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Tipps & Tricks

Die teuerste Eintrittskarte Deines Lebens: Wie Du mit ihr umgehst

Sie sind teuer, aber ohne sie klappt’s nicht mit dem Eigenheim: die Kaufnebenkosten. So setzen sie sich zusammen und darauf musst Du achten.

Dirk Eilinghoff
Finanztip-Experte für Baufinanzierung und Immobilien

Nein, es geht nicht um die Fußball-EM oder Konzertkarten für Taylor Swift. Sondern um den Eintritt in den Klub der Immobilienbesitzerinnen und -besitzer. Warum? Eine Immobilie selbst ist schon ziemlich teuer – um die geht es aber nur indirekt. Zum Kaufpreis kommen nämlich noch die Kaufnebenkosten. An denen führt kein Weg vorbei, und sie sind ganz schön happig. Das sind die wichtigsten Gebühren:

1. Auch hier zahlst Du Steuern

Wenn Du ein bebautes oder unbebautes Grundstück kaufst, wird die Grunderwerbsteuer fällig. Wie viel genau, hängt vom Bundesland ab. Du zahlst zwischen 3,5% und 6,5% des Kaufpreises.

2. Das kosten Notar und Grundbuchamt 

Wenn Du eine Immobilie kaufst, müssen wichtige Verträge und Urkunden erstellt werden. Außerdem wird der Kauf ins Grundbuch eingetragen. So ist klar, dass Dir die Immobilie gehört. Das kostet Geld, wie viel genau ist gesetzlich vorgeschrieben. Am Ende musst Du für Notarin bzw. Notar und Grundbuchamt ca. 1,5% bis 2% des Kaufpreises einkalkulieren.

3. Die Provision für den Makler 

Wahrscheinlich ist beim Kauf des Hauses oder der Wohnung eine Maklerin oder ein Makler beteiligt. Und auch das muss bezahlt werden. Wie viel das kostet, ist nicht gesetzlich geregelt. Je nach Region und Wettbewerb unter den Maklern solltest Du mit 3% bis 5% des Kaufpreises rechnen.

So viel musst Du einkalkulieren

Wenn es richtig gut läuft, kommst Du bei den Kaufnebenkosten insgesamt mit 5% bis 6% des Immobilienpreises davon. Also ohne Maklerin oder Makler und in einem günstigen Bundesland. Im schlechtesten Fall sind es bis zu 13,5%. Also in einem teuren Bundesland, mit Makler und höheren Notar- bzw. Grundbuchkosten (s. o.). Das macht einiges aus. Kostet die Immobilie 500.000€, sind es bei 6% Kaufnebenkosten 30.000€ zusätzlich. Bei 13,5% sind es schon ca. 68.000€ obendrauf.

Du solltest deshalb etwa 10% des Kaufpreises für die Nebenkosten einplanen – und möglichst viel Eigenkapital mitbringen. Denn die Nebenkosten werden in der Regel nicht über die Bank finanziert, da sie für dieses Geld keine Sicherheit in Form des Hauses oder der Wohnung bekommt. Deine Immobilie hat durch die Kaufnebenkosten ja nicht einen Balkon mehr.

Heißt auch: Eigenkapital für die Finanzierung brauchst Du noch zusätzlich – ideal sind mind. 20% des Kaufpreises. Du suchst ein gutes Angebot? Wir empfehlen Dir die Finanzierungsvermittler Dr. Klein, Interhyp und Baufi24. Auch Hüttig & Rompf sowie PlanetHome sind empfehlenswert.

Also einfach weiter mieten?

Nein, lass Dich von den Kaufnebenkosten nicht abhalten. Das ist ein Kostenpunkt, den Du nicht umgehen kannst. Trotzdem kann eine Immobilie eine sinnvolle Investition sein. Du solltest diese Kosten nur einplanen.

Unser Tipp: Fang auf einem Tagesgeldkonto an, zu sparen, damit Du das nötige Geld direkt parat hast. Mit unserem Tagesgeldrechner findest Du die besten Zinsen. Und rechne vorher genau durch, ob Kaufen oder Mieten für Dich die bessere Option ist. Überprüf vor allem, wie viel Immobilie Du Dir leisten kannst. Dabei hilft Dir unser Finanzierungsrechner

Übrigens: Falls die eigene Immobilie irgendwann doch nicht mehr zu Deinem Lebensstil passt, kannst Du sie natürlich auch wieder verkaufen. Das geht am einfachsten mit einem Makler, dafür empfehlen wir Homeday und McMakler.

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