Steu­er­er­klä­rung 2019: Sonderausgaben

Mit Sonderausgaben kräftig Steuern sparen

Checkliste Sonderausgaben für Ihre Steu­er­er­klä­rung

von der Experten-Redaktion von Finanztip

Verschaffen Sie sich mit unserer Checkliste einen Überblick über alle möglichen Sonderausgaben

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Was zählt zu Sonderausgaben?

Zu den absetzbaren Sonderausgaben gehören beispielsweise 

  • Vorsorgeaufwendungen wie Kran­ken­ver­si­che­rungs- und Altersvorsorgebeiträge,
  • Spenden,
  • die Kirchensteuer,
  • Beiträge zu einem Riester-Vertrag,
  • Unterhaltszahlungen an den getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten,
  • Berufsausbildungskosten,
  • Schulgeld,
  • Kinderbetreuungskosten sowie
  • die Sa­nie­rungs­kos­ten für ein selbst bewohntes oder vermietetes Baudenkmal.

Die gesetzliche Regelung können Sie in den Paragrafen 10 bis 10g des Einkommensteuergesetzes nachlesen. Die dort enthaltene Aufzählung ist abschließend: Was nicht aufgelistet ist, erkennt das Finanzamt auch nicht an.

Checkliste Sonderausgaben

Hier können Sie unsere Checkliste Sonderausgaben für Ihre Steu­er­er­klä­rung herunterladen. 

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In welche Formulare müssen Sie die Sonderausgaben eintragen?

Je nachdem, welche Kosten bei Ihnen angefallen sind, brauchen Sie für Ihre Steu­er­er­klä­rung mehrere Vordrucke, um Ihre Sonderausgaben geltend zu machen: Wichtige Teilbereiche, zum Beispiel Unterhalt an den oder die Ex, Spenden und Kirchensteuer mussten bislang in den Mantelbogen eingetragen werden. Ab der Steu­er­er­klä­rung 2019 gehören diese Positionen in die neue Anlage Sonderausgaben

Die Anlage Vorsorgeaufwand benötigen Sie, damit das Finanzamt Ihre Altersvorsorgeaufwendungen und Versicherungen steuermindernd berücksichtigt.

Wenn Sie einen Riester-Vertrag besparen, brauchen Sie zusätzlich die Anlage AV. Wer Schulgeld an eine Privatschule gezahlt hat, kann diese Zahlungen ebenfalls als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Eintragen müssen Sie diese in der Anlage Kind – die Sie allerdings sowieso ausfüllen werden, wenn Sie Kinder haben, die Sie in Ihrer Steu­er­er­klä­rung berücksichtigen können.

Niedriger Pauschbetrag

Wenn Sie eine Steu­er­er­klä­rung abgeben, dann berücksichtigt das Finanzamt automatisch zumindest den Sonderausgaben-Pauschbetrag. Doch dieser fällt niedrig aus: 36 Euro für Singles und 72 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare. Diese Pauschbeträge gibt es ohne Nachweise. Die meisten Steuerpflichtigen können allerdings weitaus mehr absetzen und so Steuern sparen. Dann müssen Sie aber die Sonderausgaben in den erwähnten Formularen angeben. Belege müssen Sie erst auf Nachfrage des Finanzamts einreichen.

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