip-Empfehlung. Denn nur weil ein Anbieter einen Aufpreis verlangt, heißt das noch lange nicht, dass andere Anbieter auch mehr Geld von Ihnen fordern.

Glasfaser für Hausbauer, Satellit und Hybrid nur im Notfall

Wer ein Eigenheim baut, kann sich überlegen, eine leistungsstarke Glasfaserleitung legen zu lassen. Allerdings sind diese Internet-Flatrates zurzeit noch verhältnismäßig teuer. Wer weder DSL noch TV-Kabel oder Glasfaser zu Hause hat, muss auf Internet per LTE oder eine Satellitenverbindung ausweichen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber über die verschiedenen Internetanbieter.

Worauf muss ich bei einer Internet-Flat achten?

Günstig sollte die Internet-Flat sein und angemessen schnell – alles Weitere ist Nebensache. Mehr dazu finden Sie weiter unten in diesem Ratgeber. Wie schnell eine Internet-Flat ist, bestimmt vor allem die Download-Geschwindigkeit. Auf das Download-Tempo kommt es an, wenn Sie im Netz surfen, Daten herunterladen oder sich einen Film online anschauen, zum Beispiel per Streaming-Box auf dem Smart-TV.

Immer schnellere Maximalgeschwindigkeiten verleiten leicht dazu, eine überdimensionierte Internet-Flat abzuschließen. Es gibt mittlerweile immer mehr DSL-Tarife mit bis zu 250 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download. Bei einigen Kabel-Internet-Flatrates sind Sie sogar mit 400 Mbit/s und mehr unterwegs. Im Alltag merken Sie von dem Extratempo jedoch nur wenig und zahlen Monat für Monat drauf.

Wichtiger ist es, die eigenen Bedürfnisse richtig einzuschätzen und das dazu passende Download-Tempo zu wählen. Falls das Internet langsamer bei Ihnen zuhause ankommt, als der Anbieter in der Werbung verspricht, ist ein schnellerer Tarif nicht die beste Lösung.

Finanztip hat die besten Internet-Flats für die zwei häufigsten Nutzertypen verglichen:

Normalnutzer - Wer alleine wohnt und das Internet vor allem zum Surfen, E-Mail-Schreiben und Musikhören nutzt, für den ist eine Internet-Flat mit 16 Mbit/s das Richtige. Gelegentlich größere Dateien herunterzuladen ist damit ebenso wenig ein Problem wie Online-Filme in HD anzuschauen.

Vielsurfer, Familien und WGs - Wenn mehrere Leute gleichzeitig im Internet sind, kann das die Geschwindigkeit merklich ausbremsen. Familien mit Teenagern und Wohngemeinschaften sollten daher in der Regel auf eine Internet-Flatrate mit 50 Mbit/s zurückgreifen. Damit können Sie Videos in Ultra-HD online schauen, während in der Küche das Internetradio läuft. Dasselbe gilt auch, wenn Sie häufig von zuhause auf das Netzwerk der Arbeit zugreifen oder ausgiebig Online-Spiele spielen.

Unsere Empfehlungen beinhalten immer eine Telefon-Flat für Anrufe ins Festnetz und die Kosten für einen neuen Router. Wer sein Telefon daheim nur noch zur Dekoration besitzt, kann bei einigen Anbietern die Telefon-Flat auch abbestellen.

Übersicht der Nutzertypen

 DownloadUploadFestnetzHandy
Normalnutzer16 Mbit/s1 Mbit/s

Flatrate

Minutenpreis
Vielsurfer, Familien50 Mbit/s2 Mbit/sFlatrateMinutenpreis

Quelle: Finanztip-Profile (Stand: Februar 2019) 

In der Mischung aus Neukunden-Rabatten, Hardware-Kosten und Einrichtungspreis ist für Verbraucher nur schwer zu erkennen, welche Kosten am Ende insgesamt auf sie zukommen. Daher nennen wir immer einen „Effektivpreis“, denn dadurch lassen sich böse Überraschungen vermeiden.

Die Preise haben wir im Februar 2019 auf den Anbieterseiten erhoben. Je nach aktueller Rabattlage können die Preise für die Tarife mittlerweile etwas schwanken. Wir überprüfen regelmäßig, ob ein Anbieter in der Zwischenzeit bei einer Finanztip-Empfehlungen die Preise angehoben hat. So wurde der Tarif Eazy20 beispielsweise im Zuge der deutschlandweiten Vermarktung 2 Euro teurer. Der Tarif bleibt jedoch weiterhin Finanztip-Empfehlung, weil er auch nach der Preiserhöhung ein günstiges Angebot ist.

Wenn Sie es genauer wissen wollen, können Sie sich unseren Kabel-DSL-Vergleich ansehen.

Unsere Kabel-Empfehlungen für Normalnutzer

Die überregionalen Kabelanbieter haben endlich realistische Tarife für Normalnutzer im Sortiment und nicht nur überdimensionierte Turbo-Verträge. Wer einen Kabelanschluss im Haus hat, kann mit einem Tarifwechsel ordentlich sparen.

Mit effektiv 20 Euro im Monat ist der Tarif Eazy20 unschlagbar günstig (20 Mbit/s Downstream). Den Tarif können Sie deutschlandweit buchen. Voraussetzung ist jedoch, dass Sie einen Kabelanschluss von Vodafone im Haus haben. Der Tarifvermittler Eazy tritt lediglich als Zwischenhändler auf. Den endgültigen Vertrag schließen Sie mit Vodafone. Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich direkt an das Kabel-Unternehmen, ohne einen schlechteren Kundenservice befürchten zu müssen (Stand: Juli 2020).

Der Tarif Pure Surf 20 kostet etwa 20 Euro und bietet einen Download von 20 Mbit/s. Besonderheit bei dem Kabel-Internet-Angebot von Pyur ist, dass es gegen einen Aufpreis auch ohne lange Vertragslaufzeiten auskommt. Pyur ist ein Zusammenschluss verschiedener Kabelanbieter vorwiegend aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Er ist vereinzelt auch in ganz Deutschland zu finden.

Die wichtigsten Tarifmerkmale unserer Kabel-Empfehlungen sehen Sie in der folgenden Tabelle (rechts auf den Pfeil gehen).

Übersicht Kabel-Empfehlungen für Normalnutzer

Eazy
Eazy20
  • sehr günstiger Effektivpreis
  • Telefon-Flat abwählbar
  • nicht in jedem Haushalt verfügbar
Pyur
Pure Surf 20
  • günstiger Effektivpreis
  • Telefon-Flat abwählbar
  • kurze Vertragslaufzeit möglich
  • vor allem in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
  • nicht in jedem Haushalt verfügbar
Nur beim Anbieter abschließbar

Unsere DSL-Empfehlungen für Normalnutzer

Haben Sie keinen Kabelanschluss im Haus, greifen Sie am besten auf einen DSL-Tarif aus unserem Vergleich zurück. Der Tarif Red Internet & Phone 16 DSL von Vodafone ist langfristig mit rund 28 Euro im Monat die günstigste Variante für Normalnutzer (Download 16 Mbit/s). Falls Vodafone Ihnen allerdings einen Regionalzuschlag berechnen möchte, gehen Sie lieber zu einer anderen Finanztip-Empfehlung.

Gerade auf lange Sicht rentiert sich der Tarif Komplett basic von Easybell mit knapp 29 Euro im Monat bei 16 Mbit/s Download. Das Unternehmen steht dafür, sehr modulare Tarife anzubieten, ohne den Grundpreis durch kurzfristige Sonderangebote zu verzerren. Dafür bekommen Sie am Anfang allerdings auch kaum einen Neukunden-Rabatt. Besonders günstig wird der Tarif, wenn Sie Ihren eigenen Router mitbringen und auf die Telefon-Flatrate verzichten. Sie können den Tarif monatlich kündigen.

Mit etwas mehr als 29 Euro im Monat ist auch der Tarif DSL 16 von 1&1 empfehlenswert. 1&1 setzt dabei sehr stark auf Anfangsrabatte und eine geringe Einrichtungsgebühr. Damit ist der Tarif für wechselfreudige Kunden erschwinglich. Und auch in der monatlich kündbaren Variante ist er nicht übermäßig teuer. 

Die wichtigsten Tarifmerkmale unserer DSL-Empfehlungen sehen Sie in der folgenden Tabelle (rechts auf den Pfeil gehen).

Übersicht DSL-Empfehlungen für Normalnutzer

Vodafone
Red Internet & Phone 16 DSL
  • bundesweit verfügbar in den meisten Haushalten
  • günstiger Effektivpreis
  • geringe Anfangskosten
  • verlangt vermehrt 5 Euro Regionalzuschlag
Easybell
Komplett basic
  • bundesweit verfügbar in den meisten Haushalten
  • Telefon-Flat abwählbar
  • kurze Vertragslaufzeit
  • hohe Anfangskosten
Nur beim Anbieter abschließbar
1&1
DSL 16
  • bundesweit verfügbar in den meisten Haushalten
  • geringe Anfangskosten
  • auch mit kurzer Laufzeit verfügbar

Unsere Kabel-Empfehlung für Vielsurfer, Familien und WGs

Der Tarif Red Internet & Phone 50 Cable kostet effektiv rund 29 Euro im Monat. Gerade der Upload von 4 Mbit/s ist für einen Kabel-Tarif ordentlich, und mit 50 Mbit/s Download-Tempo können auch mehrere Personen parallel im Internet fernsehen, spielen oder chatten.

Die wichtigsten Tarifmerkmale unserer Kabel-Empfehlung sehen Sie in der folgenden Tabelle (rechts auf den Pfeil gehen).

Übersicht Kabel-Empfehlungen für Vielsurfer, Familien und WG

Vodafone
Red Internet & Phone 50 Cable
  • günstiger Effektivpreis
  • geringe Anfangskosten
  • nicht in jedem Haushalt verfügbar

Unsere DSL-Empfehlungen für Vielsurfer, Familien und WGs

Haben Sie keinen Kabelanschluss im Haus, greifen Sie am besten auf einen Tarif aus unserem DSL-Vergleich zurück. Der O2 my Home M von Telefónica kostet effektiv etwas mehr als 30 Euro im Monat. Die 50 Mbit/s Download-Tempo reichen auch für mehrere datenintensive Anwendungen gleichzeitig. Das Besondere bei O2: Sie können mit Ihrem Festnetz-Telefon auch kostenlos auf dem Handy anrufen.

Alternativ können Sie auch zum Tarif Red Internet & Phone 50 DSL von Vodafone greifen, für rund 32 Euro im Monat. Durch Rabatte ist er auf kurze Sicht etwas günstiger und hat ebenso 50 Mbit/s im Download. Allerdings müssen Sie dabei die Gespräche ins Mobilfunknetz extra zahlen.

Die wichtigsten Tarifmerkmale unserer DSL-Empfehlungen, sehen Sie in der folgenden Tabelle (rechts auf den Pfeil gehen).

Übersicht DSL-Empfehlungen für Vielsurfer, Familien und WGs

Telefónica
O2 my Home M
  • bundesweit verfügbar in den meisten Haushalten
  • kostenlose Gespräche zum Handy
  • schneller Upstream
Vodafone
Red Internet & Phone 50 DSL
  • bundesweit verfügbar in den meisten Haushalten
  • geringe Anfangskosten
  • schneller Upstream

Die richtige Internet-Flat für Kenner

Neben den Hauptmerkmalen Preis und Download-Tempo gibt es einige weitere Tarifkonditionen, auf die Sie bei Ihrer Wahl der passenden Internet-Flatrate achten können:

Upload - Die Upload-Geschwindigkeit ist für alle interessant, die große Daten in der Cloud speichern. Bei geringem Upload-Tempo kann es schon mal eine Stunde länger dauern, bis Fotos und Videos hochgeladen sind. Aber auch wer viel im Homeoffice arbeitet und seine Daten häufig auf das Arbeitsnetzwerk laden muss, sollte auf den Upload achten. Gleiches gilt für Videotelefonie per Skype und ähnlichen Programmen. DSL-Internet-Flats haben normalerweise einen besseren Upload als Internet-Flatrates per TV-Kabel.

Kündigungsfrist - Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, wie lange Sie in Ihrer Wohnung wohnen werden, sollten Sie einen monatlich kündbaren Tarif abschließen. Zwar können Sie Ihre alte Internet-Flatrate normalerweise in Ihr neues Zuhause mitnehmen. Manchmal ist der alte Anbieter aber nicht am neuen Wohnort verfügbar. Dann zahlen Sie im schlimmsten Fall einige Monate doppelt. Pyur, Easybell, 1&1, Telefónica (O2) und Congstar bieten auch Internet-Flats ohne lange Laufzeiten an.

Bevor Sie zum neuen Anbieter wechseln, kündigen Sie Ihren alten DSL-Vertrag mit dem Finanztip-Musterschreiben besonders schnell.

Zum Download

Router-Kosten - Damit das Internet aus der Dose auch am Computer oder auf dem Handy ankommt, braucht es einen Internet-Router. Seit der Router-Freiheit im Sommer 2016 können Internetnutzer selbst wählen, welches Gerät sie dafür verwenden wollen. Wer einen eigenen Router hat, kann sich die Kosten für die Miete beim Anbieter sparen. Auf lange Sicht kann es sich auch lohnen, den Router beim Anbieter zu kaufen statt zu mieten. W-Lan sollte der Router dann aber auf jeden Fall können.

Handyaufpreis - Bei den meisten Handytarifen ist die mobile Telefon-Flat fast selbstverständlich geworden. Beim Festnetz-Anschluss sieht das anders aus – dort gilt die Telefon-Flatrate nur für das Festnetz. Ausnahme sind die Tarife von O2: Kunden von Telefónica können grundsätzlich umsonst vom Festnetz in alle Mobilfunknetze telefonieren. Vieltelefonierer können sich mit einem O2-Tarif teure Telefonrechnungen sparen.

Wenignutzer - Für Gelegenheitsnutzer, die nur ab und an ihre E-Mails abrufen möchten, bieten die Anbieter kaum eigene Tarife an. Wenignutzer können getrost auf die Empfehlung für Normalnutzer zurückgreifen. Bei einigen Anbietern können Kunden allerdings die Telefon-Flat abbestellen (Eazy, Pyur, Easybell, Congstar). So lassen sich zwischen 3 und 5 Euro im Monat sparen.

Schnäppchenjäger - Die meisten Verträge laufen für zwei Jahre, in denen Neukunden satte Rabatte einsacken können. Stammkunden zahlen bei vielen Anbietern dagegen gut und gerne 120 Euro mehr im Jahr. Wenn es Ihnen nicht zu mühsam ist, zu wechseln, können Sie alle zwei Jahre einen anderen Anbieter suchen und aufs Neue auf Schnäppchenjagd gehen. Oftmals muss es übrigens gar nicht bis zur Kündigung kommen. Viele Anbieter geben bereits einen neuen Rabatt, wenn Stammkunden bei der Kunden-Hotline sagen, dass sie kündigen wollen.

Wie klappt der Anbieterwechsel?

Der Wechsel von einem Anbieter zum anderen funktioniert am einfachsten über das Online-Formular des neuen Anbieters. Um die meisten Formalitäten kümmert sich der Neue dann selbst. Schließlich möchte er Sie als Kunden gewinnen. Allerdings sollten Sie beim Ausfüllen penibel darauf achten, dass Ihre Angaben richtig sind. Der alte Anbieter macht sich häufig kleinste Fehler zunutze, um Sie nicht pünktlich aus dem Vertrag zu lassen. Schließlich will er weiter an Ihnen verdienen.

Die technische Umstellung kann einige Wochen dauern. Damit Sie zwischenzeitlich nicht ohne Internet dastehen, sollten Sie dem neuen Anbieter genügend Vorlauf geben. Worauf Sie noch achten sollten und wie Sie typische Fehler vermeiden können, lesen Sie in unserem DSL- und Kabel-Vergleich.

So haben wir getestet

Im Februar 2019 hat Finanztip die Telefon- und Internet-Flats der führenden DSL- und Kabel-Anbieter verglichen. Bei neun Unternehmen haben wir Tarife für die drei geläufigsten Nutzertypen abgefragt. Die wichtigsten Ergebnisse haben wir in der untenstehenden Tabelle zusammengefasst. Eine ausführliche Beschreibung unseres Vorgehens finden Sie im Ratgeber DSL- und Kabel-Vergleich.

Wir überprüfen regelmäßig, ob ein Anbieter im Nachhinein bei einer Finanztip-Empfehlungen die Preise anhebt. Wird ein Tarif teurer als vergleichbare Angebote oder erfüllt er nicht länger die Finanztip-Testkriterien, entfernen wir ihn.

Welche Internetanbieter wir in unserem Kabel- und DSL-Tarifvergleich berücksichtigt haben, sehen Sie in der folgenden Tabelle (rechts auf den Pfeil gehen).

Die Tarife für Normalnutzer

Die Tarife für Vielnutzer

Autor
Arne Düsterhöft

Stand: 21. Juli 2020


* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.