Strom sparen

So verringerst Du Deinen Stromverbrauch und sparst Kosten

Ines Rutschmann 08. April 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Strom ist so teuer wie nie. Im Schnitt zahlst Du 31 Cent pro Kilowattstunde.
  • Der Stromverbrauch hängt stark von Deinem Verhalten und der Zahl und Art Deiner elektrischen Geräte ab. Auf die Zahl der Mitglieder im Haushalt kommt es weniger an.
  • Mit einigen Tipps kannst Du auf einfache Weise elektrische Energie sparen.
So gehst Du vor
  • Vergleich mit Hilfe unserer Tabellen, ob Dein Stromverbrauch dem Durchschnitt in Deutschland entspricht.
  • Liegst Du im Durchschnitt oder sogar darüber, hast Du Einsparpotenzial.
  • Prüf, welche Geräte in Deinem Haushalt viel Strom verschlingen. Dafür kannst Du bei den Verbraucherzentralen kostenlos ein Strommessgerät leihen und Dich beraten lassen.
  • Überleg, Stromfresser abzuschaffen oder auszutauschen.
  • Auch viele kleine Tricks helfen den Verbrauch zu senken, wie Kochen mit Deckel oder unbenutzte Geräte aus der Steckdose ziehen.
  • Vergleiche Tarife am besten mit unserem Stromrechner, der die Angebote von Verivox und Check24 gleichzeitig abfragt und die Ergebnisse nach unseren strengen Finanztip-Kriterien filtert.
  • Die Ergebnisliste enthält Werbelinks, über die Du Deinen Tarif direkt abschließen kannst. Alle Empfehlungen erfolgen rein redaktionell und 100% unabhängig.

Zum Stromrechner

Wer Strom aus dem öffentlichen Netz bezieht, zahlt 2020 nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft im Schnitt rund 31,4 Cent pro Kilowattstunde dafür. So teuer war elektrische Energie nie zuvor. Wer den Stromanbieter wechselt, kann höheren Preisen entgehen – aber nicht dauerhaft. Viele Versorger locken mit günstigen Preisen neue Kunden und erhöhen diese Tarife häufig im zweiten Vertragsjahr drastisch. Wenn Du nicht jedes Jahr einen neuen Liefervertrag schließen willst, aber trotzdem weniger für Strom ausgeben möchtest, bleibt eine andere Option: Energie sparen.

Vergleiche Tarife am besten mit unserem Stromrechner, der die Angebote von Verivox und Check24 gleichzeitig abfragt und die Ergebnisse nach unseren strengen Finanztip-Kriterien filtert.

Die Ergebnisliste enthält Werbelinks, über die Du Deinen Tarif direkt abschließen kannst. Alle Empfehlungen erfolgen rein redaktionell und 100% unabhängig.

Zum Stromrechner

Wie hoch ist Dein Verbrauch im Vergleich mit anderen?

Wichtig zu wissen ist zunächst, ob Du eher viel oder wenig Energie verbrauchst. Daraus lässt sich ableiten, wie hoch Dein Einsparpotenzial ist.

Der Stromverbrauch hängt von mehreren Faktoren ab:

  • wie groß Dein Wohnhaus ist,
  • woher das Warmwasser kommt,
  • wie viele Personen im Haushalt leben,
  • welche Elektrogeräte Du nutzt.

Die Größe des Hauses - Ob Du in einem Einfamilienhaus oder in einem Mehrfamilienhaus lebst, beeinflusst häufig die Stromrechnung – nämlich, wenn im Haus eine Zentralheizung installiert ist. Den Strom zum Betrieb von dieser findest Du in einem Mehrfamilienhaus nicht auf der Stromrechnung, sondern auf der Heizkostenabrechnung. Wohnst Du dagegen in einem Einfamilienhaus, läuft dieser Strom über den Zähler für Haushaltsstrom. Je größer dabei das Haus ist, desto mehr müssen die Pumpen der Heizanlage arbeiten, um die Wärme in allen Zimmern zu verteilen.

Warmwasser - Heizt Du Dein Warmwasser mit Strom auf, erhöht das den Verbrauch stark. Nach einer Erhebung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) heizen rund 14 Prozent aller Haushalte in Deutschland Wasser mit einem elektrischen Durchlauferhitzer.  

Haushaltsgröße und Gerätezahl - Je mehr Personen in der Wohnung leben, desto größer ist in der Regel auch der Strombedarf – der Kühlschrank ist in einem Vier-Personen-Haushalt eher größer als in einem Zwei-Personen-Haushalt. Häufig gibt es in Haushalten mit drei oder vier Personen sogar zwei Kühlschränke und auch mehr Computer und Telefone. Allerdings steigt der Stromverbrauch mit jedem Mitglied im Haushalt nicht so stark, wie das Stromvergleichsportale oft suggerieren.

Wenn Du wissen willst, wo Du mit Deinem Verbrauch stehst, dann orientier Dich am Stromspiegel von co2online. Das Informationsportal unterscheidet dabei zwischen Ein- und Mehrfamilienhäusern und ob Wasser elektrisch erwärmt wird oder nicht. Die Werte aus den Tabellen entsprechen den tatsächlichen durchschnittlichen Verbräuchen deutscher Haushalte.

Strombezug eines Haushalt im Ein-/Zweifamilienhaus laut Stromspiegel

Anzahl
Personen

Verbrauch pro Jahr

ohne elektrisch

erwärmtes Wasser

Verbrauch pro Jahr
mit elektrisch 
erwärmtem Wasser
12.200 kWh

2.700 kWh

23.000 kWh

3.700 kWh

33.600 kWh

4.500 kWh

44.100 kWh

5.200 kWh

55.100 kWh

6.500 kWh

Nicht berücksichtigt sind im Stromspiegel Haushalte, die eine Speicherheizung oder Wärmepumpe betreiben und damit auch zum Heizen der Räume viel Strom benötigen.
Quelle: CO2online (Stand: 26. Februar 2019)

Strombezug eines Haushalts im Mehrfamilienhaus laut Stromspiegel 

Anzahl
Personen

Verbrauch pro Jahr

ohne elektrische

erwärmtes Wasser

Verbrauch pro Jahr
mit elektrisch
erwärmtem Wasser

11.400 kWh

1.900 kWh

22.200 kWh

2.900 kWh

32.700 kWh

3.800 kWh

43.000 kWh

4.400 kWh

53.600 kWh

5.600 kWh

Nicht berücksichtigt sind im Stromspiegel Haushalte, die eine Speicherheizung oder Wärmepumpe betreiben und damit auch zum Heizen der Räume viel Strom benötigen.
Quelle: CO2online (Stand: 26. Februar 2019)

Entspricht Dein Strombezug etwa dem zugehörigen Vergleichswert aus einer der beiden Tabellen, kannst Du trotzdem noch locker elektrische Energie sparen. Liegt Dein Verbrauch mindestens 30 Prozent unter dem entsprechenden Vergleichswert, bist Du schon sehr sparsam. Dann gibt es kaum noch Spielraum, den Verbrauch weiter zu senken. Benötigst Du dagegen mehr Strom, als oben angegeben, besteht bei Dir jede Menge Einsparpotenzial. Die Beratungsgesellschaft CO2online schätzt, dass ein Haushalt pro Jahr im Schnitt 230 Euro sparen könnte, wenn er effizient mit Strom umgeht. Wie viel es bei Dir sein kann, kannst Du über den Strom-Check von Co2online selbst herausfinden – gib einfach Deinen Verbrauch und Deine Postleitzahl in die Maske ein und wähl Deinen Haustyp und die Zahl der Personen im Haushalt.

Für welche Geräte verbrauchst Du viel Strom?

Wie groß Dein Wohnhaus und Dein Haushalt ist, kannst Du nicht einfach ändern. Welche Elektrogeräte sich in Deiner Wohnung befinden und wie effizient sie arbeiten aber sehr wohl. Stromfresser zu identifizieren und entweder auf sie zu verzichten oder sie gegen effiziente Geräte zu tauschen, ist der größte Hebel, um den Verbrauch zu senken.

Welche Gerätegruppe in Haushalten für welchen Anteil am Stromverbrauch im Schnitt verantwortlich ist, kannst Du den nachfolgenden Grafiken entnehmen:

Aus den Tortendiagrammen lässt sich ableiten, wo sich ein Gerätetausch bei Dir am meisten lohnen kann. Sowohl für Haushalte in Ein- und Zweifamilienhäusern als auch in Mehrfamilienhäusern zeigt sich, dass die größte Strommenge beim Kühlen, Kochen und Trocknen anfällt. Für etwas weniger als ein Fünftel des Verbrauchs sind Fernseher, Computer und andere Unterhaltungsgeräte verantwortlich. Licht hat einen vergleichsweise kleinen Anteil. 

Willst Du wissen, wie sich Dein Stromverbrauch über den Tag entwickelt, brauchst Du einen intelligenten Stromzähler. Dieser zeichnet den Stromverbrauch über Wochen und Monate auf. So kannst Du Dein Verbrauchsverhalten verfolgen und zum Beispiel erkennen, wie hoch Deine Grundlast ist – also der Strombezug, der unentwegt anfällt, egal ob Du zu Hause bist oder nicht. Manche Zähler können auch einzelnen Geräten wie dem Kühlschrank ihren Stromverbrauch direkt zuordnen. Einen solchen Zähler hat Finanztip seit Sommer 2017 installiert und berichtet hier darüber.

Wie erkennst Du Stromfresser in Deiner Wohnung?

Die großen Geräte im Haus –֪ Kühlschrank, Herd, Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler – verursachen den Löwenanteil am Stromverbrauch. Damit Verbraucher erkennen, wie sparsam oder verschwenderisch sie mit Strom umgehen, müssen die Geräte ein Effizienzlabel tragen. Die sparsamen Geräte bekommen das Label mit dem Buchstaben A.

Die Effizienzklassen haben sich mehrfach verändert. Und die Geräte sind in den vergangenen Jahren immer effizienter geworden. Wenn Du vor zehn Jahren einen Kühlschrank mit A-Label gekauft hast, muss dieser nicht mehr der heutigen Effizienzklasse A entsprechen.

Wenn Du wissen willst, wie effizient Deine großen Geräte nach heutigem Maßstab sind, dann lies Dir den auf dem Effizienzlabel angegebenen Energieverbrauch pro Jahr ab und vergleich die Angabe mit Geräten im Handel. Am einfachsten geht das über die Eco-Top-Ten des Ökoinstituts: Die Plattform spricht Empfehlungen für Geräte mit sparsamem Energieverbrauch aus. Sie listet verschiedene Geräte einer Klasse auf und vergleicht Energieverbrauch, Kaufpreis und andere Faktoren miteinander.

Kleinere Elektrogeräte wie Wasserkocher, Fön oder Toaster haben kein Effizienzlabel. Trotzdem können auch die kleinen Geräte bei starker Nutzung viel Strom verschlingen. Willst Du wissen, wie viel Energie einzelne Geräte benötigen, musst Du einen Blick auf ihr Typenschild werfen. Zumeist findet sich dieses am Boden oder an der Rückwand eines Geräts. Auf dem Typenschild steht, welche Leistung das Gerät hat, angegeben in Watt.

Die Leistung ist aber nur ein Faktor, der den Stromverbrauch bestimmt. Der andere ist die Dauer, die Du ein Gerät nutzt. Je länger ein Gerät am Tag läuft, desto größer ist sein Strombedarf. Ein Beispiel: Dein Fön hat eine Leistung von 1.500 Watt und Du nutzt ihn fünf Minuten mit voller Kraft. Dafür zieht er 125 Wattstunden aus dem Stromnetz. Föhnst Du Deine Haare jeden Tag, ergibt sich ein Stromverbrauch von rund 46.000 Wattstunden oder 46 Kilowattstunden. Das kostet Dich in der Regel 11 bis 15 Euro, je nachdem, wie hoch Dein Strompreis ist.

Alternativ kannst Du den Verbrauch jedes einzelnen Geräts auch mit einem Strommessgerät ermitteln. Bei den Verbraucherzentralen kannst Du Dir ein solches kostenlos ausleihen. Auch manche Stadtwerke stellen ihren Kunden ein Messgerät unentgeltlich zur Verfügung.

Willst Du Dich lieber auf die Einschätzung eines Experten verlassen, dann such die Beratung in einer Verbraucherzentrale auf oder vereinbar einen Termin für einen Basis-Check – dann kommt ein Berater zu Dir nach Hause. Er überprüft nicht nur Deinen Stromverbrauch, sondern auch Deinen Heizverbrauch. Die Beratung in einer Verbraucherzentrale ist ab Januar kostenlos; auch ein Basis-Check ist ab 2019 kostenfrei.

Wie lässt sich Energie und Geld sparen?

Wenn Du weißt, welche Geräte viel Strom benötigen, kannst Du handeln: Möglich ist, einzelne Geräte aus Deinem Haushalt ganz zu verbannen oder durch neue Geräte zu ersetzen. Und Du kannst ein paar kleine Dinge im Alltag berücksichtigen, die helfen, den Stromverbrauch zu reduzieren. 

1. Stromfresser durch effizientere Geräte ersetzen

Einen großen Effekt erzielst Du, indem Du ein einzelnes Gerät einfach abschaffst. Wäsche trocknet auch auf dem Dachboden, im Garten oder auf einem Wäscheständer in der Wohnung. Tiefkühlpizza lässt sich auch im Gefrierfach im Kühlschrank unterbringen – ein Gefrierschrank ist bei dem heute ganzjährigen Sortiment in Supermärkten kein Muss. Wenn Du zwei Kühlschränke hast, überleg, ob Du wirklich beide brauchst. Es lässt sich auch mit einem Kühlschrank auskommen, wenn er groß genug gewählt ist.

Wenn Du ein neues Gerät suchst, dann prüf die Angaben auf dem Effizienzlabel: Dort steht der Stromverbrauch pro Jahr bei durchschnittlicher Nutzung und vergleich diese Angabe mit der auf anderen Geräten. Die Plattform Eco-Top-Ten zeigt für verschiedene Geräte sowohl den Stromverbrauch als auch die voraussichtlichen Stromkosten.

Wähl den neuen Kühlschrank oder den neuen Geschirrspüler darüber hinaus nach Deinem Bedarf. Wie viel Essen kühlst Du gewöhnlich? Füllst Du damit den Schrank einigermaßen aus oder bleibt Fläche ungenutzt? Je größer ein Kühlschrank ist, desto mehr Strom benötigt er. Genauso verhält es sich mit Geschirrspülern – je größer, desto energieintensiver.

Deine 15 Jahre alte Waschmaschine braucht viel Strom? Dann wirf sie raus. Die Kosten für die neue Maschine spielt diese häufig durch ihre geringeren Stromkosten von selbst wieder ein. Die effizientesten Modelle mit einer Trommel für acht Kilogramm Wäsche benötigen heute keine 100 Kilowattstunden Strom mehr pro Jahr.

2. Beim Heizen weniger Strom verbrauchen

Heizt Du Dein Warmwasser elektrisch, solltest Du das überdenken. Denn Strom ist der teuerste „Brennstoff“. Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat rund 20 Kilowatt Leistung. Pro Minute braucht er 330 Wattstunden Strom. Lässt Du ihn nur fünf Minuten am Tag laufen, summiert sich das auf 600 Kilowattstunden oder etwa 180 Euro Kosten im Jahr.

Kommt für Dich keine andere Art der Warmwasserbereitung in Frage, kannst Du trotzdem den Verbrauch verringern. Stell über den Regler die Temperatur für das Warmwasser ein, die Du wirklich brauchst. Wenn Dein Gerät einen kleinen Speicher besitzt – zumeist unter der Spüle oder im Spülschrank angebracht –, dann schalt diesen aus, wenn Du in den nächsten Stunden kein warmes Wasser brauchst. Im Bad kannst Du den Duschkopf gegen eine Sparbrause tauschen – dann fließt weniger Wasser pro Minute. Dusch besser, statt ein Bad zu nehmen.

Noch größer ist der Stromverbrauch, wenn Du nicht nur Wasser elektrisch beheizt, sondern auch Deine Räume. Eine Nachtspeicherheizung durch eine andere Heizung zu ersetzen, ist nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen und zudem mit einer größeren Investition verbunden. Nutzt Du dagegen ab und zu einen Wärmestrahler oder einen Heizkörper zum Anstecken an die Steckdose, dann verwende diese so wenig wie möglich. Sie gehören zu den größten Stromfressern.

Erwärmst Du Dein Haus über einen Heizkessel – beispielsweise mit Heizöl, Erdgas oder Holzpellets – , gibt es hohes Stromsparpotenzial: Durch einen Tausch der Umwälzpumpe, die das warme Wasser vom Keller in die Heizkörper pumpt. Die Pumpentechnik hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, so dass moderne Hocheffizienzpumpen im Schnitt 80 Prozent weniger Strom benötigen als ältere Modelle. Statt 400 bis 600 braucht eine Hocheffizienzpumpe nur 50 bis 100 Kilowattstunden Strom im Jahr. Für eine hocheffiziente Heizungspumpe gibt es obendrein einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent. Durch die Stromeinsparung und die staatliche Förderung rechnet sich der Pumpentausch in der Regel bereits nach drei Jahren.

Durch weitere Maßnahmen an der Heizanlagen lassen sich auch der Wärmeverbrauch und damit die Heizkosten senken.

3. Kleine Maßnahmen in den Alltag integrieren

Viele kleine Dinge lassen sich jederzeit umsetzen, um den Stromverbrauch zu senken. Sie hängen nicht von Deinem Budget ab.

Licht - Schalt das Licht aus, wenn sich niemand mehr im Raum befindet. Achte beim Kauf einer neuen Lampe auf das Effizienzlabel: Mit 6- oder 12-Watt-Lampen lässt sich ein Zimmer bereits gut beleuchten. Wie hell eine Lampe strahlt, ist auf der Verpackung ebenfalls angegeben – in Lumen. LEDs sind die Lampen mit der höchsten Leuchtstärke bei geringem Stromverbrauch.

Ladegeräte - Wenn Du Dein Mobiltelefon oder Notebook an der Steckdose geladen hast, dann zieh das Ladegerät anschließend aus der Dose. Bleibt es stecken, zieht es in geringerem Maße weiterhin Strom.

Standby-Betrieb - Schalt Deinen Fernseher oder Computer aus, wenn Du sie nicht mehr nutzt. Bleiben Geräte im Standby-Betrieb, verbrauchen sie weiterhin Strom. Der Verbrauch ist dann deutlich geringer als bei aktiver Nutzung. Bei vielen Stunden Standby-Betriebs pro Tag summiert sich der Verbrauch in einem Haushalt aber locker auf 50 Kilowattstunden im Jahr. Praktisch ist es, die Geräte an eine Steckdosenleiste mit Schalter zu stöpseln und den Schalter vor dem Zubettgehen umzulegen.

Kochen und backen - Koch mit geschlossenem Topf. Ohne Deckel strömt viel Wärme aus dem Topf in Deine Küche. Damit dauert es länger, bis Du Dein Essen gekocht hast und Du benötigst insgesamt mehr Energie. Um ein Drittel erhöht sich der Stromverbrauch dabei etwa. In Backbüchern ist meist die Rede davon, den Kuchen in den vorgeheizten Ofen zu schieben. Das ist aber nicht notwendig, damit der Kuchen gelingt. Auf das Vorheizen zu verzichten, spart Energie.

Kühlschrank und Gefrierfach - Lass den Kühlschrank und Dein Gefrierfach nicht zu lange offen stehen, wenn Du etwas hineinlegst oder herausnimmst. Stell keine warmen Speisen in die Geräte. Zieht in diese warme Luft, kondensiert die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit in den Geräten. Die Folge: Es bildet sich Wasser und Eis. Wasser solltest Du schnell aufwischen, das Eis abtauen. Dann arbeiten die Geräte wieder sparsamer.

Waschmaschine und Geschirrspüler - Belade Deine Waschmaschine und Deinen Geschirrspüler möglichst voll. Verfügt Deine Waschmaschine über ein Sparprogramm, nutz dieses, wenn Du die Trommel nur halb füllen kannst. Besitzt Du eine solarthermische Anlage, dann schließ die Waschmaschine an diese an – dann muss sie weniger Wasser zum Waschen aufheizen und braucht weniger Strom.

Mehr dazu im Ratgeber Stromanbieterwechsel

  • Den Stromanbieter zu wechseln, zahlt sich häufig aus.
  • Wie Sie vorgehen sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Zum Ratgeber

Autor
Ines Rutschmann

08. April 2020


* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.