Tarifmerkmale

Wenigfahrer bis Mitte 50 zahlen am wenigsten

Das Wichtigste in Kürze

  • Persönliche Merkmale wie Alter, Beruf oder Immobilienbesitz beeinflussen den Preis der Kfz-Versicherung nicht so stark.
  • Aber je nachdem, wie Sie Ihr Auto nutzen, senkt das den Beitrag deutlich. Eine Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung und ein kleiner Fahrerkreis sparen viel Geld. Sie sparen außerdem, wenn Sie jährlich zahlen.
  • Wenn Sie etwas nicht oder falsch mitgeteilt haben, sollten Sie das nachmelden oder korrigieren. Sonst droht Ihnen neben einer Nachzahlung möglicherweise eine Vertragsstrafe.

So gehen Sie vor

  • Mit einigen Merkmalen wie der Fahrleistung, dem Alter und einem Selbstbehalt lässt sich eine Menge Geld sparen. Überlegen Sie, ob Sie diese für sich nutzen können.
  • Sparen Sie mit dem doppelten Vergleich: Machen Sie Ihre Angaben bei einem günstigen Anbieter und überprüfen Sie das Ergebnis bei einem zweiten. Wir empfehlen Check24, Verivox und die Huk24.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zu Kfz-Versicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Wer sich schon einmal durch einen Tarifvergleich zur Kfz-Versicherung gekämpft hat, weiß, dass es eine Weile braucht, um alle Felder auszufüllen. In der Hoffnung, mit dieser Fleißarbeit den absolut günstigsten Preis abzugreifen, geben die meisten Nutzer viel von ihren persönlichen Daten preis. Dabei spielen die meisten davon für die Preisfindung kaum eine Rolle. Unser Rat: Geben Sie daher nur die Daten ein, die sich wirklich auf die Kosten der Kfz-Versicherung auswirken.

Wovon hängt der Preis der Kfz-Versicherung ab?

Wie hoch die Kosten für eine Kfz-Versicherung sind, hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen kommt es darauf an, ob Sie das Auto nur haftpflichtversichern oder auch eine Kaskoversicherung dazubuchen, die Ihr eigenes Auto gegen Schäden absichern soll. Die Wahl der Elemente und Klauseln beeinflusst den Preis.

Zusätzlich spielen aber auch Ihre persönlichen Merkmale beim Preis eine Rolle. So lesen Versicherungen aus Statistiken heraus, welche Fahrer in der Regel weniger Schäden verursachen. Für diese Kunden ist eine Autoversicherung günstiger als für statistisch unfallträchtigere Fahrer.

Finanztip hat im Juli 2018 erneut untersucht, wie sich die Preise der jeweils 30 günstigsten Versicherungen für mehrere ausgewählte Profile verändern, wenn man bestimmte Leistungen dazubucht und bestimmte Merkmale beim Abschluss der Kfz-Versicherung angibt oder nicht. Einzelheiten zu unserer Datenerhebung lesen Sie weiter unten.

Welche Merkmale treiben den Preis wirklich?

Während sich niemand Kinder oder Beruf passend für die Kfz-Versicherung aussuchen kann, lässt sich an anderen Merkmalen ein bisschen drehen, um eine günstigere Autoversicherung zu bekommen.

Weitere Fahrer - Durch die richtige Angabe weiterer Fahrer lässt sich manchmal erheblich sparen. Die teuerste Variante ist, den Fahrerkreis als unbeschränkt anzugeben. Das kostet im Schnitt doppelt so viel wie nur den Versicherungsnehmer als Fahrer zu melden. Den größten Anteil an einem deutlich höheren Beitrag hat ein mitfahrendes Kind ohne Fahrpraxis. In diesem Fall verlangen die Versicherer unserer Untersuchung zufolge im Durchschnitt 96 Prozent mehr Prämie.

Tipp: Wenn Sie mehrere Autos in der Familie haben, melden Sie eines der Fahrzeug auf den Nachwuchs an und halten Sie Ihr Kind aus dem anderen Vertrag ganz heraus. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Vertrag Ihres Kindes günstig zu gestalten: Über eine gute Zweitwagenregelung kann sich Ihr Nachwuchs einen eigenen Schadenfreiheitsrabatt erfahren oder Sie nutzen Telematik-Tarife.

Der Ehe- oder Lebenspartner kostet nur einen winzigen Aufpreis im Cent-Bereich. Falls möglich, sollten Sie so wenige Fahrer wie möglich auf ein Auto anmelden.

Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung - Wenn Sie eine Voll- oder Teilkaskoversicherung abschließen, sollten Sie auch eine Selbstbeteiligung vereinbaren. In dieser Höhe tragen Sie jeden Schaden selbst und können erheblich bei der Versicherung sparen.

In unserer Untersuchung im Juli 2018 zeigte sich klar, dass eine Selbstbeteiligung den Beitrag ordentlich drückt. Ein Eigenanteil von 150 Euro in der Teilkaskoversicherung spart durchschnittlich 23 Prozent Prämie. 300 Euro Selbstbeteiligung erhöhen die Ersparnis auf durchschnittlich 31 Prozent.

In der Vollkaskoversicherung verringert sich die Prämie um durchschnittlich 20 Prozent, wenn Sie bei jedem Schaden 150 Euro selbst zahlen. Um 26 Prozent sinkt der Beitrag durchschnittlich bei einem Selbstbehalt von 300 Euro. Gehen Sie mit der Selbstbeteiligung sogar auf 500 Euro, sparen Sie durchschnittlich satte 29 Prozent im Vergleich zu einem Tarif ohne Selbstbehalt. In jeder Vollkaskoversicherung steckt auch immer automatisch eine Teilkasko mit drin. Die Selbstbeteiligung für diese haben wir jeweils auf 150 Euro festgelegt.

Finanztip empfiehlt in der Teilkasko einen Selbstbehalt von 150 Euro, in der Vollkasko von 300 Euro.

Fahreralter - Bis 55 Jahre ist alles noch in Ordnung, danach wird es teurer. Bereits 65-jährige Fahrer zahlen im Durchschnitt 11 Prozent mehr Beitrag. Richtig happig wird es aber für diejenigen, die noch mit 75 Jahren mit dem eigenen Auto unterwegs sind. Von ihnen verlangten die Versicherer laut unserer Untersuchung 2018 durchschnittlich 57 Prozent Aufschlag im Vergleich zu einem Mittfünfziger – und das sogar bei günstigen Tarifen.

Wir empfehlen ohnehin, jährlich zu schauen, ob Ihr Vertrag nicht günstiger werden kann. Eine hohe Schadenfreiheitsklasse kann nicht automatisch verhindern, dass Tarifaufschläge für ältere Fahrer drohen.

Wenn Sie jünger als 30 Jahre sind, kommt für Sie vielleicht ein Telematik-Tarif infrage. Dabei wird sicheres Fahrverhalten mit nachträglichen Rabatten belohnt. Angeboten werden diese Tarife allerdings nur bis zu einem bestimmten Alter des Versicherten.

Was hat außerdem Einfluss auf den Beitrag?

Kilometerleistung - Bei der Kilometerleistung lohnt es sich, eher vorsichtig zu schätzen als großzügig draufzuschlagen. Denn je mehr Kilometer Sie angeben, desto teurer wird der Versicherungsbeitrag. 15.000 Kilometer im Jahr kosten durchschnittlich 7 Prozent mehr als 10.000 Kilometer. 20.000 sind durchschnittlich 12 Prozent teurer als 15.000 Kilometer, und 25.000 kosten nochmal 11 Prozent mehr als 20.000 Kilometer Jahresfahrleistung.

Beitragszahlung - Es ist immer ein großer Batzen Geld, der zum Jahresanfang vom Konto abgeht. Aber es lohnt sich, den Beitrag zur Kfz-Versicherung auf einen Schlag zu begleichen. Wer stattdessen mehrmals pro Jahr einen Teilbetrag überweist oder abbuchen lässt, zahlt drauf. Laut unserer Untersuchung muss der, der zwei Rechnungen im Jahr zahlt, knapp 4 Prozent mehr berappen. Eine vierteljährliche Zahlweise kostet durchschnittlich 7 Prozent mehr Jahresbeitrag, für eine monatliche beträgt der Aufschlag durchschnittlich sogar 8,6 Prozent.

Die monatliche Zahlung bieten viele Versicherungen gar nicht an. Wer darauf besteht, schränkt seine Tarifauswahl unnötig ein.

Werkstattbindung - Wer nach einem Kaskoschaden statt der nächstbesten Werkstatt eine Partnerwerkstatt seiner Kfz-Versicherung besucht, bekommt die Versicherung günstiger. Denn Werkstatt und Assekuranz haben in Verträgen Sonderpreise für Reparaturen vereinbart. Für die Versicherung bedeutet das niedrigere Rechnungen, die sie nach einem Schaden begleichen muss.

Den Kostenvorteil gibt sie an ihre Versicherten weiter. Wer die Werkstattbindung akzeptiert, spart in unserer Modellrechnung durchschnittlich 10 Prozent, in der Spitze war ein Nachlass von bis zu 19 Prozent drin.

Wer sich auf die Werkstattbindung einlassen möchte, sollte vorher prüfen, wo die nächste Partnerwerkstatt der Versicherung ist. Besonders auf dem Land sind die Entfernungen manchmal recht groß. Vorsicht gilt auch bei Neuwagen. Verwendet die Werkstatt keine Original-Ersatzteile, kann die Herstellergarantie verloren gehen. Achten Sie daher darauf oder verzichten Sie auf die Werkstattbindung.

Meist gar nicht möglich ist die Werkstattbindung bei geleasten oder fremdfinanzierten Autos. Denn Leasing- und Kreditverträge legen meist fest, dass Reparaturen nur in Werkstätten erfolgen dürfen, die vom Hersteller dazu autorisiert wurden.

Welche Tarif-Merkmale spielen praktisch keine Rolle?

Abstellort - Es wirkt sich auf Ihren Beitrag zur Kfz-Versicherung praktisch nicht aus, wo Ihr Auto die Nächte verbringt. Gerade mal durchschnittlich 2 Prozent weniger Beitrag zahlen Sie, wenn Sie Ihren Wagen regelmäßig in einer Garage abstellen. Und noch etwas zeigt sich deutlich: Tiefgaragen sind Garagen praktisch gleichgestellt, der durchschnittliche Tarifnachlass ist minimal geringer, beträgt gerundet aber auch 2 Prozent.

Treibstoff - Auf den Abgasskandal bei VW, Mercedes und anderen Autoproduzenten reagiert die Versicherungswirtschaft offenbar gelassen: Es ist egal, ob Sie Ihr Auto mit Diesel oder Benzin tanken – bei sonst gleichen Merkmalen reagiert der Beitrag nicht auf den Tankinhalt. Wir haben in unserer Untersuchung im Juli 2018 zu unseren Profilautos ein vergleichbares Modell mit der jeweils anderen Kraftstoffart gerechnet und stellten keine wirklichen Unterschiede fest.

Dennoch können Dieselfahrzeuge teurer sein als Benziner. Das ist dann der Fall, wenn die Typklassen von Dieselautos höher sind als die von vergleichbaren Benzinern. Dass diese Diesel eine höhere Typklasse haben, hat statistische Gründe: Damit ereignen sich mehr Unfälle oder sie sind teurer in der Reparatur.

Was müssen Sie außerdem unbedingt beachten?

Grundsätzlich ist es günstiger, Sie nehmen erst einmal alle sich bietenden Vorteile mit. Wenn sich dann doch unerwartet etwas ändert, können Sie das immer noch korrigieren. Das heißt: Geben Sie Ihre Jahresfahrleistung besser im unteren Bereich an und melden Sie nach, wenn Sie doch mehr fahren. Wenn Sie aus Vorsichtsgründen eine höhere Jahresfahrleistung angeben und dann tatsächlich weniger gefahren sind, melden Sie das auch Ihrer Versicherung. Im besten Fall bekommen Sie Geld zurück.

Wenn sich im Laufe des Jahres herausstellt, dass Sie falsche Angaben gemacht haben, müssen Sie das grade ziehen. Dabei gilt grob, dass Sie Änderungen, die Sie Geld kosten, unbedingt von sich aus korrigieren sollten. Dann zahlen Sie zwar Beitrag nach, entgehen so aber möglichen Vertragsstrafen. Ihr Versicherungsschutz ist nicht in Gefahr.

Keine Angst bei Ausnahmen

Wenn Sie Ihren Garagenwagen mal eine Nacht an der Straße abgestellt haben statt ihn in die Garage zu fahren, müssen Sie deswegen nicht gleich Ihren Vertrag umstellen. Sie können auch gefahrlos Ihrem Nachbarn für den einen Nachmittag Ihr Auto geben, damit dieser seine Mutter vom Flughafen abholen kann. Erst wenn aus einer Ausnahme die Regel wird, melden Sie das Ihrer Versicherung.

Mehr zur Kfz-Versicherung in unserem Ratgeber

Silke Kursawe
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Mindestens zwei Internetportale nutzen

  • Vollkasko kann billiger als Teilkasko sein.
  • Versichern Sie grobe Fahrlässigkeit und Mallorca-Police.
  • Werkstattbindung ist sinnvoll und spart Geld.

» Zum Ratgeber

Empfohlene Vergleichsportale und Anbieter:

So finden Sie die passende Versicherung

Machen Sie immer zwei Vergleiche. Nutzen Sie dafür mindestens ein Vergleichsportal. Auch der Vergleich mit dem Preis eines Direktversicherers kann sinnvoll sein.

Was kostet der Zusatzschutz zur Haftpflichtversicherung?

Der Schutz der Haftpflichtversicherung lässt sich durch einige Zusatzklauseln sinnvoll erweitern. Finanztip hat für einige in der Erhebung im August 2016 ausgerechnet, was der Zusatzschutz kostet. Details zur Untersuchung finden Sie am Ende des Textes.

Erhöhte Deckungssumme - Finanztip empfiehlt, bei der Haftpflichtversicherung auf eine erhöhte Deckungssumme zu achten. Statt der gesetzlich vorgeschriebenen 7 Millionen Euro bei Personenschäden zahlt die Versicherung dann bis zu 50 oder 100 Millionen Euro. Dieser Zusatzschutz kostet laut unserer Studie kaum Aufpreis. Die meisten guten und trotzdem günstigen Tarife bieten standardmäßig höhere Versicherungssummen.

Wer explizit nach Angeboten ohne diesen erhöhten Schutz sucht, findet nur wenige Basis-Tarife, die darauf verzichten. Diese gehörten in unserem Test dennoch nicht zu den günstigsten Ergebnissen für unsere Muster-Profile. Durch den Verzicht lässt sich dementsprechend nichts sparen.

Mallorca-Police - Ähnlich sieht es bei der Mallorca-Police aus. Diese Zusatzklausel hebt die Haftpflicht-Versicherungssumme von Mietwagen im Ausland auf das heimische Niveau an. Die meisten Tarife haben die Mallorca-Police standardmäßig mitversichert, bis auf wenige Basis-Tarife. Auch bei dieser Auswertung waren die Basis-Tarife aber nie das günstigste Angebot.

Schutzbrief - Ein Schutzbrief der Kfz-Versicherung bietet ähnliche Leistungen wie der ADAC oder andere Pannenhilfe-Dienste. Abgedeckt sind in der Regel Pannenhilfe und Abschleppen, außerdem gegebenenfalls Übernahme der Kosten für Übernachtungen oder Mietwagen.

Manchmal ist die Übernahme der Kosten durch die Kfz-Versicherung gedeckelt, die Leistungen von anderen Pannendiensten oft umfangreicher. Dafür ist der Schutzbrief in der Kfz-Versicherung erheblich günstiger. Im Durchschnitt verlangt eine Gesellschaft dafür etwa 13 Euro pro Jahr. Die Abweichungen nach oben und unten sind allerdings erheblich.

Was kostet der Zusatzschutz zur Kaskoversicherung?

Auch die Kaskoversicherung lässt sich durch Zusatzklauseln erweitern. Wir haben deren Auswirkungen auf den Preis im August 2016 berechnet.

Grobe Fahrlässigkeit - Wer grob fahrlässig einen Schaden verursacht, bekommt von der Versicherung möglicherweise den Schaden nicht voll erstattet. Um sich dagegen und gegen Streitigkeiten zu schützen, ist es sinnvoll die Klausel „Verzicht auf Einrede der groben Fahrlässigkeit“ mitzuversichern. Dann verzichtet der Anbieter auf das Recht, die Auszahlung zu kürzen. Der Zusatzschutz kostet bei den meisten Tarifen keinen Aufschlag. Auch die günstigsten Tarife hatten in unserer Studie die grobe Fahrlässigkeit fast immer eingeschlossen. Bei den wenigen Tarifen im Test, die Varianten mit und ohne diese Klausel boten, lag der Preisunterschied nur bei 2 Prozent.

Marderschäden mit Folgeschäden - Marder knabbern gerne an Autoschläuchen. Der Schaden ist in der Teilkasko-Police abgesichert. Geht als Folge der Knabberei allerdings der Motor kaputt, ist das eigentlich nicht versichert. Mit der Klausel „Marderschäden mit Folgeschäden“ lässt sich der Schutz jedoch erweitern. Oft ist die Erstattungssumme der Folgekosten auf 3.000 Euro begrenzt. Viele gute Tarife versichern auch Folgeschäden bereits standardmäßig mit, es kostet also keinen Aufpreis. Bei den wenigen Tarifen ohne diese Klausel kostet der Zusatzschutz durchschnittlich 2,9 Prozent mehr.

Erweiterte Wildschäden - Ähnlich sieht es beim Schutz „erweiterte Wildschäden“ aus. Wer sein Auto gegen Unfälle mit Tieren aller Art absichern möchte (nicht nur gegen das übliche Haarwild), bekommt die Zusatzklausel meist kostenlos. Verlangen Anbieter einen Aufpreis, liegt der bei durchschnittlich 2,2 Prozent.

Neuwertentschädigung - Die Neuwertentschädigung ist eine Ergänzung zur Vollkaskoversicherung. Bei Totalschaden oder Diebstahl des Autos ersetzt die Kfz-Versicherung für einen bestimmten Zeitraum nicht nur den Zeitwert, sondern den Neuwert des Wagens. Die meisten Anbieter ersetzen den Neuwert 6, 12 oder 24 Monate lang, je nach Vereinbarung. Tarife mit Neuwertentschädigung kosten im Schnitt 10 Prozent mehr.

Pickt man sich allerdings nur die jeweils günstigsten Tarife für unsere Musterprofile heraus, ergibt sich ein anderes Bild: Bei diesen lag der Aufschlag nur noch bei durchschnittlich 1,6 Prozent. Gute und trotzdem günstige Tarife versichern die Neuwertentschädigung meist für mindestens zwölf Monate kostenfrei mit.

Erweiterte Elementarschäden - Eine Absicherung gegen erweiterte Elementarschäden wie Lawinen oder Muren (Ströme aus Schlamm und Geröll) kann in Bergregionen oder am Hang sinnvoll sein. Im Schnitt kosteten Tarife mit dem Zusatzschutz gut 28 Prozent Aufpreis. Allerdings hängt dieser stark vom Wohnort ab. In gefährdeten Regionen schlagen Versicherungen deutlich mehr auf als in ungefährlichen Gebieten. In unserem Test lagen die Zusatzkosten für unsere verschiedenen Profile zwischen 0 und 45 Prozent. Zusätzlich verringert sich die Auswahl verfügbarer Tarife erheblich. Viele Anbieter haben den Zusatzschutz anscheinend nicht im Programm.

Sonderausstattung - Was genau zur Sonderausstattung eines Fahrzeugs zählt, legt jede Versicherung in ihren Bedingungen fest. Wer aber besondere Ein- und Anbauten an seinem Auto hat, sollte sich um die Absicherung der Sonderausstattung Gedanken machen: Die meisten Anbieter versichern Sonderausstattung bis 5.000 oder 10.000 Euro ohne Aufpreis mit. Wer an oder über den Wert von 10.000 Euro kommt, sollte jedoch genau vergleichen.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu Kfz-Versicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

So haben wir untersucht

Merkmalsstudie 2018

Für unsere Untersuchung im Juli 2018 haben wir zehn typische Musterprofile erstellt. Für alle zehn Musterprofile haben wir die Preise auf dem Vergleichsportal Nafi-Auto abgefragt. Diese Basis-Profile haben wir variiert und dann die jeweils 30 günstigsten Angebote auf dem Vergleichsportal abgefragt.

Für jedes Musterprofil veränderten wir alle Merkmale, so dass jede Merkmalsausprägung einmal für alle zehn Profile abgefragt wurde. Für die Studie variierten wir an allen zehn Musterprofilen die folgenden zehn Merkmale mit insgesamt 31 Ausprägungen:

  • Abstellort: Garage, Tiefgarage oder Straße
  • Alter des Versicherungsnehmers: 55, 65 und 75 Jahre
  • Fahrerkreis: Versicherungsnehmer (VN), VN und Partner, VN und Partner und Kind als Fahranfänger, beliebig
  • Kilometerleistung: 10.000, 15.000, 20.000 und 25.000 Kilometer
  • Kraftstoff: Benziner oder Diesel
  • Selbstbeteiligung Teilkasko: 0, 150, 300 Euro
  • Selbstbeteiligung Vollkasko: 0, 150, 300, 500 Euro mit jeweils 150 Euro SB in der Teilkasko
  • Vorschäden: ja oder nein
  • Werkstattbindung: mit oder freie Werkstattwahl
  • Zahlweise: jährlich, halbjährlich, vierteljährlich, monatlich

Merkmalsstudie 2016

Im August 2016 haben wir sechs typische Musterprofile erstellt. Für alle sechs Musterprofile haben wir die Preise auf dem Vergleichsportal Nafi-Auto abgefragt. Diese Basisprofile haben wir variiert und dann jeweils die bis zu 30 günstigsten Angebote auf dem Vergleichsportal abgefragt.

Für jedes Musterprofil variierten wir alle Merkmale, so dass jede Merkmalsausprägung einmal für alle sechs Profile abgefragt wurde. Für Merkmale der Kaskoversicherung stellten wir in unseren Musterprofilen ohne Kasko-Police auf Vollkasko um.

Aus den ermittelten Versicherungsangeboten errechneten wir Durchschnittswerte und Differenzen zum Musterprofil oder zur Vollkasko-Version des Musterprofils.

Für die Studie variierten wir an allen sechs Musterprofilen folgende 24 Merkmale:

  • Kilometerleistung: 10.000, 15.000, 25.000 und 35.000 Kilometer
  • Alter: 55, 65 und 75 Jahre
  • Schutzbrief
  • Rabattschutz
  • Zahlweise: jährlich, halbjährlich, vierteljährlich, monatlich
  • Fahrerkreis: Versicherungsnehmer (VN), VN und Partner, VN und Partner und Fahranfänger, unbeschränkt
  • Beamter
  • Wohneigentum
  • erhöhte Deckungssumme
  • Kinderbonus
  • Bahncard
  • Finanzierung
  • Mallorca-Police
  • Versicherungswechsel in vergangenen fünf Jahren
  • grobe Fahrlässigkeit
  • Garage
  • Sonderausstattung
  • erweiterte Elementarschäden
  • Neuwertentschädigung
  • erweiterte Wildschäden (Tiere aller Art)
  • Marderschäden mit Folgeschäden
  • Werkstattwahl
  • Selbstbeteiligung Teilkasko: 0, 150, 300 Euro
  • Selbstbeteiligung Vollkasko: 0, 150, 300, 500, 1.000 Euro mit 150 Euro SB in der Teilkasko

Sollen wir Sie
zu Kfz-Versicherung
sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten?

Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps - kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

  • Wertvolle Spartipps für Ihr Geld
  • Urteile, die Sie kennen sollten
  • Updates zu unseren beliebten Rechnern und Musterschreiben
  • Unverbindlich und jederzeit kündbar


Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

  1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
  2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
  3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei
Was der Stern* neben Links bedeutet

Ein Stern* neben einem Link bedeutet, dass Finanztip vom verlinkten Anbieter möglicherweise bezahlt wird: manchmal, sobald Sie den Link klicken – oft nur dann, wenn Sie einen Vertrag abschließen. So finanzieren wir unseren Service und können ihn kostenlos anbieten. Wichtig ist: Auf den Preis, den Sie zahlen, wirkt sich das nicht aus. Und wir verlinken nur auf Angebote, die unsere unabhängigen Experten und Redakteure zuvor uneingeschränkt empfohlen haben. Das hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Sie als Verbraucher ist. Erst wenn das geklärt ist, verhandelt eine andere Abteilung über eine mögliche kostenpflichtige Verlinkung. Mehr zu unserer Arbeitsweise lesen Sie hier.

Artikel verfasst von

Silke Kursawe

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Silke Kursawe ist bei Finanztip Expertin für Versicherungen. Sie ist Versicherungsbetriebswirtin und hat einen Master im Versicherungsrecht. Silke verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Branche und im Bereich der Sach- und Haftpflichtversicherungen. Außerdem absolvierte sie erfolgreich ein Studium der Wirtschaftspädagogik in Göttingen.

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen (bis Januar 2018)

Annika Krempel war Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Zuvor hatte sie bereits bei ZDF Wiso, dem RBB und der Stiftung Warentest Erfahrungen als Verbraucherjournalistin gesammelt.