Alterszuschlag

Mit dem Alter steigt der Beitrag zur Autoversicherung

Kathrin Gotthold
Finanztip-Expertin für Versicherungen
20. Oktober 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Ältere Fahrer zahlen in der Autoversicherung mehr.
  • Bei einigen Versicherungen zieht der Beitrag in der Kfz-Versicherung schon ab 65 Jahren an. Von 75-Jährigen verlangen Versicherer im Schnitt fast 50 Prozent mehr als von 55-Jährigen.
  • Alterszuschläge unterscheiden sich von Versicherung zu Versicherung stark. Ein Versicherungsvergleich kann sich für Senioren daher besonders auszahlen.
So gehst Du vor
  • Finanztip-Empfehlung bei der Suche nach einer guten Autoversicherung: Am meisten kannst Du sparen, indem Du Vergleichsportal und Direktversicherer kombinierst. Berechne zunächst die günstigste Kfz-Versicherung auf Verivox oder Check24. Und lass Dir dann ein Angebot von der Huk24 machen.

Obwohl Senioren nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil seltener in Verkehrsunfälle verwickelt sind, werden die meisten Kfz-Versicherungen mit dem Alter immer teurer. Offenbar halten viele Versicherer ältere Fahrer für ein Sicherheitsrisiko. Ein Versicherungsvergleich kann sich für Senioren besonders auszahlen, denn nicht alle Versicherungen erheben Atersaufschläge in gleicher Höhe.

Ab welchem Alter wird es teurer?

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) empfiehlt seinen Mitgliedsunternehmen Aufschläge für Fahrer ab 68 Jahren. Laut Statistik der Versicherungswirtschaft verursachen Senioren zum einen teurere Schäden und zum anderen Schäden, die nicht der Polizei gemeldet und daher nicht vom Amt erfasst werden.

Über-80-Jährige sind beispielsweise für die Hälfte mehr an Kosten als ein durchschnittlicher Fahrer verantwortlich. Allerdings steigt die Schadenshäufigkeit laut GDV erst ab 75 Jahren an. Warum er dennoch schon früher Aufschläge empfiehlt, wird nicht deutlich.

Wer schon lange unfallfrei fährt, profitiert vom Rabatt in den höheren Scha­den­frei­heits­klas­sen. Der drückt den Beitrag. Dadurch merken viele Senioren gar nicht, dass ihr Grundbeitrag wegen ihres Alters steigt. Erst wenn man sich die Beiträge mit konstantem Schadenfreiheitsrabatt anschaut, fallen die Aufschläge auf. Das hat Finanztip getan.  

Die aktuelle Finanztip-Studie zeigt, dass schon 65-Jährige im Schnitt 8 Prozent mehr bezahlen als 55-jährige Fahrer. Und einen 75-Jährigen kostet seine Kfz-Versicherung im Schnitt 48 Prozent mehr als einen Mittfünfziger.

Die Höhe der Altersaufschläge unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer deutlich. Auch das zeigt unsere Studie. Deshalb lohnt sich insbesondere für Senioren der Vergleich und gegebenenfalls auch ein Wechsel.

Senioren sollten jährlich ihre Kfz-Versicherung prüfen

Unser Tipp: Senioren sollten ihre Auto-Versicherung am besten jährlich überprüfen und gegebenenfalls zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Alle Details dazu findest Du in unserem Ratgeber Kfz-Versicherung wechseln.

Wer nicht wechseln möchte, sollte wenigstens die gefahrenen Kilometer pro Jahr überprüfen und wenn möglich anpassen. Damit lassen sich häufig schon ein paar Euro sparen. 

So haben wir gerechnet

IIn einer Studie im August 2020 haben wir zehn Profile für unterschiedliche Fahrer erstellt und für diese auf dem Vergleichsportal Nafi-Auto Preise abgefragt. Dann variierten wir das Alter. Alle anderen Merkmale des Fahrers hingegen blieben gleich. So haben wir Preise für einen 55-, 65-, und 75-Jährigen erhoben.

Die jeweils ersten 30 Ergebnisse für jeden Fahrer gingen in unsere Berechnungen ein. Wir haben die durchschnittliche Abweichung aller Tarife für die verschiedenen Altersklassen errechnet. Außerdem haben wir den Aufschlag der einzelnen Anbieter ausgewertet. Welche weiteren Aspekte rund um die Kfz-Versicherung wir untersucht haben, haben wir für Dich im Artikel zu den Kfz-Tarifmerkmalen zusammengefasst.

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