Tier­kran­ken­ver­si­che­rung

Ja oder nein: Kran­ken­ver­si­che­rung für Hund und Katze

Henriette Neubert
Finanztip-Expertin für Ver­si­che­rungen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung übernimmt die Behandlungskosten beim Tierarzt. Die Tarife unterscheiden sich stark bei den Leistungen und der Höhe der Beiträge.
  • Eine Ver­si­che­rung soll Dich im Ernstfall vor allem vor dem finanziellen Ruin bewahren. So teuer sind Tierarztbehandlungen jedoch nicht, weshalb wir Dir keine Kran­ken­ver­si­che­rung für Hund oder Katze empfehlen.
  • Zudem schließen die Versicherer oft Leistungen aus und das Risiko einer sehr teuren Behandlung ist vergleichsweise gering.

So gehst Du vor

  • Statt eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung abzuschließen, solltest Du den Ver­si­che­rungsbeitrag regelmäßig selbst ansparen. Über die Lebenszeit Deines Tieres gerechnet dürfte das meist günstiger sein.
  • Überlege Dir, wie viel Du als Notgroschen für Dein Haustier zurücklegen kannst und willst. Bei einer Katze sollten es etwa 20 Euro pro Monat sein, bei einem Hund, je nach Größe, 20 Euro bis 40 Euro.
  • Nutze dafür zum Beispiel ein Tagesgeldkonto. Die besten Angebote findest Du in unserem Tagesgeldrechner.
  • Wichtiger als eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung ist vor allem eine Tierhalterhaftpflicht, die zahlt, wenn Dein Tier einen Schaden verursacht.

Deine Katze hat Würmer oder eine Bindehautentzündung oder Dein neuer Hund hat sich bei einem Unfall ein Bein gebrochen und muss operiert werden. Anders als bei uns Menschen gibt es für Tiere keine Kran­ken­ver­si­che­rungspflicht, und Herrchen oder Frauchen müssen die Behandlungskosten beim Tierarzt selbst bezahlen. Eine Alternative sind Tier­kran­ken­ver­si­che­rungen, die Dir versprechen, für diese Kosten aufzukommen.

Welche Tier­kran­ken­ver­si­che­rungen gibt es?

Du kannst eine Kran­ken­ver­si­che­rung für Deinen Hund, Deine Katze oder Dein Pferd (hier geht es zu unserem Ratgeber zu Kranken- und OP-Versicherungen für Pferde) abschließen, einige Anbieter versichern auch Kaninchen. Sie versprechen Dir, die hohen Kosten zu übernehmen, die auf Dich zukommen können, wenn Dein Haustier eine OP braucht oder schwer krank wird.

Kran­ken­ver­si­che­rungen für Hund und Katze gibt es als OP-Versicherungen und als Vollschutz. Die zweite Variante bietet nicht nur Kostenübernahme bei Operationen, sondern auch bei weiteren Behandlungen. Welche das sind, hängt vom Tarif ab.

  • Ein OP-Tarif übernimmt die Kosten für Operationen, wobei es Anbieter gibt, die nur ungeplante OPs übernehmen, beispielsweise den Knochenbruch durch einen Unfall oder eine Magendrehung. Hast Du eine OP-Versicherung, musst Du alle weiteren ärztlichen Behandlungen, die nicht direkt in Verbindung mit einer OP stehen, selbst zahlen.
  • Vollschutz-Tarife zahlen auch bei nicht-operativen Behandlungen. Viele Versicherer bieten in diesem Segment zwei Tarife, einen günstigeren und einen teuren. Die günstigen Vollschutz-Tarife übernehmen unterschiedliche Tierarztkosten zur Behandlung von Krankheiten. Oft zahlen sie auch die Kosten einer Behandlung im Ausland oder Unterbringungskosten in einer Tierklinik. In der Premium-Kategorie übernehmen Versicherer zusätzlich Kosten für diverse Vorsorgebehandlungen, Homöopathie oder Physiotherapie. Manche zahlen auch für Zahnbehandlungen.

Achtung: Vorsorgeuntersuchungen und Routinebehandlungen wie jährliche Impfungen und Wurmkuren inklusive der dazugehörigen allgemeinen Untersuchung werden oft nicht übernommen. Stattdessen zahlen die Ver­si­che­rungen eine jährliche Pauschale für diese Art von Kosten.

Brauchst Du eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung?

Kurz gesagt: nein. Eine Versicherung soll vor existenzbedrohenden finanziellen Risiken bewahren. Deswegen sind Haft­pflicht­ver­si­che­rungen und eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung besonders wichtig. Schäden, die durch sie abgedeckt werden, können in die Hunderttausende Euro gehen. Das ist bei einem kranken Haustier nicht der Fall. Natürlich kann eine Behandlung unerwartet teuer werden, vor allem, wenn eine Operation notwendig ist. Allerdings sind selbst Operationen meist nicht so teuer, dass sie die regelmäßige Beitragszahlung rechtfertigen.

Zudem gibt es weitere Gründe, die deutlich machen, weshalb eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung nicht sonderlich sinnvoll ist: Die Leistungen sind entweder sehr eingeschränkt oder die Beiträge sehr hoch. Außerdem sind die Vertragsbedingungen oft ungünstig, und es gibt Alternativen zur Ver­si­che­rung.

Wie hoch ist das Risiko teurer Behandlungen?

Ein operativer Eingriff kann natürlich schnell teuer werden. Eine Studie der Universität Göttingen aus dem Jahr 2019 ergab allerdings, dass der Großteil der OPs bei Hunden jeweils unter 1.000 Euro kostet. Lediglich 2 Prozent der Hundebesitzer gaben an, 2.000 Euro oder mehr im Jahr für die Behandlung ihres Tieres auszugeben. Ein Drittel der Tierbesitzer hatte innerhalb der letzten drei Jahre aufwendigere und unerwartete Behandlungen von mindestens 1.000 Euro (Hund) beziehungsweise mindestens 500 Euro (Katze). Auch wenn ab dem 22. November 2022 die Behandlungskosten deutlich gestiegen sind, bleibt das Risiko einer sehr teuren Behandlung also sehr gering und kommt nicht jedes Jahr vor.

Warum reichen die Leistungen oft nicht aus?

Je nach Tarif gibt es Fälle, in denen die Ver­si­che­rung nicht zahlt, darunter sind oft kostspielige Behandlungen. Die Versicherer sprechen dann von „Ausschlüssen“ vom Ver­si­che­rungs­schutz. Vor allem der Ausschluss von Behandlungen zur Korrektur angeborener oder genetischer Anomalien ist kritisch und kann auf viele Behandlungsgründe zutreffen – angefangen bei Hüftdysplasie bei bestimmten Hunderassen (Dysplasien werden bei einigen Versicherern namentlich ausgeschlossen) oder Atemwegsproblemen zum Beispiel bei Möpsen oder Perserkatzen.

Ebenfalls problematisch ist der Ausschluss der Kostenübernahme bei Kastration oder Sterilisation, vor allem wenn sie medizinisch notwendig ist, wie beispielsweise aufgrund einer Gebärmutterentzündung. Besonders ärgerlich ist auch, dass in vielen Tarifen die Kostenübernahme von Vorsorgebehandlungen (abgesehen von einer eventuell gezahlten Pauschale), Impfungen und Parasitenbehandlungen ausgeschlossen ist. Denn das bedeutet, dass zu den Kosten für die Ver­si­che­rung trotzdem regelmäßige Tierarztkosten hinzukommen, die Du selbst zahlst.

Innerhalb der versicherten Leistungen übernehmen die Versicherer die Tierarztkosten aber auch teilweise nur bis zu einer jährlichen Höchstgrenze. Einige Anbieter haben maximale Ver­si­che­rungs­sum­men für ärztliche Behandlungen (zum Beispiel 500 Euro pro Jahr) und eine weitere Höchstgrenze für Operationen (zum Beispiel 3.000 Euro pro Jahr). Bei den meisten Anbietern gilt aber eine Höchstgrenze für alle Behandlungen.

Die jährlichen Leistungsgrenzen sind abhängig vom Tarif und davon, wie lange der Vertrag bereits besteht. Über die Ver­si­che­rungs­sum­me hinaus muss die Ver­si­che­rung nicht zahlen, auch wenn es sich um eine versicherte Leistung handelt.

Eine Kran­ken­ver­si­che­rung für Deinen Hund oder Deine Katze ist also kein Rundum-Sorglos-Paket. Es ist ein zusätzlicher finanzieller Aufwand, der sich nur rechnet, wenn eine unerwartete, größere Behandlung auf Dich zukommt, die von der Ver­si­che­rung abgedeckt ist. Aber wie hoch ist dieses Risiko?

Oft ungünstige Vertragsbedingungen

Mit dem Alter Deines Haustieres steigt auch das Risiko, dass eine teure Tierarztbehandlung auf Dich zukommt. Aber auch in diesem Fall halten Tier­kran­ken­ver­si­che­rungen eher nicht, was sie versprechen. Viele Anbieter haben gestaffelte Beiträge – je älter Dein Haustier wird, desto mehr musst Du für die Ver­si­che­rung zahlen. Oder die Leistungen werden eingeschränkt und Du bekommst ab einem bestimmten Alter des Tieres nur noch 80 oder gar 60 Prozent der Behandlungskosten erstattet.

Auch die Gefahr, dass Du häufiger mit Deinem Tier zum Arzt musst, wird mit steigendem Alter größer. Altersbedingte, eventuell chronische Erkrankungen führen zu steigenden Tierarztkosten. Hier jedoch liegt ein weiterer Haken der Ver­si­che­rungen.

Wie bei vielen Sachversicherungen üblich, gibt es auch bei Tier­kran­ken­ver­si­che­rungen für beide Seiten nach einem Schadensfall ein außerordentliches Kündigungsrecht. Das heißt: Wenn Du die Ver­si­che­rung einmal in Anspruch nimmst, kannst Du auch den Ver­si­che­rungs­schutz verlieren. Hinzu kommt das ordentliche Kündigungsrecht – meist zum Ende eines Ver­si­che­rungsjahres – welches dem Versicherer die Möglichkeit bietet, Dir zu kündigen, wenn Dein Tier älter wird, schon bevor es krank wird.

Wahrscheinlich wird der Versicherer wegen einer kleineren Rechnung nicht von seinem Recht Gebrauch machen. Wenn sich jedoch die Behandlungskosten summieren, wird eine Kündigung mit der Zeit wahrscheinlicher. Im schlimmsten Fall hast Du jahrelang in die Ver­si­che­rung eingezahlt und bekommst die Kündigung, wenn Dein Tier älter und krank wird.

Warum kostet eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung zu viel?

Je nach Leistungsumfang, unterscheiden sich die Beiträge zur Tier­kran­ken­ver­si­che­rung erheblich. Für einen reinen OP-Tarif zahlst Du weniger als für Vollschutz. Premium-Tarife kosten noch mehr. Für ältere Tiere zahlst Du mehr als für junge. Auch bei bestehenden Tarifen werden die Beiträge regelmäßig dem Alter Deines Haustiers angepasst. Ab einem bestimmten Alter kannst Du gar keine Ver­si­che­rung mehr für Dein Tier abschließen. Hundekrankenversicherungen sind teurer als die Kran­ken­ver­si­che­rung für eine Katze.

So viel kostet eine Hundekrankenversicherung

Bei Hunden kommt es für die Beitragshöhe nicht nur auf das Alter an, sondern auch auf die Größe des Tieres. Je kleiner der Hund, desto günstiger die Beiträge. Wir haben Preise für verschiedene Größen abgefragt (Zwergschnauzer, Dalmatiner-Mischling, Deutsche Dogge) und haben jeweils ein Alter von vier Monaten angenommen.

Eine reine Hunde OP-Versicherung gibt es ab etwa 100 Euro pro Jahr. Dafür übernimmt die Ver­si­che­rung OP-Kosten bis 2.500 Euro. Es gibt auch Anbieter mit höheren Beiträgen, die im Ver­si­che­rungsfall auch unbegrenzt zahlen.

Bei Hundekrankenversicherungen beginnen die günstigsten Vollschutz-Tarife bei etwa 280 Euro pro Jahr für einen Zwergschnauzer. Für den Mischling müsstest Du 330 Euro zahlen, für eine Deutsche Dogge 450 Euro. Teure Tarife kosten etwa 900 Euro bis über 1.800 Euro und haben meist eine unbegrenzte Ver­si­che­rungs­sum­me.

Bedenke bei den Kosten für die Tier­kran­ken­ver­si­che­rung auch, dass bei vielen Tarifen eine Selbstbeteiligung hinzukommt. Diese kann zwischen 20 und 60 Prozent der Behandlungskosten liegen. Bei den teuren Premium-Tarifen entfällt sie meist.

So viel kostet die Kran­ken­ver­si­che­rung für eine Katze

Für eine OP-Versicherung zahlst Du als Katzenbesitzer ab 70 Euro, dafür deckt die Ver­si­che­rung bis zu 1.500 Euro pro Jahr für Operationen ab. Beim Vollschutz beginnen die günstigen Tarife bei etwa 200 Euro pro Jahr, Tarife im Premiumbereich kosten 300 Euro bis über 1.000 Euro pro Jahr (für Freigänger).

Auch bei den Katzenkrankenversicherungen unterscheiden sich die Ver­si­che­rungs­sum­men. Bei vielen liegen die jährlichen Leistungsgrenzen unter denen von den entsprechenden Hundetarifen, nämlich bei 50 bis 70 Prozent. Aber auch für Katzen gibt es Tarife, die eine unbegrenzte Ver­si­che­rungs­sum­me bieten.

Die Kosten übersteigen den Nutzen

Um Kosten und Nutzen einer Kran­ken­ver­si­che­rung für Haustiere beurteilen zu können, haben wir eine Beispielrechnung vorgenommen. Dafür sind wir von folgenden Annahmen ausgegangen:

  • Dalmatiner, vier Monate alt,
  • Vollschutz-Tarif, kein Premium-Tarif,
  • Ver­si­che­rungs­sum­me 3.000 Euro für Operationen, 600 Euro (+ 250 Euro pro leistungsfreiem Jahr) für stationäre und ambulante Behandlungen (pro Jahr),
  • keine Selbstbeteiligung,
  • Jahresbeitrag 659 Euro im ersten Jahr, 659 Euro im zweiten Jahr, 719 Euro im dritten Jahr, 779 Euro im vierten Jahr,
  • OP-Kosten: 3.000 Euro, diese fallen einmalig im jeweiligen Jahr an.

Wenn Dein Hund im vierten Jahr operiert werden muss, hast Du bereits knapp 3.000 Euro an Ver­si­che­rungsbeiträgen gezahlt. So viel, wie die OP kostet. Dabei gelten diese Beiträge nur, wenn Du Deinen Hund direkt als Welpen versicherst. Schließt Du die Ver­si­che­rung ein Jahr später ab, beginnst Du schon im ersten Jahr mit höheren Beiträgen.

In diesem Beispiel werden die Kosten für die Vorsorge erstattet. Die jährlichen Tierarztkosten (Impfung, Wurmkur, allgemeine Untersuchung) kommen nicht hinzu, eine Selbstbeteiligung fällt ebenfalls nicht an.

Welche Alternativen zur Tier­kran­ken­ver­si­che­rung gibt es?

Natürlich besteht immer das Risiko einer teuren medizinischen Behandlung. Auch wenn es gering ist, kann nicht jeder 2.000 Euro oder mehr aus der Portokasse rausnehmen. Neben Deinem Notgroschen, den Du generell immer für Notfälle auf der hohen Kante haben solltest, gibt es weitere Alternativen zur Tier­kran­ken­ver­si­che­rung, um unvorhergesehene Tierarztrechnungen zu begleichen.

Richtige Vorsorge

Genau wie bei uns Menschen können auch bei Hund und Katze schwere Erkrankungen frühzeitig erkannt und dann besser, schneller und günstiger behandelt werden. Um also teuren und langwierigen, vielleicht chronischen Erkrankungen vorzubeugen, lass Dein Haustier regelmäßig checken. Dazu gehören notwendige Impfungen und regelmäßige Wurmkuren.

Auch durch richtiges Verhalten und Vorsicht kannst Du bestimmte Risiken senken, zum Beispiel die Magendrehung. Diese betrifft vor allem große Hunde. Um sie zu beseitigen, ist eine OP erforderlich. Allerdings lässt sich die Gefahr einer Magendrehung verringern, indem Du Deinem Hund mehrere kleine Portionen über den Tag zu fressen gibst und ihn danach ruhen lässt.

Auch Unfälle kannst Du durch umsichtiges Verhalten verringern: Leine Deinen Hund an Straßen an; sichere Deine Fenster und den Balkon, damit Deine Katze nicht herunterstürzt.

Spare das Geld für die Ver­si­che­rung lieber selbst an

Um im Ernstfall eine kostspielige Behandlung zahlen zu können, spare regelmäßig etwas Geld. Anstatt 500 Euro Versicherungsbeitrag pro Jahr zu überweisen, lege sie auf ein Extrakonto. Oder Du nutzt das Tagesgeldkonto Deines Girokontos. Einige Anbieter, wie die DKB, ermöglichen es, mehrere Tagesgeldkonten als Unterkonten zu eröffnen. Hier könntest Du zum Beispiel für eventuelle Tierarztkosten ansparen. Wenn Du sie nie brauchst (was wir hoffen), hast Du irgendwann das Geld übrig.

Der Finanztip-Tagesgeldrechner basiert auf Daten von mehr als 100 Banken, die der Dienstleister Financeads GmbH & Co KG, Nürnberg, (Datenschutzhinweise) zur Verfügung stellt. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass Du ein ver­brau­cher­freund­liches Ergebnis nach Finanztip-Kriterien bekommst. Die Auswahl der Tagesgeldkonten erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Lass Dir helfen

Vielleicht benötigt Dein Hund oder Deine Katze bereits in den ersten beiden Jahren eine teure Behandlung. Dann hast Du noch nicht genug Geld angespart und die Behandlungskosten übersteigen Deine Ersparnisse.

Aber auch in diesem Fall gibt es Lösungen: Einige Tierärzte bieten zum Beispiel Ratenzahlungen an. Wenn Du bereits etwas Geld angespart hast, kannst Du diesen Betrag auch direkt als Anzahlung anbieten. Sprich mit dem Tierarzt Deines Vertrauens offen über Dein Problem. Auch wenn er diese Möglichkeit nicht bietet, weiß er oft, was zu tun ist. Er kennt dieses Thema mit Sicherheit.

Auch Tierheime oder Tierschutzorganisationen vor Ort kennen sich sehr gut aus. Sie helfen nicht nur notleidenden Tieren, sondern auch Tierhaltern und wissen meistens Rat und manchmal bieten sie auch finanzielle Unterstützung.

Du willst nicht auf eine Ver­si­che­rung verzichten?

Dein Wunsch nach Absicherung für den absoluten Notfall ist so groß, dass Du eine Ver­si­che­rung abschließen möchtest? Dann solltest Du unbedingt Tarife vergleichen und schauen, dass einige Mindestkriterien erfüllt sind:

  • Die Ver­si­che­rungs­sum­me sollte bei mindestens 3.000 Euro (Hunde) beziehungsweise 1.500 Euro (Katzen) liegen.
  • Die Ver­si­che­rung sollte mindestens 80 Prozent der Kosten (bis zur Ver­si­che­rungs­sum­me) übernehmen.
  • Bei der Kostenübernahme unter 100 Prozent sollte es keine weitere Selbstbeteiligung geben.
  • Akzeptiere so wenig Ausschlüsse wie möglich, vor allem genetisch bedingte Erkrankungen sollten nicht ausgeschlossen sein.
  • Im Tarif sollte freie Tierarztwahl vorgesehen sein.
  • Die Ver­si­che­rung sollte mindestens den 3-fachen Satz der Gebührenverordnung übernehmen (gilt bei Notfällen).
  • Keine Wartezeiten für Not-OPs (Unfall, Kaiserschnitt).

Darüber hinaus solltest Du auch prüfen, wie viel die Ver­si­che­rung kostet. Sollten Dir die teuren Tier­kran­ken­ver­si­che­rungen zu viel kosten und Du möchtest vor allem vor den Kosten einer teuren OP abgesichert sein, wäre eine OP-Versicherung eine Option – mit weniger Leistungen und damit günstiger.

Autor
Henriette Neubert

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