Tier­kran­ken­ver­si­che­rung

Sinnvoll oder Geldverschwendung: Kran­ken­ver­si­che­rung für Hund und Katze

Henriette Neubert
Finanztip-Expertin für Versicherungen
21. April 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung übernimmt die Behandlungskosten, wenn Dein Haustier krank wird oder einen Unfall hatte.
  • Die Tarife unterscheiden sich stark. Viele Kosten werden nicht übernommen oder nur bis zu einer Höchstgrenze und Du musst oft eine Selbstbeteiligung zahlen.
  • Die Jahresbeiträge für günstige Tarife, die nur OP-Kosten abdecken, liegen bei 60 Euro für Katzen und 80 Euro für Hunde. Premium-Tarife können für Katzen über 500 Euro pro Jahr kosten, für Hunde über 1.200 Euro.
  • Das Risiko sehr teurer medizinischer Behandlungen für Dein Haustier ist aber gering, weshalb sich eine Kran­ken­ver­si­che­rung in der Regel nicht lohnt.
So gehst Du vor
  • Über die Zeit, die Dein Haustier bei Dir ist, zahlst Du für eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung wahrscheinlich deutlich mehr, als Du durch sie bei den Tierarztrechnungen sparst.
  • Statt eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung abzuschließen, solltest Du den Versicherungsbeitrag regelmäßig selbst ansparen. Über die Lebenszeit Deines Tieres gerechnet dürfte das meist günstiger sein.
  • Nutze dafür zum Beispiel ein Tagesgeldkonto. Die besten Angebote findest Du in unserem Tagesgeldrechner.

Deine Katze hat Würmer oder eine Bindehautentzündung oder Dein neuer Hund hat sich bei einem Unfall ein Bein gebrochen und muss operiert werden. Anders als bei uns Menschen gibt es für Tiere keine Kran­ken­ver­si­che­rungspflicht, und Herrchen oder Frauchen müssen die Behandlungskosten beim Tierarzt selbst bezahlen. Eine Alternative sind Tier­kran­ken­ver­si­che­rungen, die Dir versprechen, für diese Kosten aufzukommen.

Welche Tier­kran­ken­ver­si­che­rungen gibt es?

Die meisten Anbieter von Tier­kran­ken­ver­si­che­rungen richten sich an Hunde- und Katzenbesitzer (Krankenversicherungen für Pferde haben wir nicht untersucht). Sie versprechen Dir, die hohen Kosten zu übernehmen, die auf Dich zukommen können, wenn Dein Haustier eine OP braucht oder schwer krank wird.

Kran­ken­ver­si­che­rungen für Hund und Katze gibt es als OP-Versicherungen und als Vollschutz. Die zweite Variante bietet nicht nur Kostenübernahme bei Operationen, sondern weitere Behandlungen. Welche das sind, das hängt von verschiedenen Faktoren ab und variiert von Tarif zu Tarif sehr stark.

Was zahlt die Kran­ken­ver­si­che­rung fürs Haustier?

Welche Kosten von der Versicherung übernommen werden, hängt vom Anbieter und dem gewählten Tarif ab. Die meisten Versicherer bieten verschiedene Verträge zu unterschiedlichen Konditionen und Preisklassen an.

  • Ein OP-Tarif übernimmt die Kosten für Operationen, wobei es Anbieter gibt, die nur ungeplante OPs übernehmen, beispielsweise den Knochenbruch durch einen Unfall oder eine Magendrehung. Hast Du eine OP-Versicherung, musst Du alle anderen ärztlichen Behandlungen selbst zahlen.
  • Vollschutz-Tarife zahlen auch bei nicht-operativen Behandlungen. Viele Versicherer bieten in diesem Segment zwei Tarife, einen günstigeren und einen teuren. Die günstigen Vollschutz-Tarife übernehmen alle möglichen Tierarztkosten zur Behandlung von Krankheiten. Oft zahlen sie auch die Kosten einer Behandlung im Ausland oder Unterbringungskosten in einer Tierklinik. In der Premium-Kategorie übernehmen Versicherer zusätzlich Kosten für diverse Vorsorgebehandlungen, Homöopathie oder Physiotherapie. Manche zahlen auch für Zahnbehandlungen.

Achtung: Vorsorgeuntersuchungen und Routinebehandlungen wie jährliche Impfungen und Wurmkuren inklusive der dazugehörigen allgemeinen Untersuchung werden oft nicht übernommen. Stattdessen zahlen die Versicherungen eine jährliche Pauschale für diese Art von Kosten.

Innerhalb der versicherten Leistungen übernehmen die Versicherer die Tierarztkosten aber teilweise nur bis zu einer jährlichen Höchstgrenze. Einige Anbieter haben maximale Versicherungssummen für ärztliche Behandlungen (zum Beispiel 500 Euro pro Jahr) und eine weitere Höchstgrenze für Operationen (zum Beispiel 3.000 Euro pro Jahr). Bei den meisten Anbietern gilt aber eine Höchstgrenze für alle Behandlungen.

Die jährlichen Leistungsgrenzen sind abhängig vom Tarif und davon, wie lange der Vertrag bereits besteht. Über die Versicherungssumme hinaus, muss die Versicherung nicht zahlen, auch wenn es sich um eine versicherte Leistung handelt.

Wann zahlt die Tier­kran­ken­ver­si­che­rung nicht (Ausschlüsse)?

Je nach Tarif werden die Kosten für bestimmte Leistungen nicht übernommen. So zahlen OP-Tarife nur für Operationen, aber auch die Tarife mit Vollschutz haben diverse Einschränkungen.

Versicherungen zahlen grundsätzlich nicht für Behandlungen, die der Tierarzt bereits empfohlen oder sogar begonnen hat, bevor Du die Versicherung abgeschlossen hast. In den meisten Tarifen nicht inbegriffen sind:

  • Kastration oder Sterilisation (teilweise auch, wenn sie medizinisch begründet sind wie bei einer Sterilisation wegen Gebärmutterentzündung)
  • Kosten durch Schwangerschaft und Geburt
  • Mittel, um Parasiten zu behandeln (Wurmkuren), und Impfungen
  • Behandlungen zur Beseitigung genetischer, entwicklungsbedingter, rassespezifischer Anomalien oder angeborener Fehlentwicklungen
  • Dysplasien
  • Vorsorgebehandlungen
  • Behandlungen, die aufgrund fehlender Vorsorgebehandlungen verursacht wurden
  • Zahnbehandlungen

Abhängig von der Versicherung kann die Liste der nicht übernommenen Leistungen noch länger sein. Weitere Leistungsbeschränkungen hast Du durch die Versicherungssummen. 

Viele Tarife staffeln die Versicherungssummen nach der Dauer des Vertrages oder haben Wartezeiten. Auch bei teuren Tarifen ist die Versicherungssumme in den ersten zwei Jahren begrenzt.

Was kostet Dich eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung?

Die unterschiedlichen Leistungsangebote spiegeln sich natürlich auch in den Beiträgen wider. Für einen reinen OP-Tarif zahlst Du weniger als für Vollschutz. Premium-Tarife kosten noch mehr. Für ältere Tiere zahlst Du mehr als für junge. Auch bei bestehenden Tarifen werden die Beiträge regelmäßig mit dem Alter Deines Haustiers angepasst. Ab einem bestimmten Alter kannst Du gar keine Versicherung mehr für Dein Tier abschließen. Hundekrankenversicherungen sind teurer als die Kran­ken­ver­si­che­rung für eine Katze.

Soviel kostet die Versicherung für Hunde

Bei Hunden kommt es für die Beitragshöhe nicht nur auf das Alter an, sondern auch auf die Größe des Tieres. Je kleiner der Hund, desto günstiger die Beiträge. Wir haben Preise für verschiedene Größen abgefragt (Zwergschnauzer, Dalmatiner-Mischling, Deutsche Dogge) und haben jeweils ein Alter von vier Monaten angenommen.

Eine reine OP-Versicherung gibt es ab knapp 80 Euro pro Jahr. Dafür übernimmt die Versicherung OP-Kosten bis 1.500 Euro. Es gibt auch Anbieter mit etwas höheren Beiträgen, die im Versicherungsfall bis zu 20.000 Euro zahlen – allerdings erst nach zwei Jahren. Bei einem Tarif für 100 Euro im Jahr bekommst Du 2.000 Euro für Operationen Deines Haustieres.

Bei Vollschutz-Tarifen beginnen die günstigsten Tarife bei etwa 230 Euro pro Jahr für einen Zwergschnauzer. Für den Mischling müsstest Du 255 Euro zahlen, für eine Deutsche Dogge 300 Euro. Der günstigste Tarif bietet ab dem dritten Jahr dann immerhin eine jährliche Versicherungssumme von 20.000 Euro. Teure Tarife kosten 600 Euro bis über 1.200 Euro und haben meist eine unbegrenzte Versicherungssumme.

Bedenke bei den Kosten für die Tier­kran­ken­ver­si­che­rung auch, dass bei vielen Tarifen eine Selbstbeteiligung hinzukommt. Diese kann zwischen 20 und 60 Prozent der Behandlungskosten liegen. Bei den teuren Premium-Tarifen entfällt meist eine Selbstbeteiligung.

Soviel kostet die Versicherung für Deine Katze

Für eine OP-Versicherung zahlst Du als Katzenbesitzer ab 60 Euro, dafür deckt die Versicherung bis zu 1.000 Euro pro Jahr für eine OP. Beim Vollschutz beginnen die günstigen Tarife bei etwa 150 Euro pro Jahr, die Versicherungssumme liegt dann bei 400 Euro Behandlungskosten plus eine unbegrenzte OP-Leistung. Tarife im Premiumbereich kosten über 500 Euro pro Jahr.

Auch bei Katzentarifen unterscheiden sich die Versicherungssummen. Bei vielen liegen die jährlichen Leistungsgrenzen unter denen von den entsprechenden Hundetarifen, nämlich bei 50 bis 70 Prozent. Aber auch für Katzen gibt es Tarife, die eine unbegrenzte Versicherungssumme bieten.

Warum lohnt sich die Tier­kran­ken­ver­si­che­rung meist nicht?

Eine Versicherung soll uns vor existenzbedrohenden finanziellen Risiken bewahren. Deswegen sind Haft­pflicht­ver­si­che­rungen und eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung besonders wichtig. Schäden, die durch sie abgedeckt werden, können in die Hunderttausende Euro gehen. Das ist bei einem kranken Haustier nicht der Fall. Natürlich kann eine Behandlung unerwartet teuer werden, vor allem wenn eine Operation notwendig ist. Allerdings sind selbst Operationen meist nicht so teuer, dass sie die regelmäßige Beitragszahlung rechtfertigen.

Oft zahlt die Versicherung nicht

Wie oben beschrieben, gibt es je nach Tarif viele Fälle, in denen die Versicherung nicht zahlt. Die Versicherer sprechen dann von „Ausschlüssen“ vom Ver­si­che­rungs­schutz. Vor allem der Ausschluss von Behandlungen zur Korrektur angeborener oder genetischer Anomalien ist kritisch und kann auf viele Behandlungsgründe zutreffen – angefangen bei Hüftdysplasie bei bestimmten Hunderassen (Dysplasien werden bei einigen Versicherern namentlich ausgeschlossen) oder Atemwegsproblemen zum Beispiel bei Möpsen oder Perserkatzen.

Ebenfalls problematisch ist der Ausschluss der Kostenübernahme bei Kastration oder Sterilisation, vor allem wenn sie medizinisch notwendig ist, wie beispielsweise aufgrund einer Gebärmutterentzündung. Besonders ärgerlich ist auch, dass in vielen Tarifen die Kostenübernahme von Vorsorgebehandlungen (abgesehen von einer eventuell gezahlten Pauschale), Impfungen und Parasitenbehandlungen ausgeschlossen ist. Denn das bedeutet, dass zu den Kosten für die Versicherung trotzdem regelmäßige Tierarztkosten hinzukommen, die Du selbst zahlst.

Eine Kran­ken­ver­si­che­rung für Deinen Hund oder Deine Katze ist also kein Rundum-Sorglos-Paket. Es ist ein zusätzlicher finanzieller Aufwand, der sich nur rechnet, wenn eine unerwartete, größere Behandlung auf Dich zukommt, die von der Versicherung abgedeckt ist. Aber wie hoch ist dieses Risiko?

Das Risiko teurer Behandlungen ist meist gering

Der Großteil der Hunde- und Katzenbesitzer zahlt pro Jahr etwas mehr als 200 Euro (Hunde) beziehungsweise 100 Euro (Katzen) für die ärztliche Behandlung seines Haustieres. Dazu gehören die regelmäßigen Impfungen, Wurmkuren, eventuell Krallen schneiden und kleinere Behandlungen.

Der Großteil operativer Eingriffe kostet bei einem Hund unter 1.000 Euro. Einer Studie der Universität Göttingen über Heimtiere ergab, dass lediglich 2 Prozent der Hundebesitzer 2.000 Euro oder mehr im Jahr für die Behandlung ihres Tieres ausgeben. Ein Drittel der Tierbesitzer hatte innerhalb der letzten drei Jahre aufwendigere und unerwartete Behandlungen von mindestens 1.000 Euro (Hund) beziehungsweise mindestens 500 Euro (Katze). Das Risiko einer teuren Behandlung, die mehr als 1.000 Euro beziehungsweise 500 Euro kostet, ist also sehr gering und kommt nicht jedes Jahr vor.

Die Kosten übersteigen den Nutzen

Um Kosten und Nutzen einer Kran­ken­ver­si­che­rung für Haustiere beurteilen zu können, haben wir eine Beispielrechnung vorgenommen. Dafür sind wir von folgenden Annahmen ausgegangen:

  • Vollschutz-Tarif, kein Premium-Tarif
  • Versicherungssumme 1.000 Euro im ersten Jahr, 2.000 Euro im zweiten Jahr, danach 20.000 Euro
  • Selbstbeteiligung 20 Prozent
  • Dalmatiner
  • vier Monate (die nächste Preisstufe liegt bei einem Jahr)
  • Jahresbeitrag 285 Euro im ersten Jahr, 305 Euro im zweiten Jahr, 326 Euro im dritten Jahr, 349 Euro im vierten Jahr
  • OP-Kosten: 1.200 Euro, diese fallen einmalig im jeweiligen Jahr an

In diesem Beispiel werden keine Kosten für die Vorsorge erstattet. Die jährlichen Tierarztkosten (Impfung, Wurmkur, allgemeine Untersuchung) von etwa 220 Euro zahlst Du also zusätzlich. Die Selbstbeteiligung wurde von der Leistung der Versicherung abgezogen (240 Euro).

Ausgaben für eine OP und Versicherungsbeiträge

 Leistung VersicherungDeine Ausgaben
OP 1.200 €  
Ausgaben im 1. Jahr960 €285 €
Ausgaben im 2. Jahr960 €590 €
Ausgaben im 3. Jahr960 €916 €
Ausgaben im 4. Jahr960 €1.265 €

Quelle: Ver­si­che­rungs­be­din­gungen, Website Coya und eigene Berechnungen (Stand: 1. April 2021)

Muss Dein Hund im ersten Jahr operiert werden, übernimmt die Versicherung für die 1.200 Euro teure Operation immerhin 960 Euro. Ist die OP erst im dritten Jahr, hättest Du bereits 916 Euro an Versicherungsbeiträgen gezahlt und erhältst dafür dann 960 Euro für die OP. Hättest Du also drei Jahre das Geld gespart, wäre das bereits der Betrag, den Du von der Versicherung erhältst. Im vierten Jahr decken die Versicherungsbeiträge bereits die gesamten OP-Kosten ab.

Diese Beiträge gelten nur, wenn Du Deinen Hund direkt als Welpen versicherst. Schließt Du die Versicherung ein Jahr später ab, beginnst Du schon im ersten Jahr mit höheren Beiträgen.

Unsichere Kündigungsbedingungen

Ein weiterer Nachteil der Kran­ken­ver­si­che­rung für Hunde und Katzen sind die Kündigungsbedingungen der meisten Tarife. Viele werben damit, dass Du monatlich oder sogar täglich kündigen kannst – und somit flexibel bist und nur zahlst, solange Du möchtest. Das Problem: Bei einigen gilt dieselbe Regelung auch für die Versicherung. Sie kann immer zum Monatsende kündigen. Alle bis auf ein Anbieter behalten sich zudem das Recht vor, nach einem Schadensfall zu kündigen. Das heißt: Wenn Du die Versicherung einmal in Anspruch nimmst, kannst Du auch den Ver­si­che­rungs­schutz verlieren.

Dann hast Du vielleicht mehrere Jahre Beiträge gezahlt und stehst plötzlich ohne Schutz da. Dann wird es schwerer, eine neue Versicherung zu bekommen. Gleichzeitig steigt die Gefahr einer teureren Behandlung, wenn Dein Tier älter wird.

Versicherungsbeiträge erhöhen die Ausgaben fürs Tier stark

Jedes Tier kostet Geld. Neben den Anschaffungskosten (Kosten für das Tier, Spielzeug, Ausstattung), kommen regelmäßige Ausgaben hinzu:

Als Hundehalter kommst Du so auf jährliche Kosten von 600 bis 1.000 Euro, abhängig von der Größe des Hundes (beeinflusst Futterkosten und Kosten für die Hundehaftpflicht) und Deinem Wohnort (beeinflusst die Höhe der Hundesteuer). Gehst Du von 800 Euro jährlichen Ausgaben aus und vergleichst sie mit 300 Euro nur für die Versicherung, wird schnell klar: Die Versicherungsbeiträge stehen in keinem Verhältnis zu den Gesamtausgaben für Dein Haustier. Stattdessen solltest Du nach Alternativen suchen.

Welche Alternativen zur Tier­kran­ken­ver­si­che­rung gibt es?

Natürlich besteht immer das Risiko einer teuren medizinischen Behandlung. Auch wenn es gering ist, kann nicht jeder 2.000 Euro oder mehr von heute auf morgen bereitstellen. Doch es gibt Alternativen zur Tier­kran­ken­ver­si­che­rung.

Richtige Vorsorge

Genau wie bei uns Menschen können auch bei Hund und Katze schwere Erkrankungen frühzeitig erkannt und dann besser, schneller und günstiger behandelt werden. Um also teure und langwierige, vielleicht chronischen Erkrankungen vorzubeugen, lass Dein Haustier regelmäßig checken. Dazu gehören notwendige Impfungen und regelmäßige Wurmkuren.

Auch durch richtiges Verhalten und Vorsicht kannst Du bestimmte Risiken senken, zum Beispiel die Magendrehung. Diese betrifft vor allem große Hunde. Um sie zu beseitigen, ist eine OP erforderlich, die im Schnitt 1.200 Euro kostet. Allerdings lässt sich die Gefahr einer Magendrehung verringern, indem Du Deinem Hund mehrere kleine Portionen über den Tag zu fressen gibst und ihn danach ruhen lässt.

Auch Unfälle kannst Du durch umsichtiges Verhalten verringern: Leine Deinen Hund an Straßen an; sichere Deine Fenster und den Balkon, damit Deine Katze nicht herunterstürzt.

Spare das Geld für die Versicherung lieber selbst an

Um im Ernstfall eine kostspielige Behandlung zahlen zu können, spare regelmäßig etwas Geld. Anstatt 300 Euro Versicherungsbeiträge pro Jahr zu überweisen, lege es auf ein Extrakonto. Oder Du nutzt das Tagesgeldkonto Deines Girokontos. Einige Anbieter, wie die DKB, ermöglichen es, mehrere Tagesgeldkonten als Unterkonten zu eröffnen. Hier könntest Du zum Beispiel für eventuelle Tierarztkosten ansparen. Wenn Du sie nie brauchst (was wir hoffen), hast Du irgendwann das Geld übrig.

Wie viel möchtest Du anlegen?

Gib einen Betrag zwischen 500 € und 500.000 € ein.

Wie lange möchtest Du anlegen?

Der Finanztip-Tagesgeldrechner basiert auf Daten von mehr als 100 Banken, die der Dienstleister Financeads GmbH & Co KG, Nürnberg, (Datenschutzhinweise) zur Verfügung stellt. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass Du ein ver­brau­cher­freund­liches Ergebnis nach Finanztip-Kriterien bekommst. Die Auswahl der Tagesgeldkonten erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Lass Dir helfen

Vielleicht benötigt Dein Hund oder Deine Katze bereits in den ersten beiden Jahren eine teure Behandlung. Dann hast Du noch nicht genug Geld angespart und die Behandlungskosten übersteigen Deine Ersparnisse.

Aber auch in diesem Fall gibt es Lösungen: Einige Tierärzte bieten zum Beispiel Ratenzahlungen an. Wenn Du bereits etwas Geld angespart hast, kannst Du diesen Betrag auch direkt als Anzahlung anbieten. Sprich mit dem Tierarzt Deines Vertrauens offen über Dein Problem. Auch wenn er diese Möglichkeit nicht bietet, weiß er oft, was zu tun ist. Er kennt dieses Thema mit Sicherheit.

Auch Tierheime oder Tierschutzorganisationen vor Ort kennen sich sehr gut aus. Sie helfen nicht nur notleidenden Tieren, sondern auch Tierhaltern und wissen meistens Rat und manchmal bieten sie auch finanzielle Unterstützung.

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