Strom sparen

So verringern Sie Ihren Stromverbrauch und sparen Kosten

Ines Rutschmann Stand: 20. November 2019
Das Wichtigste in Kürze
  • Strom ist so teuer wie nie. Im Schnitt zahlen Sie fast 31 Cent pro Kilowattstunde.
  • Der Stromverbrauch hängt stark von Ihrem Verhalten und der Zahl und Art Ihrer elektrischen Geräte ab. Auf die Zahl der Mitglieder im Haushalt kommt es weniger an.
  • Mit einigen Tipps können Sie auf einfache Weise elektrische Energie sparen.
So gehen Sie vor
  • Vergleichen Sie mit Hilfe unserer Tabellen, ob Ihr Stromverbrauch dem Durchschnitt in Deutschland entspricht.
  • Liegen Sie im Durchschnitt oder sogar darüber, haben Sie Einsparpotenzial.
  • Prüfen Sie, welche Geräte in Ihrem Haushalt viel Strom verschlingen. Dafür können Sie bei den Verbraucherzentralen kostenlos ein Strommessgerät leihen und sich beraten lassen.
  • Überlegen Sie, Stromfresser abzuschaffen oder auszutauschen.
  • Auch viele kleine Tricks helfen den Verbrauch zu senken, wie Kochen mit Deckel oder unbenutzte Geräte aus der Steckdose ziehen.
  • Wenn Sie einen dauerhaft günstigen Stromtarif suchen, nutzen Sie den Finanztip-Stromrechner.

Zum Stromrechner

Wer Strom aus dem öffentlichen Netz bezieht, zahlt nach Angaben der Bundesnetzagentur 2019 im Schnitt rund 31 Cent pro Kilowattstunde dafür. So teuer war elektrische Energie nie zuvor. Kein Wunder: Zum Jahreswechsel haben die meisten Versorger ihre Tarife erhöht. Wer den Stromanbieter wechselt, kann dem entgehen – aber nicht dauerhaft. Viele Versorger locken mit günstigen Preisen neue Kunden und erhöhen diese Tarife häufig im zweiten Vertragsjahr drastisch. Wenn Sie nicht jedes Jahr einen neuen Liefervertrag schließen wollen, aber trotzdem weniger für Strom ausgeben möchten, bleibt eine andere Option: Energie sparen.

Vergleichen lohnt sich daher immer. Für einen Stromvergleich empfehlen wir den folgenden Finanztip-Stromrechner:

Zum Stromrechner

Wie hoch ist Ihr Verbrauch im Vergleich mit anderen?

Wichtig zu wissen ist zunächst, ob Sie eher viel oder wenig Energie verbrauchen. Daraus lässt sich ableiten, wie hoch Ihr Einsparpotenzial ist.

Der Stromverbrauch hängt von mehreren Faktoren ab:

  • wie groß Ihr Wohnhaus ist,
  • woher das Warmwasser kommt,
  • wie viele Personen im Haushalt leben,
  • welche Elektrogeräte Sie nutzen.

Die Größe des Hauses - Ob Sie in einem Einfamilienhaus oder in einem Mehrfamilienhaus leben, beeinflusst häufig die Stromrechnung – nämlich, wenn im Haus eine Zentralheizung installiert ist. Den Strom zum Betrieb von dieser finden Sie in einem Mehrfamilienhaus nicht auf der Stromrechnung, sondern auf der Heizkostenabrechnung. Wohnen Sie dagegen in einem Einfamilienhaus, läuft dieser Strom über den Zähler für Haushaltsstrom. Je größer dabei das Haus ist, desto mehr müssen die Pumpen der Heizanlage arbeiten, um die Wärme in allen Zimmern zu verteilen.

Warmwasser - Heizen Sie Ihr Warmwasser mit Strom auf, erhöht das den Verbrauch stark. Nach einer Erhebung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) heizen rund 14 Prozent aller Haushalte in Deutschland Wasser mit einem elektrischen Durchlauferhitzer.  

Haushaltsgröße und Gerätezahl - Je mehr Personen in der Wohnung leben, desto größer ist in der Regel auch der Strombedarf – der Kühlschrank ist in einem Vier-Personen-Haushalt eher größer als in einem Zwei-Personen-Haushalt. Häufig gibt es in Haushalten mit drei oder vier Personen sogar zwei Kühlschränke und auch mehr Computer und Telefone. Allerdings steigt der Stromverbrauch mit jedem Mitglied im Haushalt nicht so stark, wie das Stromvergleichsportale oft suggerieren.

Wenn Sie wissen wollen, wo Sie mit Ihrem Verbrauch stehen, dann orientieren Sie sich am Stromspiegel von co2online. Das Informationsportal unterscheidet dabei zwischen Ein- und Mehrfamilienhäusern und ob Wasser elektrisch erwärmt wird oder nicht. Die Werte aus den Tabellen entsprechen den tatsächlichen durchschnittlichen Verbräuchen deutscher Haushalte.

Strombezug eines Haushalt im Ein-/Zweifamilienhaus laut Stromspiegel

Anzahl
Personen

Verbrauch pro Jahr

ohne elektrisch

erwärmtes Wasser

Verbrauch pro Jahr
mit elektrisch 
erwärmtem Wasser
12.200 kWh

2.700 kWh

23.000 kWh

3.700 kWh

33.600 kWh

4.500 kWh

44.100 kWh

5.200 kWh

55.100 kWh

6.500 kWh

Nicht berücksichtigt sind im Stromspiegel Haushalte, die eine Speicherheizung oder Wärmepumpe betreiben und damit auch zum Heizen der Räume viel Strom benötigen.
Quelle: CO2online (Stand: 26. Februar 2019)

Strombezug eines Haushalts im Mehrfamilienhaus laut Stromspiegel 

Anzahl
Personen

Verbrauch pro Jahr

ohne elektrische

erwärmtes Wasser

Verbrauch pro Jahr
mit elektrisch
erwärmtem Wasser

11.400 kWh

1.900 kWh

22.200 kWh

2.900 kWh

32.700 kWh

3.800 kWh

43.000 kWh

4.400 kWh

53.600 kWh

5.600 kWh

Nicht berücksichtigt sind im Stromspiegel Haushalte, die eine Speicherheizung oder Wärmepumpe betreiben und damit auch zum Heizen der Räume viel Strom benötigen.
Quelle: CO2online (Stand: 26. Februar 2019)

Entspricht Ihr Strombezug etwa dem zugehörigen Vergleichswert aus einer der beiden Tabellen, können Sie trotzdem noch locker elektrische Energie sparen. Liegt Ihr Verbrauch mindestens 30 Prozent unter dem entsprechenden Vergleichswert, sind Sie schon sehr sparsam. Dann gibt es kaum noch Spielraum, den Verbrauch weiter zu senken. Benötigen Sie dagegen mehr Strom, als oben angegeben, besteht bei Ihnen jede Menge Einsparpotenzial. Die Beratungsgesellschaft CO2online schätzt, dass ein Haushalt pro Jahr im Schnitt 230 Euro sparen könnte, wenn er effizient mit Strom umgeht. Wie viel es bei Ihnen sein kann, können Sie über den Strom-Check von Co2online selbst herausfinden – geben Sie einfach Ihren Verbrauch und Ihre Postleitzahl in die Maske ein und wählen Sie Ihren Haustyp und die Zahl der Personen im Haushalt.

Für welche Geräte verbrauchen Sie viel Strom?

Wie groß Ihr Wohnhaus und Ihr Haushalt ist, können Sie nicht einfach ändern. Welche Elektrogeräte sich in Ihrer Wohnung befinden und wie effizient sie arbeiten aber sehr wohl. Stromfresser zu identifizieren und entweder auf sie zu verzichten oder sie gegen effiziente Geräte zu tauschen, ist der größte Hebel, um den Verbrauch zu senken.

Welche Gerätegruppe in Haushalten für welchen Anteil am Stromverbrauch im Schnitt verantwortlich ist, können Sie den nachfolgenden Grafiken entnehmen:

Aus den Tortendiagrammen lässt sich ableiten, wo sich ein Gerätetausch bei Ihnen am meisten lohnen kann. Sowohl für Haushalte in Ein- und Zweifamilienhäusern als auch in Mehrfamilienhäusern zeigt sich, dass die größte Strommenge beim Kühlen, Kochen und Trocknen anfällt. Für etwas weniger als ein Fünftel des Verbrauchs sind Fernseher, Computer und andere Unterhaltungsgeräte verantwortlich. Licht hat einen vergleichsweise kleinen Anteil. 

Wollen Sie wissen, wie sich Ihr Stromverbrauch über den Tag entwickelt, brauchen Sie einen intelligenten Stromzähler. Dieser zeichnet den Stromverbrauch über Wochen und Monate auf. So können Sie Ihr Verbrauchsverhalten verfolgen und zum Beispiel erkennen, wie hoch Ihre Grundlast ist – also der Strombezug, der unentwegt anfällt, egal ob Sie zu Hause sind oder nicht. Manche Zähler können auch einzelnen Geräten wie dem Kühlschrank ihren Stromverbrauch direkt zuordnen. Einen solchen Zähler hat Finanztip seit Sommer 2017 installiert und berichtet hier darüber.

Wie erkennen Sie Stromfresser in Ihrer Wohnung?

Die großen Geräte im Haus –֪ Kühlschrank, Herd, Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler – verursachen den Löwenanteil am Stromverbrauch. Damit Verbraucher erkennen, wie sparsam oder verschwenderisch sie mit Strom umgehen, müssen die Geräte ein Effizienzlabel tragen. Die sparsamen Geräte bekommen das Label mit dem Buchstaben A.

Die Effizienzklassen haben sich mehrfach verändert. Und die Geräte sind in den vergangenen Jahren immer effizienter geworden. Wenn Sie vor zehn Jahren einen Kühlschrank mit A-Label gekauft haben, muss dieser nicht mehr der heutigen Effizienzklasse A entsprechen.

Wenn Sie wissen wollen, wie effizient Ihre großen Geräte nach heutigem Maßstab sind, dann lesen Sie den auf dem Effizienzlabel angegebenen Energieverbrauch pro Jahr ab und vergleichen Sie die Angabe mit Geräten im Handel. Am einfachsten geht das über die Eco-Top-Ten des Ökoinstituts: Die Plattform spricht Empfehlungen für Geräte mit sparsamem Energieverbrauch aus. Sie listet verschiedene Geräte einer Klasse auf und vergleicht Energieverbrauch, Kaufpreis und andere Faktoren miteinander.

Kleinere Elektrogeräte wie Wasserkocher, Fön oder Toaster haben kein Effizienzlabel. Trotzdem können auch die kleinen Geräte bei starker Nutzung viel Strom verschlingen. Wollen Sie wissen, wie viel Energie einzelne Geräte benötigen, müssen Sie einen Blick auf ihr Typenschild werfen. Zumeist findet sich dieses am Boden oder an der Rückwand eines Geräts. Auf dem Typenschild steht, welche Leistung das Gerät hat, angegeben in Watt.

Die Leistung ist aber nur ein Faktor, der den Stromverbrauch bestimmt. Der andere ist die Dauer, die Sie ein Gerät nutzen. Je länger ein Gerät am Tag läuft, desto größer ist sein Strombedarf. Ein Beispiel: Ihr Fön hat eine Leistung von 1.500 Watt und Sie nutzen ihn fünf Minuten mit voller Kraft. Dafür zieht er 125 Wattstunden aus dem Stromnetz. Föhnen Sie Ihre Haare jeden Tag, ergibt sich ein Stromverbrauch von rund 46.000 Wattstunden oder 46 Kilowattstunden. Das kostet Sie in der Regel 11 bis 15 Euro, je nachdem, wie hoch Ihr Strompreis ist.

Alternativ können Sie den Verbrauch jedes einzelnen Geräts auch mit einem Strommessgerät ermitteln. Bei den Verbraucherzentralen können Sie sich ein solches kostenlos ausleihen. Auch manche Stadtwerke stellen ihren Kunden ein Messgerät unentgeltlich zur Verfügung.

Wollen Sie sich lieber auf die Einschätzung eines Experten verlassen, dann suchen Sie die Beratung in einer Verbraucherzentrale auf oder vereinbaren Sie einen Termin für einen Basis-Check – dann kommt ein Berater zu Ihnen nach Hause. Er überprüft nicht nur Ihren Stromverbrauch, sondern auch Ihren Heizverbrauch. Die Beratung in einer Verbraucherzentrale ist ab Januar kostenlos; auch ein Basis-Check ist ab 2019 kostenfrei.

Wie lässt sich Energie und Geld sparen?

Wenn Sie wissen, welche Geräte viel Strom benötigen, können Sie handeln: Möglich ist, einzelne Geräte aus Ihrem Haushalt ganz zu verbannen oder durch neue Geräte zu ersetzen. Und Sie können ein paar kleine Dinge im Alltag berücksichtigen, die helfen, den Stromverbrauch zu reduzieren. 

1. Stromfresser durch effizientere Geräte ersetzen

Einen großen Effekt erzielen Sie, indem Sie ein einzelnes Gerät einfach abschaffen. Wäsche trocknet auch auf dem Dachboden, im Garten oder auf einem Wäscheständer in der Wohnung. Tiefkühlpizza lässt sich auch im Gefrierfach im Kühlschrank unterbringen – ein Gefrierschrank ist bei dem heute ganzjährigen Sortiment in Supermärkten kein Muss. Wenn Sie zwei Kühlschränke haben, überlegen Sie, ob Sie wirklich beide brauchen. Es lässt sich auch mit einem Kühlschrank auskommen, wenn er groß genug gewählt ist.

Wenn Sie ein neues Gerät suchen, dann prüfen Sie die Angaben auf dem Effizienzlabel: Dort steht der Stromverbrauch pro Jahr bei durchschnittlicher Nutzung und vergleichen Sie diese Angabe mit der auf anderen Geräten. Die Plattform Eco-Top-Ten zeigt für verschiedene Geräte sowohl den Stromverbrauch als auch die voraussichtlichen Stromkosten.

Wählen Sie den neuen Kühlschrank oder den neuen Geschirrspüler darüber hinaus nach Ihrem Bedarf. Wie viel Essen kühlen Sie gewöhnlich? Füllen Sie damit den Schrank einigermaßen aus oder bleibt Fläche ungenutzt? Je größer ein Kühlschrank ist, desto mehr Strom benötigt er. Genauso verhält es sich mit Geschirrspülern – je größer, desto energieintensiver.

Ihre 15 Jahre alte Waschmaschine braucht viel Strom? Dann werfen Sie sie raus. Die Kosten für die neue Maschine spielt diese häufig durch ihre geringeren Stromkosten von selbst wieder ein. Die effizientesten Modelle mit einer Trommel für acht Kilogramm Wäsche benötigen heute keine 100 Kilowattstunden Strom mehr pro Jahr.

2. Beim Heizen weniger Strom verbrauchen

Heizen Sie Ihr Warmwasser elektrisch, sollten Sie das überdenken. Denn Strom ist der teuerste „Brennstoff“. Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat rund 20 Kilowatt Leistung. Pro Minute braucht er 330 Wattstunden Strom. Lassen Sie ihn nur fünf Minuten am Tag laufen, summiert sich das auf 600 Kilowattstunden oder etwa 180 Euro Kosten im Jahr.

Kommt für Sie keine andere Art der Warmwasserbereitung in Frage, können Sie trotzdem den Verbrauch verringern. Stellen Sie über den Regler die Temperatur für das Warmwasser ein, die Sie wirklich brauchen. Wenn Ihr Gerät einen kleinen Speicher besitzt – zumeist unter der Spüle oder im Spülschrank angebracht –, dann schalten Sie diesen aus, wenn Sie in den nächsten Stunden kein warmes Wasser brauchen. Im Bad können Sie den Duschkopf gegen eine Sparbrause tauschen – dann fließt weniger Wasser pro Minute. Duschen Sie besser, statt ein Bad zu nehmen.

Noch größer ist der Stromverbrauch, wenn Sie nicht nur Wasser elektrisch beheizen, sondern auch Ihre Räume. Eine Nachtspeicherheizung durch eine andere Heizung zu ersetzen, ist nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen und zudem mit einer größeren Investition verbunden. Nutzen Sie dagegen ab und zu einen Wärmestrahler oder einen Heizkörper zum Anstecken an die Steckdose, dann verwenden Sie diese so wenig wie möglich. Sie gehören zu den größten Stromfressern.

Erwärmen Sie Ihr Haus über einen Heizkessel – beispielsweise mit Heizöl, Erdgas oder Holzpellets – , gibt es hohes Stromsparpotenzial: Durch einen Tausch der Umwälzpumpe, die das warme Wasser vom Keller in die Heizkörper pumpt. Die Pumpentechnik hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, so dass moderne Hocheffizienzpumpen im Schnitt 80 Prozent weniger Strom benötigen als ältere Modelle. Statt 400 bis 600 braucht eine Hocheffizienzpumpe nur 50 bis 100 Kilowattstunden Strom im Jahr. Für eine hocheffiziente Heizungspumpe gibt es obendrein einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent. Durch die Stromeinsparung und die staatliche Förderung rechnet sich der Pumpentausch in der Regel bereits nach drei Jahren.

Durch weitere Maßnahmen an der Heizanlagen lassen sich auch der Wärmeverbrauch und damit die Heizkosten senken.

3. Kleine Maßnahmen in den Alltag integrieren

Viele kleine Dinge lassen sich jederzeit umsetzen, um den Stromverbrauch zu senken. Sie hängen nicht von Ihrem Budget ab.

Licht - Schalten Sie das Licht aus, wenn sich niemand mehr im Raum befindet. Achten Sie beim Kauf einer neuen Lampe auf das Effizienzlabel: Mit 6- oder 12-Watt-Lampen lässt sich ein Zimmer bereits gut beleuchten. Wie hell eine Lampe strahlt, ist auf der Verpackung ebenfalls angegeben – in Lumen. LEDs sind die Lampen mit der höchsten Leuchtstärke bei geringem Stromverbrauch.

Ladegeräte - Wenn Sie Ihr Mobiltelefon oder Notebook an der Steckdose geladen haben, dann ziehen Sie das Ladegerät anschließend aus der Dose. Bleibt es stecken, zieht es in geringerem Maße weiterhin Strom.

Standby-Betrieb - Schalten Sie Ihren Fernseher oder Computer aus, wenn Sie sie nicht mehr nutzen. Bleiben Geräte im Standby-Betrieb, verbrauchen Sie weiterhin Strom. Der Verbrauch ist dann deutlich geringer als bei aktiver Nutzung. Bei vielen Stunden Standby-Betriebs pro Tag summiert sich der Verbrauch in einem Haushalt aber locker auf 50 Kilowattstunden im Jahr. Praktisch ist es, die Geräte an eine Steckdosenleiste mit Schalter zu stöpseln und den Schalter vor dem Zubettgehen umzulegen.

Kochen und backen - Kochen Sie mit geschlossenem Topf. Ohne Deckel strömt viel Wärme aus dem Topf in Ihre Küche. Damit dauert es länger, bis Sie Ihr Essen gekocht haben und Sie benötigen insgesamt mehr Energie. Um ein Drittel erhöht sich der Stromverbrauch dabei etwa. In Backbüchern ist meist die Rede davon, den Kuchen in den vorgeheizten Ofen zu schieben. Das ist aber nicht notwendig, damit der Kuchen gelingt. Auf das Vorheizen zu verzichten, spart Energie.

Kühlschrank und Gefrierfach - Lassen Sie den Kühlschrank und Ihr Gefrierfach nicht zu lange offen stehen, wenn Sie etwas hineinlegen oder herausnehmen. Stellen Sie keine warmen Speisen in die Geräte. Zieht in diese warme Luft, kondensiert die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit in den Geräten. Die Folge: Es bildet sich Wasser und Eis. Wasser sollten Sie schnell aufwischen, das Eis abtauen. Dann arbeiten die Geräte wieder sparsamer.

Waschmaschine und Geschirrspüler - Beladen Sie Ihre Waschmaschine und Ihren Geschirrspüler möglichst voll. Verfügt Ihre Waschmaschine über ein Sparprogramm, nutzen Sie dieses, wenn Sie die Trommel nur halb füllen können. Besitzen Sie eine solarthermische Anlage, dann schließen Sie die Waschmaschine an diese an – dann muss sie weniger Wasser zum Waschen aufheizen und braucht weniger Strom.

Mehr dazu im Ratgeber Stromanbieterwechsel

  • Vergleichen Sie Stromtarife und wechseln Sie den Anbieter, wenn es sich lohnt.
  • Unsere Empfehlung: Finanztip-Stromrechner

Zum Ratgeber

Autor
Ines Rutschmann

Stand: 20. November 2019


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