Bankcard absetzen
Bild: poba / Getty Images

Nach der Bahncard 100 und den Fernzugtickets werden ab Februar auch die Bahncards 25 und 50 um ein Zehntel günstiger (wir berichteten). Aber es geht noch günstiger: Unter bestimmten Umständen beteiligt sich das Finanzamt an den Kosten. Und zwar dann, wenn Sie Ihre private Bahncard* auch für berufliche Zwecke nutzen. Das können beispielsweise Fahrten zu Vorstellungsgesprächen und Fachkongressen sowie Dienstreisen sein.

Als Werbungskosten absetzen können Sie den beruflichen Anteil (aber nicht den Weg zur Arbeit, dafür gibt es die Pendlerpauschale). Ein Beispiel: Zu 70 Prozent nutzen Sie die Bahncard für private Fahrten oder Fahrten zum Arbeitsplatz, dann verbleiben 30 Prozent für berufliche Strecken. Von den 229 Euro für die neue Bahncard 50 können Sie dann 69 Euro als Werbungskosten absetzen.

Und wenn Sie die Bahncard vom Chef bekommen? Mit etwas Rechnerei kann es sein, dass Sie auf die private Nutzung („geldwerter Vorteil“) keine Steuern zahlen müssen. Addieren Sie die Kosten für die Bahncard und die Preise der rabattierten beruflichen Fahrkarten. Die Summe muss über den Ticketkosten ohne Bahncard liegen. Sprich: Die Bahncard muss sich allein schon für die beruflichen Fahrten lohnen, dann müssen Sie auch keinen Vorteil versteuern.

Sie sollten gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber prognostizieren, ob das aufgrund der geplanten Dienstreisen per Zug realistisch ist. Trifft es wider Erwarten am Ende doch nicht zu, bleibt die Bahncard dennoch steuerfrei. Das gilt beispielsweise, wenn Sie länger krank waren.

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